Gut am Arbeitgeber finde ich
Menschliches Team vor Ort: Der persönliche Umgang und die Zusammenarbeit im direkten Team sowie mit den eigenen Mitarbeitern („Hand in Hand“) werden als sehr positiv und partnerschaftlich erlebt.
Abwechslungsreiche Aufgaben: Die Vielfalt des Berufs – von handwerklicher Floristik und Raumgestaltung bis hin zu Kundenberatung und logistischen Tätigkeiten – macht jeden Tag aufs Neue sehr viel Freude.
Kreativer Freiraum: Trotz klarer Menüs und Standards gibt es wunderbare Möglichkeiten, eigene kreative Ideen einzubringen und die unterschiedlichen Filialräume individuell zu gestalten.
Vorbildliche Nachhaltigkeit: Das Unternehmen treibt Innovationen und Umweltschutz (wie Bienen- und Blühwiesenprojekte oder den Schutz von Moorflächen in Cuxhaven über die BlumeCard) hervorragend voran.
Fairen Branchenvergleich: Im Vergleich zu kleineren, privaten Floristikgeschäften zahlt das Unternehmen im Schnitt ein besseres Grundgehalt.
Nahbare Vorgesetzte: Die Vorgesetzten sind im persönlichen Umgang sehr nett, nahbar und offen dafür, betriebswirtschaftliche Abläufe zu erklären.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Starre Vorgaben & Kennzahlen-Druck: Fehlendes Gehör für Standortbesonderheiten und der Umgang mit Kritik nach dem Motto „An anderen Standorten funktioniert es schließlich auch“.
Hohe Arbeitsbelastung: Ein straffer, oft überlastender Alltag durch die Vielzahl an Aufgaben bei gleichzeitig dünner Personaldecke.
Umgang mit langjährigen Kollegen: Enttäuschender Abschied von Langdienenden, teils starker Druck oder Vergraulung im Zuge interner Veränderungen.
Technische Mängel: Wiederkehrende, stressige Ausfälle und Störungen bei Hard- und Software (z. B. Tablets, Kassen/Kartenzahlung) im Alltag.
Finanzielle Rahmenbedingungen: Weggefallenes Urlaubs- und Weihnachtsgeld, kaum greifbare sowie stark eingeschränkte Prämienmodelle und Gehälter, die angesichts der Verantwortung und Teuerung zu niedrig sind.
Hürden bei internen Aufstiegen: Extrem lange Wartezeiten, Verzögerungen bei Verträgen und das Gefühl, dass externe Neueinstellungen oft bevorzugt werden.
Verbesserungsvorschläge
Wertschätzung von oben: Mehr konstruktives Feedback und echtes Lob von übergeordneten Vorgesetzten statt reiner Kennzahlen-Fokus.
Zuverlässigkeit bei Zusagen: Vertragliche Anpassungen (z. B. Stundenkürzungen oder Positionswechsel) zeitnah und fristgerecht umsetzen.
Faire Bedingungen bei Flexibilität: Kurzfristige Abrufe (Poolfreigaben) über private Kanäle besser organisieren oder entsprechend vergüten.
Realistischere Vorgaben: Kennzahlen und Zielvorgaben stärker an die tatsächlichen Standortbedingungen und Personalkapazitäten anpassen, statt sie starr einzufordern.
Menschlicher Umgang mit Langjährigen: Mehr Respekt und faire Unterstützung für ältere und langjährige Mitarbeitende statt Verdrängung.
Technische Stabilität: Schnellere Behebung von wiederkehrenden Hardware- und Software-Problemen (Kassen, Tablets) zur Entlastung im Alltag.
Gerechtere Prämien & Gehälter: Prämienmodelle greifbarer und fairer für das gesamte Team (inklusive Aushilfen) gestalten und Gehälter an die gestiegenen Lebenshaltungskosten anpassen.
Faire interne Aufstiege: Interne Mitarbeiter bei Beförderungen und Verträgen genauso wertschätzen und unterstützen wie externe Neueinstellungen.
Arbeitsatmosphäre
Lob und Anerkennung: Innerhalb der Filiale und im Team funktioniert die Zusammenarbeit auf Augenhöhe sehr gut. Wenn etwas gut läuft oder konstruktive Kritik gefragt ist, wird offen und wertschätzend miteinander kommuniziert. Von den übergeordneten Vorgesetzten oder dem Management fehlt diese Anerkennung jedoch weitgehend. Hier wird Feedback oft auf Kennzahlen oder Mängel (z. B. Stückzahlen bei Sträußen) reduziert, während positive Leistungen selten gesehen oder gewürdigt werden.
Zusammenhalt im Team: Das Betriebsklima innerhalb der Filiale ist wirklich schön und trägt maßgebend dazu bei, auch stressige Phasen gut zu meistern. Man unterstützt sich gegenseitig und versucht, sich den Arbeitsalltag gemeinsam so angenehm wie möglich zu gestalten.
Image
Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität: Das Image von BLUME 2000 als bekannter Name in der grünen Branche ist nach außen hin stark, weicht im Alltag vor Ort jedoch oft von den tatsächlichen Erfahrungen ab.
Wahrnehmung in der Öffentlichkeit: Im privaten Umfeld oder im direkten Kundenkontakt merkt man schnell, dass die Verantwortung für Probleme (wie eine eingeschränkte Beratung oder dünne Besetzung) oft vorschnell bei den Mitarbeitenden vor Ort gesucht wird.
Hintergründe bleiben unsichtbar: Dass eine manchmal spürbare Überforderung oder gedrückte Stimmung nicht am Team selbst liegt, sondern an mangelnder Unterstützung, unzureichender Schulung oder dem Gefühl, im Stich gelassen zu werden, ist für Außenstehende meist nicht sichtbar. Hier wünscht man sich oft mehr Verständnis von außen und vor allem eine bessere Basis von innen heraus, damit das Image und die reale Zufriedenheit wieder übereinstimmen.
Work-Life-Balance
Flexibilität und Teamabsprache: Innerhalb der Filiale wird sehr gut auf persönliche Belange und Wünsche Rücksicht genommen; die Absprachen untereinander funktionieren reibungslos.
Arbeitszeitmodelle und Minusstunden: Durch das zugrundeliegende Leistungsstundenmodell kann es bei zu üppiger Besetzung schnell zu Minusstunden kommen, was organisatorisch Druck erzeugen kann.
Einsätze auf Abruf (Poolfreigaben): Kurzfristige Einsätze in anderen Filialen basieren zwar auf Freiwilligkeit, erfordern jedoch oft eine hohe Flexibilität am selben oder vorherigen Tag. Die Kontaktaufnahme über das private Smartphone für spontane Abrufe ohne gesonderte Entschädigung für die Rufbereitschaft oder den organisatorischen Aufwand wird als belastend und wenig zeitgemäß empfunden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Vorbildliches Engagement: In diesem Bereich hat sich das Unternehmen absolut 5 Sterne verdient. BLUME 2000 treibt das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz seit Jahren enorm voran.
Konkrete Initiativen: Durch tolle Aktionen wie die BlumeCard werden aktiv wertvolle Projekte unterstützt – darunter die wichtige Wiedervernässung und der Schutz von Moorflächen im Landkreis Cuxhaven sowie diverse Bienen- und Blühwiesenprojekte für den Artenschutz. Hier wird Nachhaltigkeit glaubwürdig, transparent und mit echten Initiativen für Natur und Kunden umgesetzt.
Karriere/Weiterbildung
Grundsätzliche Perspektiven: Prinzipiell bietet das Unternehmen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und es werden intern durchaus Chancen oder neue Positionen in Aussicht gestellt, wenn man Einsatz zeigt.
Verzögerte Umsetzung und lange Bewährungsphasen: Wenn es dann jedoch um die tatsächliche Umsetzung geht, läuft es oft schleppend. Auf vertragliche Zusagen oder offizielle Anpassungen wartet man mitunter sehr lange; teils muss man sich über einen langen Zeitraum erst in der Praxis beweisen, bevor entsprechende Verträge auch tatsächlich ausgestellt werden.
Interne vs. Externe Besetzung: Ein spürbarer Frustfaktor ist zudem, dass externe Bewerberinnen und Bewerber oft direkt – ohne Vorerfahrung im Unternehmen – eingestellt werden und sofort entsprechende Konditionen erhalten, während langjährige Mitarbeiter für den internen Aufstieg lange kämpfen müssen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt innerhalb des Teams ist außergewöhnlich gut und trägt maßgeblich zu einer positiven Arbeitsatmosphäre bei. Man kann sich aufeinander verlassen, geht offen und direkt miteinander um und unterstützt sich gegenseitig – auch in stressigen Situationen. Das Miteinander ist von echtem Vertrauen geprägt.
Umgang mit älteren Kollegen
Körperliche Belastung und Unterstützung: Da es sich um einen sehr körperlichen Beruf handelt, ist eine altersgerechte Unterstützung und Entlastung für ältere Arbeitnehmer nur bedingt gegeben, was die langfristige Ausübung der Tätigkeit erschwert.
Wertschätzung von Langdienenden: Hier zeigt sich ein sehr bedauerliches Bild. Langjährige Kolleginnen und Kollegen, die das Unternehmen über Jahre hinweg geprägt haben, erfahren zum Abschied oder in ihrer letzten Phase oft keine angemessene Wertschätzung. Vorkommnisse, bei denen langdienende Kräfte im Zuge interner Entwicklungen stark unter Druck gesetzt oder vergrault wurden, hinterlassen einen sehr traurigen und nachdenklichen Eindruck im Team.
Vorgesetztenverhalten
Menschliche Art und Offenheit: Die Vorgesetzten sind im persönlichen Umgang sehr nett, nahbar und offen dafür, Kennzahlen oder betriebswirtschaftliche Abläufe zu erklären.
Verständnis für Unternehmensziele: Man bringt als Mitarbeiter vollstes Verständnis dafür mit, dass ein Konzern wirtschaftlich agieren muss, Kennzahlen im Blick hat und Prozesse optimieren will.
Grenzen starrer Vorgaben: Schwierig wird es jedoch, wenn individuelle Rahmenbedingungen oder Standortbesonderheiten zu wenig Gehör finden. Wenn Kritik oder Erklärungen bezüglich der praktischen Machbarkeit mit dem Argument abgetan werden, dass es an anderen Standorten schließlich auch funktioniere, führt das zu dem Gefühl, mit den realen Herausforderungen vor Ort allein gelassen zu werden. Hier wünscht man sich mehr Flexibilität und den echten Dialog auf Augenhöhe.
Arbeitsbedingungen
Bemühungen und Schwankungen: Es ist spürbar, dass grundsätzlich an adäquaten Arbeitsbedingungen gearbeitet wird, allerdings zeigen sich bei der technischen Ausstattung immer wieder deutliche Defizite. Die Erfahrungen können je nach Standort variieren.
Technische Zuverlässigkeit: Im Alltag kommt es häufiger zu Problemen mit der Hard- und Software – wie streikenden Tablets für die Zahlenbearbeitung oder wiederkehrenden Ausfällen und Störungen an den Kassen (z. B. bei der Kartenzahlung).
Auswirkungen auf den Betrieb: Solche technischen Mängel, auch wenn sie nicht durchgehend bestehen, erschweren die Abläufe massiv. Gerade in Stoßzeiten und bei hohem Kundenaufkommen führen solche Ausfälle zu unnötigem Stress und einer Erschwernis bei der täglichen Arbeit.
Kommunikation
Informationsweitergabe: Die Bereitstellung von arbeitsrelevanten Informationen und regelmäßige Updates zu Ergebnissen oder Erfolgen sind stark ausbaufähig.
Feedback- und Fehlerkultur: In der Vergangenheit kam es in der Zusammenarbeit mit bestimmten Vorgesetzten (bzw. zuständigen Stellen wie der Personalabteilung) wiederholt zu Missverständnissen. Sachliche Anliegen wurden teils nicht auf Augenhöhe besprochen oder falsch interpretiert.
Verlässlichkeit von Zusagen: Absprachen – beispielsweise bezüglich vertraglicher Anpassungen – werden manchmal nicht fristgerecht umgesetzt, wodurch Prozesse unnötig in die Länge gezogen werden und organisatorische Zusagen erst mit großer Verzögerung greifen.
Gehalt/Benefits
Im Vergleich zu kleineren, privaten Floristikgeschäften zahlt das Unternehmen zwar im Schnitt etwas mehr, jedoch reicht das Gehalt angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten und der hohen Arbeitsbelastung oft nicht mehr aus.
Frühere Sonderzahlungen wie traditionelles Urlaubs- und Weihnachtsgeld wurden umstrukturiert, und auch kleine Aufmerksamkeiten für Mitarbeiter wurden spürbar reduziert.
Prämiensystem und Transparenz: Zwar können Prämien in sehr starken Monaten theoretisch erreicht werden, das System ist im Alltag jedoch kaum greifbar. Die Boni sind stark gestaffelt und schränken die Beteiligung ein: Während Filialleitungen und Stellvertretungen an allen Zielpunkten prozentual beteiligt werden, sind normale Mitarbeiter nur über einen kleineren Teil eingebunden, und Aushilfen gehen komplett leer aus. Das schwächt den gemeinsamen Teamanreiz.
Prioritätensetzung des Unternehmens: Zwar wird oft betont, wie viel in das Personal investiert wird, allerdings fließen spürbar viele Mittel in andere Bereiche wie den Umbau oder die Neugestaltung von Räumlichkeiten, während die finanzielle Anerkennung der Mitarbeitenden hinter diesen Investitionen zurückbleibt.
Interessante Aufgaben
Abwechslungsreiches Aufgabengebiet: Die Aufgaben sind extrem vielseitig und verbinden handwerkliche Floristik, kreative Gestaltung der Filialräume, Beratung und Verkauf sowie logistische und körperliche Tätigkeiten. Der Wechsel zwischen dem Kundenkontakt und der Pflege der Blumen macht den Alltag sehr reizvoll.
Kreativer Freiraum trotz Vorgaben: Es gibt klare Standards und Menüs, an die man sich halten muss, aber innerhalb dieses Rahmens hat man wunderbare Möglichkeiten, eigene kreative Ideen einzubringen und die unterschiedlichen Räumlichkeiten individuell zu gestalten.
Erweiterte Verantwortungen & Personalarbeit: Wer in Führungspositionen arbeitet, übernimmt unter anderem spannende Aufgaben wie das Controlling von Kennzahlen, Inventurbegleitung und die Erstellung von Einsatzplänen. Besonders positiv ist hierbei die aktive, partnerschaftliche Zusammenarbeit Hand in Hand mit dem Team im Personalwesen.
Allerdings der größte Punkt ist die Arbeitsbelastung: Die Arbeitsbelastung ist insgesamt als sehr hoch einzustufen, was durch die vielen verschiedenen Aufgabenbereiche und den straffen Alltag bedingt ist, auch wenn die Freude an der eigentlichen Arbeit im Vordergrund steht.