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Bewertungen

144 von 515 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich
kununu Score: 3,2Weiterempfehlung: 54%
Score-Details

144 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.

Tolles Team und guter Arbeitgeber

4,3
Empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei CEWE Beteiligungs GmbH in Oldenburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich finde das Umfeld und die Fehlerkultur hier sehr gut. Ich komme immer noch gerne zur Arbeit.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das es je nach Abteilung ganz unterschiedliche Regelungen gibt, und je nach Abteilungsleitung diese Regelungen unterschiedlich kontrolliert werden. Wir sind doch alle gleich, warum nicht da?

Verbesserungsvorschläge

Klarere Strukturen - wer ist wofür zuständig.

Arbeitsatmosphäre

Ich kann nur für meinen Bereich sprechen, die Atmosphäre ist hervorragend. Die Kommunikation ist wertschätzend und auf Augenhöhe. Das aktuelle Team gehört zu den besten die ich in meinem Arbeitsleben erleben durfte.

Image

Das Image ist recht gut, denke ich.

Work-Life-Balance

Da wir uns in der industriellen Produktion bewegen, gibt es feste Arbeitszeiten die eingehalten werden müssen, dennoch können private Termine mit Absprache genommen werden - hier sind alle verständnisvoll. Auch bei nicht geplanten Terminen findet sich immer eine Lösung.

Karriere/Weiterbildung

Hier ist es teilweise etwas schwerer. Es gibt Kollegen die kommen einfach nicht weiter, weil es grade keine freien Stellen im next Step gibt - andere rasen (vielleicht auch geplant) durch die Ebenen. Generell ist es eher die: Wenn eine passende Stelle frei wird, bewirb dich doch drauf.

Gehalt/Benefits

Ist seit dem Wechsel der Gewerkschaft besser geworden. Bei den Benefits sind es einige die man kennt, z.B. - HanseFit, Job/Dienst Rad, Gesundheitsmanagement mit Vorsorgeuntersuchungen. Mobile Massagen die gebucht werden können, Mitarbeiteraktien usw...

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich glaube hier versucht cewe so gut drauf geachtet wie es geht. Von Nachhaltigkeit über den eigenen Bienenschwarm. Auch die Nikolaustüte ist Fair Trade.

Kollegenzusammenhalt

Ich stehe zu 100% hinter dem Team, und andersherum ist es genau so.

Umgang mit älteren Kollegen

Da ich schon selber fast dazu gehöre - gut bis sehr gut.

Vorgesetztenverhalten

Top ;) - Hier gibt es viele unterschiedliche Charaktere. Ich behaupte mal das alle freundlich sind - doch so gut wie die bei uns? Das wird schwer.

Arbeitsbedingungen

Teilweise sind die Arbeitsbereiche nicht so schön hergerichtet. Doch sind in den letzten Jahren viele Gebäude renoviert worden. Es wird von Jahr zu Jahr besser.

Kommunikation

Hier gibt es große Unterschiede. Die Kommunikation ist gut, manchmal etwas spät (Die Presse weiß manchmal mehr als die Mitarbeitenden) - aber das ist menschlich. Manchmal überschneiden sich dinge, und es war anders geplant als es dann passiert ist. Ansonsten wird die Kommunikation mit den einzelnen Bereichen erschwert - weil man bei gefühlt 4 IT (oder mehr) Bereichen gar nicht weiß an welche der Abteilungen ich richtig bin. Das Problem besteht schon länger - hier hilft es ein verlässliches Netzwerk aus zu haben um zu wissen an wen man sich wenden muss.

Gleichberechtigung

Wir legen viel wert darauf das der Mensch zählt. Hier wird das auch gelebt.

Interessante Aufgaben

Eine Menge... von neuen Anlagen bis zur Planung der Saison oder Projekten.

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Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.

Mehrfachbewertung

Ich mag meinen Job und bin zufrieden

4,7
Empfohlen
Mehrfachbewertung
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei CEWE Stiftung & Co. KGaA in Oldenburg gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Tolle Produkte welche ich selbst hier und da mal bestelle, tolle Kantine, mobiles Arbeiten (auch wenn es angepasst wurde), unser internes Sommerfest ist großartig, Gesundheits-Themen uvm

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das Wort Schlecht ist so pauschal. Meckern ist so einfach vorallem Anonym. Ich finde nichts schlecht.

Verbesserungsvorschläge

Kommunikation ist eigentlich schon Recht gut, das Unternehmen ist groß, aber das würde ich immer im Auge behalten.
Mein kleiner Wunsch wäre, wenn es mal Probleme gibt in verschiedensten Bereichen nicht nur mit den VG´s zu sprechen sondern mit den MA´s. Das wird tatsächlich echt unterschätzt.

Arbeitsatmosphäre

Ich bin seit fast 30 Jahren hier und muss sagen, natürlich gibt es Aufs und Abs. Die Zeiten ändern sich. Ich möchte eigentlich Stellung nehmen zu den vorherigen schlechten Bewertungen. Ich mag meinen Bereich sehr und Jeder ist sein eigener Glücksschmied. Jeder hat die Chance aus seiner Geschichte ein Drama zu machen und sich für das happy End zu entscheiden.

Image

Ach da könnte CeWe wirklich etwas "jünger" werden, aber das ist eben nur mein Geschmack.

Work-Life-Balance

Durch mobiles Arbeiten, gute Kommunikation mit VG und Vertrauen zueinander, kann ich mich nicht beschweren.

Karriere/Weiterbildung

Wenn man das möchte, geht da bestimmt was.

Gehalt/Benefits

Bin zufrieden

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Schwierig zu beurteilen, es gibt immer 2 Seiten einer Medaille, aber ich denke mal, das CeWe das schon recht gut macht. Optimieren kann man bestimmt irgendwas.

Kollegenzusammenhalt

Ich "liebe" meine Kollegen. Jeder für Sich ist super.

Umgang mit älteren Kollegen

Alles gut hier.

Vorgesetztenverhalten

Ich habe einen tollen VG.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen in meinem bereich sind sehr gut.

Kommunikation

Da müssen Wir uns Alle mal an die eigene Nase packen, bevor Wir anfangen auf Andere zu zeigen. Es gibt hier Luft nach oben, aber nunja ... aber Dramatisch ist es nun nicht.

Gleichberechtigung

Ich fühle mich gleich-berechtigt und wenn dem mal nicht so ist, kann ich das hier sagen. Zumindest in meinem Bereich.

Interessante Aufgaben

Meine Aufgaben sind spannend und wirklich Vielfältig.

1Hilfreichfindet das hilfreich2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Was hier glänzt, ist ein wenig Glitzer auf einer dicken Staubschicht

2,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Forschung / Entwicklung bei CEWE Stiftung & Co. KGaA in Oldenburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Aktuell beschränkt es sich nur auf meine Kollegen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Was finde ich schlecht an meinem Arbeitgeber? Ich nehme an, dass der Ton hier eher negativ ausfiel. Versteht mich nicht falsch, CEWE könnte (!) ein wirklich guter Arbeitgeber sein. Hier schwingt sehr viel Frust und Unzufriedenheit mit, weil man aus nicht nachvollziehbaren Gründen etwas funktionierendes kaputt macht, das am Ende niemandem einen Mehrwert bringen wird. Genau das macht es so unbegreiflich. Und schlimmer noch, dass hier Menschen, die mit unseren Arbeitsabläufen und der Arbeitsweise der einzelnen Mitarbeiter überhaupt nicht vertraut sind, erwachsenen, vernunftbegabten und mündigen Menschen scheinbar das Vertrauen und die Fähigkeit absprechen, entscheiden zu können, wo und wie diese Menschen am besten arbeiten. Ich habe im Home Office, gerade in den Wintermonaten, wenn ich nur eine leichte Erkältung hatte, mich gerne an den Rechner gesetzt. Ich tat dies mit zwei Gedanken: 1. Ich bin dankbar, dass ich im Home Office sein darf und 2. der Weg in das volle Wartezimmer lohnt nicht. Und ich tat dies gern! Ich bereue es inzwischen. Ich hätte direkt zum Arzt fahren und mich für einige Tage krankschreiben lassen sollen.

Verbesserungsvorschläge

Wenn ihr schon euren Mitarbeitern nicht mehr Geld zahlen könnt oder zahlen wollt, behandelt sie doch wie mündige, vernunftbegabte Erwachsene, die sie sind und überlasst ihnen die Wahl, wo und wie sie am liebsten Arbeiten können oder wollen und wann es Sinn macht sich Vorort zu treffen. Es ist für mich unbegreiflich: Es kostet nichts, fördert die Mitarbeiterzufriedenheit und dadurch auch -bindung an das Unternehmen und zwingt niemanden es anders zu machen.

Arbeitsatmosphäre

Ich habe die Arbeitsatmosphäre hier nie als Überragend empfunden. Für mich hat eine gute Arbeitsatmospähre viel mit Wertschätzung, Motivation und dem Gefühl ernstgenommen und als mündiger Mitarbeiter behandelt zu werden, dem man Vertrauen entgegen bringt. Vor nicht all zu langer Zeit, empfand ich das hier noch deutlich anders, aktuell fällt die Bewertung aber nun mal so aus. Die Gründe dafür sind mangelnde Wertschätzung seitens des Vorstandes bezüglich der Home Office-Regelung. Dazu später noch mehr an geeigneter Stelle. Nur in Kürze vorweg: Die Aussage, wem das nicht passe, könne ja gehen, drückt per se Geringschätzung aus. Das war für viele ein richtiger Motivationskiller, das weiß ich aus Gesprächen. Zudem zeugen Entschidung und Begründung zur Entschiedung von Unwissenheit bezüglich des Workflows innerhalb des Unternehmens. Man glaubt entweder besser zu wissen, wie die Mitarbeiter gut arbeiten würden, als die Mitarbeiter selbst.

Image

CEWE ist stets darauf bedacht das eigene Image aufrechtzuerhalten oder es weiter auszubauen. Image hat aber viel mit Marketing zu tun und Marketing spiegelt nicht immer die Realität wider. Besonders deutlich wird es auf genau diesem Portal. Jemand anderes hat es hier irgendwo ähnlich formuliert, ich möchte das etwas anders aufgreifen. Wenn man als Unternehmen dieser Größe es scheinbar nötig hat, seine Bewertung über einem Level zu halten, mit den Bewertungen von Führungskräften und Praktikanten, dann spricht das Bände über dieses Unternehmen! Natürlich sind dies alles überaus positive Bewertungen und das wird auch sicher niemanden stutzig machen. Mitarbeitermotivation wäre nachhaltiger. Zufriedene Mitarbeiter stehen hinter ihrem Unternehmen. Unzufriedene Mitarbeiter nicht. Egal wie die Gesamtwertung hier ausfällt, die Mundpropaganda außerhalb dieses Mikrokosmos wird dies nicht beeinflussen können. Kleiner Tipp: Home Office kostet CEWE (fast) nichts, schafft aber Zufriedenheit, Zufriedenheit schafft positive Mundpropaganda.

Work-Life-Balance

Als man noch innerhalb des Teams entscheiden konnte, wann es sinnvoll ist sich zusammen im Büro zu treffen und wann man im Home Office bleibt, war das hier mal wirklich gut. Ab 2027 wird das Home Office allerdings stark eingeschränkt, dann will man (Vorstand) wieder mehr zusammen Vorort sein. Dass das häufig keinen Sinn macht und kontraproduktiv ist, ist scheinbar egal oder nicht bewusst. Man tut den Wunsch nach mehr Home Office als "Komfort" ab. Lebenszeit ist doch kein Sektempfang mit Häppchen, lieber Vorstad! Die Produktion könne ja auch kein Home Office machen, heißt es. Ja richtig, aber es kann auch nicht jeder Nacht- oder Wochenendzuschläge und Dienstwagen oder Boni eralten. Wem das nicht passe, könne gehen, so die Ansage. Das ist fernab jeglicher Realität bezüglich der heutigen Arbeitswelt, und fernab jeglicher Wertschätzung und Motivationsförderung. Unternehmenskultur wird nicht von oben übergestülpt. Kultur entwickelt sich mit der Zeit, gemeinsam gestaltet, von all ihren Teilhabern. So viel zu "We in CEWE": Viel heiße Luft, aber nichts dahinter.

Karriere/Weiterbildung

Ich weiß, dass einige meiner Kollegen frustriert sind, dass man hier wenig Aufstiegschancen hat. Ich kann das nachvollziehen, mich persönlich betrifft dies jedoch nicht, da ich kein Problem damit habe. Weiterbildung ist ansonsten immer so ein Thema. Es wird intern viel Angeboten, aber das ist aus meiner Sicht bestenfalls "milde interessant". Es sind alles Angebote, die fachlich irrelevant sind, das ist mein Problem damit. Nett, aber verzichtbar. Wenn man doch nur so hinterher wäre, seine Mitarbeiter fachlich weiterzubilden. Ja, das kostet etwas, aber es ist ebenso eine Investition, wie die sehr hohen Beträge an manch anderer Stelle.

Gehalt/Benefits

Der letzte Warnstreik hat gezeigt, wie es um die Gehälter bei CEWE steht. Und dieser Warnstreik war erst nach einem Wechsel der Gewerkschaft möglich, sonst hätte es schon deutlich früher gekracht. Die Tarifverhandlungen verliefen gut, aber nicht überragend, weshalb die in der Zwischenzeit gestiegene Inflation die damals erkämpfte Tariferhöhung vermutlich wieder aufgefressen haben dürfte. Das war mit der bisherigen Home Office-Regelung aber voll OK, da man dadurch auch Kosten sparen konnte und zusätzlich mehr Lebenszeit erhielt. War ... . Benefits gibt es hier natürlich auch, wie in vielen anderen Unternehmen dieser Art. Sie sind ehrlich sehr nett, aber man kann sie nicht mit dem Gehalt oder der Lebenszeit aufwiegen, das wäre zu naiv.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ehrlich gesagt ist schwer auszumachen, was aus Eigeninitiative für die Umwelt und Soziales geleistet wird und was rechtliche Vorgaben ohnehin vorschreiben. Oder, was man vordergründig, aus marketingstrategischen oder gar steuerlichen/finanziellen Gründen macht, um es zusätzlich außenwirksam, zur Imageaufbesserung bewerben zu können.

Kollegenzusammenhalt

Ich kann mich nicht beklagen. Natürlich ist jeder Mensch anders, einige sind zurückgezogener/introvertierter als andere, andere stehen dafür mehr im Vordergrund und erzählen den ganzen Tag lang viel. Weder das eine, noch das andere stört mich, es sind natürliche Charaktereigenschaft. Wichtig ist, dass man sich gegenseitig respektiert, wertschätzt und füreinander da ist, wenn jemand Hilfe braucht. Daran bestand meiner Ansicht nach bisher kein Zweifel.

Umgang mit älteren Kollegen

Auch das ist ein Thema, zu dem ich nur schwer etwas sagen kann. Es gibt grundsätzlich ältere Mitarbeiter, allerdings ist "älter" auch eine Frage der Definition. Mir fällt seit auf, dass vor allem junge, häufig fähige Kollegen nicht sehr lange bleiben. Der Altersdurchschnitt liegt allenfalls im Mittelfeld. Das lässt natürlich Raum für Spekulationen und Interpretationen.

Vorgesetztenverhalten

Ich kann hier nicht nur meine direkten Vorgesetzten beurteilen, das wäre einfach nicht richtig. Daher geht diese Bewertung hier über alle Hierarchiestufen hinweg, bis ganz nach oben. Ich für meinen Teil, würde meine direkten Vorgesetzten mit einem "gut" beurteilen. Höre ich dagegen von einem Vorstandsmitglied, dass wir gehen können, wenn wir mit nicht nachvollziehbaren Entschiedungen unzufrieden sind, dann glaube ich meinen Wert als Mitarbeiter in diesem Unternehmen ganz deitlich zu erkennen. Ich habe den Wert einer Glühbirne, die, wenn sie durchbrennt, rausgeschaubt und durch eine neue Glühbirne ersetzt wird. Man nennt es auch: leicht ersetzbar. Und die Tatsache, dass eine von oben bestimmte "Unternehmenskultur" wichtiger ist, als die Lebenszeit der Mitarbeiter, macht die Sache nicht besser. Zumal es ab 2027 bei dieser Sache keine Gewinner geben wird.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsumgebung empfinde ich als unangenehm. Man hat die Wahl, zwischen zeitweise lauten, stickigen Großraumbüros, in denen dem einen zu heiß ist, während der andere friert oder wo es dem einen zu zugig ist, während man selber eingeht. Sich hier ohne Kopfhörer und Musik auf seine Arbeit konzentrieren zu können, ist nicht gerade selten ein hoffnungsloses Unterfangen. Aber man kann ja schließlich niemandem verbieten zu kommunizieren. Man brüstet sich damit, für viel Geld Büros modernisiert zu haben, die jetzt leer stünden, weil viele im Home Office seien. Diese Büros sind rein optisch schön geworden, allerdings sind die, wo man Tageslicht und frische Luft erhalten könnte bereits vergeben. Und ich sitze ungern in einem Bunker, egal wie fancy dieser ist.

Kommunikation

Innerhalb des Teams, wie außerhalb des Teams findet immer eine gute Kommunikation zwischen den Kollegen statt. Je nach Workload findet man bei Problemen früher oder später immer jemanden, der einem hilfsbereit zur Seite steht. Die Kommunikation außerhalb der Abteilungen nimmt jedoch ab, je höher man steigt. Das gilt insbesondere für die Kommunikation von oben nach unten. Es wird viel informiert, dabei aber auch viel warme Luft produziert und man hat manchmal das Gefühl, hier würden Marketingstrategien an den eigenen Mitarbeitern eingesetzt werden. Es ist schwer zu beschreiben, aber diese Kommunikation wirkt manchmal nicht ganz ehrlich. Gut aufpassen sollte man, meiner eigenen Erfahrung nach, hingegen bei Gesprächen mit seinen Vorgesetzten unter vier Augen. Diese Gespräche werden, zumindest in Teilen, auch schon gerne mal durchgereicht.

Gleichberechtigung

Kann ich wenig zu sagen. In der Vergangenheit habe ich mitbekommen, das Teamleiterinnen, die in Mutterschutz gingen, nicht nur zeitweise vertreten, sondern dauerhaft ersetzt wurden. Das hat einen faden Beigeschmack. Wie das in anderen Bereichen aussieht, ist für mich abseits dessen, was ich hier als "internes Marketing" bezeichnen würde, nur schwer auszumachen.

Interessante Aufgaben

Meine Aufgaben sind nicht weltbewegend, aber ich mache meine Arbeit gerne. Manchmal macht es Spaß, manchmal macht es weniger Spaß. So ist das nun mal. Ich kann mich nicht beschweren.

6Hilfreichfinden das hilfreich10Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Stark angefangen, umso stärker nachgelassen

2,1
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei CEWE Stiftung & Co. KGaA in Oldenburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das ich jetzt mehr ins Büro fahren kann, damit ich der Umwelt zur Liebe noch mehr Emissionen ausstoße und meinen Verdienst durch Transport schmälere

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Alles top!

Verbesserungsvorschläge

Man kann keine Firmenkultur anordnen. Oh Wunder.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre war bei meinem Einstieg deutlich besser. Leider hat sich das besonders in den letzten 12 Monaten so drastisch verändert, dass man lieber nicht hier arbeiten möchte

Image

Altbacken, auch wenn das Marketing sein Bestes versucht

Work-Life-Balance

Naja. War mal besser. Da zukünftig die 60/40 Regelung abgeschafft wird, sieht es düster aus. Gerade für Personen mit längeren Wegen, oder Lernende wird das sicherlich ein Grund werden, zu kündigen

Karriere/Weiterbildung

Nicht vorhanden. Irgendwann wird man mit Glück vielleicht Teamleiter. Tarifsprünge werden solange abgewandt, bis der Mitarbeiter droht zu gehen, oder es unvermeidlich durch den BR wird

Gehalt/Benefits

Gehalt ist in Ordnung. Aber erst seitdem die ver.di eingeschritten ist. Das hat sich besonders im unteren Segment bemerkbar gemacht. In den höheren Stufen sieht es eher mager für die Erwartungen aus. Aber dafür kann man natürlich noch mehr im Büro bleiben

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Neuerdings sollen wir einige Nachhaltigkeitssiegel aus unseren Signaturen entfernen. Muss ich noch mehr sagen?

Kollegenzusammenhalt

Das ist das einzige, was mich hier noch hält. Ich bin super zufrieden mit meinem eigenen Team. Wir halten alle Zusammen und sind füreinander der Hauptgrund, dass nicht das ganze Team den Dienst quittiert

Umgang mit älteren Kollegen

In der Regel okay. Jedoch sind manche Menschen in ihrer Denkweise so festgefahren, dass man selbst im Monolog mit einer Backsteinmauer mehr Einsicht erfährt

Vorgesetztenverhalten

Wenn man hört, wie der eigene Vorgesetze darüber spricht langjährigen, systemkritischen Mitarbeitenden "mal lieber einen kleinen Bonus" zu geben, wird man traurig. Jedoch ist genau das Realität

Oder man bekommt die ÜT beim Tarifsprung massig gekürzt.

Arbeitsbedingungen

Naja. Klimatisierung schreiben wir im Sinne der Energiesparsamkeit klein. Ich bin froh, dass das Personal in der Produktion zumindest im Sommer nicht leiden muss. Es ist aber fraglich, ob das nicht aufgrund der Maschinen oder Produkte gemacht wird und nicht für das Wohlbefinden der Mitarbeiter

Die Arbeitsausstattung ist weitestgehend angemessen. Aber natürlich hilft einem das in einem Großraumbüro nicht viel. Ohne Noise Cancelling ist es auf Dauer alles andere als Konzentrationsfördernd.

Tische und Stühle verstellbar

Kommunikation

Das hängt ganz vom Personenkreis ab. Innerhalb des Teams ist das nie ein Problem, sobald man aber die eigenen, metaphorischen vier Wände verlässt, oder gar in andere Abteilungen geht ist das absolut miserabel

Gleichberechtigung

Ich glaube das ist für mich der traurigste Punkt hier. CEWE an sich strahlt nach außen hin absolute Diversitätsfreundlichkeit aus. In den Teams ist das meistens aber nicht die Realität. Menschen mit anderen Glaubensrichtungen oder gar sexuellen Orientierungen verstecken ihre echten Persönlichkeiten; aus Angst, dass die umso mehr diskriminiert oder gehaltstechnisch benachteiligt werden.

Krankheit wird hier sowieso schon mal gar nicht akzeptiert. Denken Sie doch an ihre Überstunden!

Interessante Aufgaben

An sich sind die Aufgaben in der Regel (für die meisten) sicherlich abwechslungsreich. Jedoch muss man wohl eine Vorliebe für technische Schuld oder überholte Oracle-Anwendungen haben

5Hilfreichfinden das hilfreich11Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Gedrückte Stimmung im Team

2,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei CEWE Stiftung & Co. KGaA in Oldenburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Guter Zusammenhalt und kollegiale Atmosphäre im Team. Abwechslungsreiches und inhaltlich spannendes Aufgabengebiet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wichtige Rahmenbedingungen wie die Home-Office-Regelung werden starr von oben herab geändert, statt den Dialog mit den Mitarbeitenden zu suchen.

Verbesserungsvorschläge

Entscheidungen nicht über die Köpfe hinweg treffen, sondern das Team aktiv mitgestalten lassen – für ein stärkeres Miteinander und eine bessere Firmen Kultur.

Arbeitsatmosphäre

Aktuell sehr angespannt. Der strenge Sparkurs in Kombination mit der neuen Anwesenheitspflicht drückt spürbar auf die Stimmung.

Image

Das Image wird etwas "altbacken" wahrgenommen – der Marke fehlt das Image eines modernen, kreativen Vorreiters.

Work-Life-Balance

Die Anordnung von 3 Tagen Präsenzpflicht wird offiziell mit der "Stärkung der Firmenkultur" begründet. In der Praxis führt dieser Zwang ohne Flexibilität jedoch nur zu Frust statt zu mehr Zusammenhalt. Kultur lässt sich nicht per Dekret anordnen und die Work-Life-Balance verliert.

Karriere/Weiterbildung

Ok

Gehalt/Benefits

Es wird gespart wo man kann ...

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt- und Sozialbewusstsein sind aktuell kein Faktor für die Markenidentität – das Engagement geht in der öffentlichen Wahrnehmung komplett unter.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist gut, leidet jedoch unter der Gesamtsituation und der gedrückten Stimmung.

Umgang mit älteren Kollegen

Gut.

Vorgesetztenverhalten

Entscheidungen werden top-down getroffen, ohne die Belegschaft einzubinden. Es fühlt sich leider stark nach zwei getrennten Lagern an: Vorstand auf der einen, Arbeitnehmerschaft auf der anderen Seite.

Arbeitsbedingungen

Sehr stark abteilungs- und bereichsabhängig

Kommunikation

Mangelhaft. Die Mitarbeiter fühlen sich bei zentralen Entscheidungen übergangen. Echte Einbindung und transparenter Dialog fehlen.

Gleichberechtigung

Typischer deutscher Konzern ...

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben an sich sind größtenteils interessant, abwechslungsreich und bieten gute inhaltliche Herausforderungen.

4Hilfreichfinden das hilfreich8Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Marion Gerdes, Personalleiterin
Marion GerdesPersonalleiterin

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

zuerst einmal vielen Dank für die Bewertung und die Zeit, die du dir dafür genommen hast.
Du schreibst in der Überschrift, dass die Stimmung im Team gedrückt ist. Das kann ich gut nachvollziehen und ich stimme dir zu, dass es durchaus bei Veränderungen auch Auswirkungen auf die Stimmung geben kann.

Damit ist im Wesentlichen die benannte Änderung zum Mobilen Arbeiten ab dem 01.01.2027 gemeint. Auch andere Themen wie große Projekte mit höherem Arbeitsanfall und der Konsolidierung an unterschiedlichen Stellen erzeugen zusätzliche Veränderungen und Veränderungsbereitschaft. Wir nehmen diese Wahrnehmung ernst und werden die Entwicklung der Stimmung in den Teams aufmerksam begleiten.

Deine Kritik, dass die Entscheidung nicht ausreichend im Dialog mit den Mitarbeitenden vermittelt wurde, nehme ich gerne als Hinweis und wo wir für zukünftige Themen lernen können, auf. An der Stelle zur Information für dich, dass im Vorfeld der Entscheidung und für die Betrachtung des Themas, alle wesentlichen Stakeholder einbezogen wurden. Auch die Perspektive der Mitarbeiterebene und mögliche Auswirkungen dieser Entscheidung.
Dennoch wird es immer wieder grundsätzliche Entscheidungen auf Unternehmensebene geben, die wir nicht in jedem Fall individuell mit allen Beschäftigen behandeln können.

Gleichberechtigung und Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen:
Ich weiß nicht was du mit dem Satz „Typisch deutscher Konzern“ meinst.
Gleichberechtigung, Chancengleichheit und ein respektvoller Umgang sind für uns verbindliche Grundsätze.
Dass du den Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen positiv bewertest, freut mich. Die Erfahrung und das Wissen langjähriger Mitarbeitender sind für CEWE von großer Bedeutung.

Gehalt/Benefits:
Das gespart wird, wo man kann, kann ich so nicht stehen lassen. Natürlich ist es auch für ein Unternehmen wie CEWE, das seit über 60 Jahren für Stabilität, Wachstum und Sicherheit steht, wichtig den Blick auf den zunehmenden Veränderungsdynamiken zu haben. Damit einhergehend gilt es gut zu haushalten und gleichzeitig weiterhin zu investieren. Und das tun wir an vielen Stellen. In Maschinen, in Gebäude, in Weiterbildung, in neue Benefits und vieles mehr. Und gleichzeitig hinterfragen wir Bestehendes und Geplantes. In allen Bereichen: Maschinen, Gebäude, Weiterbildung, Benefits, etc.
Das dies unterschiedliche Wahrnehmungen auslösen – Unsicherheit, Unverständnis, Ängste, Abwarten, etc. – die ich nachvollziehen und verstehen kann.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich mir sicher bin, dass CEWE als Arbeitgeber deutlich besser mit Veränderungsdynamiken umgehen kann als die meisten anderen Unternehmen.

Vom guten Arbeitgeber zum Unternehmen im Rückwärtsgang

2,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei CEWE Stiftung & Co. KGaA in Oldenburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Kollegenzusammenhalt ist weiterhin eine klare Stärke. Auch in schwierigen Phasen unterstützen sich die Mitarbeiter gegenseitig und halten den Betrieb mit viel Eigeninitiative am Laufen.
Darüber hinaus gibt es interessante und technisch anspruchsvolle Aufgaben. Viel mehr Positives fällt mir angesichts der aktuellen Entwicklung derzeit allerdings nicht ein.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der größte Kritikpunkt ist aus meiner Sicht das Verhalten des Top-Managements und einzelner Führungskräfte. Statt Vertrauen, Wertschätzung und einer offenen Kommunikation stehen zunehmend Kontrolle, Kostendruck und kurzfristige Vorgaben im Vordergrund. Fehlende Transparenz bei Entscheidungen, geringe Einbindung der Mitarbeiter und teilweise unangemessene Kommunikation führen zu wachsendem Frust. Gleichzeitig werden strukturelle Probleme in Organisation und Projektsteuerung aus meiner Sicht nicht konsequent an der Ursache gelöst, sondern durch zusätzlichen Einsatz der Mitarbeitenden aufgefangen. Besonders kritisch ist der Umgang mit Führung und Verantwortung. Gute Leistungen werden immer weniger anerkannt, Kritik und Verbesserungsvorschläge versanden teilweise, während unangenehme Aufgaben und Verantwortung nach unten weitergegeben werden. Gleichzeitig entsteht zunehmend der Eindruck, dass Mitarbeiter als austauschbar betrachtet werden. In Summe entwickelt sich das Unternehmen aus meiner Sicht in eine Richtung, in der Kontrolle und kurzfristige Einsparungen wichtiger werden als Vertrauen, Mitarbeiterbindung und nachhaltige Unternehmensentwicklung.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen sollte den aktuellen Kurs kritisch hinterfragen und stärker auf die Faktoren setzen, die nachweislich eine leistungsfähige und langfristig stabile Unternehmenskultur fördern: Vertrauen, psychologische Sicherheit, Beteiligung der Mitarbeiter, offene Kommunikation und Entwicklungsmöglichkeiten.

Statt zunehmend auf Kontrolle und kurzfristige Kosteneinsparungen zu setzen, sollte Leistung durch Vertrauen und Eigenverantwortung gefördert werden. Mitarbeiter sollten bei Entscheidungen, die ihre Arbeit unmittelbar betreffen, frühzeitig einbezogen und ernst genommen werden.

Ebenso wichtig ist es, die Ursachen für hohe Arbeitsbelastung und wiederkehrenden Zeitdruck in der Projektorganisation zu beheben, anstatt die Folgen dauerhaft auf die Mitarbeiter zu verlagern. Weiterbildung, interne Entwicklung und Wissenstransfer sollten als Investition in die Zukunft verstanden werden und nicht primär als Kostenfaktor.

Vor allem sollte das Management wieder stärker auf die eigene Belegschaft setzen: gute Mitarbeiter halten, vorhandenes Know-how nutzen, Führungskräfte an ihrem tatsächlichen Führungsverhalten messen und eine Kultur schaffen, in der Leistung anerkannt und Kritik offen ausgesprochen werden kann. Genau diese Kombination aus Vertrauen, Beteiligung und Entwicklung ist wesentlich nachhaltiger als ein stärker kontrollorientierter Führungsansatz.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre hat sich in den vergangenen Monaten deutlich zum Negativen entwickelt. Der Kollegenzusammenhalt ist weiterhin sehr gut, kann die zunehmende Unzufriedenheit über die Entwicklung des Unternehmens jedoch nicht auffangen. Nach erfolgreich abgeschlossenen Projekten und wiederholt unter hohem Zeitdruck eingehaltenen Deadlines folgen zunehmend Einschränkungen bei den bisherigen Arbeitsbedingungen. Statt Anerkennung und Vertrauen entsteht zunehmend der Eindruck, dass Leistungsbereitschaft als selbstverständlich und Mitarbeiter letztlich als austauschbar betrachtet werden. Besonders problematisch ist die Kommunikation des Top-Managements. Aussagen wie „jeder ist ersetzbar“, „es steht jedem frei, den Arbeitgeber zu wechseln“ oder die Ankündigung einer strengen Anwesenheitskontrolle durch die Leitenden vermitteln Misstrauen, Kontrollwahn und fehlende Wertschätzung. Die Unternehmenskultur entwickelt sich klar in Richtung mehr Kontrolle, mehr Kostendruck und weniger Vertrauen. Die aktuelle Entwicklung wirkt dabei nicht wie eine vorübergehende Verschlechterung, sondern wie ein grundlegender Wandel der Unternehmenskultur.

Image

Das Unternehmen genießt nach außen weiterhin ein grundsätzlich solides Image. Innerhalb des Unternehmens ist dieses Bild aus meiner Sicht jedoch zunehmend weniger deckungsgleich mit der tatsächlichen Entwicklung.
Insbesondere die zunehmenden Einsparungen, die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und der deutlich härtere Umgang mit den Mitarbeitenden hinterlassen intern spürbare Spuren. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen und weitere erfahrene Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, dürfte sich dies langfristig auch negativ auf die Außenwahrnehmung als Arbeitgeber auswirken.
Das bisherige Image ist aus meiner Sicht noch besser als die aktuelle Entwicklung innerhalb des Unternehmens.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance hat sich aus meiner Sicht deutlich verschlechtert. Kurzfristige und zunehmend dringliche Deadlines führen regelmäßig zu einer hohen Arbeitsbelastung, die häufig durch das Engagement der Mitarbeitenden aufgefangen wird. Gleichzeitig werden flexible Arbeitsmöglichkeiten zunehmend eingeschränkt. Besonders kritisch ist, dass offenbar auch im Bewerbungsprozess zugesagte Rahmenbedingungen nachträglich verändert werden. So wurde neuen Mitarbeitenden beispielsweise im Rahmen der Einstellung eine Tätigkeit mit drei Tagen Homeoffice in Aussicht gestellt. Inzwischen wurde diese Möglichkeit auf zwei Tage reduziert. Für neue Mitarbeiter entsteht damit der Eindruck, dass Vereinbarungen, mit denen das Unternehmen im Bewerbungsprozess wirbt, nicht dauerhaft verlässlich sind. Insgesamt werden Flexibilität, Planbarkeit und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zunehmend zugunsten von Kontrolle und Kosteneinsparungen zurückgedrängt. Die Entwicklung der Work-Life-Balance ist daher aus meiner Sicht klar negativ.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten haben sich aus meiner Sicht deutlich verschlechtert. Fortbildungen werden zunehmend eingeschränkt oder nicht genehmigt, obwohl entsprechende Maßnahmen fachlich sinnvoll und für die weitere Entwicklung der Mitarbeitenden wichtig wären.
Auch bei der persönlichen Weiterentwicklung fehlt es aus meiner Sicht an klaren Perspektiven. Leistung und Engagement führen nicht automatisch zu mehr Verantwortung oder Entwicklungsmöglichkeiten. Vielmehr entsteht zunehmend der Eindruck, dass kurzfristige Kostenoptimierung wichtiger ist als der gezielte Aufbau und die Weiterentwicklung eigener Mitarbeiter. Gerade angesichts des bestehenden Fachkräftemangels halte ich diese Entwicklung für kurzsichtig. Wer Weiterbildung und Entwicklungsmöglichkeiten einschränkt, schwächt langfristig die eigene fachliche Basis und bindet qualifizierte Mitarbeiter weniger stark.

Gehalt/Benefits

Die Vergütung hat sich erst nach der letzten Tarifverhandlung spürbar verbessert, liegt aus meiner Sicht insgesamt jedoch weiterhin eher unter dem Branchenniveau vor allem in Oldenburg. Die Gehaltsstruktur und Entscheidungsgrundlagen sind zudem nicht ausreichend transparent.
Besonders unglücklich wirkt, dass auf die erzielte Tarifeinigung nun zahlreiche Einsparmaßnahmen und Verschlechterungen bei den Arbeitsbedingungen folgen. Dadurch entsteht zumindest der Eindruck, dass die Führungsebene mit dem Ergebnis der Tarifverhandlungen unzufrieden war und dies nun über andere Maßnahmen kompensiert werden soll. Ganz vorn stehen natürlich die jährlichen Tantieme für den Vorstand im sechs stelligen Bereich, die Belegschaft bekommt dann nochmal die Nikolaustüte und 3 bis 5 Aktien pro Jahr. Zum Vergleich, ein ausscheidender Vorstand kann nach zwei Jahren schon mal 4.816 Aktienpapiere überschrieben bekommen. Insgesamt sind Gehalt und Benefits aus meiner Sicht nicht konkurrenzfähig genug und zu wenig transparent, um die hohe Belastung und die zunehmenden Einschränkungen angemessen auszugleichen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Beim Umwelt- und Sozialbewusstsein ist das Bild aus meiner Sicht durchwachsen. Nach außen werden Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung durchaus betont, im Arbeitsalltag entsteht jedoch zunehmend ein anderes Bild.
Insbesondere die Einschränkung des Homeoffice passt aus meiner Sicht nur schwer zu einem glaubwürdigen Umweltbewusstsein. Mehr verpflichtende Büropräsenz bedeutet für viele Mitarbeitende zusätzliche Pendelwege und damit vermeidbare Fahrten, obwohl die Arbeit teilweise problemlos mobil erledigt werden kann.
Auch bei der sozialen Verantwortung entsteht durch Einsparungen bei Weiterbildung, Gesundheitsangeboten und Arbeitsbedingungen zunehmend ein Widerspruch zwischen Anspruch und tatsächlicher Entwicklung.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist aus meiner Sicht weiterhin eine der größten Stärken des Unternehmens und verdient die volle Punktzahl. Gerade angesichts der zunehmenden Veränderungen und des gestiegenen Drucks unterstützen sich die Kollegen gegenseitig und versuchen, schwierige Situationen gemeinsam aufzufangen. Innerhalb der Teams herrschen weiterhin hohe Hilfsbereitschaft, Verlässlichkeit und ein starker Zusammenhalt. Allerdings wird dieser Zusammenhalt zunehmend dadurch belastet, dass aufgrund der aktuellen Entwicklung immer mehr wertvolle Mitarbeiter über einen Wechsel nachdenken oder bereits gegangen sind. Weitere Kündigungen können bereits nicht mehr aufgehalten werden, und weitere Abgänge erscheinen absehbar. Das ist aus meiner Sicht ein gravierender Fehler des Managements: Qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter sind nicht ohne Weiteres zu ersetzen. Der Verlust von jahrelang aufgebautem Know-how, Erfahrung und eingespielten Strukturen dürfte das Unternehmen letztlich deutlich mehr kosten, als durch die derzeitigen Einsparmaßnahmen eingespart wird.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kollegen ist insgesamt durchschnittlich. Erfahrung und langjährige Betriebszugehörigkeit werden grundsätzlich anerkannt, könnten aus meiner Sicht jedoch stärker in Entscheidungen und bei der Weiterentwicklung des Unternehmens berücksichtigt werden.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten ist für mich einer der kritischsten Punkte. Bei einigen Führungskräften erlebe ich wiederholt ein Führungsverhalten, das weder respektvoll oder wertschätzend noch professionell wirkt. Dazu gehören aus meiner Sicht sexistische Kommentare, das Lästern über Kollegen sowie die Weitergabe von Informationen, die vertraulich behandelt werden sollten. Gute und engagierte Mitarbeiter werden rhetorisch klein gehalten, während echtes Lob oder Anerkennung kaum ausgesprochen werden. Wichtige oder unangenehme Aufgaben werden nach unten delegiert, während Führungsverantwortung aus meiner Sicht nicht konsequent übernommen wird. Hinzu kommen toxische Sticheleien gegenüber einzelnen Mitarbeitern, die aus meiner Sicht nicht mit einer professionellen Führungskultur vereinbar sind. Eine gute Führung sollte Orientierung geben, Mitarbeiter entwickeln, Leistung aktiv anerkennen, Konflikte fair lösen und Verantwortung übernehmen, die diesen Positionen r
Rechnung tragen. Genau diese Eigenschaften vermisse ich. Führung wird aus meiner Sicht zu häufig mit Machtausübung, Delegation nach unten und dem Kleinhalten einzelner Mitarbeiter verwechselt.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung ist in großteils Ordnung. Die Arbeitsumgebung ist insgesamt eher suboptimal. Je nach Einsatzort arbeitet man in unruhigen und überfüllten Großraumbüros, im Haus Jever weit entfernt vom eigentlichen Betriebsgelände oder in Containern, da nicht immer ausreichend reguläre Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Besonders kritisch wirkt vor diesem Hintergrund die Einschränkung des Homeoffice. Da inzwischen nicht einmal ausreichend Arbeitsplätze für alle Mitarbeitenden vorhanden sind, lautet die Lösung teilweise, sich einen Platz in einer anderen Abteilung zu suchen. Das passt nur schwer zu der gleichzeitig vertretenen Begründung, die Präsenz im Büro solle die Zusammenarbeit und den persönlichen Austausch fördern. Wenn Mitarbeiter nicht einmal mehr im eigenen Team einen verlässlichen Arbeitsplatz haben, wird dieses Argument zunehmend schwer nachvollziehbar. Die Reduzierung des Homeoffice verschärft damit aus meiner Sicht ein bereits bestehendes Problem bei der Arbeitsumgebung, anstatt es zu lösen.

Kommunikation

Die Kommunikation hat sich aus meiner Sicht deutlich verschlechtert. Entscheidungen werden zunehmend als Vorgaben kommuniziert, ohne ihre Hintergründe nachvollziehbar zu erläutern oder die betroffenen Mitarbeitenden angemessen einzubeziehen. Gerade bei Veränderungen, die unmittelbar die Arbeitsbedingungen betreffen, fehlt es häufig an Transparenz und nachvollziehbarer Begründung. Kritische Rückmeldungen oder abweichende Meinungen werden zudem nicht immer als konstruktiver Beitrag aufgenommen, sondern eher belächelt. Statt Dialog entsteht zunehmend der Eindruck, dass Entscheidungen bereits feststehen und lediglich vermittelt werden sollen. Besonders problematisch ist dabei der teilweise schroffe Ton aus der Führungsebene. Aussagen wie „jeder ist ersetzbar“ oder „es steht jedem frei, den Arbeitgeber zu wechseln“ vermitteln nicht den Eindruck eines offenen und wertschätzenden Umgangs. Insgesamt fehlt es zunehmend an Transparenz, Dialogbereitschaft und Vertrauen in der Kommunikation.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung wird nach außen stark betont und gehört sichtbar zum Selbstverständnis des Unternehmens. In der tatsächlichen Vergütung entsteht jedoch ein anderes Bild. Auf dem Papier und im Marketing wird Gleichberechtigung großgeschrieben – beim Gehalt scheint sie deutlich weniger konsequent umgesetzt zu werden. Gerade bei vergleichbaren Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind aus meiner Sicht Unterschiede nicht immer nachvollziehbar.

Interessante Aufgaben

Grundsätzlich gibt es anspruchsvolle und technisch interessante Aufgaben. Gerade komplexe Projekte und herausfordernde Problemstellungen bieten durchaus die Möglichkeit, sich fachlich weiterzuentwickeln. Allerdings wird dieses Potenzial zunehmend durch die aktuelle Projekt- und Ressourcensteuerung eingeschränkt. Prioritäten ändern sich teilweise kurzfristig, andere Themen werden über längere Zeit zurückgestellt und Mitarbeitende müssen sich stark auf die jeweils dringlichsten Vorgaben konzentrieren ohne aber dabei wirklich Rückendeckung von oben zu erhalten. Als Softwareentwickler überschreitet man hier, systematisch beding und erzwungenermaßen, seine Kompetenzbereiche und erledigt Management Aufgaben, für die man aber natürlich nicht entsprechend bezahlt wird. Darüber hinaus zählt teilweise weniger die fachlich beste Lösung als die Frage, wer sich mit seiner Position am besten durchsetzen kann. Dadurch bleibt technisches Know-how ungenutzt und es werden aus meiner Sicht unnötig Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten verbaut. Dadurch bleibt für eigenständige Gestaltung, nachhaltige Verbesserungen und die Bearbeitung wirklich interessanter Themen zunehmend weniger Raum.

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Arbeitgeber-Kommentar

Marion Gerdes, Personalleiterin
Marion GerdesPersonalleiterin

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen so ausführlich zu teilen. Du hast dir sehr viel Mühe gegeben und Zeit investiert. Das ist nicht selbstverständlich! Wir schätzen dein offenes Feedback sehr, da es uns zeigt, wo wir uns als Unternehmen weiter verbessern können.

Ich freue mich über dein positives Feedback zum Kollegenzusammenhalt und das du für dich interessante und fachlich anspruchsvolle Aufgaben bei uns findest.

Gleichzeitig schilderst du eine Reihe kritischer Punkte, die wir ernst nehmen und zu denen ich gerne in Teilen eine Rückmeldung gebe. Darüber hinaus stehe ich wie immer gerne für einen persönlichen Austausch zur Verfügung.

Mobiles Arbeiten und Work-Life-Balance
Ein Kritikpunkt deiner Bewertung ist die geplante Anpassung des mobilen Arbeitens ab dem 1. Januar 2027. Der mögliche Umfang wird von derzeit drei auf künftig zwei mobile Arbeitstage pro Woche reduziert. Mobiles Arbeiten bleibt damit weiterhin ein fester Bestandteil unseres Arbeitsmodells.

Uns ist bewusst, dass diese Veränderung je nach Wohnort, familiärer Situation und persönlicher Arbeitsorganisation mit zusätzlichem Pendelaufwand und einer Umstellung im Alltag verbunden sein kann. Wir nehmen daher ernst, dass die Anpassung als Einschränkung der Flexibilität und der Work-Life-Balance wahrgenommen wird.

Mit der Anpassung möchten wir eine ausgewogene Verbindung aus mobilem Arbeiten und persönlicher Zusammenarbeit vor Ort schaffen. Dabei geht es insbesondere um den direkten Austausch, die teamübergreifende Zusammenarbeit, Wissenstransfer und die Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur. Die Entscheidung ist nicht als generelles Misstrauen gegenüber der Leistungsbereitschaft oder Arbeitsfähigkeit unserer Kolleginnen und Kollegen zu verstehen.

Deine Hinweise zur Arbeitsbelastung, zu kurzfristigen Prioritätsänderungen und zu hohem Zeitdruck nehmen wir ebenfalls ernst. Dauerhafte Mehrarbeit oder ein faktischer Druck, regelmäßig außerhalb der Arbeitszeit tätig zu werden, entsprechen nicht unserem Anspruch.

Kommunikation und Beteiligung
Deine Kritik an fehlender Transparenz und unzureichender Einbindung schätzen wir sehr. Gerade Entscheidungen, die den Arbeitsalltag unmittelbar betreffen, sollten verständlich erläutert werden. Dabei ist es wichtig, nicht nur die Entscheidung selbst, sondern auch ihre Hintergründe, Ziele und praktischen Auswirkungen zu kommunizieren.

Unternehmensweite Entscheidungen können naturgemäß nicht in jedem Fall gemeinsam mit allen Mitarbeitenden getroffen werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Rückmeldungen unbeachtet bleiben sollten. Die konkrete Umsetzung und die Erfahrungen aus den Teams sollten in den weiteren Dialog einfließen.

Deine differenzierten und guten Hinweise nehme ich zum Anlass, um in der Betrachtung der Retroperspektive mögliche Learnings zu erkennen und für die Zukunft mitzunehmen.

Vorgesetztenverhalten und Führungskultur
Die von dir beschriebenen Erfahrungen mit einzelnen Führungskräften nehme ich sehr ernst. Insbesondere deine Hinweise auf sexistische Kommentare, das Weitergeben vertraulicher Informationen, persönliche Abwertungen oder unangemessene Sticheleien sind in keiner Weise tolerierbar.
In diesem Kontext widmen wir uns kontinuierlich und seit dem vergangenen Jahr noch strukturierter und verstärkter dem Respektvollen Miteinander bei CEWE. Wir wollen, dass sich alle bei CEWE sicher, respektiert und willkommen fühlen.
Jeder Mitarbeitende hat das Recht, eine Diskriminierung zu benennen, zu thematisieren oder sich zu beschweren, wen sie oder er sich diskriminiert fühlt oder ein diskriminierendes Verhalten beobachtet hat. Das gilt gleichermaßen für respektloses Verhalten. Beschwerden werden ernst genommen, vertraulich behandelt und führen nicht zu Nachteilen. Es gibt verschiedene Melde-Möglichkeiten und dafür sieben klar geregelte Schritte. Es gibt mehrere Personen im Unternehmen als Anlaufstellen, um ins vertrauliche Gespräch zu kommen. Beispielhaft nenne ich das Compliance- oder BGM-Team. Es gibt Flyer, die ausliegen und Informationen in unserer Mitarbeiter-APP und im Intranet. Ich würde mich sehr freuen und möchte dich ermuntern auf eine der Personen zuzugehen und das Gespräch zu suchen. Ebenso stehe ich für ein vertrauliches Gespräch zur Verfügung. Vertraulichkeit wird garantiert.

Gleichberechtigung und Vergütung
Gleichberechtigung und faire Vergütungsstrukturen sind für uns verbindliche Grundsätze. Unterschiede bei der Vergütung können sich unter anderem aus Tätigkeit, Verantwortung, Qualifikation, Erfahrung und tariflichen Rahmenbedingungen ergeben. Sie müssen jedoch nachvollziehbar und sachlich begründbar sein. Wenn du Fragen hierzu oder zu persönlichen Rahmenbedingungen hast, stehen ich dir und meine Kolleg:innen in der Personalabteilung sehr gerne für ein Gespräch zur Verfügung.

Karriere und Weiterbildung
Deine Hinweise zu Einschränkungen bei Weiterbildungen und fehlenden Entwicklungsperspektiven nehme ich auf. Weiterbildung und interne Entwicklung sind aus unserer Sicht keine reinen Kostenfaktoren, sondern wichtige Investitionen in Mitarbeitende und in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Ich stimme dir zu, dass wir hier eine gute Balance behalten oder in Teilen auch wieder finden müssen.

Vielen Dank nochmals für deine ausführliche und offene Rückmeldung. Ich bedaure, dass du die aktuelle Entwicklung so kritisch erlebst. Da wo möglich nehme ich deine Hinweise als wichtige Impulse zur Weiterentwicklung auf. Danke für deinen bisherigen Beitrag und dein Engagement!

Kollegiale Grüße

Der aktuelle Kurs zehrt den Goodwill der Vergangenheit auf

2,9
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei CEWE Stiftung & Co. KGaA in Oldenburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der großartige Kollegenzusammenhalt im Team, durch den man sich im Alltag gegenseitig unterstützt.

Zudem lässt mich der über Jahre aufgebaute Goodwill aus der Vergangenheit noch nicht komplett die Hoffnung aufgeben, dass das Unternehmen langfristig wieder zu seinen alten, mitarbeiterorientierten Stärken zurückfindet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die spürbare Diskrepanz zwischen wirtschaftlichen Rekorden nach außen und zeitgleichen Sparmaßnahmen beim Personal.

Der aktuelle Kurs wird durch eine schrumpfende Flexibilität und Wertschätzung geprägt.

Berechtigte Kritik wird oft bagatellisiert oder mit unpassenden Vergleichen abgetan.

Verbesserungsvorschläge

Glaubwürdigkeit stärken: Die interne Kommunikation sollte aufrichtiger gestaltet werden. Wenn in großen Versammlungen Rekordergebnisse und die historische Dividendenkontinuität gefeiert werden, passt das nicht zu spürbaren Einsparungen beim Personal.

Führungskultur professionalisieren: Kritik an der Work-Life-Balance oder dem Arbeitsdruck muss ernst genommen werden, statt sie mit unpassenden Vergleichen abzutun.

Flexibilität als moderner Arbeitgeber bewahren: Die unternehmensweite Reduzierung der Homeoffice-Quote auf 40 % sollte überdacht werden.

Schleichende Entwertung stoppen: Es sollte dem spürbaren Trend einer internen „Enshittification“ entgegengewirkt werden. Das sukzessive Zurückfahren von Flexibilität, das Erhöhen von Eigenanteilen bei etablierten Benefits und das Streichen von Fachschulungen entwerten das Gesamtpaket als Arbeitgeber schleichend und schaden der Mitarbeiterbindung.

Arbeitsatmosphäre

Bei Projektabschlüssen wird auf der Tonspur zwar viel Lob und Zufriedenheit geäußert. Das Feedback der Belegschaft, dass der damit verbundene Crunch die Kollegen extrem ausgelaugt hat, wird jedoch belächelt und nicht ernst genommen. Die verbale Anerkennung verliert an Wert, wenn die tatsächliche Erschöpfung nach intensiven Phasen ignoriert wird, anstatt die Erholungsphasen aktiv zu fördern.

Die Stimmung ist spürbar belastet. Was durch Einbußen in der Work-Life-Balance nicht besser wird.

Image

Die Produkte nach außen hin werden als premium Produkte wahrgenommen.

Das Unternehmen sichert sich auf dem Papier stolz eine absolute Top-Position (Platz 2 in Deutschland) mit einer fortlaufenden Steigerung der Dividende über 17 Jahre in Folge.

Während diese wirtschaftlichen Rekorde und der Erfolg nach außen hin gefeiert werden, spürt die Belegschaft im Alltag primär Einsparungen im operativen Geschäft und eine Reduzierung der zeitlichen Flexibilität.

Work-Life-Balance

Positiv hervorzuheben sind die vertragliche Arbeitszeit von 37,5 Stunden sowie die Unterstützung bei der Kinderbetreuung (Tagespflege und Ferienangebote).

Allerdings ist eine negative Tendenz bei der Flexibilität spürbar. Die angekündigte Reduzierung der Homeoffice-Quote von 60 % auf 40 % ab dem kommenden Jahr ist ein deutlicher Rückschritt. Zudem führen wichtige saisonale Phasen (wie das Jahresendgeschäft) sowie Großprojekte zu starken Einschränkungen bei der Urlaubsplanung.

Es entsteht der Eindruck, dass hier zulasten der Belegschaft Grenzen ausgetestet werden.

Karriere/Weiterbildung

Umfangreiches Angebot mit aktuellen Einschränkungen: Positiv hervorzuheben ist das breite Spektrum an internen Schulungen, das von klassischen Tool-Kursen bis hin zu persönlichkeitsbezogenen Seminaren reicht. Auch die firmeninterne Job-Plattform für interne Wechsel und Aufstiegsmöglichkeiten wirkt gut strukturiert.

Demgegenüber steht jedoch der aktuelle IST-Zustand bei externen Weiterbildungen: Diese waren in der Vergangenheit gang und gäbe, wurden jedoch im Zuge der jüngsten Kosteneinsparungen spürbar eingeschränkt. Gerade in fachspezifischen Bereichen ist der Verzicht auf externen Input ein Rückschritt. Es bleibt zu hoffen, dass es sich hierbei nur um eine temporäre Maßnahme handelt.

Gute Angebote in der Vergangenheit oder Hoffnungen auf die Zukunft können über die gegenwärtigen Defizite im IST-Zustand nicht hinwegtäuschen. Daher nur 2 Punkte.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt für meine Branche ist aus meiner Sicht nach der ver.di-Tariferhöhung im letzten Jahr in den höheren Tarifstufen fair.

Demgegenüber steht jedoch die kritische Situation in den unteren Tarifgruppen, insbesondere im Bereich der Produktion. Dass dort historisch niedrige Stufen aufgrund des gesetzlichen Mindestlohns angepasst oder komplett gestrichen werden mussten, spricht für sich.

Die Mitarbeiterrabatte sowie die Teilnahme an externen Plattformen wie corporate benefits sind positiv. Die Kantine/das Betriebsrestaurant in Oldenburg ist Geschmackssache, ich bin voll zufrieden.

Zudem ist eine schleichende Verschlechterung bei bestehenden Angeboten spürbar: Der Eigenanteil für Hansefit wurde im letzten Jahr drastisch von 15 € auf 25 € erhöht. Dies ist natürlich immer noch besser als gar kein Hansefit.

In Kombination mit den allgemeinen Sparmaßnahmen im Alltag verliert das Gesamtpaket für Arbeitnehmende sukzessive an Attraktivität.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Bei den Produkten und Verpackungen wird sichtlich auf Nachhaltigkeit geachtet.

Allerdings zeigt sich ein Widerspruch: Die verordnete Erhöhung der Büropräsenz zwingt die Belegschaft zu deutlich mehr Pendelverkehr. Dass hierdurch das Verkehrsaufkommen und der CO2-Fußabdruck der Mitarbeitenden künstlich erhöht werden, passt nicht zu den Nachhaltigkeitszielen, die man nach außen hin präsentiert.

Kollegenzusammenhalt

Das absolute Highlight bei der Arbeit: Die Menschen, mit denen man täglich zusammenarbeitet. Der Zusammenhalt im Team ist großartig, man unterstützt sich gegenseitig und hält auch in stressigen Phasen zusammen.

Umgang mit älteren Kollegen

Die Loyalität langjähriger Mitarbeitender wird aus meiner Sicht zu oft als selbstverständlich vorausgesetzt. Es entsteht der Eindruck, dass bei langjährigen Kollegen weniger Initiative für Gehaltsanpassungen oder spürbare Wertschätzung gezeigt wird. Dieses Ausnutzen von Betriebszugehörigkeit sendet auch an jüngere Beschäftigte ein fatales Signal: Es schürt die Sorge, bei langer Treue irgendwann in dieselbe Sackgasse mangelnder Wertschätzung zu geraten.

Kollegen im Ruhestandalter haben die Möglichkeit mit reduzierter Stundenzahl aktiv zu bleiben. Diese Option wird genutzt, um das Team zu unterstützen, und wird sehr geschätzt.

Vorgesetztenverhalten

Es kommt wiederholt zu unterschwelligen, unangebrachten Kommentaren über das Privatleben, persönliche Einstellungen oder persönliche Merkmale von Beschäftigten.

Die Feedbackkultur bei Belastungsthemen ist stark verbesserungswürdig. Bringen Beschäftigte berechtigte Kritik an der schlechter werdenden Work-Life-Balance oder dem steigenden Arbeitsdruck vor, wird dies oft nicht ernst genommen. Statt konstruktiver Lösungen folgen häufig Vergleiche mit anderen Bereichen oder eine Bagatellisierung der Probleme.

Besonders ernüchternd ist es, wenn in großen Versammlungen sinngemäß kommuniziert wird, dass unzufriedene Mitarbeitende sich gerne woanders umgucken können, da es dort auch nicht besser sei. Ein solcher Umgang mit berechtigter Kritik zeugt von mangelnder Wertschätzung und drückt die Motivation massiv.

Es fehlt an echter Empathie und Unterstützung durch die Verantwortlichen.

Zudem wirkt die Kommunikation widersprüchlich, wenn Rekorde gefeiert werden, im Alltag aber spürbare Einsparungen spürbar sind. Hier wird dringend mehr Aufrichtigkeit und Professionalität benötigt.

Arbeitsbedingungen

Die bereitgestellte Technik ist vollkommen in Ordnung und ermöglicht ein gutes Arbeiten. Auch die Modernisierung durch kürzlich renovierte Gebäude ist positiv.

Allerdings gibt es bei der Ausstattung ein spürbares Gefälle: Während einige Räume gut klimatisiert sind, wird eine vollständige Nachrüstung der verbleibenden Büros laut internen Informationen nicht weiter verfolgt, was angesichts der steigenden Büropräsenz unverständlich ist.

Ein großes Manko im Alltag sind zudem die riesigen Großraumbüros mit teilweise über 40 Arbeitsplätzen. Hier ist die Sorge vor einer unzumutbaren Geräuschkulisse bei steigender Auslastung.

Für diese großen Einheiten wären flächendeckende, effektive Lärmschutzmaßnahmen zwingend erforderlich, diese wurden jedoch nicht proaktiv umgesetzt. Es entsteht der Eindruck, als würde man dem Urteil der Büronutzer nicht trauen und erst prüfen wollen, ob das denn wirklich so schlimm sei, bevor gehandelt wird.

Kommunikation

Im direkten Team und in der interdisziplinären Zusammenarbeit läuft die Kommunikation insgesamt gut.

Viele Stakeholder betrachten ihre eigenen Anliegen als oberste Priorität. Man gerät dadurch regelmäßig in die Position, zwischen den Stühlen zu sitzen und Prioritäten verschiedener Personen/Abteilungen abwägen zu müssen.

Betriebserfolge werden quartalsweise präsentiert. Es gibt Plattformen und E-Mail Verteiler für andere News.

Gleichberechtigung

Im Bereich der Entgeltgleichheit und Transparenz gibt es Optimierungsbedarf. Es entsteht der Eindruck, dass bei vergleichbaren Aufgabenfeldern und Qualifikationen teils spürbare Unterschiede bei den Rahmenbedingungen existieren. Hier wird eine klarere, nachvollziehbarere und fairere Struktur gewünscht, um jegliches Gefühl der Ungleichbehandlung von vornherein auszuschließen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgabenfelder bieten eine große Vielfalt und es wird im Arbeitsalltag nie langweilig. Die Projekte sind abwechslungsreich und bieten viel Raum, sich inhaltlich einzubringen.

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Arbeitgeber-Kommentar

Marion Gerdes, Personalleiterin
Marion GerdesPersonalleiterin

Liebe Kollegin, lieber Kollegen,

vielen Dank für deine sehr ausführliche und differenzierte Rückmeldung. Du hast dir die Zeit genommen nicht nur zu bewerten, sondern auch Verbesserungsvorschläge zu machen. Das weiß ich sehr zu schätzen! Gerne möchte ich zu einigen Punkte eine Rückmeldung geben.

Mobiles Arbeiten und Work-Life-Balance:
Im Mittelpunkt deiner Bewertung steht die geplante Anpassung des mobilen Arbeitens ab dem 1. Januar 2027. Der Umfang soll von derzeit drei auf künftig zwei mobile Arbeitstage pro Woche reduziert werden. Das entspricht einer Anpassung der möglichen mobilen Arbeitstage von 60 auf 40 Prozent.
Uns ist bewusst, dass diese Veränderung für Mitarbeitende eine spürbare Umstellung bedeuten kann und je nach Wohnort, familiärer Situation und individueller Arbeitsorganisation mit zusätzlichem Aufwand verbunden sein kann. Wir verstehen daher, dass diese Entscheidung kritisch und teilweise emotional bewertet wird.
Mobiles Arbeiten bleibt jedoch weiterhin ein fester Bestandteil unseres Arbeitsmodells. Ziel der Anpassung ist es, eine ausgewogene Verbindung aus Flexibilität, persönlichem Austausch, Zusammenarbeit und Unternehmenskultur zu schaffen. Die Entscheidung ist nicht als Misstrauen gegenüber unseren Mitarbeitenden zu verstehen. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass die Auswirkungen für einzelne Beschäftigte unterschiedlich ausfallen und dass die damit verbundenen Belastungen ernst genommen werden müssen.

Wirtschaftliche Entwicklung und Einsparungen:
Deine Wahrnehmung einer Diskrepanz zwischen positiven Geschäftsergebnissen und gleichzeitig notwendigen Maßnahmen zur Kostensteuerung nehmen wir zur Kenntnis. Wirtschaftlicher Erfolg und die nachhaltige Sicherung von Arbeitsplätzen schließen eine verantwortungsvolle Kosten- und Ressourcenplanung nicht aus. Auch ein erfolgreiches Unternehmen muss regelmäßig Prioritäten setzen und Rahmenbedingungen überprüfen.
Wir verstehen zugleich, dass Veränderungen bei Arbeitsmodellen, Weiterbildungen oder einzelnen Benefits als Verlust wahrgenommen werden können – insbesondere dann, wenn an anderer Stelle Unternehmenserfolge kommuniziert werden. Deshalb ist es wichtig, Entscheidungen transparent zu erläutern und nachvollziehbar zu machen.
So haben wir, um dein Beispiel zu Hansefit aufzugreifen sehr transparent der Grund der Eigenanteilerhöhung an alle Mitarbeitenden kommuniziert. Das ist die erste Erhöhung seit dem wir mit Hansefit zusammenarbeiten. Also nach über 15 Jahren. Hansefit hat die Preise massiv erhöht. Der neue MA-Beitrag von 25 € monatlich deckt weiterhin nicht alle Kosten. CEWE trägt einen erheblichen Anteil. Wenn du Interesse an den Zahlen und tieferen Einblick haben möchtest, komm gerne auf mich zu.
Schade finde ich, dass du unser weiterhin bestehendes, und meines Erachtens herausragendes Weiterbildungsangebot im Rahmen der CEWE-Akademie, im Verhältnis zu in diesem Jahr eingeschränkteren externen fachlichen Weiterbildungen in Summe nur mit zwei Sternen bewertest. Das kann ich nicht nachvollziehen und finde ich nicht angemessen.

Arbeitsatmosphäre, Arbeitsdruck und Erholungsphasen:
Du beschreibst eine hohe Belastung in intensiven Projekt- und saisonalen Phasen sowie den Eindruck, dass die damit verbundene Erschöpfung nicht ausreichend berücksichtigt wird. Das nehmen wir ernst.
Anerkennung für ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt kann die notwendige Auseinandersetzung mit Belastung und Arbeitsbedingungen nicht ersetzen. Wenn du hierzu konkretere Einblicke oder auch Vorschläge/Ideen für mich oder auch die Kolleg:innen aus dem BGM-Team hast, freue mich sehr auf dein Feedback.

Führungsverhalten:
Die von dir beschriebenen Kommentare über persönliche Lebensumstände oder persönliche Merkmale sowie die Wahrnehmung einer Bagatellisierung von Kritik entsprechen nicht unserem Anspruch an einen respektvollen und wertschätzenden Umgang. Wenn ein Gespräch mit HR hilfreich sein kann, stehe ich als Türöffner bzw. Kontakt gerne zur Verfügung.

Arbeitsbedingungen und Büroarbeitsplätze:
Vielen Dank für die positive Einschätzung der technischen Ausstattung und der modernisierten Gebäude. Wir arbeiten kontinuierlich daran unsere Gebäude und damit die Arbeitsplätze zu verbessern. Erst in diesem Jahr wurde eine weitere Gebäudesanierung abgeschlossen und sind sehr moderne Büro- und Besprechungsräumlichkeiten am Meerweg entstanden. Ein weiterer Neubau für Büros, etc. ist in Arbeit. CEWE investiert m. E. eine Menge in die Arbeitsplätze und die damit verbundenen Rahmenbedingungen für uns alle.

Kollegiale Grüße!

Mehrfachbewertung

20% mehr Pendelzeit zur Stärkung der Unternehmenskultur

3,1
Empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Forschung / Entwicklung bei CEWE Stiftung & Co. KGaA in Oldenburg gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das Management ist wirklich nicht gut.
Der Wechsel von 3 Tagen mobiler Arbeit auf 2 Tage mobile Arbeit.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre wird hauptsächlich durch Kollegenzusammenhalt getragen. Im Büro kann es öfter etwas lauter werden und plötzliche Teams-Anrufe aus dem Nichts sind leider nicht die Seltenheit.

Work-Life-Balance

Auf dem Papier OK, in der Praxis schlecht. Wenn dir so viel Druck gemacht wird, dass einige Kolleg*innen freiwillig noch um 19 Uhr von Zuhause aus Nacharbeiten erbringen, zersiebt man indirekt die Work-Life-Balance direkt. Außerdem wurden die Home-Office Tage um einen vollen Tag gekürzt, wirksam ab Anfang nächsten Jahres. Das bedeutet für viele Mitarbeitende effektiv weniger Geld. Den Ausnahmeantrag bekommt man auch dann nicht bewilligt, wenn man 10 Kinder hat und vom Mond zum Meerweg pendelt, da es sich ja dann nicht um eine temporäre Ausnahmesituation handelt.

Karriere/Weiterbildung

Stand 2026 noch voll OK. Die Möglichkeit auf Konferenzen zu fahren bietet nicht jeder Arbeitgeber.

Gehalt/Benefits

Mehr sprichwörtliche Obstkörbe als andere Unternehmen, dafür etwas weniger Gehalt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich hab das Gefühl, hier war das Unternehmen schon einmal besser.

Kollegenzusammenhalt

Absoluter Wahnsinn, wie viel die Kolleg*innen hier tragen und auffangen müssen. Damit meine ich nicht nur Workload, sondern auch die Stimmung und das Kultivieren von Prozesswissen.

Vorgesetztenverhalten

Gewinne privatisieren und Verluste vergesellschaften existiert wohl auch als Management-Modell. Deadlines unrealistisch kurz setzen und dann unzufrieden mit den Ergebnissen zu sein, ist vorhersehbar und dennoch enttäuschend.

Arbeitsbedingungen

Schreibtische, Stühle, Monitore, Tastaturen und Laptops sind absolut OK. Das möchte ich positiv hervorheben.

Kommunikation

Wie viele Punkte hier, fällt es mir auch bei diesem schwer ihn passend zu bewerten; Kommunikation findet auf unterschiedlichsten Ebenen und in unterschiedlichsten Kanälen statt. Positiv und offen ist sie im Team. Lob von Oben gibt es je nach Person durchaus auch öfter. Das Prinzip - name and shame - findet jedoch leider zu oft statt. Auf Vorschläge von unten wird kaum gehört.

Interessante Aufgaben

Es gibt viele spannende Aufgaben, auch wenn nicht immer Zeit für sie ist.


Image

Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

3Hilfreichfinden das hilfreich8Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Druck steigt, Leistung sinkt

2,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei CEWE Stiftung & Co. KGaA in Oldenburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Mein direktes Team ist super, insgesamt gibt es auch (noch?) viel positives (Aufgaben, Ausstattung, Kantine, Parkplätze, mobile Massage etc.). Der Trend geht aus meiner Sicht aber sehr klar abwärts, weshalb ich niemandem empfehlen würde, hier anzufangen, bis sich alles wieder etwas beruhigt hat.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Auf der einen Seite gibt es die x-te Dividendenerhöhung in Folge, auf der anderen Seiten jammert man den Mitarbeitenden etwas vom "Kostenkrokodil" vor und rechtfertigt damit diverse Einsparungen. Die Stimmung ist seit einiger Zeit in einigen Bereichen im ziemlich freien Fall, das kann man sehr gut beobachten. In meiner Wahrnehmung wurden Mitarbeitende im Rahmen der Homeofficekürzungen auch unter den Generalverdacht des Arbeitszeitbetrugs gestellt, während gleichzeitig nur von vereinzelten bestätigten Fällen die Rede war. Und wenn dann gerade vorher noch ein großes Projekt durch die Tür gepeitscht wurde, darf man sich aus meiner Sicht nicht wundern, wenn einige Mitarbeitende dass dann als Bestrafung für eigentlich gute Leistungen bewerten.

Verbesserungsvorschläge

Vieles wird gemacht, „weil es immer so gemacht wurde“, habe ich noch nie so oft gehört, wie in diesem Unternehmen. In vielen Bereichen ist da noch Luft nach oben. Einzelne Personen aus der Führungsebene benötigen aus meiner Sicht dringend ein paar Kommunikationsseminare.

Arbeitsatmosphäre

Leistung wird vergleichsweise wenig gesehen, während der Druck überall steigt. Misstrauen und Unzufriedenheit in den letzten 10 Monaten stark angestiegen.

Image

Nach außen hin hat die Firma sicherlich ein gutes Image, kein Wunder bei den angebotenen Produkten. Ich selbst kann das ganze nicht mehr ernst nehmen. "Mit Freude für Freude", also bitte...

Work-Life-Balance

Insgesamt immer noch okay. Einschnitte bei der Homeoffice-Regelungen treffen aber Eltern und Pendler hart. Hier wird sich noch zeigen müssen, inwieweit die Ausnahmeregelungen das auffangen können. Positiv ist die Kinderferienbetreuung zu nennen.

Karriere/Weiterbildung

Auf dem Papier ein großes Angebot an Selflearning-Kursen usw. Davon ist aber nur ein kleiner Teil wirklich interessant oder relevant. Aufstiegschancen schätze ich eher als klein ein, dafür bin ich aber zu kurz im Unternehmen. Geld für Weiterbildungen soll ausdrücklich weiter da sein, Konferenzbesuche fallen aber zukünftig erstmal weg. In 2 Jahren hatte ich jetzt noch keine nennenswerte fachliche Schulung.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist in vielen Bereichen nicht gut. Die unterste Tarifstufe musste wohl gerade erst abgeschafft werden, da sie mittlerweile unter dem Mindestlohn lag. Die Mitarbeitenden in der Produktion klagen aus meiner Sicht zurecht. Man hört da echt traurige Geschichten von Müttern, die seit Jahren nicht in den Urlaub fahren konnten, weil es einfach nicht drin ist. Etwas Besserung ist dank der Verdi aber eingetreten.

In den letzten Monaten sind Teamevents, Konferenzbesuche und Dienstreisen den Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen, während man dann beobachtet, wie im Konferenzraum die Geschäftsführung mit Spargel bewirtet wird. Homeoffice wurde gerade von 60 auf 40 % reduziert, es soll aber Ausnahmeregelungen geben.

Fahrradleasing, mobile Massage, Hansefit (auch wenn es bei CEWE sehr teuer ist) sind insgesamt aber immer noch recht gut. Es wird sich zeigen müssen, wie viele Einschränkungen wohl noch folgen werden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird häufig das Umweltbewusstsein betont, dann aber z.B. Homeoffice reduziert. Viel Fleisch in der Kantine, meines Wissens nach wenig Wert auf regionalen oder Bioprodukten. Insgesamt bin ich mir unsicher, wie ernst ich die beworbenen Umweltmaßnahmen nehmen kann.

Kollegenzusammenhalt

Das mit Abstand Beste an der Arbeit. Es gibt hier viele nette und kompetente Menschen. Einzig die Grüßkultur lässt bei einigen Kolleg*innen zu wünschen übrig.

Umgang mit älteren Kollegen

Es sind Aussagen gefallen wie "der bleibt jetzt auch noch den Rest seiner Zeit hier, da brauchen wir uns bei X/Y gar keine Mühe geben".

Vorgesetztenverhalten

Viele schwierige Aussagen gegenüber den eigenen Leuten. Mitunter aus meiner Sicht sexistische Kommentare. Wenig nachvollziehbare Entscheidungen, häufig fühlt man sich externen Stakeholdern ausgeliefert. In letzter Zeit viel "Friss-oder-Stirb"-Rhetorik, a la "Wem die Änderungen nicht passen, der kann sich ja einen neuen AG suchen".

Arbeitsbedingungen

Großes Büro mit vielen Menschen, in dem munter telefoniert und gequatscht wird. Gleichzeitig werden Noise cancelling Kopfhörer als Notlösung gefühlt sehr abfällig beäugt. Positiv sind die gute technische Ausstattung und die elektrischen, höhenverstellbaren Schreibtische.

Kommunikation

Große Veränderungen und Einschnitte werden aus meiner Sicht unvermittelt und sehr spät als "ist jetzt so" hingestellt. Begründungen für Sparmaßnahmen oder Einschnitte bei der Homeoffice Regelung wirken häufig vorgeschoben, teilweise fühlt man sich nur noch bewusst getäuscht. Viel Hierarchien und "von oben herab". Mitunter Sticheleien des eigenen Vorgesetzten gegen das Team.

Gleichberechtigung

Offiziell gibt es eine Menge an Aktionen, Infoveranstaltungen und eine (von mir als von oben herab diktiert empfundene) Firmenkultur "WE in CEWE". Es gibt aber gleichzeitig auch weibliche Angestellte, die ohne ersichtlichen Grund schlechter bezahlt werden als alle Kollegen, zahlreiche Geschichten über vergangene Grenzüberschreitungen, die ohne Konsequenzen geblieben sein sollen etc. Wenn davon nur die Hälfte wahr ist wäre es schon heftig genug. Ebenso sind mir mehrere Fälle bekannt, in denen Mitarbeitende ihre sexuelle Orientierung glauben verheimlichen zu müssen.

Interessante Aufgaben

In so einem großen, produzierenden Unternehmen gibt es an sich natürlich jede Menge interessante Aufgaben, aber auch viel undankbare Altlasten, die seit Jahren oder Jahrzehnten mitgeschleift werden. Hängt sicherlich stark von der jeweiligen Abteilung ab.

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Arbeitgeber-Kommentar

Marion Gerdes, Personalleiterin
Marion GerdesPersonalleiterin

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

zunächst einmal vielen Dank, dass du dir die Zeit für eine umfangreiche und differenzierte Bewertung genommen hast. Es freut mich, dass das direkte Team, die Aufgaben, die Ausstattung sowie Angebote wie Kantine, Parkplätze und mobile Massage positiv wahrgenommen werden. Auch die Kinderferienbetreuung und weitere Benefits sind Bestandteile unseres Angebots, die wir erhalten und weiterentwickeln möchten. Gleichzeitig nehmen wir ernst, dass die aktuelle Entwicklung in einzelnen Bereichen als belastend empfunden wird. Unser Anspruch ist, auch in Veränderungsphasen ein verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber zu bleiben.

Gerne gebe ich dir zu einigen von dir bewerten Themenfeldern eine Rückmeldung:

Ich verstehe, dass Veränderungen Fragen und Verunsicherung auslösen können. Gerade deshalb teilen wir Entscheidungen zur wirtschaftlichen Steuerung eines Unternehmens transparent und erklärend mit, um bestmöglich alle mitzunehmen.
Die Anpassung von Rahmenbedingungen wie der mobilen Arbeit erfolgt nach Abwägung verschiedener betrieblicher und organisatorischer Aspekte. Dabei berücksichtigen wir auch individuelle Situationen im Rahmen der vorgesehenen Ausnahmeregelungen. Hinweise zur Stimmung in den Teams und zur Wirkung solcher Entscheidungen nehmen wir ernst.

Karriere/Weiterbildung:
CEWE bietet verschiedene Möglichkeiten des Lernens. Wir haben eine eigene CEWE Academy mit vielfältigen Weiterbildungsangeboten und über 100 verschiedenen Kursen. Das Angebot steht dir über das Learn Lab zur Verfügung. Ebenfalls haben wir seit vielen Jahren ein internationales Nachwuchs-Führungskräfteentwicklungsprogramm - GROW. Insoweit gibt es die Möglichkeit, sich intern im Unternehmen weiterzuentwickeln. Des Weiteren gibt es eine Vielzahl von Beispielen von Kolleginnen und Kollegen, die ohne Führungsverantwortung gestartet sind und sich in eine Führungsposition weiterentwickelt haben. Ebenso gibt es den parallelen Weg der Expertenlaufbahn sich in verantwortungsvolle Positionen zu entwickeln.

Gehalt/Benefits:
Ich muss sagen, dass es schon generell angebracht ist auch inhaltlich korrekt zu zu kommunizieren. Das trifft hier nicht in allen von dir genannten Punkten zu. Insbesondere, wenn es um deine Beschreibung zum Wegfall der „untersten Tarifstufe“ geht. Es geht hierbei konkret um die Lohngruppe 1. Diese Lohngruppe kommt bei CEWE seit Jahren nicht mehr zum Einsatz in der Entlohnung. Warum? Weil wir keine Tätigkeiten haben die der Lohngruppe 1 entsprechen. Hätten wir diese Tätigkeiten, würden wir dafür Sorgen, dass die Höhe der Entlohnung den Vorgaben des Mindestlohnes oder darüber hinaus entsprechen. So wie wir es bei allen anderen Lohn- und Gehaltsgruppen tun. Aufgrund der Tatsache, dass die Lohngruppe 1 nicht mehr benötigt wird, haben die Tarifvertragsparteien sich beiderseits darauf verständigt diese abzuschaffen. Es ist also keine einseitige Arbeitgeberentscheidung sondern eine gemeinsame auf Tarifebene.
Dienstreisen und auch Teamevents finden weiterhin aber in reduzierter Art und Weise statt. So hatten wir erst im August unser alljährliches Sommerfest, an dem über 600 Mitarbeitende teilgenommen haben.
Neben der weiterhin bestehenden Regelung der flexiblen Arbeitszeiten wird das Mobile Arbeiten mit ausreichender Vorlaufzeit zum 01.01.2027 angepasst.
Ob ein Mitarbeiter-Beitrag für Hansefit in Höhe von 25 €/monatlich teuer ist, ist sicherlich eine sehr individuelle und persönliche Wahrnehmung. Wir haben erstmalig seit Einführung von Hansefit von über 10 Jahren zum 01.01.2026 eine Preiserhöhung von 15 €/monatlich auf 25 €/monatlich vorgenommen. Dies war den massiven Preiserhöhungen von Hansefit geschuldet. Hansefit ein Angebot von CEWE und kann von dir freiwillig genutzt werden oder auch nicht. Und wenn du andere und in deiner Bewertung finanziell günstigere Angebote in diesem Kontext hast, freue mich auf den Austausch mit dir. Wir sind grundsätzlich erstmal offen für Neues und Alternativen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein:
Es gibt in der Kantine jeden Tag im Minium zwei, manchmal drei, Menüs. Eines davon ist immer vegetarisch oder vegan. Des Weiteren kannst du dir einen großen Salat individuell zusammenstellen und bestellen. Und wenn mal nichts dabei ist was dir gefällt, hast du ja auch noch die Möglichkeit, dein Essen mitzubringen und in einer der Microwellen zu erwärmen.
Da du es nicht erwähnt hast nutze ich die Gelegenheit es einzubringen: Unser Mittagessenangebot liegt in der Regel in der Höhe beim aktuellen Sachbezugswert - 4,60 €. Das ist im Vergleich zu vielen Mittagessenangeboten in anderen Unternehmen oder auch externen Lokalen ein sehr attraktiver und erschwinglicher Preis.
Wenn du darüber hinaus ernsthaft daran interessiert bist zu erfahren, ob es regionale oder Bioprodukte sind, gehe gerne auf das Kantinenteam zu. Die Kolleg:innen freuen sich auf den Austausch mit dir.

Vorgesetztenverhalten:
Und um das gleich vorweg festzuhalten: Respektloses Verhalten einer Führungskraft oder von Mitarbeitenden ist ganz sicher nicht tolerierbar. Führungskräfte und Mitarbeitende sollen auch in schwierigen Situationen respektvoll, nachvollziehbar und lösungsorientiert kommunizieren. Sexistische, abwertende oder einschüchternde Äußerungen widersprechen unseren Grundsätzen und werden nicht toleriert.
Da ich konkrete Situationen aus deiner anonymen Bewertung nicht zuordnen kann, ist eine Prüfung einzelner Vorfälle öffentlich nicht möglich. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, dies intern zur Sprache zu bringen. Hast du das versucht? Im Kontext unseres „Respektvollen Miteinanders“ haben wir zum einen unsere Haltung als Unternehmen, als auch Ansprechpersonen und Wege aufgezeigt, um in den vertrauensvollen Austausch zu kommen. Die Kolleginnen und Kollegen, die dir dafür intern als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen freuen sich auf ein Gespräch mit dir.

Gleichberechtigung:
Ich verweise an der Stelle zu dem oben bereits geschriebenen von mir. Wenn du konkretes weißt oder selber betroffen bist stehen dir entsprechende Wege dies zu teilen und für Aufklärung zu Sorgen zur Verfügung.

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und würde mich freuen, wenn wir uns einmal persönlich austauschen!

Cewe Erfahrung

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 im Bereich Produktion bei CEWE Stiftung & Co. KGaA in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Essen

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dass das Essen trotzdem nur Tiefkühlware war

Verbesserungsvorschläge

Bessere Abteilungsleiter einstellen und besser schulen.

Arbeitsatmosphäre

Angespannt

Image

i.O.

Work-Life-Balance

i.O.

Karriere/Weiterbildung

i.O.

Gehalt/Benefits

i.O.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

i.O.

Kollegenzusammenhalt

i.O.

Umgang mit älteren Kollegen

i.O.

Vorgesetztenverhalten

i.O.

Arbeitsbedingungen

i.O.

Kommunikation

In Ordnung im allgemeinen

Gleichberechtigung

i.O.

Interessante Aufgaben

i.O.

HilfreichHilfreich?4Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Andrea WagnerPersonalleitung

Lieber ehemalige:r Kollege:in,

vielen Dank für Deine Bewertung Deiner Beschäftigung bei uns im Haus.

Einige Sternebewertungen sind bei 3-4 Sternen für die wir uns bedanken.

Deine Sternebewertungen mit 1-2 Sternen würden wir gerne näher kommentieren, aber leider hast Du keine konkreten Kritikpunkte genannt.

Uns freut es, dass Du über die Möglichkeit von Essen in der Kantine zufrieden bist. Wir haben für unseren Standort die TK-Mahlzeiten gewählt, da wir eine zu geringe Zahl an Mitarbeitenden haben, die mittags eine warme Mahlzeit zu sich nehmen möchten. Nebenbei bieten wir noch die Versorgung mit Mahlzeiten aus dem Foodji Automaten an und jederzeit können unsere Mitarbeitenden die Mikrowellen nutzen für ihre selbst mitgebrachten Mahlzeiten. Dies kommt bei der Belegschaft sehr gut an und wird viel genutzt.

Jederzeit bieten wir unseren Mitarbeitenden die Möglichkeit Kritikpunkte bei der Standortleitung, dem Betriebsrat oder bei der Personalleitung anzusprechen, um dann in das Gespräch zu gehen.

Wir wünschen alles Gute,
Andrea Wagner

Wir setzen auf Transparenz

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