es geht leider steil bergab
Verbesserungsvorschläge
werdet wieder menschlich, lasst z.B. Eure Worthülsen weg.
Arbeitsatmosphäre
leider aktuell grausig.
Selbst Personalkürzungen (neudeutsch Precision Programm, damit man es nicht beim Namen nennen muss) werden handwerklich so schlecht gemacht, dass man sich schämen muss.
Die entsprechenden Kollegen bekommen Abends eine Email, dass sie nicht mehr benötigt werden.
Es wagt sich aber niemand aus der Deckung. Die Mail kommt von einem neutralem Account und verständliche Fragen müssen an diese Emailadresse erfolgen.
Die unmittelbaren Vorgesetzten haben nichts zu melden und können nichts dazu sagen.
Einen Betriebsrat, der mitentscheiden könnte gibt es nicht, da wir eine SE Gesellschaftsform haben. Manche sagen, genau aus diesem Grund.
Die Auswahl erfolgte nicht per Sozialauswahl, sondern per Excel. Was dazu führt, dass manche Mitarbeiter kurz nach Aufhebung des Vertrags wieder teuer eingekauft werden müssen, da sonst Kundenprojekte scheitern würden. Aber dafür ist ja Geld da. Andere Kollegen erhielten kurz danach noch eine vom Chef unterschriebene Glückwunschkarte zum Betriebszugehörigkeits-Jubiläum und dass man sich auf weitere Zusammenarbeit freut. Peinlich.
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Intern sehr schlecht, es herrscht Angst vor weiteren Personalkürzungen. Leider kommt die Stimmung auch langsam bei den Kunden an. Die verprellt man u.a. durch Projektleiter, die plötzlich nicht mehr da sind, überzogene Preise, Druck Richtung Cloudprodukte.
Work-Life-Balance
NOCH ok.
NOCH Firmenwagen, NOCH viel Homeoffice, NOCH ein paar Benefits, aber durch Sorgen vor neuen Entlassungsprogrammen im nächsten Jahr ist die Stimmung gedrückt.
Karriere/Weiterbildung
Wer kann sollte sich dringend nach Alternativen umsehen.
Kollegenzusammenhalt
Nach wie vor gut.
Die strikte Fokusierung auf Faktura sorgt manchmal zu mehr Ellenbogenmentalität, aber insgesamt noch überdurchschnittlich guter Zusammenhalt.
Umgang mit älteren Kollegen
leider beim oben genannten „Precision“ Programm sehr respektlos. Mitarbeiter, die sich Jahrzehnte für die Firma eingesetzt haben und immer im Sinne der Kunden und der Firma gehandelt haben, werden durch eine Email aussortiert und müssen per anonymer Mail mit Personalern schreiben, die sich dahinter verstecken.
Vorgesetztenverhalten
Durch den beschriebenen Weggang auch vieler Führungskräfte eine hohe Fluktuation.
Die unmittelbaren Vorgesetzten sind meist gut und versuchen sich einzusetzen für ihre Mitarbeiter, aber haben keine richtigen Befugnisse.
Durch die aktuelle Führungsebene sind in wenigen Jahren viele Hierarchiestufen eingezogen worden. Flache Strukturen waren einmal.
Kommunikation
Siehe Arbeitsatmosphäre. Aktuell weiss man oft nicht, wer zuständig ist.
Kommunikation erfolgt nicht oder einseitig.
Über die Zielvereinbarung wurde lange gewitzelt, sie sei nur eine Zielverkündung. Das ist sie nun tatsächlich. Eine Zustimmung des Mitarbeiters ist nicht mehr gefragt. Und das, nachdem dieses Jahr die Zielvorgaben in der Faktura einseitig um 10 Tage angehoben wurden trotz zurück gehendem Auftragseingang.
Wie ein Vorredner bereits schrieb, ist das eine „virtuelle Gehaltskürzung“, da die Ziele nicht mehr erreichbar sind.
Gehalt/Benefits
die Gehälter waren ca. Branchenschnitt, incl. den Benefits dann echt ok. Nun werden aber einseitig die variablen Gehaltsanteile (wohlgemerkt sind das nicht „Boni“) durch unrealistische Zielvorgaben gekürzt. Ein Handy, gibt es jetzt nur noch über einen Anbieter, der preislich uninteressant ist. Endgeräte werden zunehmend eingeschränkt.
Interessante Aufgaben
gibt es weiterhin. Aber es ist zunehmend ein Kampf gegen interne Bürokratie, einfach seine Arbeit erledigen zu können.


