159 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
159 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


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159 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich persönlich habe bei diesem Unternehmen den Eindruck, dass es in kontinuierlichen Abständen, immer dieselben Stellenanzeigen schaltet, ohne diese auch zu besetzen. Dass dieses Unternehmen ganz offensichtlich nicht über Fachkenntnisse im Bereich User Experience bzw. UX Design verfügt, erkenne ich als Professional direkt am Jobtitel, sowie der Stellenbeschreibung. Kein UX Designer und niemand der sich ernsthaft mit dem Thema auch nur beschäftigt hat, würde derartige Texte verfassen. Macht auf mich persönlich den Einruck, als ob hier nur mal grob gegoogelt oder Content aus Social Media Posts übernommen wurde.
Wenn ich dann noch so Buzzwords wie „KI-gestützte Workflows“ lese, bekomme ich einen sehr unprofessionellen Eindruck, welchen ich dann gar nicht mehr ernst nehmen kann. Als ob Software nicht schon seit Jahrzehnten mit Algorithmen arbeitet oder Chatbots ernsthaft in professionellen Design oder Developer Workflows eine Rolle spielen könnten. Jeder der sich auch nur grob mit KI bzw. Algorithmen beschäftigt hat, weiß, dass sowas quatsch ist und ein reines Marketing Thema.
Da mir das alles dann doch sehr seltsam vorkam, habe ich das Unternehmen nochmal gegoogelt: Unternehmensnamen + Unternehmensdaten north. So konnte ich über eine seriöse Plattform, öffentlich einsehen, dass dieses Unternehmen im Zeitraum 2024 – 2025, Staatliche Beihilfe bekommen hat. Hinzu kommen, wenn ich das persönlich richtig interpretiere, größere Summen an Außenständen. Da frage ich mich als Bewerber natürlich, ob ein Unternehmen dann überhaupt noch Budget für neue Mitarbeiter hat.
Ich persönlich bekomme als Bewerber dann schon den Eindruck, dass das Unternehmen das Schalten von derartigen Stellenanzeigen mit Marketing verwechselt. Aus welchem Grund das Unternehmen derartige Stellenanzeigen schaltet, weiß ich natürlich nicht. Es ist aber im Allgemeinen bekannt, dass einige Unternehmen derartige Maßnahmen starten, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, Investoren und Kunden gegenüber Sicherheit und Wachstum zu kommunizieren.
Trotz allem Verständnis für eine eventuelle schwierige wirtschaftliche Situation, größte Wirtschaftskrise seit den 50er Jahren in Deutschland, rate ich dem Unternehmen nur Stellenanzeigen zu schalten, wenn es definitiv vorhat neue Mitarbeiter einzustellen. Auch Dienstleistungen generell nur kommunizieren, wenn man diese auch anbieten kann. Auch für Bewerber ist die aktuelle Situation sehr frustrierend und derartiges ist Bewerbern und überhaupt Fachkräften gegenüber respektlos. Außerdem ist es nicht gut für das Brand-Image.
MaibornWolff sollte die Sichtbarkeit erhöhen. Ich hatte vorher nichts vom Unternehmen gehört und bin nur durch Zufall auf den Job gestoßen. Im Rückblick hätte ich hier viel früher "anklopfen" sollen.
Nur ein Weg führt zum MaibornWolff Softwareentwickler. Ein simuliertes Kundengespräch, über den Bedarf einer Palindrom-Ermittlung (z.B. Kajak). Dieses sollte seitens des Bewerbers mit einer Bedarfsanalyse, für den sich vorzustellenden Kunden beginnen, damit man ein konkretes Szenario erhält. Ggf. kann dann erst mal die persönlich präferierte Lösung geschrieben werden (i.d.R. mit C++, je neuer desto besser). Je nachdem erhält man dann noch weiterführende Fragen, die zur Variation und Erweiterung der Implementierung führen, z.B. das Ignorieren von Leerzeichen und dazu gerne die Frage, inwiefern die Variation bei der bisherigen Implementierung relevant ist (und weitere). Aber auch Bibliothek-Methoden werden in Betracht gezogen und diskutiert.
Es scheint Wert auf die schauspielerische Leistung gelegt zu werden, um Kundenorientierung zu demonstrieren (es ist nicht nur ein Gespräch unter Entwicklern, auch wenn es sich so anfühlt). Den Interviewern sollte man nicht einfach eine Standard-Definition eines Palindroms präsentieren, sondern den spezifischen Bedarf inkl. individueller Variationen ermitteln (ignorierte Zeichen, Input-Länge, Case-Sensitivity, Berücksichtigung von Satz-Palindromen, ggf. auch die Daten-Quelle, z.B. eine Text-Datei oder eine Datenbank, Effizienz in CPU-Last und Speicherauslastung wären auch denkbar, evtl. auch Code-Style Präferenzen des Kunden, etc.)
Dem Coding folgt das Thema Komplexität, mit der O-Notation, wie es von Google und Co aus dem Silicon-Valley vorgelebt wird. Einen konkreten Bedarf wird es vermutlich eher nicht geben, wie für die meisten im Berufsleben, es sei denn man entwickelt z.B. neue Algorithmen. (Zur Sicherheit sollte man auch erwarten, dass die Debugging und/oder Profiling Fähigkeiten abgecheckt werden. Effizienz ist ein wichtiges Thema.)
Allgemein darf nicht vergessen werden, dass die Interviewer die Aufgabe sehr wahrscheinlich schon in- und auswendig kennen. Und in dieser Hinsicht muss auch mit anderen Aufgaben dieser Art gerechnet werden (z.B. ein bestimmter Sortieralgorithmus). Dazu rufe man sich die Inhalte aus Ausbildung und Studium wieder ins Gedächtnis.
Und kommt man als Quer- und/oder als Wiedereinsteiger, ist es empfehlenswert, sich vorher ein paar Tage freizunehmen, den Kopf frei kriegen und sich auf diesen Bewerbungs-Baukasten vorzubereiten, damit etwas Musik bei der Sache ist. Und sofern man noch keine konkrete Erfahrung zu der geforderten Fachlichkeit hat (z.B. Smart-Devices), und trotzdem eingeladen wird, kann es von Vorteil sein, wenn man hier etwas vorschießt und auf den Tisch legen kann.
PS: Rekursion ist Trumpf, aber nicht ohne Begründung.
PPS: Warum nur 3 Sterne? Aus meiner Perspektive sehe Handlungsbedarf bei diesem Prozess, wenn man Bewerber mit einer gewissen, gegenwärtigen Distanz zum MaibornWolff-Alltag ansprechen will. Genauso, wenn man das nicht will, und möglichst ohne Einarbeitung starten möchte. Das ist alles nachvollziehbar und fundiert, sollte aber zur Fairness klar kommuniziert werden. Das spart allen Beteiligten Zeit. ─ Dabei will ich aber nicht unerwähnt lassen, dass das Rekrutieren neuer Leute vermutlich nicht die Hauptaufgabe der Entwickler ist (Brot und Butter).
Im Fachinterview gab es Fragen bezüglich Objekt-Orientierter Programmierung: was ist OOP, was ist eine Klasse, welche Arten der Vererbung gibt es? Zusätzlich gab es eine Aufgabe, eine Funktion zur Palindrom-Erkennung zu schreiben.
Nach einem netten kennenlern Gespräch gab es eine gemeinsame Programmier-Session mit meinen zukünftigen Kollegen. Beides war sehr angenehm und professionell. Als Freiberufler war ich mir nicht sicher, ob ich eine Festanstellung annehmen sollte, aber MaibornWolff war sehr geduldig mit mir und ich freue mich auf den ersten Arbeitstag! :)
Auf die Firma bin ich über ein Mentoring-Programm aufmerksam geworden, dessen Bestandteil auch eine freiwillige Bewerbungssimulation war. Ich nahm die Gelegenheit war und suchte mir eine Stelle raus, auf die ich mich tatsächlich auch bewerben wollte. Als nächstes hatte ich zwei Gespräche (ein eher Kurzes und ein Längeres), die u.a. dazu dienten herauszufinden wo ich am besten hinpasse und was meine Bedürfnisse und Vorstellungen von dem Job sind. Nach dem zweiten Gespräch besprachen sich meine beiden Interviewer kurz und gaben mir dann eine Zusage.
Ich bin dankbar für die Gelegenheit und kann jeder MINT-Studentin das Mentoring wärmstens empfehlen. Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen als Senior IT Consultant bei MaibornWolff.
So verdient kununu Geld.