

DIAKO Bremen News

Arzt und Betroffener zugleich - Psychoonkologe Frank Denecke schreibt Patientenratgeber
Fertig habe ich noch lange nicht
Die HNO-Klinik des DIAKO kooperiert mit dem Selbsthilfe-Kompetenzzentrum für Kopf-Hals-Tumore. Dieses unterhält gemeinsam mit der Selbsthilfegruppe der Kehlkopfoperierten Bremen e.V. ein Büro im Ärztehaus des DIAKO, wo sie Patientinnen und Patienten beratend zur Seite stehen. Der Psychoonkologe Frank Denecke und sein Kollege sind selbst an Kehlkopfkrebs erkrankt und können die Patienten daher sehr authentisch beraten.
Jetzt hat Frank Denecke den Patientenratgeber „Fertig habe ich noch lange nicht“ geschrieben. Auf die Frage nach dem Warum antwortet Denecke: „Nach der Diagnose Krebs ist man als Patient geschockt und verunsichert und dann steht man noch vor einem medizinischem Kauderwelsch, das man nicht versteht. Hier wollte ich helfen. Viele haben mir gesagt, geh mir weg mit den blauen Büchern (medizinische Fachliteratur, Anm. der Redaktion). Die medizinischen Ratgeber machen oft mehr Angst als Mut.“
Seinen Ratgeber für Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren hat Frank Denecke aus Sicht eines ehemaligen Betroffenen geschrieben. Das Buch mit seinen 190 Seiten beschreibt verständlich, wie die unterschiedlichen Therapiewege aussehen und motiviert gleichzeitig, sich als Patient in die Therapie mit einzubringen. Denecke: „Es kommen schwierige Zeiten auf die Patienten zu, aber die meisten können danach - auch mit den neuen Einschränkungen - ein gutes und schönes Leben führen.“ Der verständliche Patientenratgeber ist eine wichtige Komponente in der Selbsthilfearbeit und zeigt auf, wie Patienten sich gegenseitig unterstützen können. Thematisch ist der Band breit aufgestellt; er beschreibt Ursachen und Risikofaktoren genauso wie unterschiedliche Tumorstadien, die Arbeit von Tumorkonferenzen, Operationsmöglichkeiten bis hin zur Stimmrehabilitation oder die psychosoziale Begleitung.
Professor Dr. Ercole Di Martino schrieb zu dem Buch: „Der Autor schildert aus eigenem Erleben sehr authentisch und prägnant die Stadien von der Diagnose bis zur Zeit nach Therapieabschluss und gibt dabei viele nützliche Tipps für Betroffene. Neben den leicht verständlichen Erläuterungen zu medizinischen Sachverhalten und der Darstellung der verschiedenen Hilfen für Erkrankte ermutigt das Buch den Patienten, sein Schicksal selbst anzugehen, sowie proaktiv und selbstverantwortlich zu handeln.“
Es handele sich um ein sehr lesenswertes Buch für Betroffene, das dem interessierten Arzt und insbesondere dem Anfänger einen tiefen Einblick in die Erlebniswelt der Betroffenen ermögliche und damit den sensiblen Umgang mit dieser Patientengruppe unterstütze.
Frank Denecke ist selbst in der HNO des DIAKO tätig, wo er die Tumorpatienten mit betreut und wenn gewünscht auch an den Tumorgesprächen teilnimmt. Professor Ercole Di Martino bezeichnet die Zusammenarbeit mit dem Selbsthilfe-Kompetenzzentrum als eine große Bereicherung für die Patienten und für die HNO-Klinik. „Die Ansiedlung des Selbsthilfekompetenzzentrums ist ein wichtiger Baustein für die Verbesserung der Versorgungsqualität der Kopf-Halskarzinompatienten. Authentischer kann eine Beratung auf Augenhöhe kaum sein“, so der Chefarzt. Auch die Deutsche Krebsgesellschaft fördert und fordert die Zusammenarbeit von Kliniken und Selbsthilfegruppen.
Das Buch kann in jedem Buchhandel oder auch direkt beim Verlag bestellt werden:
ISBN: 978-3-7469-4318-3 (Paperback) für 16,90 €
ISBN: 978-3-7469-4319-0 (Hardcover) für 19,90 €
ISBN: 978-3-7469-4312-6 (e-Book) für 6,90 €
Konzerte im Krankenzimmer - Eintritt frei für Mitarbeiter
Gemeinsam mit dem Musiknetzwerk Songs & Whispers aus der Bremer Überseestadt organisiert unser Krankenhaus drei exklusive Patientenkonzerte. Den Auftakt macht am Montag, 1. Juli, Emily Davis. Am frühen Nachmittag spielt sie exklusiv für die Patienten in der Notaufnahme und in der Dialyse.
Abends tritt sie um 19 Uhr zusammen mit ihrem Kollegen Ben Lorentzen in der Emmauskirche auf. Zu diesem Konzert sind alle Mitarbeiter sowie Gäste von außerhalb bei freiem Eintritt herzlich eingeladen.
SelbstPflegeTag - Der Gesundheitstag für die Pflege im DIAKO
„Der Gesundheitstag für mich“
Mit einem neuen Angebot für langjährige DIAKO-Pflegekräfte warten die DIAKO Gesundheitsimpulse ab dem 4. April auf. An dem Donnerstag können sich Pflegekräfte, die 45 Jahre und älter sind und mindestens zehn Jahre im DIAKO arbeiten, einen ganzen Tag lang mit den Themen „rückenschonendes Arbeiten“, „Ernährung“, „Bewegung“ und „Entspannung“ beschäftigen. Die Leitung der DIAKO Gesundheitsimpulse, hat in enger Zusammenarbeit mit der Pflegedienstleitung, der Betriebsärztin und der Mitarbeitervertretung ein interessantes Programm erarbeitet, das Pflegekräfte in ihrer Gesundheit unterstützen und ihnen etwas Gutes tun will.
„Die Pflegeberufe sind schön und schwer zugleich“, sagt sie. Physische und psychische Belastungen seien hoch und nicht selten erreiche man die Grenzen der eigenen Belastbarkeit. „Das ist auch der Grund für uns, diesen Tag speziell für langjährig Beschäftigte in der Pflege anzubieten“, fügt sie an.
Das Programm der DIAKO Gesundheitsimpulse orientiert sich von 9 bis 16 Uhr ganz an den Bedürfnissen der Pflege. „Wir starten mit Tipps zum rückenschonenden Arbeiten und werden dann zusammen ein gesundes und leckeres Mittagessen zubereiten. Dabei wird es auch genügend Raum geben, um sich über gesunde Ernährung im Schichtdienst, zum Beispiel alternative Snacks, auszutauschen“, sagt die Leitung. Gerade in der Hektik des Pflegealltags würden zahlreiche Pflegekräfte eher zu den kleinen süßen Dickmachern greifen. „Wir möchten ein paar leckere und gesunde Alternativen aufzeigen“, sagt sie.
Nach der Ernährung steht das Thema Bewegung, insbesondere Muskel- und Faszientraining, im Fokus, gefolgt von einer rund eineinhalbstündigen Entspannungseinheit. Spezielle Entspannungstechniken sollen helfen, den Stress des Alltags hinter sich zu lassen und regenerieren zu können.
Die Teilnahme am „SelbstPflegeTag“ ist freiwillig, kostenlos und gilt als Dienstzeit. Der erste Termin findet am 4. April statt, weitere Termine sind am 20. Juni, 26. Oktober und 28. November geplant. Bis zu zwölf Plätze stehen pro Tag zur Verfügung.
Wer Interesse hat, melde sich bitte an unter Tel. 6102 – 2101 oder gesundheitsimpulse@diako-bremen.de
Logistik entlastet Pflege
Seit September 2018 beliefern drei Versorgungsassistenten Stationen und Funktionsbereiche regelmäßig mit Medizinprodukten. Sie arbeiten mit Scannern und Barcodelabeln und gewährleisten die zeit- und mengengerechte Bereitstellung aller benötigten Artikel. Die Ziele des Projekts „Modulschrankversorgung mit Versorgungsassistenten“ sind klar: Die Pflege von pflegefernen Prozessen entlasten und die Vorratshaltung auf Stationen und Funktionsbereichen optimieren.
Pflaster, Verbände und Saugkompressen, Spritzen und Thermometer, Urinbeutel, Einmal-Handschuhe und Waschlappen – die Liste der Medizinprodukte, die täglich auf den Stationen und in den Funktionsbereichen des DIAKO benötigt wird, ließe sich beliebig fortsetzen. Tausende von Artikeln in unterschiedlichen Verpackungsgrößen, mit verschiedenen Verfallsdaten und Größenvarianten werden ständig in einem Krankenhaus von der Größe des DIAKO gebraucht. Jede Station hat dabei andere Bedürfnisse. Nabelklemmen benötigt in der Regel nur der Kreißsaal, während Stomabeutel dagegen eher auf chirurgischen und internistischen als auf orthopädischen Stationen zum Einsatz kommen. Eines aber ist überall gleich: Die Produkte müssen stets in ausreichender Menge vorhanden sein, um medizinische Versorgung und Pflege der Patienten kontinuierlich zu gewährleisten.
Anfang 2018 war die krankenhausinterne Materiallogistik nur in Teilbereichen systematisiert. Es gab zwar ein Bestellsystem in der Form, dass Bestellungen in der Regel von den Pflegekräften aufgegeben wurden. Der Hol- und Bringedienst war dafür zuständig, die Artikel auf die Stationen zu bringen. „Die Situation war aber für alle Beteiligten unbefriedigend“, sagt der stellvertretende Abteilungsleiter Einkauf und Leiter des Projekts „Modulschrankversorgung mit Versorgungsassistenten“. Die Ziele des Anfang 2018 gestarteten Projekts beschreibt er so: „Wir wollten die Pflegekräfte von den Bestellprozessen entlasten, damit sie sich voll und ganz ihrer Kernaufgabe, dem Pflegen, widmen können. Zudem wollten wir die Versorgung der Stationen planbarer und damit ökonomischer gestalten, zum Beispiel Doppelbestellungen vermeiden und die Fälle verringern, in denen Verfallsdaten überschritten werden.“
Je nach Station verschiedene Anforderungsprofile
Ein Kernteam, bestehend aus der ehemaligen Pflegedienstleitung, der pflegerischen Bereichsleitung und dem stellvertretenden Abteilungsleiter Einkauf machte sich an die Arbeit. „Wir haben zunächst einmal eine Bestandsaufnahme gemacht, sind auf allen Stationen und in den Funktionsbereichen unterwegs gewesen und haben uns dort die Lagerräume und –schränke angesehen“. Zugleich wurde auf jeder Station eine Ansprechpartnerin aus der Pflege benannt, die dem Team zugearbeitet hat.
Die Analyse ergab, dass jede Station und jeder Bereich ein unterschiedlich zusammengesetztes Produktspektrum benötigt und auch über verschieden große Staumöglichkeiten verfügt.
Parallel dazu wurde die IT auf die neuen Systemabläufe vorbereitet und die Software entsprechend angepasst. Excel-Listen mit Tausenden von Artikeln und dazugehörigen Barcodes wurden erfasst und eingepflegt. Um eine stets ausreichende Versorgung mit Medizinprodukten zu gewährleisten, wurden die Zehn-Tages-Bedarfe jeder Station und jedes Funktionsbereiches ermittelt. Darauf aufbauend wurde jeder Bereich mit den entsprechenden Modulschränken ausgestattet und diese wiederum sinnvoll zusammengebaut und mit Beschriftungen und Barcodelabeln versehen.
Bei weiß ist alles okay, bei gelb wird aufgefüllt
Das System wurde so ausgelegt, das es sich quasi selbst wieder auffüllt. Jeder Artikel hat in einem bestimmten Schrank seinen festen Platz. Vorne an der Schublade oder am Gitterkorb ist das entsprechende Barcodelabel angebracht. Es ist auf der einen Seite weiß und auf der anderen Seite gelb. Sind noch genügend Artikel vorhanden, zeigt das Label weiß. Ist eine Mindestzahl unterschritten, drehen die Pflegekräfte das Label auf gelb und signalisieren den Versorgungsassistenten: Bitte auffüllen.
Nach mehr als einem halben Jahr intensiver Vorarbeiten ist das Projekt am 15. September mit den Versorgungsassistenten gestartet. Sie sind seitdem im DIAKO unterwegs und versorgen Stationen und Funktionsbereiche mit medizinischen Produkten. Die ersten Erfahrungen sind positiv. Bis auf die 3er- und 4er Ebene und den Sprechstundenbereich (SSB) wurden alle Stationen und Funktionsbereiche in das scannerbasierte Modulschranksystem eingebunden. Natürlich muss auch heute noch ab und zu außer der Reihe nachbestellt werden. Aber insgesamt läuft es gut. Der stellvertretende Abteilungsleiter Einkauf sagt dazu: „Das System ist nicht in Stein gemeißelt. Natürlich passen wir die Modulschrankversorgung künftigen Veränderungen permanent an.“

Das DIAKO auf Instagram
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Von Herzen
Mehrere Monate haben Evelyn, Evin, Saleem, Marcel, Gina, Jasmin, Pia und Mohammed gemeinsam mit ihren Kurskolleginnen von der Gesamtschule Bremen Ost (GSO) Stoffe zugeschnitten, diese vernäht, in Form gebracht, mit Füllstoff gestopft und so mehr als 150 Herzkissen aus unterschiedlichem Stoffen genäht. Dabei waren sie am gesamten Prozess beteiligt, freut sich ihre Lehrerin Silke Dreßler. Sie berichtet, dass die Jugendlichen Stoffe und Garne vom Recyclinghof besorgt und über den Verkauf von Keksen am Tag der offenen Tür der GSO und an einem Stand auf der Messe Hanse Life Geld für die Füllstoffe verdient haben.
Anfang Juni sind die elf Jugendlichen aus dem zehnten Jahrgang der GSO mit ihrer Lehrerin von Tenever bis nach Gröpelingen durch die ganze Stadt gefahren und haben die Herzkissen der Frauenklinik des DIAKO überreicht. Die Kissen werden an Brustkrebspatientinnen verschenkt. Sie können unter den Arm geklemmt werden, und lindern dort den Wundschmerz, indem sie Stöße abfedern und den Druck von der OP-Narbe nehmen. Außerdem zeigen die Kissen den Frauen, dass jemand an sie denkt. Es war bereits das neunte Mal, dass Schülerinnen und Schüler der GSO die Patientinnen des DIAKO mit Herzkissen beschenkten.
Chefärztin Dr. Karen Wimmer zeigte sich beeindruckt und war hocherfreut, dass das DIAKO seinen Patientinnen diese Kissen anbieten kann. Dr. Wimmer: „Man glaubt kaum, welche positive Auswirkung eine solch kleine Geste auf die erkrankten Frauen haben kann.“ Schön, dass die Klinik mit den neuen Kissen wieder über einen gut gepolsterten Vorrat verfüge. Es sei großartig, dass sich die jungen Mädchen und Jungen beim Fertigen der Kissen auf gestalterische Weise mit dem Krankheitsbild Brustkrebs beschäftigten. „So erfährt das Thema auch eine gewisse Normalität.“
In sehr anschaulicher Weise erläuterte die Medizinerin den Schülerinnen und Schülern die Behandlung von Brustkrebspatientinnen und ging auch auf die beachtlichen positiven medizinischen Fortschritte der vergangenen Jahre ein. Inzwischen könne man sagen, dass bei frühzeitiger Erkennung mehr als 90 Prozent der an Brustkrebs erkrankten Frauen geheilt werden können.
BU: Kirstin Delphinich (l./Sekretariat Frauenklinik), Silke Dreßler (5.v.l.), Dr. Karen Wimmer (6.v.r. mit rotem Herz) hockend) und Rebekka Schuldt (Breastnurse) freuen sich mit den Mädchen und Jungen der Gesamtschule Ost, dass die Herzkissen so gut ankommen.
BU: Danke sagt das DIAKO mit einem Scheck über 2500 Euro: Bereichsleitung Claudia Engelschall und Geschäftsführer Walter Eggers überreichen den Scheck an Silke Dreßler, die bereits neun Jahr in Folge die Frauenklinik mit im Unterricht gefertigten Herzkissen beschenkt.
Neues Fortbildungsformat E-Learning
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Pflichtunterweisungen online
Seit Herbst des vergangenen Jahres bietet das DIAKO allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an, ihre jährlich durchzuführenden Pflichtfortbildungen online zu absolvieren. Das sogenannte E-Learning deckt die vier Bereiche Arbeitssicherheit, Brandschutz, Datenschutz und Hygiene ab. Im Laufe dieses Jahres soll noch das Thema Strahlenschutz aufgenommen werden.
„Wann und wo jemand den Kurs bearbeiten möchte, entscheidet sie oder er selbst“, sagt die im DIAKO für die Betriebliche Fortbildung Verantwortliche. Voraussetzung zur Teilnahme am E-Learning sind ein Internetanschluss, ein PC oder ein mobiles Endgerät wie Smartphone oder Tablet.
Die E-Learning-Module bestehen aus kurzen, etwa fünfminütigen Videokapiteln, die jeweils mit einer Frage zum Inhalt abgeschlossen werden. Pro Bereich müssen etwa 45 Minuten bis eine Stunde Videomaterial angesehen und bearbeitet werden. Nach Abschluss und Beantwortung der Fragen sollte man sich eine Teilnahmebescheinigung ausdrucken. Ob man die Fortbildungseinheiten zuhause absolviert oder an einem Computer im DIAKO, ist unerheblich. „Die Bearbeitung der E-Learning-Module gilt als Arbeitszeit“, sagt Personalleiter Gero Knebel. Wer also die Fortbildungen außerhalb seiner normalen Arbeitszeiten vornimmt, bekommt eine entsprechende Zeitgutschrift.
„Das funktioniert allerdings nur dann, wenn man die ausgedruckte Teilnahmebescheinigung seinem Vorgesetzten übergibt“, fügt Knebel an. Die verantwortliche Führungskraft wird dann die Zeitgutschrift auf dem Arbeitszeitkonto vornehmen.
Arbeit im Zentrallabor des DIAKO
Schnell, genau und verlässlich arbeitender Kompetenzbereich
24/7 – das ist für die Mitarbeiterinnen des DIAKO-Zentrallabors nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Realität. 24 Stunden täglich, sieben Tage in der Woche und das ohne Ausnahme an allen Tagen des Jahres ist das Team des Zentrallabors im Einsatz. 20 engagierte Fachkräfte, MTA (medizinisch-technische Assistentinnen), erbringen alle Dienstleistungen rund um die Analyse von Blut-, Urin-, Liquor-, Stuhlproben und Punktaten. So unterstützen sie schnelle Diagnosen und eine optimierte Behandlung der Patienten. An rund zwei Dritteln aller ärztlichen Diagnosen ist das Zentrallabor beteiligt.
Das unter der ärztlichen Leitung von Prof. Dr. Ralf Ulrich Trappe arbeitende Zentrallabor hat seit August 2017 eine neue Leitung. „Unser Dienstleistungsspektrum ist breit gefächert“, sagt die leitende MTA. Die Aufgabenbereiche beginnen bei der klinischen Chemie und gehen über Hämatologie, Hämostasologie bis hin zur Immunhämatologie, Zytologie und Durchflusszytometrie. Modernste Geräte und Analyseautomaten stehen zur Verfügung und gewährleisten einen hohen Probendurchsatz. „Wir bearbeiten täglich mehr als 850 Proben“, berichtet die Laborleiterin.
„Ärzte und Patienten erwarten von uns, dass wir schnell, genau und verlässlich arbeiten“, sagt sie. Neben umfangreichem Fachwissen, konzentriertem Arbeiten und jeder Menge Erfahrung sollten die MTA auch Ruhe in hektischen Situationen bewahren können. Denn vor allem zu Zeiten hohen Probenaufkommens steigen Arbeitsdruck und zu bewältigende Aufgaben punktuell sprunghaft an.
Ruhig und konzentriert arbeiten
Vor allem am Probenannahmeplatz ist viel zu tun. „Die MTA muss den Eingang der Proben dokumentieren, indem sie mittels Barcode die Patientenprobe in die Laborsoftware einscannt. Sie muss auf die richtige Befüllung, das entsprechende Material und die Beschaffenheit der Probe achten. Auch das Überprüfen der benötigten Begleitmateralien wie Patientenproben und Begleitschein sind unerlässlich“. Erst dann werden die Proben zur weiteren Analyse und Bearbeitung an die jeweiligen Kolleginnen der entsprechenden Arbeitsplätze weitergereicht. Dabei steht die Dringlichkeit der Probe natürlich im Vordergrund.
Ein Großteil der Aufgaben in der Klinischen Chemie, der Hämatologie und Gerinnungsdiagnostik besteht in der Bestimmung von Routineparametern. Dazu gehören Elektrolyte, Proteine und Enzyme, Lipide, Glucose, Nierenretentionswerte, Transaminasen sowie Hormone, Schilddrüsenwerte, Vitamine, Immunglobuline, Medikamentenspiegel und Tumormarker. Zusätzlich werden Medikamente/Drogen-, Influenza- und Mononucleose - Schnelltests und die Hepatitisserologie durchgeführt. Spezielle Untersuchungen wie die Eiweiß- und Immunfixationelektrophorese und die Bestimmung der freien Leichtketten Kappa und Lambda stehen ebenfalls auf dem Programm in der Klinischen Chemie.
Die Bestimmung von Clostridien dient zur schnellen Handlung bei Isolationsmaßnahmen auf den Stationen. In der Gerinnung werden zur üblichen Routine auch die Faktoren VIII und XIII bestimmt.
Tausende von Verträglichkeitsprüfungen der Blutkonserven pro Jahr
In der Immunhämatologie (Blutgruppenserologie) werden die Bestimmungen der Blutgruppe und Rh-Formeln durchgeführt. In weiteren Untersuchungen werden eventuell vorhandene Antikörper erkannt und abgeklärt. Die Immunhämatologie stellt allen Fachbereichen der Klinik die jeweils angeforderten und geeigneten Blutkonserven bereit, nachdem diese in sogenannten Kreuzproben bzw. Verträglichkeitsprüfungen getestet wurden, ob das Patientenblut mit der ausgewählten Blutkonserve kompatibel ist. Auch die Bereitstellung von Thrombozytenkonzentraten wird in diesem Laborbereich organisiert. Das Labor verfügt über ein Blutdepot mit Erythrozytenkonzentraten und Frischplasmen aller Blutgruppen. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Blutspendedienst in Bremen und Oldenburg.
Das Arbeiten im Labor setzt ein profundes Fachwissen und jede Menge Erfahrung voraus. „Man muss mitdenken; es kann sich nicht immer völlig auf die von den Geräten ausgeworfenen Ergebnisse verlassen werden“, sagt die leitende MTA. Plausibilitätsprüfungen sind an der Tagesordnung. Aber vor allem die täglich internen und regelmäßigen externen Qualitätsprüfungen wie Ringversuche von medizinischen Fachgesellschaften sorgen für eine gleichbleibend hohe und von externen Prüfern überwachte Qualität.
Spezialgebiet in der Hämatologie
Ein besonderes Spezialgebiet des Labors in der Hämatologie ist die Durchflusszytometrie. Hier werden komplexe Analysen durchgeführt. Bei der Durchflusszytometrie werden Zellen des Blutes oder des Knochenmarks untersucht. Grundlage ist eine Antigen-Antikörper-Reaktion, die mit Fluoreszenzfarbstoff-markierten Antikörper durchgeführt wird. Zur Analyse werden die Zellen einer Einzelzellsuspension durch hydrodynamische Fokussierung wie an einer Perlenkette an einem gebündelten Laserstrahl geeigneter Wellenlänge vorbeigeleitet. Die Methode ermöglicht eine schnelle Diagnostik von Leukämien und Lymphomen. Ein großer Vorteil: Die Therapie kann unverzüglich beginnen. In diesem Bereich wird auch das Monitoring für die autologen Stammzelltransplantationen durchgeführt.
Diako Gesundheitsimpulse
Starke Kinder - starker Bremer Westen
Starke Kinder - starker Bremer Westen
Unser langjähriges Programm hilft Kindern mit Übergewicht und noch ein paar wenige Plätze um an unserem Programm teilzunehmen.
Ihr Kind entwickelt Übergewicht?...
Oder Sie betreuen in der Schule oder der KiTa betroffene Kinder und würden deren Familie gerne Unterstützung vermitteln?
Nähere Informationen zum Programm gibt es hier:
https://www.facebook.com/gesundheitsimpulse/photos/a.185025518909054/456197501791853/?type=3&theater
Kunst im DIAKO
Regelmäßig stellt das DIAKO Kunst aus. Derzeit ist eine Ausstellung mit historischen Fotos des DIAKO zu sehen.
Kunst und Kultur als Wohlfühlfaktor
Natürlich gilt der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Patienten unser Hauptaugenmerk. Aber wir möchten unsere Patienten nicht allein auf ihre Krankheit reduzieren, sondern sie als Ganzheit sehen.
Mit Kunst und Kultur können wir diesem Aspekt Rechnung tragen. Es ist unbestritten, dass die Wirkung von Kunst die Stimmung heben und die Genesung positiv beeinflussen kann.
Derzeit ist die Ausstellung Reisebilder- Von Sylt über Worpswede nach Mallorca und zurück - zu sehen.
Mit dem Rad zur Arbeit
Auch in diesem Jahr ist die Aktion mit den Rad zu Arbeit bereits am 1. Mai gestartet und läuft bis Ende August.
Im vergangenen Jahr haben wir mit 14 Teams teilgenommen, im Jahr 2012 ist das DIAKO als fahrradfreundlicher Betrieb ausgezeichnet worden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verpflichten sich, in den vier Monaten an mindestens 20 Arbeitstagen das Rad auf dem Weg zur Arbeit zu nutzen. Die Teams müssen sich nicht gemeinsam auf den Weg machen. Jede/jeder kann wie gewohnt allein zur Arbeit strampeln. Die Teilnahme an der Aktion ist also kinderleicht und erfordert keinerlei Verrenkungen.
Es müssen lediglich Dreierteams gebildet und ein Teamleiter benannt werden. Möglich ist es aber auch als Einzelfahrer zu starten.
Die Anmeldung erfolgt unter www.mdrza.de/hb. Die Teamleitung steuert dann den Rest.
Also: Rauf auf den Sattel!