Gut am Arbeitgeber finde ich
Ganz klar den Freiraum und die Hands on Mentalität.
Ich bin hier mit einer völlig anderen Tätigkeit gestartet als der, die ich heute mache.
Niemand hat mir irgendwann einen vollständigen Karriereplan hingelegt.
Ich habe angefangen, Dinge zu hinterfragen, Lösungen zu bauen, Prozesse zu verbessern und Verantwortung zu übernehmen - und man hat mich machen lassen.
Genau das schätze ich wahrscheinlich am meisten.
Gute Ideen müssen hier nicht zwingend von oben kommen.
Wenn etwas Sinn ergibt und man bereit ist, dafür Verantwortung zu übernehmen, bekommt man erstaunlich viel Vertrauen.
Die Firma lebt davon, dass Leute Dinge anpacken, statt sie ewig zu zerreden. Natürlich ist genau das manchmal auch chaotisch, aber im Kern ist diese Mentalität eine riesige Stärke.
Dazu kommen kurze Wege, Homeoffice, Flexibilität, ein guter Zusammenhalt und Vorgesetzte, bei denen man auch mit einem privaten Problem nicht einfach gegen die Wand fährt.
Ich habe hier nicht nur beruflich einiges lernen dürfen, sondern überhaupt erst gemerkt, was ich kann, wenn man mich wirklich machen lässt.
Wer intrinsisch motiviert ist, mitdenkt und Dinge aufbauen möchte, kann hier verdammt viel aus seiner Stelle und vor allem sich selbst machen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Manchmal leider genau die Kehrseite von dem, was ich gut finde.
Kurze Wege und viel Freiheit funktionieren super, solange alle wissen, was gerade passiert.
Wenn Strukturen fehlen, wird daraus aber auch schnell mal:
Informationen kommen zu spät, Zuständigkeiten sind nicht ganz klar und Dinge funktionieren eher deshalb, weil irgendjemand sie auffängt.
Wer selbstständig arbeitet, nachfragt und Lösungen sucht, kommt damit ziemlich gut zurecht.
Wer klare Prozesse und jederzeit eindeutige Vorgaben braucht, dürfte sich teilweise deutlich schwerer tun.
Mehr Verantwortung, andere Aufgaben und ein deutlich veränderter Job sollten sich aus meiner Sicht früher in der Rolle widerspiegeln.
Nichts davon ist für mich ein Grund zu sagen, dass ich hier nicht gerne arbeite.
Aber genau deshalb wäre es schade, diese Punkte nicht anzusprechen :D
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen ist in diesem Jahr an vielen Stellen schneller gewachsen als die Strukturen dahinter.
Aber genau da wird angesetzt.
Kommunikation klarer machen, Verantwortlichkeiten früher festlegen und Wissen weniger an einzelnen Personen hängen lassen.
Vieles funktioniert, weil engagierte Leute Probleme irgendwie lösen.
Das ist kurzfristig stark, auf Dauer sollte der Prozess aber stärker sein als die Person dahinter.
Außerdem würde ich Karrierewege transparenter machen.
Hier kann man sich wirklich entwickeln.
Und wenn Verantwortung und Aufgaben dauerhaft wachsen, sollten Stellenbezeichnung und Gehalt möglichst zeitnah mitwachsen und nicht erst irgendwann hinterherkommen.
Digitalisierung, Automatisierung, Dokumentation und vernünftiges Onboarding würde ich ebenfalls weiter vorantreiben.
Das Potenzial dafür ist definitiv da und vor allem die Bereitschaft, neue Dinge auszuprobieren, ist vorhanden.
Arbeitsatmosphäre
Also ich gehe wirklich gerne hin.
Klar ist es mal hektisch, aber im Großen und Ganzen kann man hier sehr frei arbeiten, solange am Ende das Ergebnis stimmt.
Wer für jeden Schritt eine Ansage braucht, wird sich damit vielleicht schwerer tun.
Wer aber gerne selbst denkt, Verantwortung übernimmt und einfach macht, bekommt hier ziemlich viel Freiraum.
Image
Ich glaube, dass das Unternehmen deutlich besser ist, als es manche Bewertungen vermuten lassen.
Klar läuft hier nicht alles perfekt.
Aber ich erlebe im Alltag eben auch sehr viel, was von außen kaum sichtbar ist.. kurze Wege, echtes Vertrauen, viel Eigenverantwortung und die Chance, sich weit über die eigene Ausgangsposition hinaus zu entwickeln.
Darum passt das Bild, das teilweise nach außen entsteht, für mich nicht ganz zu dem Unternehmen, das ich intern erlebe.
Work-Life-Balance
Homeoffice und die Flexibilität machen hier schon einen echten Unterschied.
Wenn es stressig wird, dann meistens, weil gerade einfach viel gleichzeitig passiert und nicht nicht, weil grundsätzlich erwartet wird, dass man jeden Tag länger bleibt oder dauerhaft überzieht.
Wer seine Arbeit im Griff hat, bekommt dafür auch den nötigen Spielraum.
Karriere/Weiterbildung
Für mich persönlich wahrscheinlich der stärkste Punkt überhaupt.
Ich bin nicht mit einem perfekten Lebenslauf oder zehn Zertifikaten hier gestartet.
Vieles von dem, was ich heute mache, habe ich mir selbst erarbeitet und durfte es hier auch tatsächlich anwenden.
Wenn man zeigt, dass man lernen will, Verantwortung übernimmt und nicht bei jeder neuen Aufgabe erstmal fragt, ob das überhaupt in der Stellenbeschreibung steht, können sich Türen ziemlich schnell öffnen.
Weiterentwicklung ist hier für mich deshalb nicht nur Schulung oder Zertifikat, sondern vor allem: Mut!
Man bekommt die Chance, zu zeigen, was man kann.
Und wenn man diese Chance nutzt, kann daraus tatsächlich ein Karriereweg entstehen.
Gehalt/Benefits
Beim Gehalt geht natürlich immer mehr.
Das wird wahrscheinlich jeder Arbeitnehmer so sagen :D
Unterm Strich empfinde ich die Bezahlung aber als fair, vor allem wenn man die Entwicklungsmöglichkeiten mit einbezieht, welche sich ebenfalls entsprechend anpassen.
Wichtig finde ich, wenn Verantwortung wächst und man sich weiterentwickelt, gibt es die Möglichkeit, dass sich das auch im Gesamtpaket widerspiegelt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Gerade beim Thema Umwelt passiert hier sichtbar etwas.
Der Fuhrpark wird Schritt für Schritt stärker auf E-Mobilität umgestellt und intern wird Mülltrennung wirklich ernst genommen.
Das ist auch kein Thema, das nur irgendwo auf einem Poster steht, gerade die Geschäftsführung achtet sehr konsequent darauf, dass es im Alltag umgesetzt wird.
Natürlich geht immer noch mehr, aber die Richtung stimmt für mich eindeutig.
Kollegenzusammenhalt
Natürlich versteht man sich mit manchen besser und mit anderen weniger. Alles andere wäre auch Quatsch.
Unterm Strich funktioniert der Zusammenhalt aber wirklich gut.
Gerade wenn es irgendwo brennt, wird nicht lange diskutiert, wer zuständig ist, sondern gemeinsam versucht, das Problem zu lösen.
Und am Ende sind es genau die, mit denen man fachlich wie menschlich gerne zusammenarbeitet, die einen großen Teil davon ausmachen, warum man morgens gerne kommt.
Umgang mit älteren Kollegen
Alter spielt hier keine Rolle.
Wer Erfahrung mitbringt, wird dafür geschätzt, und wer noch lernen will, bekommt genauso seine Chance.
Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass jemand nur wegen seines Alters abgeschrieben oder weniger ernst genommen wird.
Am Ende zählt auch hier, was man kann und wie man sich einbringt.
Vorgesetztenverhalten
Ich hatte bis jetzt nicht das Gefühl, dass gute Ideen ausgebremst werden, nur weil sie nicht von oben kommen.
Wenn etwas Sinn ergibt, darf und soll man es ausprobieren und bekommt dafür auch den nötigen Freiraum.
Was mir persönlich aber fast noch wichtiger ist:
Private Probleme finden vom ersten Tag an bis nach oben Gehör.
Es wird wirklich versucht, gemeinsam eine Lösung zu finden.
Kann ich guten Herzens aktiv betonen.
Und ganz ehrlich?
Ich fühle mich hier nicht wie ne Nummer, sondern wie jemand, den man tatsächlich kennt und ernst nimmt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt top.
Eigenes Büro das man sich einrichten kann wie man möchte, vernünftige Ausstattung, ergonomisches Arbeiten und genug Freiraum macht einiges einiges aus.
Homeoffice: auch kurzfristig für Beamtengänge, kurzfristige Ausfälle usw. möglich.
Perfekt ist es natürlich nicht immer und gerade wenn viel gleichzeitig passiert, merkt man auch mal, wo Prozesse oder Ausstattung noch nachziehen könnten.
Aber unterm Strich kann ich hier so arbeiten, dass ich meine Leistung auch wirklich bringen kann.
Und genau das ist am Ende für mich das Entscheidende.
Kommunikation
Wahrscheinlich der Punkt, bei dem noch am meisten Luft nach oben ist. Infos erreichen nicht immer jeden gleichzeitig und manchmal erfährt man Dinge leider erst dann, wenn sie eigentlich schon relevant sind.
Dafür sind die Wege extrem kurz.
Wer aktiv nachfragt, bekommt meistens auch schnell eine Antwort und hängt nicht erst tagelang irgendwo in einer Schleife.
Gleichberechtigung
Ich habe hier bisher nie erlebt, dass jemand danach bewertet wird, was er ist, woher er kommt oder wie er lebt.
Am Ende zählt, was man macht, wie man mit anderen umgeht und ob man seinen Teil beiträgt.
So selbstverständlich sollte es eigentlich überall sein.
Ist es aber leider nicht, deshalb kann man das hier auch ruhig positiv erwähnen.
Interessante Aufgaben
Wenn mir am Anfang jemand gesagt hätte, womit ich mich heute beschäftige, hätte ich mich wahrscheinlich kaputtgelacht.
Ich konnte mir hier meine Aufgaben selbst erschließen, was ich bis heute als extrem positiv empfinde.
Wer Interesse zeigt, mitdenkt und wirklich etwas verbessern will, kann ziemlich schnell deutlich mehr machen als nur das, was ursprünglich einmal in der Stellenbeschreibung stand.
Mein Appell also an Ungelernte, aber Interessierte und vor allem Motivierte: Versucht es.
Wer nur extrinsisch motiviert ist, findet Gehalt und Benefits auch woanders. Wer aber intrinsisch motiviert ist und wirklich etwas lernen, verbessern oder aufbauen will, bekommt hier eine verdammt gute Umgebung dafür.