Ein ursprünglicher "Place To Be" auf dem Weg Richtung Abgrund
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das mein Gehalt pünktlich kommt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie der Umgang derzeit mit den Mitarbeitenden gestaltet ist, alles von oben herab und ohne Berücksichtigung der eigenen Interessen und Stärken. Es werden einfach Menschen, sorry ich meine Nummern (!), von A nach B verschoben. Es werden nur noch Businessentscheidungen knallhart nach Zahlen entschieden, der Mitarbeiter steht dabei nicht mehr im Vordergrund. Hauptsache die Zahlen passen und der Output stimmt.
Verbesserungsvorschläge
Man sollte die Mitarbeitenden deutlich besser mitnehmen bei den Umstrukturierungen und sie auch mehr einbinden. Alles von oben herab festzulegen, sorgt nur dafür, dass gute Leute wegen Unzufriedenheit gehen werden. Es muss mehr in Fortbildungen und Wachstumsprogramme für Mitarbeitende investiert werden, da sich viele der Führungskräfte von morgen bereits im Unternehmen befinden, man sie nur erkennen und aufbauen müsste.
Arbeitsatmosphäre
Sie wird immer schlechter. Nun gab es die Idee, das Werk in global arbeitende und lokal arbeitende Mitarbeiter aufzuteilen. Das Resultat war, dass die globalen mit breiter Brust auftreten und die ersten meinten auch schon, sie seien etwas besseres als die weiterhin lokal arbeitenden Mitarbeiter. Immer nach dem Motto: In uns globale wird investiert und in Euch lokale Mitarbeiter nicht. Man merkt, dass dies auch immer mehr zur Realität wird. Es entsteht mehr und mehr ein Klassenkampf und eine überbordende Bürokratie. Veränderungen werden nicht mehr getrieben. Der Mitarbeiter hat einfach zu akzeptieren, was ihm vorgesetzt wird. Mitspracherecht = null.
Kommunikation
Stark verbesserungswürdig, vor allem in den höheren Ebenen. Entscheidungen werden nicht erklärt, nur mitgeteilt. Der Mitarbeiter bekommt keine Antworten auf seine Fragen, weil die Umstrukturierung einfach stümperhaft ausgearbeitet wurde und es bisher keine Antworten gibt, die an die direkten Vorgesetzten weitergegeben werden können. Es soll alles im stillen Kämmerlein im September beratschlagt werden und dann werden den Mitarbeiter die neuen Aufgaben mitgeteilt. Frei nach dem Motto: "Wem es gefällt kann ja bleiben, wem nicht, der weiß ja wo die Tür ist".
Kollegenzusammenhalt
Wird immer schlechter
Work-Life-Balance
Wenn man Glück hat, hat man einen Vorgesetzten, der ein bisschen auf den Mitarbeiter achtet. Wenn nicht, heißt es selber dies zu regulieren. Ich habe diesbezüglich alles in allem Glück, reguliere aber auch selber. Generell fragt man sich momentan einfach wofür man morgens aufsteht.
Vorgesetztenverhalten
War schon einmal deutlich besser. Das Unternehmen verlangt bedingungslose Loyalität, jedoch geht es nur in eine Richtung. Ob man einen guten Vorgesetzten hat, hängt jedoch von Glück ab. Bei einigen hat man jedoch das Gefühl, dass sie besser keine Führung haben sollten, da sie dafür nicht geeignet sind und eine Abteilung verwalten als Führung bezeichnen. Man merkt deutlich, dass nicht immer auch Kompetenz befördert wurde.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind sehr interessant und abwechslungsreich.
Umgang mit älteren Kollegen
Viele hat man nur "sozialverträglich" entlassen, um Kosten zu sparen. Hiermit ist jedoch auch viel Know-How gegangen. Man feiert dies auch noch als "Erfolg".
Arbeitsbedingungen
Man beginnt mehr und mehr ins Ausland zu verlagern. Gefühlt möchte man das Werk Bad Pyrmont auch vor die Wand fahren und lieber im Ausland produzieren, da es dort günstiger ist. Wir deutschen Mitarbeiter kriegen regelmäßig zu hören, wie teuer wir doch seien. Veränderungen können von Mitarbeitenden angesprochen werden, werden jedoch nicht mehr nachverfolgt. Vor Bekanntgabe der Umstrukturierung hieß es immer, wir müssen auf den "Merger" warten und können keine Entscheidungen treffen. Selbst jetzt nach Bekanntgabe sind Dinge nicht mehr möglich, da dies erst mit den neuen Vorgesetzten geklärt werden muss. Absprachen, die mit dem jetzigen Vorgesetzten getroffen wurden, sind null und nichtig, da sie vom neuen Vorgesetzten nicht getragen werden, da der Mitarbeitende neue Aufgaben und Prios bekommt. Der Mitarbeitende soll alles für das Unternehmen geben, aber was macht das Unternehmen für den Mitarbeiter?
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Durch mehr und mehr Verlagerungen wird der CO2-Fussabdruck unserer Produkte immer größer, jedoch feiert man sich intern und auch den Kunden gegenüber immer noch als jemand, der versucht "grün" zu produzieren. Wenn man Produkte ins Ausland verlagert, um eine Parallelproduktion zu starten und so unabhängiger vom Risiko von Unwettern, Kriegen, etc. zu werden, ist es verständlich. Dies ist hier so jedoch nicht erkennbar oder wird nicht ausreichend kommuniziert.
Gehalt/Benefits
IG-Metall Tarif, ansonsten keine Extras
Image
Es war einmal der "Place To Be" unter den Unternehmen. Viele Führungskräfte denken dieses auch immer noch. Jedoch merkte das Unternehmen schon vor dem Einstellungsstopp, dass es schwer war Leute zu bekommen. Inzwischen ist es ein Konzern wie jeder andere. Von dem "Familienunternehmen" ist leider nicht mehr viel übrig. Inzwischen ist der Mitarbeiter nur noch eine Nummer!
Karriere/Weiterbildung
Wie oben bereits beschrieben, ist es intern kaum möglich voranzukommen, wenn man nicht Vitamin B hat. Durch die Umstrukturierung hat sich die Lage deutlich verschärft, da bereits getroffene Absprachen null und nichtig sind. Man erwartet von dem Mitarbeiter Höchstleistung, ist jedoch nicht bereit auch zu investieren. Ebenso sind Vorgesetzte nicht in der Lage zu erkennen, welche Juwelen das Unternehmen hat bzw. Mitarbeitende die Veränderung auch wirklich treiben möchten, dabei zu unterstützen zu wachsen. Fortbildung heißt hier, buch dir doch einen Kurs bei Linkedin Learning... Es ist nur noch traurig wie man mit Mitarbeitenden umgeht.


