Gut am Arbeitgeber finde ich
Im Moment Nichts.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass man im täglichen Dienst viele Steine in den Weg gelegt bekommt weil Tools nicht funktionieren oder Prozesse schnelle Hilfe verhindern. Teilweise erhalten verschiedene Abteilungen (Sales, Support, etc.) verschiedene Informationen. Bei Rückfragen verweisen Abteilungen auf sich gegenseitig.
Die mangelnde interne Kommunikation ist auch ein Problem. Teilweise erfährt man durch Kunden, dass nun neue Produkte bereits im Feld sind, nicht durch Newsletter oder interne Informationen. Jedes Team hat seinen eigenen Sharepoint und auf Zentralen muss man stundenlang nach Informationen suchen. Und es gibt Informationen, die durch die Medien gehen bevor auch nur im Ansatz Intern etwas davon zu hören ist.
Mit dem Abfindungsprogramm wird der Support auf ein Minimum reduziert, bei gleicher Arbeitslast. Dazu kommt der Druck wieder ins Office zu müssen und das wird auf Dauer dazu führen, dass sich die Krankenstände und Kündigungszahlen drastisch erhöhen werden. Ihr amputiert euch ein Standbein, weshalb die Kunden bei DELL geblieben sind, den sehr guten und meist nativsprachigen Support.
Verbesserungsvorschläge
DELL sollte sich auf seine Wurzeln besinnen und auf die Kunden, die es groß gemacht haben. Die Produktpalette und der Support werden immer weiter verkleinert. Personel blutet man immer weiter aus und viel Wissen und Können fliest ab. Anstatt die Mitarbeiter zu halten und ihnen aktiv Aufstiegschancen und eine Zukunftsperspektive zu geben wird das tolleriert.
Und KI ist nicht das Allheilmittel. Viele Kunden möchten mit Menschen sprechen und viele Probleme kann KI (noch) nicht lösen, weil sie zu komplex sind. Ohne eure Mitarbeiter werdet ihr nicht das Niveau halten können, dass ihr versprecht.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre an sich ist gut. Der Standort ist modern ausgestattet, bietet Kaffeemaschinen, Küchen und sanitäre Einrichtungen, wobei Letztere schon die besten Zeiten gesehen haben. Seit der Abkehr vom Homeoffice hin zum Hybriden Arbeiten zeigt sich, dass DELL nichts gelernt hat. Man muss sich Arbeitsplätze teilen und anstatt ein allgemeines Tool an die Hand zu geben um Sitzplätze zu reservieren muss das jeder Flur für sich austüfteln.
Image
DELL war guter Hersteller von IT-Produkten. Man versucht inovativ zu sein, aber zum Teil werden Produkte zu schnell auf den Markt geworfen und es muss teilweise nachgebessert werden. Das sorgt zum Teil für Unmut auch innerhalb des Unternehmen. Dazu kommt, dass DELL seit etwa zwei Jahren auf den KI-Hype-Train aufgesprungen ist und versucht die Produktpalette in dieses Segment zu schieben. Das führt dazu, dass gut laufende Produkte nicht weiter entwickelt werden oder komplett aus dem Portfolio verschwinden.
Früher ging es auch im kleine und mittelständige Kunden, durch das erwähnte verschwinden von Produkten für ebendiese Kunden fallen diese weg und DELL konzentriert sich auf einen (KI-)Markt, dessen Zukunft noch ungewiss ist und auch wenige große Kunden. Die Basiskunden werden daher zu anderen Herstellern gedrängt, auch weil die Preise weiter steigen aber weder die Qualität noch die Produkte so überzeugen können wie früher. Durch den Mangel an Mitarbeitern wird auch der Support nicht besser und kann nicht mehr das leisten, was noch vor ein paar Jahren möglich war. Die Kunden registrieren das und sagen auch offen, dass sie ein vergleichbares Produkt woanders günstiger bekommen.
Work-Life-Balance
Mit der Return-to-Office-Politik hat DELL den Vogel abgeschossen. Alle Mitarbeiter wurden wieder ins Büro gerufen, die Betriebsvereinbarung (mit Vorlauf) aufgekündigt und Keiner weiß genau warum. Die Zahlen waren sehr gut, der CEO hat selbst vor einem Jahr noch gesagt, dass Homeoffice die Zukunft ist und die beste Entscheidung für DELL war. Die Entscheidung wer ins Office muss, wurde dabei an einer fixen Zahl 60 Minuten (Fahrentfernung von zu Hause ins Büro) festgemacht. Allerdings wurde dabei nicht berücksichtig wie man auf Arbeit kommt, sondern bei der Prüfung der Strecke einfach die schnellste Strecke bei Google Maps befragt. Egal ob diese Strecke weiter ist, man mehr Bezin verbraucht, ob man ein Auto hat oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen muss.
Im selben Atemzug wurde festgestellt, dass nicht genügend Plätze da sind (400 Plätze für 1.000 Mitarbeiter), so dass die meisten Teams (gnädigerweise) nur zwei Tage ins Office müssen. Allerdings wurden da Wechselmodelle entwickelt, die an der Lebensrealität vieler Mitarbeiter vorbei gehen. Auch wird die Anwesenheit durch offizielle Tools angeblich nicht getrackt, allerdings hat sich ein Mitarbeiter in einem Sicherheitstrai
Karriere/Weiterbildung
Mann kann viele Trainings und Zertifikate erwerben. Das nützt intern nur Nichts, da keine Stellen ausgeschrieben werden und man sich nicht weiter entwickeln kann im Support. Hilft aber bei der Bewerbungen außerhalb. Durch den Mangel an Entwicklungsmöglichkeiten fliest viel Wissen und Können bei DELL ab, das wie bereits erwähnt leider nicht nachbesetzt oder nun aktiv mit Geld zum Gegen überredet wird.
Gehalt/Benefits
Teilweise herrscht ein gewisser Unterschied zwischen dem was man verdient und dem was man bekommt. Dennoch ist die Bezahlung aber in meinen Augen fair. Überstunden werden nicht vergütet und man hat, durch den Personalmangel, zum Teil Viele aufgebaut und Probleme sie wieder abzubauen.
Dazu kommt, dass es nun ein größeres Abfindungsprogramm gab. Das war finanziell gut ausgestattet, allerdings wurden Mitarbeiter aufgrund von Entscheidungen von übergeordneten Instanzen ohne deren Wissen davon ausgeschlossen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kann ich nicht wirklich etwas dazu sagen. Müll wird getrennt und man versucht Energie zu sparen.
Der CEO spendet Milliardenbeträge für Hilfsbedürftige und unterstützt die Universität von Austin, sowie medizinische Einrichtungen was durchaus positiv ist. Andererseits jedoch biedert er sich der politisch rechten MAGA-Bewegung öffentlich an. Warum genau weiß man nicht, allerdings wirft das kein wirklich gutes Licht auf DELL, wenn er Name damit verbunden wird Umweltschutz und die Zukunft der Menschheit mit Füßen zu treten und gleichzeitig sein Unternehmen umweltbewusst sein möchte.
Kollegenzusammenhalt
Die meisten Kollegen sind freundlich und hilfsbereit, selbst im Homeoffice besteht ein reger Austausch innerhalb eines Teams oder einer Organisation. Zwischen verschiedenen Organisationen jedoch ist die Kommunikation meist sehr eingeschränkt und hier weiß die linke Hand nicht was die Rechte tut. Das ist nicht unbedingt die Schuld der Kollegen, sondern hängt mit der mangelnden Kommunikation zwischen den Abteilungen (Verkauf und Support zum Beispiel) zusammen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen sind zum Teil vom Wissensstand auf dem selben Level wie jüngere Kollegen. Alter bedeutet bei DELL nicht automatisch mehr Wissen. Aber wie auch beim Geschlecht spielt das Alter in der Regel keine Rolle.
Vorgesetztenverhalten
War auf Managerebene in Ordnung, allerdings haben einige der Manager Entscheidungen über die Köpfe von Mitarbeitern getroffen ohne diese zu informieren. Man hat von diesen Entscheidungen über Dritte erfahren und es wurde mit dem "Schutz des Business" begründet. Allerdings hatten diese Entscheidungen teilweise gravierende finanzielle und beruflich negative Folgen.
Darüber hinaus geht (Direktor aufwärts) herrscht zum Großteil Konfusion und gefühlt geht der Level dann nicht auf die Probleme ein, welche die untergeordneten Kollegen im Alltag im Support haben. Auch die Kommunikation auf dem Direktorenlevel ist so weit herunter gefahren worden, dass man am Meisten von diesen hört wenn sie den Verantwortungsbereich wechseln oder ihr Team austauschen.
Arbeitsbedingungen
Prozesse wie auch die Tools für die tägliche Arbeit bereiten immer wieder Probleme. Das wird jedes Jahr in einer Umfrage auch bestätigt, es wird auch immer gesagt das man sich das zu Herzen nehmen möchte. Aber leider ändert sich zum Schluss Nichts, weil DELL kein Geld investieren möchte/kann/will. Das ist nicht ganz so klar warum. Außerdem wird bei Problemen immer geantwortet, dass KI in Zukunft unterstützt. Allerdings ist die Aussage seit drei bis vier Jahren konstant ohne, dass KI hilfreich eingesetzt wird.
Das Unternehmen hat jetzt den "DELL-One-Way" gestartet, allerdings weiß Keiner was sich dahinter verbirgt. Es werden verpflichtende Trainings fast wöchentlich dazu heraus gegeben, die aber nichts Neues aussagen. Es wird darauf verwiesen, dass man auf Mitarbeiter gehört hat. Gleichzeitig wurde aber, wenn man sich in seinem Kollegenkreis umhört, Niemand gefragt. Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass DELL simpel auf den AI-Hypetrain aufspringt, versucht Teile des Unternehmen wegzurationalisieren und durch schlechte AI zu ersetzen. Das verschärft die Situation noch einmal, da bisherige Versuche zu Mehrarbeit geführt hat.
Kommunikation
Die Kommunikation ist wohl das, was man als feuchten Traum eines Geheimdienst beschreiben kann. Offizielle Kommunikation ist entweder nicht für die eigene Abteilung oder so allgemein gefasst, dass man nicht weiß ob man betroffen ist oder nicht. Vorgesetzte kommunizieren mehrfach die Woche in Meetings exakt die selben Informationen, Zahlen und schweifen so weit ab, dass ebendiese Meetings länger dauern als notwendig. Selbe direkte Vorgesetzte kommunizieren wichtige Entscheidungen teilweise garnicht oder die darüber liegende Ebene (Direktoren) verschwinden zum Teil wochenlang von der Bildfläche um dann mit einem "gut gemacht" ein Lebenszeichen zu senden.
Wichtige Informationen bekommt man entweder nur über den Buschfunk oder liest man in externen Quellen. Dann fragt man sich durch und erst dann kommt eine offizielle Kommunikation dazu. Andererseits werden Informationen nebenbei in großen Allstaffmeetings in einem Nebensatz erwähnt (Abfindungsprogramm) und dann für Wochen ohne weitere Informationen liegen gelassen, sodass Gerüchte entstehen und viel Hören-Sagen entsteht und für enorme Verunsicherung sorgt. Die Direktoren oder eigenen Vorgesetzten sind dabei entweder zum Stillschweig
Gleichberechtigung
Auf dem selben Level sind alle Geschlechter gleichberechtigt. Es ist dabei egal welches Geschlecht man hat, welchen Hintergrund, wen man liebt oder an was man glaubt.
Interessante Aufgaben
Ist immer mehr Dienst nach Vorschrift mit täglichen Wiederholungen. Man hat nicht wirklich die Möglichkeit die eigenen Aufgaben interessant zu gestalten, da man sich an unzählige Prozesse halten muss. Die Prozesse an sich helfen zum großen Teil bei der täglichen Arbeit, aber ein nicht unerheblicher Teil behindert aber auch die eigentliche Arbeit mit unnötigen Schritten. Ändern kann man diese Prozesse nicht einfach, da diese globalen Einfluss haben und man sich erst mit unzähligen Instanzen in Verbindung setzen muss. Das dauert teilweise solange, bis der Prozess obsolet geworden ist.