Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kundenprojekte können fachlich interessant und anspruchsvoll sein. Es gibt engagierte Kolleginnen und Kollegen, die hervorragende Arbeit leisten, Verantwortung übernehmen und gemeinsam gute Lösungen entwickeln.
Auch positives Feedback von Kunden und Führungskräften gibt es durchaus. Bei erfolgreichen Projektabschlüssen wird die geleistete Arbeit ausdrücklich gelobt.
Gerade deshalb ist es schade, dass die tatsächliche finanzielle Wertschätzung und die langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten aus meiner Sicht nicht mit der geleisteten Arbeit mithalten können.
Die interessanten Projekte und engagierten Menschen sind für mich die größten positiven Aspekte des Unternehmens.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Bitte verlasst das sinkende Schiff, wenn ihr beruflich und finanziell vorankommen möchtet!
Es geht aus meiner Sicht seit Jahren nur noch bergab. 2025 keine Gehaltserhöhung, 2026 erneut keine. Keine Einmalzahlungen, kaum finanzielle Entwicklungsmöglichkeiten und immer weitere Budgetkürzungen.
Selbst Top Performance wird nicht angemessen honoriert. Ich habe an einem Wochenende für ein wichtiges Kundenprojekt gearbeitet und zu einem hervorragenden Abschluss beigetragen. Mehrere Führungskräfte und der Kunde waren begeistert. Beim früheren Gehaltsdurchlauf bekam ich trotzdem dieselbe enttäuschende Erhöhung wie ein Kollege.
Die jährlichen Performance- und Review-Gespräche empfinde ich deshalb als weitgehend sinnlos. Früher hatten die Vorgesetzten lediglich einen festen Gehaltstopf zu verteilen. Die individuelle Leistung hatte meiner Erfahrung nach kaum Einfluss darauf. Auf meine Nachfrage nach dem Sinn dieser Gespräche erhielt ich sinngemäß nur die Antwort: „Das ist halt einfach so.“
Gleichzeitig werden Benefits immer weiter gestrichen. Früher gab es verschiedene Shared-Office- und Coworking-Angebote wie Design Offices – mittlerweile alles weg. Das Fitness-Angebot wurde verschlechtert und momentan werden nicht einmal mehr Schulungen genehmigt, weil das Budget fehlt.
Bei einem großen IT-Dienstleister nicht einmal mehr in Weiterbildung zu investieren, ist für mich unverständlich.
Auch die Karriereperspektiven sind ernüchternd. Wer als Entwickler fachlich wachsen und mehr verdienen möchte, stößt schnell an Grenzen. Ohne Wechsel ins Projektmanagement gibt es kaum Möglichkeiten.
Mein Eindruck: Eine vernünftige Gehaltserhöhung bekommt man nur noch, indem man kündigt, woanders arbeitet und später eventuell zurückkommt.
Loyalität und außergewöhnliche Leistung zahlen sich für mich hier nicht mehr aus. Es wird immer mehr erwartet, aber immer weniger geboten.
Mein Rat: Wartet nicht jahrelang auf das nächste leere Versprechen. Sucht euch einen Arbeitgeber, der eure Leistung tatsächlich honoriert.
Verbesserungsvorschläge
Hört endlich auf, immer nur bei den eigenen Mitarbeitenden zu sparen!
1. Führt wieder faire und nachvollziehbare Gehaltserhöhungen ein. Zwei Jahre ohne Erhöhung bei gleichzeitig steigenden Erwartungen sind extrem demotivierend.
2. Honoriert außergewöhnliche Leistungen tatsächlich. Wer Verantwortung übernimmt, am Wochenende für Kundenprojekte arbeitet und hervorragende Ergebnisse erzielt, sollte mehr bekommen als einen Schulterklopfer.
3. Macht Performance- und Jahresreview-Gespräche sinnvoll. Wenn das Gehaltsbudget ohnehin feststeht und die individuelle Leistung kaum Einfluss hat, fehlt diesen Gesprächen die Glaubwürdigkeit.
4. Kommuniziert Gehaltsentscheidungen frühzeitig und transparent, statt erst kurz vor den Gehaltsgesprächen mitzuteilen, dass es wieder keine Erhöhungen gibt.
5. Schafft eine echte Fachkarriere. Auch erfahrene Entwickler und technische Experten müssen sich finanziell weiterentwickeln können, ohne Projektmanager werden zu müssen.
6. Ermöglicht endlich wieder Schulungen. Bei einem großen IT-Dienstleister ausgerechnet an Weiterbildung zu sparen, ist der völlig falsche Weg.
7. Bringt die gestrichenen Shared Workspaces zurück und verbessert die reduzierten Fitness-Angebote.
8. Belohnt langjährige Loyalität und Erfahrung, statt einen Arbeitgeberwechsel zur einzigen realistischen Möglichkeit einer größeren Gehaltserhöhung zu machen.
Das Unternehmen sollte wieder in seine Mitarbeitenden investieren, statt ständig neue Einsparpotenziale bei ihnen zu suchen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre leidet zunehmend unter den ständigen Einsparungen. Von den Mitarbeitenden wird immer mehr Leistung, Verantwortung und Engagement erwartet. Gleichzeitig werden Gehaltserhöhungen ausgesetzt, Weiterbildungen gestrichen und Benefits reduziert.
Selbst außergewöhnliche Leistungen werden hauptsächlich mit einem Schulterklopfen honoriert. Das ist auf Dauer extrem demotivierend. Statt Mitarbeitende langfristig zu fördern und zu halten, entsteht der Eindruck, dass überall nur noch gespart wird. Für mich geht die Entwicklung seit Jahren in die falsche Richtung.
Image
Hinter dem Namen Lufthansa erwartet man einen attraktiven Arbeitgeber mit guten Karriereperspektiven, fairer Vergütung und zeitgemäßen Benefits.
Meine tatsächlichen Erfahrungen passen zunehmend weniger zu diesem Bild.
Gehälter stagnieren, Weiterbildungsmöglichkeiten werden aufgrund von Budgetkürzungen eingeschränkt, Shared Workspaces wurden gestrichen und Fitness-Benefits verschlechtert.
Gleichzeitig wird weiterhin überdurchschnittlicher Einsatz erwartet, ohne dass sich dieser angemessen auf das Gehalt auswirkt.
Das Image eines großen, modernen IT-Dienstleisters und die tatsächliche Wertschätzung der eigenen Fachkräfte gehen für mich zunehmend auseinander.
Für mich hat das Unternehmen in den letzten Jahren deutlich an Attraktivität verloren.
Work-Life-Balance
Für ein wichtiges Kundenprojekt habe ich sogar am Wochenende gearbeitet und außergewöhnlichen Einsatz gezeigt. Der Projektabschluss war äußerst erfolgreich, sowohl vom Kunden als auch von mehreren Führungskräften gab es großes Lob.
Finanziell hat sich dieser zusätzliche Einsatz für mich jedoch nicht entsprechend ausgezahlt. Wer überdurchschnittlich viel leistet, sollte dafür auch eine erkennbare Anerkennung erhalten. Stattdessen bleibt am Ende häufig nur ein Dankeschön, während immer mehr Engagement erwartet wird.
Karriere/Weiterbildung
Eine echte Fachkarriere mit entsprechender Gehaltsentwicklung ist meiner Erfahrung nach kaum möglich.
Wer als Entwickler mehr verdienen möchte, stößt schnell an Grenzen, wenn er nicht in Richtung Projektmanagement wechseln will.
Besonders enttäuschend sind die jährlichen Performance- und Review-Gespräche. Selbst außergewöhnliche Leistungen und positives Feedback mehrerer Führungskräfte haben bei mir kaum einen Unterschied gemacht.
Inzwischen werden aufgrund von Budgetkürzungen nicht einmal mehr Schulungen genehmigt. Gerade bei einem IT-Dienstleister ist das vollkommen unverständlich. Wie sollen Entwickler mit neuen Technologien Schritt halten, wenn das Unternehmen nicht in ihre Weiterbildung investiert?
Mein Eindruck ist mittlerweile, dass eine nennenswerte Gehaltssteigerung nur durch Kündigung, Arbeitgeberwechsel und gegebenenfalls spätere Rückkehr möglich ist.
Wer fachlich und finanziell wachsen möchte, sollte sich nach Alternativen umsehen.
Gehalt/Benefits
Für mich einer der größten Kritikpunkte am Unternehmen.
2025 keine Gehaltserhöhung, 2026 erneut keine Gehaltserhöhung. Auch keine Einmalzahlung als Anerkennung für außergewöhnliche Leistungen.
Früher verfügten Vorgesetzte über einen festgelegten Gehaltstopf, rechnerisch teilweise nur etwa 4 % pro Entwickler. Die individuelle Performance hatte meiner Erfahrung nach kaum Auswirkungen auf die tatsächliche Erhöhung.
Ich habe sogar an einem Wochenende für ein Kundenprojekt gearbeitet und zu einem äußerst erfolgreichen Abschluss beigetragen. Sowohl vom Kunden als auch von mehreren Führungskräften gab es großes Lob. Bei einem früheren Gehaltsdurchlauf erhielt ich trotzdem dieselbe enttäuschende Erhöhung wie ein Kollege.
Zusätzlich werden Benefits immer weiter reduziert: Shared Workspaces gestrichen, Fitness-Paket verschlechtert, Schulungen ausgesetzt.
Mein Eindruck: Wer finanziell vorankommen möchte, muss das Unternehmen verlassen. Loyalität zahlt sich hier kaum aus.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zu den konkreten Umweltmaßnahmen des Unternehmens kann ich keine fundierte Bewertung abgeben.
Beim sozialen Umgang mit den eigenen Mitarbeitenden sehe ich jedoch deutlichen Verbesserungsbedarf.
Während immer mehr Leistung und Verantwortung erwartet werden, werden gleichzeitig Benefits reduziert, Coworking-Angebote gestrichen und Weiterbildungen aufgrund von Budgetkürzungen eingeschränkt.
Auch außergewöhnliche Leistungen führen meiner Erfahrung nach nicht zu entsprechender finanzieller Anerkennung.
Für mich gehört zu sozialer Verantwortung auch, in die eigenen Mitarbeitenden zu investieren und langjährige Loyalität angemessen wertzuschätzen.
Kollegenzusammenhalt
Meine Kritik richtet sich vor allem gegen die Entscheidungen zu Gehalt, Weiterbildung und Benefits, nicht gegen einzelne Kolleginnen und Kollegen. Man sollte zwischen dem Engagement der Mitarbeitenden und den Rahmenbedingungen des Unternehmens unterscheiden. Gute Arbeit in den Teams verdient auch angemessene Anerkennung durch den Arbeitgeber.
Umgang mit älteren Kollegen
Zum spezifischen Umgang mit älteren Mitarbeitenden kann ich keine belastbare Aussage treffen.
Was mir allerdings auffällt: Langjährige Betriebszugehörigkeit, Erfahrung und Loyalität scheinen bei der Gehaltsentwicklung kaum eine Rolle zu spielen. Wer nennenswert mehr verdienen möchte, muss meinem Eindruck nach erst kündigen, den Arbeitgeber wechseln und gegebenenfalls später wiederkommen.
Das ist für mich eine enttäuschende Art, mit erfahrenen und langjährigen Fachkräften umzugehen – unabhängig von deren Alter.
Vorgesetztenverhalten
Positives Feedback und Lob gibt es durchaus. Bei Gehalt und Entwicklung scheint der Handlungsspielraum der Vorgesetzten allerdings stark begrenzt zu sein.
Nach einem besonders erfolgreichen Kundenprojekt, für das ich sogar am Wochenende gearbeitet hatte, wurde ich sowohl vom Kunden als auch von mehreren Führungskräften ausdrücklich gelobt. Bei der Gehaltserhöhung erhielt ich trotzdem denselben enttäuschenden Betrag wie ein Kollege.
Die jährlichen Performance-Gespräche scheinen daran kaum etwas zu ändern. Auf meine Nachfrage nach ihrem tatsächlichen Nutzen erhielt ich sinngemäß nur die Antwort: „Das ist halt einfach so.“
Wenn selbst Top Performance finanziell keinen Unterschied macht, fehlt mir die Glaubwürdigkeit dieser Gespräche.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen verschlechtern sich aus meiner Sicht zunehmend durch ständige Budgetkürzungen.
Früher gab es mehrere Shared-Office- und Coworking-Angebote, beispielsweise Design Offices. Diese Möglichkeiten wurden mittlerweile vollständig gestrichen. Auch die bisherige Fitness-Mitgliedschaft wurde auf ein schlechteres Paket reduziert.
Selbst Schulungen und fachliche Weiterbildungen werden aktuell wegen Budgetkürzungen nicht genehmigt.
Gerade bei einem großen IT-Dienstleister kann ich nicht nachvollziehen, weshalb ausgerechnet an Arbeitsbedingungen und Weiterbildung gespart wird.
Statt Benefits auszubauen und Mitarbeitende langfristig zu binden, wird gefühlt jedes Jahr etwas gestrichen. Die Entwicklung geht für mich eindeutig in die falsche Richtung.
Kommunikation
Die jährlichen Performance- und Review-Gespräche empfinde ich mittlerweile als weitgehend sinnlos. Früher hatte der Vorgesetzte einen festen Gehaltstopf zu verteilen, rechnerisch ungefähr teilweise nur 4 % pro Entwickler. Die tatsächliche individuelle Performance hatte aus meiner Sicht kaum Einfluss darauf.
2025 keine Gehaltserhöhung, 2026 erneut keine. Besonders enttäuschend ist, dass solche Entscheidungen erst kurz vor den Gehaltsgesprächen kommuniziert werden, obwohl das ganze Jahr Leistung eingefordert wird.
Auf meine Nachfrage, welchen Sinn die Jahresreviews überhaupt haben, wenn daraus keine erkennbaren Konsequenzen entstehen, antwortete mein Vorgesetzter sinngemäß nur: „Das ist halt einfach so.“ Transparente Kommunikation und echte Perspektiven sehen für mich anders aus.
Gleichberechtigung
Zur Gleichberechtigung zwischen Geschlechtern oder verschiedenen Personengruppen kann ich keine konkreten negativen Erfahrungen schildern.
Was mich allerdings stört, sind die unterschiedlichen Karriereperspektiven zwischen Fach- und Managementlaufbahnen. Wer als Entwickler fachlich wächst, immer mehr Verantwortung übernimmt und Top Performance liefert, hat meiner Erfahrung nach kaum vergleichbare finanzielle Entwicklungsmöglichkeiten wie jemand, der ins Projektmanagement wechselt.
Fachliche Expertise sollte genauso wertgeschätzt werden wie Managementverantwortung.
Interessante Aufgaben
Die Kundenprojekte können fachlich interessant und anspruchsvoll sein. Es gibt Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen und hervorragende Ergebnisse zu erzielen.
Leider wird dieser Einsatz nicht entsprechend honoriert. Auch die fachliche Weiterentwicklung wird inzwischen durch Budgetkürzungen erschwert, da aktuell selbst Schulungen nicht genehmigt werden.
Gerade bei einem großen IT-Dienstleister ist es für mich unverständlich, ausgerechnet an der Weiterbildung von Entwicklern zu sparen. Interessante Aufgaben allein ersetzen weder eine faire Bezahlung noch echte Karriereperspektiven.