Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit Februar 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 21.2.2026
Die Bundeswehr wird von den Arbeitnehmenden in den Bewertungen als Arbeitgeber mit neutralem Gesamteindruck dargestellt. Besonders positiv wird die Arbeitsatmosphäre eingeschätzt, die je nach Standort und Abteilung variiert, aber überwiegend durch Kameradschaft und Zusammenhalt geprägt ist. Beim Kollegenzusammenhalt wird ebenfalls ein positives Bild gezeichnet, wobei die starke Kameradschaft und das "Einer für alle, alle für einen"-Prinzip hervorgehoben werden. Zudem werden die interessanten und abwechslungsreichen Aufgaben sowie die guten Gehälter und Sozialleistungen geschätzt. Die Work-Life-Balance wird neutral bewertet, wobei flexible Arbeitszeitmodelle und Homeoffice-Möglichkeiten als positiv, lange Abwesenheiten und Überstunden jedoch als belastend empfunden werden.
Als problematisch werden die Kommunikation ...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Arbeitsatmosphäre bei der Bundeswehr wird überwiegend positiv bewertet, wobei eine deutliche Standortabhängigkeit zu erkennen ist. Viele Mitarbeiter:innen schätzen den starken Zusammenhalt und die kameradschaftliche Atmosphäre in ihren Teams. Es wird von einem vertrauensvollen und transparenten Arbeitsumfeld berichtet, in dem Freundlichkeit und Kollegialität großgeschrieben werden. Auch wenn der Arbeitsalltag manchmal als stressig beschrieben wird, überwiegt meist das positive Gemeinschaftsgefühl.
Allerdings gibt es auch Herausforderungen im Bereich der Teamzusammenarbeit, wo einige Nutzer:innen von Schwierigkeiten berichten. Besonders die Unterscheidung zwischen militärischem und zivilem Personal wird vereinzelt als problematisch empfunden. In einigen Bereichen wird eine ruhige Lernumgebung geschätzt, wo in entspannter Atmosphäre viel gelernt werden kann. Interessanterweise hängt die Arbeitsatmosphäre stark von den jeweiligen Vorgesetzten, Kolleg:innen und der spezifischen Einheit ab, was die unterschiedlichen Erfahrungen der Mitarbeiter:innen erklärt.
Die Kommunikation bei der Bundeswehr wird von den Mitarbeiter:innen insgesamt als durchschnittlich bewertet, wobei die Meinungen stark variieren. Im Bereich der organisatorischen Dialogqualität überwiegen kritische Stimmen: Einige Nutzer:innen berichten von mangelnder Transparenz, hierarchischen Hürden und einem ineffektiven Informationsfluss, wobei wichtige Mitteilungen oft verspätet oder gar nicht ankommen. Besonders bemängelt wird die einseitige Kommunikation von Führungskräften sowie das Fehlen notwendiger Anweisungen. Einige Mitarbeiter:innen fühlen sich von Diskussionen ausgeschlossen und beklagen, dass mehr über sie als mit ihnen gesprochen wird.
Gleichzeitig gibt es auch positive Erfahrungen, insbesondere bei der direkten Kommunikation unter Kolleg:innen, die als offen und unterstützend beschrieben wird. Einige Mitarbeiter:innen loben die guten internen Kommunikationsstrukturen und berichten von konstruktiven Gesprächen mit Vorgesetzten. Bemerkenswert ist, dass die Qualität der Kommunikation offenbar stark von der jeweiligen Abteilung und deren Leitung abhängt – während manche von klarer, offener Kommunikation berichten, erleben andere einen kompletten Mangel an Informationsaustausch.
Das Führungsverhalten bei der Bundeswehr wird von den Mitarbeiter:innen unterschiedlich wahrgenommen. Einerseits beschreiben einige Bewertungen sehr positive Erfahrungen mit Vorgesetzten, die als kompetent, fürsorglich, fair und auf Augenhöhe agierend beschrieben werden. Diese Vorgesetzten seien stets ansprechbar und lösungsorientiert. Andererseits gibt es deutliche Kritik an Führungsdysfunktionen, wobei Mitarbeiter:innen von Machtmissbrauch, fehlender fachlicher Kompetenz und mangelnder Unterstützung berichten.
Besonders auffällig ist die wahrgenommene Diskrepanz zwischen militärischen und zivilen Führungskräften. Einige Bewertungen weisen auf eine problematische Behandlung ziviler Mitarbeiter:innen durch militärische Vorgesetzte hin, die mit fehlendem arbeitsrechtlichen Wissen und ausgeprägtem Hierarchiedenken erklärt wird. Die jährlich wechselnden Vorgesetzten werden zudem als Hindernis für eine konsistente Führungskultur angesehen. Die Qualität der Führung scheint stark von individuellen Persönlichkeiten abzuhängen und schwankt entsprechend zwischen sehr positiven und sehr negativen Erfahrungen.
Der Kollegenzusammenhalt bei der Bundeswehr wird überwiegend positiv bewertet. Viele Mitarbeiter:innen schätzen besonders die ausgeprägte Kameradschaft, die oft mit familiären Bindungen verglichen wird. Es herrscht vielerorts eine "Alle für einen, einer für alle"-Mentalität, wobei Zusammenhalt als wesentlicher Bestandteil des Berufs angesehen wird. Besonders in den kämpfenden Einheiten verlassen sich die Soldat:innen zu 100% aufeinander.
Dennoch gibt es auch einige kritischere Stimmen, die auf Unterschiede zwischen verschiedenen Einheiten und Statusgruppen hinweisen. Während Soldat:innen in der Regel gut zusammenhalten, wird bei Beamt:innen und Angestellten teilweise von Einzelgängertum, Karrierismus und Klatsch berichtet. In manchen Bereichen wird die Teamarbeit durch Vorgesetzte weder gefördert noch verhindert, und einige Mitarbeiter:innen beschreiben eine "Ellbogengesellschaft" statt echter Kameradschaft. Diese Ausnahmen ändern jedoch nichts am überwiegend positiven Gesamtbild des Kollegenzusammenhalts bei der Bundeswehr.
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