Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit März 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 15.3.2026
Kühne + Nagel erhält insgesamt eine neutrale Bewertung von Mitarbeiter:innen. Die Vergütung wird als branchenüblich, aber nicht überdurchschnittlich beschrieben, wobei die tarifvertraglichen Standards oft als unzureichend empfunden werden. In der Kommunikation zeigt sich eine deutliche Diskrepanz: Während der Informationsfluss auf Teamebene meist funktioniert, kritisieren viele Mitarbeiter:innen den mangelhaften Austausch mit höheren Führungsebenen und die fehlende Transparenz wichtiger Entscheidungen.
Positiv hervorzuheben ist der Kollegenzusammenhalt, der in vielen Abteilungen als gut bis sehr gut bewertet wird. Die Arbeitsatmosphäre variiert jedoch stark je nach Standort und Abteilung, wobei eine zunehmende Fragmentierung und Verschlechterung wahrgenommen wird. Die Work-Life-Balance profitiert von flexiblen Arbe...
Zusammenfassung nach Kategorie
Bei Kühne + Nagel wird die Vergütung von den Mitarbeiter:innen unterschiedlich bewertet. Während einige die Gehälter als branchenüblich und angemessen einstufen, kritisieren andere, dass die Bezahlung nicht den physischen Anforderungen und der Verantwortung entspricht. Die Vergütung folgt teilweise Tarifverträgen, wobei individuelle Gehaltsverhandlungen möglich, aber oft schwierig sind. Sozialleistungen werden überwiegend positiv bewertet, doch Weihnachts- und Urlaubsgeld fallen im Vergleich zum deutschen Durchschnitt eher gering aus. Ein häufiger Kritikpunkt ist die mangelnde Berücksichtigung individueller Leistungen bei Gehaltsanpassungen und dass Gehaltssteigerungen durch Inflation und höhere Krankenversicherungsbeiträge aufgezehrt werden. Besonders am Standort Duisburg herrscht Unzufriedenheit mit der Vergütungsstruktur, die von einigen sogar als "Hungerlohn" bezeichnet wird.
Die Kommunikation bei Kühne + Nagel wird von den Mitarbeiter:innen als durchwachsen beschrieben. Ein besonders problematischer Punkt ist die Verbindung zur oberen Führungsebene, die von vielen als mangelhaft empfunden wird. Während einige Mitarbeiter:innen durch tägliche Standups oder feste Kommunikationszeiten mit Vorgesetzten positive Erfahrungen machen, berichten andere von unstrukturierter, verspäteter oder gänzlich fehlender Informationsweitergabe. Die Qualität der kommunizierten Inhalte wird ebenfalls stark kritisiert - viele Mitarbeiter:innen fühlen sich mit unwichtigen Informationen überhäuft, während wesentliche Themen unklar bleiben.
Besonders negativ wird die fehlende Transparenz wahrgenommen, mit Entscheidungen, die hinter verschlossenen Türen getroffen werden, und Versprechungen, die nicht eingehalten werden. Auffällig ist auch die Diskrepanz zwischen der Kommunikation auf verschiedenen Ebenen: Während der Austausch innerhalb der Abteilungen und mit direkten Vorgesetzten teilweise gut funktioniert, wird die Kommunikation auf höheren Ebenen als ineffektiv beschrieben. Mitarbeiter:innen berichten zudem von einem "Klatsch und Tratsch"-Klima und davon, dass über abwesende Kolleg:innen gesprochen wird, was zu Misstrauen führt.
Die Arbeitsatmosphäre bei Kühne + Nagel wird von den Mitarbeiter:innen unterschiedlich wahrgenommen. Ein deutliches Bild von Fragmentierung am Arbeitsplatz zeichnet sich ab, wobei viele Bewertungen auf eine Verschlechterung des Arbeitsklimas hindeuten. Die Nutzer:innen berichten von einer angespannten Stimmung, fehlendem Zusammenhalt und Misstrauen unter Kolleg:innen. In manchen Standorten werden Gruppenbildungen und Ausgrenzung neuer Mitarbeiter:innen beklagt. Besonders auffällig ist die Diskrepanz zwischen den Hierarchieebenen: Während die Zusammenarbeit mit direkten Kolleg:innen oft positiv bewertet wird, gibt es Kritik an der Kommunikation und Entscheidungsfindung des Managements.
Gleichzeitig zeigt sich ein positives Gegenbild in einigen Bereichen des Unternehmens. Besonders in der IT-Abteilung wird die Kollegialität geschätzt und einige Mitarbeiter:innen beschreiben das Arbeitsumfeld als familiär und unterstützend. Die Stimmung wird als entspannt und lösungsorientiert charakterisiert, wobei direkte Vorgesetzte und Kolleg:innen zu einer guten Atmosphäre beitragen. Allerdings wird auch angemerkt, dass bei größeren Projekten oder in bestimmten Abteilungen Verbesserungsbedarf besteht und die Stressbelastung zunehmen kann.
Die Führungsqualität bei Kühne + Nagel zeigt ein durchmischtes Bild. Während direkte Vorgesetzte häufig als fair, unterstützend und respektvoll beschrieben werden, gibt es deutliche Kritik am höheren Management. Dieses wird als distanziert und wenig mitarbeiterorientiert wahrgenommen. Mitarbeiter:innen berichten, dass sie bei Entscheidungen des oberen Managements kaum einbezogen werden und sich unterbewertet fühlen, obwohl Abteilungsentscheidungen oft als gut empfunden werden. Einige Führungskräfte werden für ihren Umgang mit Konfliktsituationen kritisiert, in denen sie nicht angemessen intervenieren oder kommunizieren.
Problematisch erscheint auch, dass manche Vorgesetzte konstanten Druck ausüben und bei Mitarbeiter:innen Ängste erzeugen. Besonders an einzelnen Standorten wird ein patriarchalischer Führungsstil bemängelt. Die Qualität der Führung variiert jedoch stark nach individuellen Vorgesetzten und Standorten, wobei einige Bereichsleiter als entspannt und hilfsbereit beschrieben werden, während anderen ein mangelndes Interesse an den Mitarbeiter:innen vorgeworfen wird. Besonders die Schichtleiter werden für ihre Unterstützung bei Problemen positiv hervorgehoben.
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