145 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
145 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


kununu Prüfprozess
145 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Nichts.
Bewerbung über Instaffo.
Kurzers Dialog, mit der Bitte meine Kontaktdaten zu senden, danach Funkstille.
Das ist Stil. NOT.
Was soll das denn?
Da ich den Bewerbungsprozess als sehr angenehm und wertschätzend empfunden habe kann ich hier die volle Punktzahl geben und habe keine Verbesserungsvorschläge.
Ich habe mich auf die Stelle als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter in der Stammdatenpflege/ Datenmanagement beworben und dafür sowohl ein Gespräch per Video, als auch einen Termin vor Ort durchlaufen. Beide Gespräche waren eigentlich angenehm und ich hatte den Eindruck, dass ich gut zum Team passen könnte und mein Gegenüber das auch so sah. Die Atmosphäre war offen und freundlich, und es wurde mir vermittelt, dass mein Profil gut ankommt.
Am Ende erhielt ich trotzdem eine Absage. Das gehört natürlich zu jedem Bewerbungsprozess dazu, aber einige Punkte haben bei mir einen eher unguten Gesamteindruck hinterlassen.
Positiv hervorheben möchte ich die gefühlt wertschätzende Art in den Gesprächen. Beide Termine wurden professionell geführt. Es wurde mir außerdem zugesagt, dass ich nach Abschluss des Prozesses (eine Nacht drüber schlafen) ein persönliches Feedback erhalte, so wie ein Feedback von mir gewünscht wurde.
Genau hier beginnt dann der Teil, der für mich enttäuschend war. Der gesamte Ablauf zog sich über einen ungewöhnlich langen Zeitraum hin und trotz der Zusage erhielt ich nie das angekündigte Feedback. Stattdessen kam nur eine automatische Standardabsage ohne jede Erklärung oder Rückmeldung zu meinen Gesprächen.
Verwundert hat mich außerdem eine Bemerkung im persönlichen Gespräch, die mir erst wieder bewusst in den Kopf kam, als ich mir das Gespräch vor Ort nochmal durch den Kopf gehen ließ: Man sagte mir, dass ich mit einem Foto in meiner Bewerbung sehr wahrscheinlich nicht zu den Gesprächen eingeladen worden wäre. Das wirft für mich Fragen zur Fairness und dem Umgang mit Menschen auf. Werden Positionen hier nach Äußerlichkeiten oder Fähigkeiten besetzt?
Insgesamt bleibt für mich ein gemischter Eindruck zurück. Der persönliche Kontakt war oberflächlich betrachtet gut und die Gespräche angenehm, aber die lange Dauer, das nicht eingehaltene Feedbackversprechen und die Aussage zum Bewerbungsfoto haben den positiven Eindruck deutlich relativiert. Ich würde mir wünschen, dass der Prozess künftig verbindlicher gestaltet wird und Bewerberinnen und Bewerber die Rückmeldung bekommen, die ihnen zugesagt wird.
Das Recruiting Team ist weder telefonisch noch per E-Mail erreichbar.
Das finde ich unprofessionell und unanständig.
Ich war positiv überrascht über die Dauer der beiden Vor-Ort-Gespräche, die jeweils fast zwei Stunden gedauert haben. Damit hatte ich tatsächlich vor dem ersten Gespräch nicht gerechnet (daher "nur" 4/5 Sterne bei der Erwartbarkeit).
Gebt gerne in den Einladungen zu den Vorstellungsgesprächen an, welchen Zeitrahmen ihr für die Gespräche ansetzt. z. B. "Bitte für das Gespräch 1,5 - 2 Stunden einplanen".
1. Zuständigkeiten klar regeln.
Die Verantwortung für Terminplanung und Kommunikation sollte immer bei der Personalabteilung liegen – nicht bei Führungskräften, die nebenbei keine Kapazitäten haben. Bewerberkommunikation darf nie von Einzelpersonen abhängen.
2. Feste Zeitrahmen kommunizieren.
Schon beim Erstkontakt sollte klar gesagt werden, wie lange der Auswahlprozess voraussichtlich dauert. Ein ehrliches „3–4 Wochen bis zur nächsten Rückmeldung“ schafft Vertrauen – Schweigen zerstört es.
3. Zwischenfeedback als Standard etablieren.
Eine kurze Mail nach jedem Schritt („Wir befinden uns aktuell in der internen Abstimmung, voraussichtlich melden wir uns bis [Datum]“) verhindert, dass Bewerber sich vergessen fühlen.
4. HR mit Entscheidungsbefugnissen ausstatten.
Die Personalabteilung sollte Termine selbst festlegen und verbindlich bestätigen dürfen, statt auf Rückmeldungen aus den Fachabteilungen zu warten. Das beschleunigt Prozesse massiv.
5. Interne Prozesse realistisch planen.
Wenn mehrere Abteilungen in Auswahlgespräche eingebunden sind, braucht es koordinierte Planung – idealerweise mit festgelegten Gesprächsslots pro Woche.
Wer mehrere Bewerbungen parallel laufen hat, sollte klare Prioritäten und Entscheidungsketten haben.
6. Authentizität sichern.
Wenn das Unternehmen nach außen Verlässlichkeit, Menschlichkeit und Struktur kommuniziert, sollte sich das auch in der internen Organisation widerspiegeln. Ein professioneller Bewerbungsprozess ist Teil der Arbeitgebermarke.
Ich hatte ein Telefoninterview, zwei lange Bewerbungsgespräche und ein kurzes Probearbeiten. Der ganze Bewerbungsprozess war schnell, professionell und wertschätzend. Leider wurden in allen drei Gesprächen die selben Fragen gestellt und ich habe mich dadurch oft wiederholen müssen. Ein Bewerbungsgespräch weniger wäre dementsprechend angenehmer gewesen. Dennoch halte ich den Bewerbungsprozess in guter Erinnerung.
Professionell reagieren und den Ruckzug der Bewerbung annehmen, anstatt zu schreiben, wir hätten uns eh gegen Sie entschieden
So verdient kununu Geld.