Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit September 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 23.9.2026
Kühne + Nagel erhält von seinen Beschäftigten eine gemischte Gesamtbewertung. Der Kollegenzusammenhalt auf Teamebene wird dabei als echte Stärke hervorgehoben: Viele empfinden den direkten Zusammenhalt als verlässlich und unterstützend – auch abteilungsübergreifend. Auf der anderen Seite beschreiben Bewertungen eine Arbeitsatmosphäre, die sich zunehmend durch Unsicherheit, Stellenabbau und mangelndes Vertrauen verschlechtert hat, besonders seit der Post-COVID-Phase. Die interne Kommunikation gilt als zentrales Problem: Während der Austausch auf Abteilungsebene funktioniert, kritisieren viele die Führungsebene scharf – wichtige Informationen zu Stellenabbau und Umstrukturierungen erreichen Mitarbeiter:innen teils erst über externe Medien oder gar nicht. Beim Vorgesetztenverhalten zeigt sich ein ähnliches Bild: Dire...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Arbeitsatmosphäre bei Kühne + Nagel wird von den Nutzer:innen gemischt bewertet. Besonders positiv heben viele das kollegiale Miteinander hervor: Kolleg:innen und Vorgesetzte fördern eine wertschätzende Umgebung, und einige beschreiben das Unternehmen als einen Arbeitgeber, bei dem man sich wie zu Hause fühlt. Langjährige Mitarbeiter:innen mit über 20 Jahren Betriebszugehörigkeit unterstreichen dieses Bild.
Dem gegenüber steht deutliche Kritik, die sich vor allem auf das Management bezieht. Viele Bewertungen beschreiben eine zunehmende Unsicherheit durch Stellenabbau, Outsourcing-Entscheidungen und fehlende Wertschätzung von Leistung, wodurch die Stimmung merklich gelitten hat. Auf Teamebene wird die Atmosphäre zwar häufig als angenehm wahrgenommen, jedoch empfinden einige Nutzer:innen höhere Führungsebenen als von Misstrauen geprägt. Druck und mangelnde Unterstützung bei hoher Arbeitslast werden ebenfalls kritisch erwähnt.
Die Kommunikation bei Kühne + Nagel wird von Mitarbeiter:innen überwiegend kritisch bewertet. Besonders schwer wiegt die mangelnde Transparenz seitens des oberen Managements: Mehrere Bewertungen beschreiben, dass Stellenabbau und Umstrukturierungen nicht oder zu spät kommuniziert werden – teilweise erfuhren Beschäftigte davon erst über öffentliche Medien oder erhielten Kündigungen kurz nach Town-Hall-Meetings per E-Mail. Town Halls selbst werden als wenig hilfreich empfunden, da kritische Fragen unbeantwortet bleiben. Auch standortübergreifende Kommunikation findet nach Einschätzung einiger Nutzer:innen kaum statt, und Informationen gelangen häufig nur über den Flurfunk.
Auf Abteilungsebene fällt das Bild differenzierter aus: Einige Bewertungen loben die Kommunikation innerhalb der Teams und mit direkten Führungskräften als offen und lösungsorientiert. Dieser positive Aspekt bleibt jedoch auf die untere Ebene beschränkt, während das Topmanagement als kaum ansprechbar oder unaufrichtig beschrieben wird.
Die Vergütung bei Kühne + Nagel wird von den Nutzer:innen mehrheitlich kritisch bewertet. Während tarifliche Regelungen und die pünktliche Gehaltszahlung positiv hervorgehoben werden, empfinden viele das Gehalt als zu niedrig im Verhältnis zur Verantwortung und Arbeitsbelastung. Besonders bemängeln die Bewertungen, dass Gehaltserhöhungen selten und in wirtschaftlich schwachen Phasen kaum durchsetzbar sind. Zudem werden Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld als unzureichend bezeichnet.
Zwar stufen einige Nutzer:innen die Vergütung als branchenüblich oder akzeptabel ein und loben Zusatzleistungen wie vermögenswirksame Leistungen sowie eine ergänzende Krankenversicherung, jedoch überwiegt die Einschätzung, dass das Gehalt dem tatsächlichen Aufgabenumfang nicht gerecht wird. Gehaltsverhandlungen werden laut einigen Bewertungen als schwierig beschrieben, da Anpassungen selten leistungsgerecht erfolgen.
Der Kollegenzusammenhalt bei Kühne + Nagel wird von den Nutzer:innen gemischt bewertet. Viele beschreiben die Zusammenarbeit im Team als verlässlich und unterstützend – auch abteilungsübergreifend und in stressigen Phasen. Besonders der gegenseitige Rückhalt sowie kurze, vertrauensbasierte Kommunikationswege werden positiv hervorgehoben. Gleichzeitig berichten einige, dass geplante Stellenabbauten und IT-Verlagerungen den Teamgeist belasten.
Auf der anderen Seite schildern einige Nutzer:innen Erfahrungen, in denen Unterstützung ausblieb – insbesondere für neue Kolleg:innen oder Auszubildende. Kritisch wird auch erwähnt, dass Hilfsbereitschaft nicht immer selbstverständlich ist und Respekt nicht allen Altersgruppen gleichermaßen entgegengebracht wird. Vereinzelte Hinweise auf Tratsch und Intrigen runden das kritischere Bild ab. In der Summe ergibt sich ein ausgeglichenes Bild: Dort, wo Teams gut eingespielt sind, funktioniert der Zusammenhalt gut – strukturelle Veränderungen und mangelnde Unterstützung trüben jedoch das Gesamtbild in einigen Bereichen.
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