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PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KGals Arbeitgeber

Deutschland,  49 Standorte Branche Elektro/Elektronik
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Vielfalt ist ein Vorteil

01.09.2020

Warum zieht man aus dem sonnigen Süden Italiens nach Deutschland? Giuseppe Serio ist in Apulien geboren, wohnt und arbeitet aber mittlerweile in Ostwestfalen-Lippe. In seinem Blogbeitrag erzählt er, warum er nach Deutschland kam und welche kulturellen Unterschiede er zwischen seiner alten und neuen Heimat spürt.

Die Anzahl an verschiedenen Jobbezeichnungen nimmt rasant zu. Dabei reicht die Stellenanzeige als Informationsquelle für einen Job oftmals nicht aus. Aus diesem Grund lassen wir unsere Mitarbeitenden selbst sprechen: Giuseppe Serio berichtet über seinen Job als Abteilungsleiter in der Produktion von Phoenix Contact.

Von Bari nach Blomberg

Ich bin in der Provinz von Bari, Apulien, in Süditalien geboren. Dort habe ich auch studiert – Maschinenbau. Ich hatte schon damals großes Interesse an anderen Kulturen und war daher während des Studiums auch sieben Monate in Irland. Während meines Masterstudiums mit Fokus auf Technologien und Prozesse in der Produktion habe ich angefangen, in Bari bei Bosch zu arbeiten. Dort bin ich auch nach meinem Studium zunächst geblieben. Als Ingenieur habe ich dort Common-Rail-Pumpen gebaut. Ich habe auch eine Zeitlang bei Bosch in Stuttgart in der Strategieabteilung gearbeitet. Zurück in Bari habe ich die definierte Strategie dann am Standort umgesetzt.

Ende 2017 wechselte ich von Bosch zu Fiat – immer noch in der Region Apulien. Ich wollte eine neue Technik kennen lernen: weg von den Common-Rail-Pumpen, hin zu Motoren. Denn für die habe ich mich schon als Kind sehr interessiert. In der Zeit kamen auch die Themen Digitalisierung und Smart Factory groß auf. Die Arbeit in Italien war mir da schnell zu wenig „smart“, nicht zukunftsorientiert genug. Ich wollte weiter denken, Zukunft gestalten. Nicht nur meine eigene.

Da passte der Anruf eines Headhunters. Er erklärte mir, dass ein Spitzenunternehmen der Elektrotechnik im Raum Paderborn jemanden wie mich sucht. Ich fragte sofort: „Ist das Phoenix Contact? Wenn ja, bin ich interessiert.“
Denn ich kannte Phoenix Contact aus meiner Arbeit. Wenn man Spitzenprodukte aus diesem Segment will, ist das die erste Adresse.

Ich habe mich beworben und bin seit September 2019 Abteilungsleiter in einem unserer Produktionsbereiche am Standort Blomberg.

Digitalisierung und Interkulturalität

Meine Abteilung kümmert sich um neue Prozesse und Produkte für unseren Produktbereich. Im Zuge der Digitalisierung sind wir dabei, viele Prozesse zu digitalisieren, um zukünftig schneller und effizienter arbeiten zu können. In unseren eigenen Werkstätten testen wir neue Technologien und gehen dann bestenfalls damit in Serie. Ziel ist es, möglichst schnell gute Produkte an unsere Kunden liefern zu können.

Ich hatte kulturell schon immer eher einen Hang zum Deutschen als zum Italienischen. In Deutschland ist die Arbeit sehr organisiert und definiert. In Italien kann man zwar etwas freier arbeiten, eine Aufgabe einfach mal anfangen, aber in den meisten Fällen geht das leider schief. Perfekt ist die Mischung aus Kreativität und Organisation. Ich denke, die habe ich ganz gut drauf, dadurch, dass ich beide Perspektiven kenne. Interkulturalität hilft dabei, unterschiedliche Erwartungen und Ideen zu verstehen. Durch Diskussionen und transparente Kommunikation kann man so zu guten Ergebnissen kommen. So können wir uns die Vielfalt zunutze machen.

Erweiterung der Geschäftsführung

01.08.2020

Zum 1. August erweitert Phoenix Contact die Geschäftsführung um vier neue Mitglieder: Drei von ihnen sind die Präsidenten der drei Geschäftsbereiche (Business Areas): Dirk Görlitzer, Torsten Janwlecke und Ulrich Leidecker. Als COO (Chief Operating Officer) tragen sie Verantwortung für zentrale Unternehmensbereiche sowie weiterhin für ihre jeweiligen Geschäftsbereiche. Als viertes neues Mitglied wird Dr. Frank Possel-Dölken als Chief Digital Officer (CDO) in die Geschäftsführung berufen. Possel-Dölken ist derzeit Leiter des Unternehmensbereichs Corporate Technology & Value Chain. Seine zukünftige Verantwortung wird auch den Unternehmensbereich IT umfassen sowie alle Themen der digitalen Transformation. Damit rückt die Digitalisierung in den zentralen Fokus der Technologie- und Prozessentwicklung im Unternehmen.

Alle neuberufenen Mitglieder der Geschäftsführung sind bereits langjährig und erfolgreich im Management von Phoenix Contact tätig. „Die Erweiterung gibt unserer Unternehmensgruppe einen Rahmen, um Führung und Struktur ganzheitlich weiterzuentwickeln“, so CEO Frank Stührenberg. „Dieses Ziel war der Auftrag unseres Beirats, um die Phoenix Contact-Gruppe für die Anforderungen der Zukunft aufzustellen. Insbesondere die Neuberufung des CDO ist in der digitalen Transformation von entscheidender Bedeutung. Innovationsfähigkeit sowie Innovationsstrategien als auch die IT-Fähigkeit eines Unternehmens sind erfolgsbestimmende Faktoren für das neue Jahrzehnt.“ Frank Stührenberg als CEO (Vorsitzender) sowie Axel Wachholz als CFO (Finanzen) bilden mit den vier neuberufenen Mitgliedern die Geschäftsführung ab Frühjahr 2021. CTO Roland Bent (Technik) wird noch bis zu seinem planmäßigen Ausscheiden mit Erreichen des 63. Lebensjahrs im Februar 2021 der Geschäftsführung angehören. Danach wird er weiterhin als Chief Representative (Hauptbevollmächtigter) von Phoenix Contact für internationale Standardisierung tätig sein und auch seine ehrenamtlichen Funktionen im Bereich der nationalen und internationalen Normung wahrnehmen.

Professor Dr. Gunther Olesch scheidet mit Erreichen des 65. Lebensjahrs aus der Geschäftsführung aus. In Ehrenamt- und Verbandsfunktionen wird er weiterhin Phoenix Contact bis Frühjahr 2021 vertreten. Das HR-Ressort wird ab August dem CEO zugeordnet sein. „Die Wahrung der Unternehmenskultur als auch die Entwicklung und Rekrutierung von Talenten hat hohe Priorität“, so CEO Stührenberg.

Parken in der Grube

02.06.2020

Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt. Gleichzeitig wächst der Verkehr deutlich. Doch wohin mit all den Fahrzeugen? Parkraum ist doch jetzt schon ein knappes Gut. Wie sich dieses Problem lösen lässt, zeigt der Blogbeitrag.

Phoenix Contact-Produkte und -Lösungen sind zwar auf der ganzen Welt zuhause, aber oft nicht überall bekannt. Mit dieser Reihe geben wir Alltagsbeispiele und erklären, wo ihr unseren Produkten und Lösungen begegnet und was sie leisten.

In Aitrach im Allgäu befindet sich der Hauptsitz von Klaus Multiparking. Das Familienunternehmen fokussiert sich auf die Entwicklung und Herstellung von teil- und vollautomatisierten Parksystemen. Seit 1963 hat Klaus Multiparking mehr als 25.000 Projekte realisiert. Das entspricht etwa 450.000 Stellplätzen in Deutschland sowie 700.000 Stellplätzen weltweit.

Platzsparend parken

Das Unternehmen bietet zahlreiche Varianten und Ausführungen an, mit denen unterschiedliche Anforderungen der Autos und Gebäude (Breite, Höhe etc.) erfüllt werden können. In sogenannten Unterflurbühnen parken die Autos statt nebeneinander einfach platzsparend übereinander. Das System wird dann im Boden versenkt. Die Parker erzeugen Platz, wo keiner ist. Bis zu zwei Parkebenen können in den Boden eingelassen werden. Eine Parkbox ist maximal zwei Meter hoch, trägt eine Last bis 2,6 Tonnen und erlaubt ein komfortables Ein- und Aussteigen selbst aus dem SUV. Das Dach des Parksystems lässt sich individuell gestalten, also pflastern, bepflanzen oder mit Sand bestreuen. Hoch- und runtergefahren werden die Parksysteme übrigens mit einem Schlüssel sowie per Fernbedienung oder App. Die Parksysteme von Klaus Multiparking finden Anwendung in Wohn- und Geschäftshäusern, Hotels, Tiefgaragen und Parkhäusern.

Sicherheit geht vor

Entwicklung und Fertigung der Parklösungen erfolgen in einer intelligenten und digital vernetzten High-End-Produktion am Standort im Allgäu. Eine smarte Fabrik für clevere Parksysteme braucht natürlich auch smarte Komponenten, Systeme und Lösungen zur Automatisierung. So finden sich in den Schaltschränken der Parksysteme viele Produkte von Phoenix Contact. Neben Stromversorgungen und Reihenklemmen verwendet Klaus Multiparking auch Relais mit zwangsgeführten Kontakten. Die Relaismodule stellen einen zuverlässigen Signalaustausch mit Rückmeldefunktion zwischen zwei Systemen sicher. So ist dafür gesorgt, dass das Parksystem sicher funktioniert und weder Mensch noch Technik noch Auto beim Parken zu Schaden kommen.

Bei einer Zwangsführung sind Schließer- und Öffnerkontakt mechanisch miteinander verbunden. So wird verhindert, dass Schließer und Öffner gleichzeitig geschlossen sind. In Verbindung mit einer geeigneten Schaltung lässt sich ein Öffnungsversagen somit jederzeit feststellen und das System abschalten. Aufgrund der in das Relaismodul integrierten Status-LED kann der Anwender die Schaltzustände außerdem stets erkennen.

Die Parksysteme von Klaus Multiparking lösen das Platzproblem, besonders in der Großstadt. Durch Produkte von Phoenix Contact sind sie dabei sicher in der Handhabung.

Mit dem E-Bike und der S-Bahn zur Arbeit – ein rundum gutes Gefühl

06.05.2020

Was bedeutet es, nicht mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, und warum verzichtet man auf diesen Komfort? Zukunftsgestalter Jens Seiler berichtet im Beitrag über seine Beweggründe, morgens den Arbeitsweg mit dem E-Bike und der S-Bahn zurückzulegen. Vielleicht motiviert seine Haltung auch euch nach der Corona-Krise – viel Spaß beim Lesen.

Irgendwann hat sich der Gedanke entwickelt, nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Dabei hat sicher das Argument eine Rolle gespielt, Ressourcen zu schonen. Andererseits aber auch der Wunsch, den Tag mit Bewegung und nicht schon gestresst zu beginnen.

Die organisatorische Herausforderung

Wie kommt man im ländlichen Raum mit hügeliger Landschaft zur Arbeit, ohne im Anschluss duschen zu müssen? Natürlich sollte die Fahrt auch keine Stunden dauern. Die Lösung für mich ist das E-Bike in Kombination mit der S-Bahn. Die Strecke kann ich persönlich aus Hameln in 50 Minuten von der Haustür bis zum Arbeitsplatz absolvieren. Die E-Bike-Strecke hat eine Länge von 7,5 km in eine Richtung. Frühsport vorprogrammiert.

Die täglichen Herausforderungen 

Zugegebenermaßen ist man vom Fahrplan der S-Bahn abhängig. Rechtzeitiges Abfahren hilft dabei, nicht schon zu Tagesbeginn in Stress zu verfallen. Der Spaßfaktor, bei Regen oder Schnee zu starten, ist ziemlich gering, aber hier hilft passende Kleidung. Im Sommer liegt der Fokus eher auf „Ich möchte frisch zur Arbeit kommen, aber nicht aussehen wie auf einer Sportveranstaltung“.

Die Benefits

- Das Ankommen am Arbeitsplatz, nachdem man sich schon etwas bewegt hat, möchte ich nicht mehr missen.

- Im Sommer genieße ich auch häufiger die komplette Rückfahrt per E-Bike. Auf der Fahrt kann man vom Job abschalten und kommt entspannt zuhause an.

- Belohnt wird man sicherlich auch mit Ausblicken, die man aus dem Auto heraus nicht erleben kann oder sollte (siehe Bild oben).

- Der Aspekt Ressourcenschonung spielt auch eine Rolle: Das E-Bike liegt weit vor dem Auto, wenn man den CO2-Fußabdruck oder auch nur die Lautstärke betrachtet.

- Die Ressource Geldbeutel wird zusätzlich geschont, da das E-Bike über JobRad bei Phoenix Contact geleast ist. Abgesehen von einem unkomplizierten Bestellprozess spare ich ca. 25 % gegenüber einem Kauf. Versicherung und Inspektionen sind auch mit dabei.

Mit Augmented Reality durch die Smart Factory

06.04.2020

Augmented Reality gibt es nicht nur in Spielen wie Pokémon GO. Auch in einer Smart Factory kann die erweiterte Realität eingesetzt werden, um Arbeitsabläufe an ungeübte Mitarbeiter weiterzugeben.

Augmented Reality beim Werkzeugumbau

Mit Augmented Reality testen wir, inwieweit wir unsere Daten nutzen können, um einen ungeübten Mitarbeiter bei einem komplexen Rüstvorgang zu unterstützen.

Bei der Augmented Reality (deutsch: erweiterte Realität) wird die Realitätswahrnehmung digital erweitert. Das geschieht meist visuell durch die Ergänzung von Bildern oder Videos um Zusatzinformationen. Augmented Reality wird beispielsweise bei Übertragungen von Fußballspielen genutzt, wenn die Entfernung zum Tor bei einem Freistoß anhand einer Linie eingeblendet wird.

Ein Rüstvorgang hat nichts mit Rittern und ihren Rüstungen zu tun. Bei einem Rüstvorgang wird eine Maschine entsprechend der neuen Artikelvariante, die sie fortan produzieren soll, umgebaut.

In der Smart Factory müssen wir unseren Produktionsprozess stark an den Markterfordernissen ausrichten, d. h. den Anforderungen unserer Kunden. Die wollen oft speziell auf sie zugeschnittene Teile. Daher erwarten wir immer mehr Rüstvorgänge in kürzeren Abständen. Eine Lösung mit einer Augmented-Reality-Brille könnte uns dabei helfen, diese Anforderung qualitativ und wirtschaftlich sicher zu erfüllen.

Wissen digitalisieren mit Augmented Reality

Um bei einem Rüstvorgang Fehlerquote, Arbeitszeit sowie Fehlteile gering zu halten, ist ein hohes Maß an Erfahrung notwendig. Diese Erfahrung haben oft nur einige wenige Mitarbeiter. Durch die Digitalisierung der Erfahrung wird das Wissen auch für ungeübte Mitarbeiter zugänglich.

Eine AR-Brille unterstützt den Facharbeiter im Rüstprozesses durch das Einblenden von virtuellen Bauteilen in die wirkliche Umgebung. Montagerichtungen und Bewegungen werden animiert und der Mitarbeiter kann anhand der Anleitung den notwendigen Arbeitsschritt korrekt ausführen.

Im Bedienfeld werden zusätzliche Informationen zum Arbeitsschritt angezeigt. Durch eine einfache Fingerbewegung kann der Mitarbeiter einzelne Sequenzen noch mal ansehen oder gegebenenfalls verlassen. Die zu montierenden oder demontierenden Bauteile werden farblich markiert, notwendige Hilfsmittel werden in das Sichtfester eingeblendet. Dafür nutzt die Augmented-Reality-Brille eine Vielzahl von eingebauten Sensoren, um eingeblendete Informationen korrekt im Raum zu platzieren.

Mit unserem ersten Projekt, der digitalen Umbauanleitung, haben wir gelernt, unsere Stammdaten für die Digitalisierung zu nutzen. In diesem Projekt ist die Kernkompetenz des Werkzeugmechanikers von entscheidender Bedeutung.

Die Anwendung der Augmented-Reality-Brille ist eine Erweiterung der Digitalisierung um Erfahrung und Arbeitsweisen unserer Mitarbeiter. Durch das Einbinden von bewährten Arbeitsabläufen in das Programm können auch ungeübte Kollegen einen Rüstvorgang durchführen. Dadurch haben wir einen langfristigen und nachhaltigen Nutzen für die Zukunft geschaffen.

Über den Autor Nihat Köse

Bei Phoenix Contact betreue ich Digitalisierungsprojekte rund um die Produktion. Meine 30-jährige Produktionserfahrung hilft mir dabei, die Fertigung von gestern in die digitale Welt von morgen zu überführen. Privat merke ich auch, dass die Digitalisierung immer mehr Einzug hält. Die neuen Cardiogeräte in meinem Fitnessstudio haben z. B. tolle Work-Out-Programme. 

Elektromobilität im Unternehmen: laden mit System

09.03.2020

Elektromobilität gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ob Parkplätze im öffentlichen Bereich oder auf einem Firmengelände – Ladestationen für Elektroautos sind nicht mehr wegzudenken. Eine Software für Lade- und Lastmanagement optimiert den Betrieb von Ladestationen.

Im hohen Norden

In Reußenköge nahe Flensburg liegt der Hauptsitz der GP Joule Unternehmensgruppe. GP Joule bietet Leistungen in allen Bereichen erneuerbarer Energien, darunter seit 2015 auch die Elektromobilität. Der eigene Unternehmensbereich namens Connect setzt Projekte im Bereich der neuen Mobilität um. Bereits seit 2015 arbeitet GP Joule Connect eng mit der Phoenix Contact E-Mobility GmbH zusammen. Die EV Charging Suite, eine Software für Lade- und Lastmanagement von Phoenix Contact, setzt GP Joule nicht nur bei Kunden ein, sondern nutzt sie heute sogar selbst.

Elektromobilität in Unternehmen

Unternehmen, die ihren Fuhrpark elektrifizieren wollen, stehen zu Beginn vor vielen Herausforderungen. Manuel Reich, Geschäftsführer von GP Joule Connect, erläutert, wieso: „Die Anforderungen an die Mobilität wandeln sich stetig – z. B. durch Wachstum des eigenen Unternehmens oder durch die Notwendigkeit, Photovoltaik-Eigenstromerzeugung wie auch Großverbraucher ins Energiemanagement zu integrieren.“ Hinzu kommen neue Technologien, neue Fahrzeuge im Markt und veränderte Bedürfnisse seitens der Mitarbeiter. GP Joule betreibt mittlerweile über 30 Ladestationen in Reußenköge.

Am Anfang steht die Ladestation

Das Basiselement eines neuen Ladeparks ist immer die Ladestation. Die darin verbaute Ladesteuerung muss während des Ladevorgangs den Strom steuern und dazu selbst von einem übergeordneten System aus steuerbar sein. Sie muss außerdem flexibel genug sein, um verschiedene Lademodi zu ermöglichen.

Woher kommt die Energie?

Ebenfalls von grundsätzlicher Bedeutung ist die Energieversorgung des Ladeparks. Um den Energiefluss des Ladeparkplatzes zu steuern, ist ein Energiemanagementsystem erforderlich. Das kann nur für den Ladeparkplatz zuständig oder aber Teil eines kompletten Gebäudemanagementsystems sein. Das Energiemanagementsystem verteilt die vorhandene Leistung auf die einzelnen Ladepunkte.

EV Charging Suite

Die EV Charging Suite von Phoenix Contact ermöglicht ein optimales Energiemanagement. Die Lösung kommuniziert mit den Ladesteuerungen, regelt die Freigabe für den Ladevorgang und reguliert den Ladestrom. Die Abrechnung erfolgt entweder lokal oder über Abrechnungssysteme wie das Open Charge Point Protocol (OCPP). Darüber kommuniziert die Software mit dem Abrechnungsanbieter. GP Joule nutzt die Exportfunktion der Software und leitet die Verbrauchsdaten selbst weiter. Eine Erweiterung des Ladeparks ist durch ein Lizenzmodell für 10, 30 oder 50 Ladepunkte ohne Software-Update möglich.

Parameter zum Ladeparkplatz, zu den Ladepunkten, zum Lastmanagement und zur Anbindung an das Abrechnungssystem stellt die EV Charging Suite auf einer webbasierten Oberfläche zur Verfügung. Diese kann von jedem beliebigen PC via Webbrowser aufgerufen werden. Benutzer können relevante Einstellungen jederzeit einsehen oder verändern.

Von Daten und Salaten

03.02.2020

Curry-Quinoasalat, getrocknete Tomaten oder soll es doch lieber der klassische Kartoffelsalat sein? Für ihre Feinkostsalate und Antipasti ist die Heinrich Kühlmann GmbH & Co. KG bekannt. Damit alle Liegenschaften nachhaltig und wirtschaftlich betrieben werden, setzt das Unternehmen das Gebäudemanagementsystem Emalytics ein. Die IoT-Lösung sorgt für einen transparenten und effizienten Betrieb. Mehr dazu im heutigen Blogbeitrag.

Phoenix Contact-Produkte und -Lösungen sind zwar auf der ganzen Welt zuhause, aber oft nicht überall bekannt. Mit dieser Reihe geben wir Alltagsbeispiele und erklären, wo ihr unseren Produkten und Lösungen begegnet und was sie leisten.

Die Heinrich Kühlmann GmbH & Co. KG

In Rietberg im Kreis Gütersloh sitzt einer der bedeutendsten Feinkosthersteller Deutschlands – die Heinrich Kühlmann GmbH & Co. KG. Über eine Million Portionen Salate, Antipasti, Cremes und Co. verlassen täglich das Unternehmen und finden ihren Weg in den Einzel- und Fachgroßhandel. Während sich Verwaltung, Produktion und Innovationszentrum im Ortsteil Westerwiehe befinden, sind im Ortsteil Westenholz ein weiterer Fertigungsbereich sowie die Logistik untergebracht.

Daten sammeln und auswerten

An den verschiedenen Standorten fallen täglich Unmengen an Daten an. 100.000 Daten aus der Produktion, den Versorgungsanlagen und weiteren Räumlichkeiten werden von IoT-basierten Steuerungen erfasst und an das Gebäudemanagementsystem Emalytics weitergeleitet.

Mit dem IoT-basierten Gebäudemanagementsystem Emalytics von Phoenix Contact stellt Feinkost Kühlmann den nachhaltigen und wirtschaftlichen Betrieb der einzelnen Standorte sicher. Die Auswertung der Daten deckt Optimierungspotenziale auf, die die Effizienz der Fertigung steigern. Anhand einiger Bespiele möchten wir euch das erläutern.

Temperaturdaten erfassen
Bildquelle: Feinkost Kühlmann

Um die gute Qualität der Feinkostprodukte sicherzustellen, werden in den Produktionsabschnitten alle zwei Minuten die Temperaturwerte überprüft. Wird ein Grenzwert überschritten, geht automatisch eine Alarmmeldung per E-Mail oder Telefon an einen hinterlegten Mitarbeiter raus. So stellt das Unternehmen die permanente Kontrolle der Kühlkette im Fertigungsbereich sicher. Schon vor der Einführung von Emalytics bei Feinkost Kühlmann wurden diese Werte erfasst. Allerdings mussten einzelne Mitarbeiter sie händisch protokollieren. Das übernimmt jetzt das Gebäudemanagementsystem. Die Mitarbeiter können sich so anderen Aufgaben widmen. Auch der Bereitschaftsdienst vor Ort entfällt. Mit entsprechenden Zugriffsrechten kann sich der Mitarbeiter bei einer Alarmmeldung einfach von zuhause aus auf die Anlage schalten.

Automatisch Nachschub ordern

Was wäre ein guter Salat ohne die richtige Portion an Essig und Öl? Emalytics wertet auch den Verbrauch von Speiseöl und -essig aus. Der Füllstand der entsprechenden Tanks wird dreimal täglich automatisch an die Lieferanten übermittelt. So können diese eigenständig den Nachschub planen. Die Liefermengen lassen sich in der Datenbank abspeichern und den Entnahmen gegenüberstellen. Das macht die Lieferkette transparent.

Anlagenteile effizient ersetzen

Die Filter der Lüftungsanlagen wurden vor der Einführung von Emalytics turnusmäßig laut Wartungsvertrag ausgetauscht. Jetzt verraten die Daten genau, wann eine Erneuerung erforderlich ist. Finanzielle Einsparungen durch die neue Lösung sind bei Feinkost Kühlmann klar ersichtlich.

Das waren nur ein paar Beispiele für den Einsatz des Gebäudemanagementsystems Emalytics beim Feinkosthersteller Kühlmann. Mit der IoT-basierten Lösung ist das Unternehmen im digitalen Zeitalter angekommen und kann die Vorteile der Digitalisierung für einen nachhaltigen Betrieb nutzen.

Mehr zum Thema Emalytics

Mehr Anwendungsbeispiele zum Gebäudemanagementsystem Emalytics findet ihr hier.

Der Beitrag wurde auf Basis dieses Applikationsberichts verfasst.

Blitze messen im Burj Khalifa

15.01.2020

Der Burj Khalifa ist das größte Gebäude der Welt. Mit seinen 828 Metern Höhe zieht der Wolkenkratzer Blitze geradezu an. Ein Lightning-Monitoring-System ist da unerlässlich.


LM-S misst Schäden am Gebäude

Verheerende Schäden durch Blitzeinschläge an Anlagen und Gebäuden sind keine Seltenheit. In Zeiten von Urbanisierung und Megacities (größere Städte, höhere Gebäude) wird das Thema Blitzmessung immer wichtiger. Denn je höher ein Bauwerk ist, desto stärker ist es Belastungen durch Blitzeinschläge ausgesetzt. Deshalb darf das Lightning-Monitoring-System von Phoenix Contact auch auf der Spitze des höchsten Gebäudes in Dubai nicht fehlen. Es wurde dort installiert, um die Blitzeinschläge im Burj Khalifa erfassen und auswerten zu können.

Das Blitzmesssystem besteht aus einem Analyser, einer Verbindungsleitung und bis zu drei Sensoren. Wenn ein Blitz in die Blitzfangstange einschlägt, entsteht ein Magnetfeld im Ableiter. Durch den magnetooptischen Faraday-Effekt werden die Stoßströme in der Blitzabteilung gemessen. Charakteristische Messwerte der Blitze, wie dessen maximale Steilheit oder die Ladung, werden ermittelt und gespeichert.

Dem Betreiber des Gebäudes dienen diese Informationen lediglich zur statistischen Auswertung, denn über ein umfassendes äußeres und inneres Blitzschutz­system verfügt das Gebäude ebenfalls.

Installation in über 800 Metern Höhe

Unter extremen Bedingungen fand die Installation des Blitzstrom-Messsystems in Dubai statt. Ingenieur Arno Kiefer war dabei und berichtet in seinem Blogbeitrag auf unserem Karriereblog über die Installation auf dem höchsten Gebäude der Welt. Achtung, wir hoffen, ihr seid schwindelfrei!

Ursprünglich wurden Blitzmesssysteme hauptsächlich für Windkraftanlagen genutzt. Unvorhergesehene Schäden verursachen dort immer wieder Kosten in der Reparatur. In letzter Zeit bewährte es sich jedoch immer wieder, Blitzmessgeräte auch in Gebäuden – vor allem Wolkenkratzern – zu installieren. Wo bei einer Windkraftanlage lediglich 10 Meter Kabellänge ausreichend sind, um Sensor und Analyser verbinden zu können, wurden für den Burj Khalifa allerdings ganze 200 Meter Kabellänge benötigt – der Größenunterschied macht sich eben doch bemerkbar.

Die Blitzfangstange ist der höchste Punkt des Burj Khalifas. Der Blitzsensor wurde daran mit Metallkabelbindern fixiert. Normalerweise ist der Sensor schwarz, doch auf Grund der hohen Sonneneinstrahlung wurde für diesen Wolkenkratzer eine Spezialanfertigung in weiß hergestellt. Weil die Installation unter extremen Bedingungen stattfand, wurden die einzelnen Schritte im Voraus mehrfach geprobt. Auch das 200 Meter lange Glasfaserkabel zwischen Sensor und Analyser brachte besondere Herausforderungen mit sich. Vor der Installation musste es auf Temperaturfestigkeit von über 70 Grad Celsius geprüft werden. Damit sich das Kabel auf dieser Länge aufgrund des Eigengewichts nicht durchhängt, wurde es alle zehn Höhenmeter für ein Stück waagerecht verlegt.

Driving home for christmas

20.12.2019

Die Weihnachtstage stehen vor der Tür und viele machen sich auf den Weg nach Hause zu Familie und Freunden. Dabei begegnet man, wenn auch versteckt, unterschiedlichen Produkten und Lösungen von Phoenix Contact. Dieser Blogbeitrag gibt einen Einblick in die „Made by Phoenix Contact“- Welt. Viel Spaß beim Lesen!

Phoenix Contact-Produkte und -Lösungen sind zwar auf der ganzen Welt zuhause, aber oft nicht überall bekannt. Mit dieser Reihe geben wir Alltagsbeispiele und erklären, wo ihr unseren Produkten und Lösungen auch jetzt zur Weihnachtszeit begegnet und was sie leisten.

Unterwegs mit der Bahn

Während man gemütlich im Zug sitzt und die Winterlandschaft an sich vorbeiziehen lässt, sorgen im Streckennetz und in den Bahnfahrzeugen verbaute Phoenix Contact-Lösungen dafür, dass jeder problemlos bei seinen Liebsten ankommt. Vibrations- und witterungsfeste Komponenten für die Ansteuerung und Überwachung von Weichenheizungen tragen beispielsweise dazu bei, dass die Schienen zu jeder Zeit eisfrei sind. Außerdem sorgen spezielle Relaismodule aus unserem Produktportfolio dafür, dass der Zug im Fall einer Notbremsung sicher zum Stehen kommt. Damit nun auf den letzten Metern nicht noch die Technik versagt, werden Rundsteckverbinder eingesetzt: Sie stellen für die Reise ein funktionierendes Datennetz zum Informationsaustausch her und übernehmen diverse Steuerungsaufgaben. Mit diesen und vielen weiteren Produkten und Lösungen ermöglicht Phoenix Contact ein sicheres und entspanntes „coming-home“ mit der Bahn.

Schnellladen mit dem Elektroauto

Auch bei der Heimreise mit dem Auto trifft man auf Phoenix Contact-Produkte. Nicht selten kreuzt ein E-Auto den eigenen Weg, wo bei vielen Modellen eine Ladedose von Phoenix Contact eingebaut ist. Außerdem sind an zahlreichen Tankstellen bereits Ladesäulen für Elektroautos zu finden. Flexible Ladeschnittstellen und hochwertige Ladekabel dafür kommen von Phoenix Contact. Und mit einer intelligenten Steuerung im Inneren der Ladesäulen sorgen wir dafür, dass der Ladevorgang auf dem Heimweg schnell, sicher und unkompliziert funktioniert. Wenn's draußen kalt ist und schneit, möchte ja auch niemand lange warten. Mittlerweile ist auch High Power Charging, eine Ladetechnologie, die von Phoenix Contact entwickelt wurde, in einigen Ladestationen verbaut. Dabei werden Stecker und Kabel durch eine Flüssigkeit gekühlt, damit sie durch die hohen Ladeströme nicht überhitzen. So kann innerhalb von drei bis fünf Minuten der Akku für 100 Kilometer Reichweite aufgeladen werden, und es bleibt hr Zeit beim Geschenkekauf oder für einen leckeren Glühwein mit Freunden.

Das Beispiel Straßenbeleuchtung

Es ist Winter, es ist dunkel. Wie gut, dass Straßenlaternen euch den Weg nach Hause beleuchten. Heutzutage unterscheiden die meisten Straßenbeleuchtungen zwischen Tag, Nacht und Dämmerung. Mit einer intelligenten Lösung kann man beispielsweise schon die Straßen- und Tunnelbeleuchtung in einem gemeinsamen System managen und gemäß Helligkeit, aber auch Verkehrsaufkommen steuern. Ein zukunftsweisendes System lässt sich aber auch kontinuierlich erweitern. Im Fall der Straßenbeleuchtung könnten an die Lichtmasten weitere Sensoren und Aktoren angebracht werden, wie beispielsweise ein Notfallsensor, der auf allen Kranken- und Feuerwehrwagen montiert ist oder mitgeführt wird. Kommt es zu einem Autounfall, wird durch den Sensor die Beleuchtung am Unfallort auf die maximale Helligkeit hochgefahren und die Sperrung der Straße sowie eine Ausweichroute angezeigt. Mit der flexiblen PLCnext Technology von Phoenix Contact können solche Erweiterungen schnell umgesetzt werden.

Egal mit welchem Verkehrsmittel ihr euch auf den Weg nach Hause macht, wir wünschen euch eine sichere Fahrt und wundervolle Feiertage!

Blitzstrommessung in Windenergieanlagen

06.11.2019

Windenergieanlagen sind oftmals den Belastungen von Blitzeinschlägen ausgesetzt. Blattbeschädigungen und Elektronikausfälle sind das Ergebnis der Einschläge. Meistens können Blitzeinschläge nicht direkt erkannt bzw. aufgezeichnet werden. Solche Aufzeichnungen werden von Versicherungen aber zunehmend gefordert, falls es zu Schäden kommt.

Auch wenn in einer Windenergieanlage gar kein Blitz eingeschlagen ist, werden Ableiter oft vorsorglich ausgetauscht. Sie können nämlich nur eine begrenzte Anzahl an Blitzeinschlägen abführen. Ist also der Blitz bereits mehrfach eingeschlagen, ohne dies zu erkennen, kann die Anlage beschädigt werden. Der Austausch von Blitzableitern ist zeit- und kostenaufwendig. Umso ärgerlicher ist es also, wenn der Austausch noch gar nicht notwendig ist.

Blitzstrommessung ermöglicht vorbeugende Wartung

Abhilfe schafft hier der Einsatz eines Systems zur Blitzstrommessung, das wichtige Kennwerte der Blitzstoßströme erfasst. Mit den gelieferten Informationen kann über die Notwendigkeit von Kontroll- oder Wartungseinsätzen entschieden werden. Die Lösung Lightning Monitoring System (LM-S) von Phoenix Contact kann Blitzeinschläge in den Rotorblättern einer Windenergieanlage genau messen. Sie erkennt und analysiert alle wichtigen Parameter der Blitzstoßströme. Aus diesen Daten lassen sich Rückschlüsse über die tatsächliche Belastung der Anlage ziehen. Dank einer kontinuierlichen Fernüberwachung verbessert sich die Entscheidungsgrundlage für präventive Wartungseinsätze.

Die Sensoren des Messsystems werden auf den Ableitern montiert. Bei einem Blitzeinschlag bildet sich durch den Stoßstrom um den Leiter ein Magnetfeld, das von den Sensoren erfasst wird. Das System sendet die Messergebnisse über Lichtwellenleiter zur Auswerteeinheit. Sie bestimmt anhand der gewonnenen Werte die maximale Blitzstromstärke mit der Blitzstromsteilheit, die Ladung und die spezifische Energie.

Einbindung in Netzwerke

Das LM-S kann autark über ein Modem oder über die integrierte Ethernet-Schnittstelle in Netzwerke eingebunden werden. Die Integration in ein bestehendes Leitsystem ist einfach über den Aufruf der IP-Adressen möglich. Um den Anlagenbetreiber direkt über den Blitzeinschlag zu informieren, kann das LM-S eine Alarm-SMS versenden.

Über einen Webbrowser können detaillierte Informationen über den Blitzeinschlag aufgerufen werden. Somit erkennt der Betreiber frühzeitig den Zustand der Ableiter und kann rechtzeitig Wartungseinheiten planen und umsetzen. So ist ein stabiler Betrieb der Anlage gesichert.

Die Lösung erlaubt es, das System ohne großen Aufwand in ein bestehendes Design einzupassen. Dank der integrierten Spannungsversorgung und dem Überspannungsschutz für die Kommunikation fällt die Integration denkbar einfach aus. Die Leitungen für die Sensoren sind in Längen von 10 m bis 100 m bestellbar. Der Anschlusskasten muss nur montiert und die Leitungen, durch die vorbereiteten Leitungseinführungen an das Gerät gesteckt werden. Spezielles Werkzeug ist dafür nicht notwendig.

Nur ein Teil eines Systems

Für die Prüfung der Rotorblätter bietet Phoenix Contact gemeinsam mit zwei weiteren Überwachungslösungen ein modulares Gesamtsystem namens Blade Intelligence