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PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KGals Arbeitgeber

Deutschland,  49 Standorte Branche Elektro/Elektronik
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Von Daten und Salaten

03.02.2020

Curry-Quinoasalat, getrocknete Tomaten oder soll es doch lieber der klassische Kartoffelsalat sein? Für ihre Feinkostsalate und Antipasti ist die Heinrich Kühlmann GmbH & Co. KG bekannt. Damit alle Liegenschaften nachhaltig und wirtschaftlich betrieben werden, setzt das Unternehmen das Gebäudemanagementsystem Emalytics ein. Die IoT-Lösung sorgt für einen transparenten und effizienten Betrieb. Mehr dazu im heutigen Blogbeitrag.

Phoenix Contact-Produkte und -Lösungen sind zwar auf der ganzen Welt zuhause, aber oft nicht überall bekannt. Mit dieser Reihe geben wir Alltagsbeispiele und erklären, wo ihr unseren Produkten und Lösungen begegnet und was sie leisten.

Die Heinrich Kühlmann GmbH & Co. KG

In Rietberg im Kreis Gütersloh sitzt einer der bedeutendsten Feinkosthersteller Deutschlands – die Heinrich Kühlmann GmbH & Co. KG. Über eine Million Portionen Salate, Antipasti, Cremes und Co. verlassen täglich das Unternehmen und finden ihren Weg in den Einzel- und Fachgroßhandel. Während sich Verwaltung, Produktion und Innovationszentrum im Ortsteil Westerwiehe befinden, sind im Ortsteil Westenholz ein weiterer Fertigungsbereich sowie die Logistik untergebracht.

Daten sammeln und auswerten

An den verschiedenen Standorten fallen täglich Unmengen an Daten an. 100.000 Daten aus der Produktion, den Versorgungsanlagen und weiteren Räumlichkeiten werden von IoT-basierten Steuerungen erfasst und an das Gebäudemanagementsystem Emalytics weitergeleitet.

Mit dem IoT-basierten Gebäudemanagementsystem Emalytics von Phoenix Contact stellt Feinkost Kühlmann den nachhaltigen und wirtschaftlichen Betrieb der einzelnen Standorte sicher. Die Auswertung der Daten deckt Optimierungspotenziale auf, die die Effizienz der Fertigung steigern. Anhand einiger Bespiele möchten wir euch das erläutern.

Temperaturdaten erfassen
Bildquelle: Feinkost Kühlmann

Um die gute Qualität der Feinkostprodukte sicherzustellen, werden in den Produktionsabschnitten alle zwei Minuten die Temperaturwerte überprüft. Wird ein Grenzwert überschritten, geht automatisch eine Alarmmeldung per E-Mail oder Telefon an einen hinterlegten Mitarbeiter raus. So stellt das Unternehmen die permanente Kontrolle der Kühlkette im Fertigungsbereich sicher. Schon vor der Einführung von Emalytics bei Feinkost Kühlmann wurden diese Werte erfasst. Allerdings mussten einzelne Mitarbeiter sie händisch protokollieren. Das übernimmt jetzt das Gebäudemanagementsystem. Die Mitarbeiter können sich so anderen Aufgaben widmen. Auch der Bereitschaftsdienst vor Ort entfällt. Mit entsprechenden Zugriffsrechten kann sich der Mitarbeiter bei einer Alarmmeldung einfach von zuhause aus auf die Anlage schalten.

Automatisch Nachschub ordern

Was wäre ein guter Salat ohne die richtige Portion an Essig und Öl? Emalytics wertet auch den Verbrauch von Speiseöl und -essig aus. Der Füllstand der entsprechenden Tanks wird dreimal täglich automatisch an die Lieferanten übermittelt. So können diese eigenständig den Nachschub planen. Die Liefermengen lassen sich in der Datenbank abspeichern und den Entnahmen gegenüberstellen. Das macht die Lieferkette transparent.

Anlagenteile effizient ersetzen

Die Filter der Lüftungsanlagen wurden vor der Einführung von Emalytics turnusmäßig laut Wartungsvertrag ausgetauscht. Jetzt verraten die Daten genau, wann eine Erneuerung erforderlich ist. Finanzielle Einsparungen durch die neue Lösung sind bei Feinkost Kühlmann klar ersichtlich.

Das waren nur ein paar Beispiele für den Einsatz des Gebäudemanagementsystems Emalytics beim Feinkosthersteller Kühlmann. Mit der IoT-basierten Lösung ist das Unternehmen im digitalen Zeitalter angekommen und kann die Vorteile der Digitalisierung für einen nachhaltigen Betrieb nutzen.

Mehr zum Thema Emalytics

Mehr Anwendungsbeispiele zum Gebäudemanagementsystem Emalytics findet ihr hier.

Der Beitrag wurde auf Basis dieses Applikationsberichts verfasst.

Blitze messen im Burj Khalifa

15.01.2020

Der Burj Khalifa ist das größte Gebäude der Welt. Mit seinen 828 Metern Höhe zieht der Wolkenkratzer Blitze geradezu an. Ein Lightning-Monitoring-System ist da unerlässlich.


LM-S misst Schäden am Gebäude

Verheerende Schäden durch Blitzeinschläge an Anlagen und Gebäuden sind keine Seltenheit. In Zeiten von Urbanisierung und Megacities (größere Städte, höhere Gebäude) wird das Thema Blitzmessung immer wichtiger. Denn je höher ein Bauwerk ist, desto stärker ist es Belastungen durch Blitzeinschläge ausgesetzt. Deshalb darf das Lightning-Monitoring-System von Phoenix Contact auch auf der Spitze des höchsten Gebäudes in Dubai nicht fehlen. Es wurde dort installiert, um die Blitzeinschläge im Burj Khalifa erfassen und auswerten zu können.

Das Blitzmesssystem besteht aus einem Analyser, einer Verbindungsleitung und bis zu drei Sensoren. Wenn ein Blitz in die Blitzfangstange einschlägt, entsteht ein Magnetfeld im Ableiter. Durch den magnetooptischen Faraday-Effekt werden die Stoßströme in der Blitzabteilung gemessen. Charakteristische Messwerte der Blitze, wie dessen maximale Steilheit oder die Ladung, werden ermittelt und gespeichert.

Dem Betreiber des Gebäudes dienen diese Informationen lediglich zur statistischen Auswertung, denn über ein umfassendes äußeres und inneres Blitzschutz­system verfügt das Gebäude ebenfalls.

Installation in über 800 Metern Höhe

Unter extremen Bedingungen fand die Installation des Blitzstrom-Messsystems in Dubai statt. Ingenieur Arno Kiefer war dabei und berichtet in seinem Blogbeitrag auf unserem Karriereblog über die Installation auf dem höchsten Gebäude der Welt. Achtung, wir hoffen, ihr seid schwindelfrei!

Ursprünglich wurden Blitzmesssysteme hauptsächlich für Windkraftanlagen genutzt. Unvorhergesehene Schäden verursachen dort immer wieder Kosten in der Reparatur. In letzter Zeit bewährte es sich jedoch immer wieder, Blitzmessgeräte auch in Gebäuden – vor allem Wolkenkratzern – zu installieren. Wo bei einer Windkraftanlage lediglich 10 Meter Kabellänge ausreichend sind, um Sensor und Analyser verbinden zu können, wurden für den Burj Khalifa allerdings ganze 200 Meter Kabellänge benötigt – der Größenunterschied macht sich eben doch bemerkbar.

Die Blitzfangstange ist der höchste Punkt des Burj Khalifas. Der Blitzsensor wurde daran mit Metallkabelbindern fixiert. Normalerweise ist der Sensor schwarz, doch auf Grund der hohen Sonneneinstrahlung wurde für diesen Wolkenkratzer eine Spezialanfertigung in weiß hergestellt. Weil die Installation unter extremen Bedingungen stattfand, wurden die einzelnen Schritte im Voraus mehrfach geprobt. Auch das 200 Meter lange Glasfaserkabel zwischen Sensor und Analyser brachte besondere Herausforderungen mit sich. Vor der Installation musste es auf Temperaturfestigkeit von über 70 Grad Celsius geprüft werden. Damit sich das Kabel auf dieser Länge aufgrund des Eigengewichts nicht durchhängt, wurde es alle zehn Höhenmeter für ein Stück waagerecht verlegt.

Driving home for christmas

20.12.2019

Die Weihnachtstage stehen vor der Tür und viele machen sich auf den Weg nach Hause zu Familie und Freunden. Dabei begegnet man, wenn auch versteckt, unterschiedlichen Produkten und Lösungen von Phoenix Contact. Dieser Blogbeitrag gibt einen Einblick in die „Made by Phoenix Contact“- Welt. Viel Spaß beim Lesen!

Phoenix Contact-Produkte und -Lösungen sind zwar auf der ganzen Welt zuhause, aber oft nicht überall bekannt. Mit dieser Reihe geben wir Alltagsbeispiele und erklären, wo ihr unseren Produkten und Lösungen auch jetzt zur Weihnachtszeit begegnet und was sie leisten.

Unterwegs mit der Bahn

Während man gemütlich im Zug sitzt und die Winterlandschaft an sich vorbeiziehen lässt, sorgen im Streckennetz und in den Bahnfahrzeugen verbaute Phoenix Contact-Lösungen dafür, dass jeder problemlos bei seinen Liebsten ankommt. Vibrations- und witterungsfeste Komponenten für die Ansteuerung und Überwachung von Weichenheizungen tragen beispielsweise dazu bei, dass die Schienen zu jeder Zeit eisfrei sind. Außerdem sorgen spezielle Relaismodule aus unserem Produktportfolio dafür, dass der Zug im Fall einer Notbremsung sicher zum Stehen kommt. Damit nun auf den letzten Metern nicht noch die Technik versagt, werden Rundsteckverbinder eingesetzt: Sie stellen für die Reise ein funktionierendes Datennetz zum Informationsaustausch her und übernehmen diverse Steuerungsaufgaben. Mit diesen und vielen weiteren Produkten und Lösungen ermöglicht Phoenix Contact ein sicheres und entspanntes „coming-home“ mit der Bahn.

Schnellladen mit dem Elektroauto

Auch bei der Heimreise mit dem Auto trifft man auf Phoenix Contact-Produkte. Nicht selten kreuzt ein E-Auto den eigenen Weg, wo bei vielen Modellen eine Ladedose von Phoenix Contact eingebaut ist. Außerdem sind an zahlreichen Tankstellen bereits Ladesäulen für Elektroautos zu finden. Flexible Ladeschnittstellen und hochwertige Ladekabel dafür kommen von Phoenix Contact. Und mit einer intelligenten Steuerung im Inneren der Ladesäulen sorgen wir dafür, dass der Ladevorgang auf dem Heimweg schnell, sicher und unkompliziert funktioniert. Wenn's draußen kalt ist und schneit, möchte ja auch niemand lange warten. Mittlerweile ist auch High Power Charging, eine Ladetechnologie, die von Phoenix Contact entwickelt wurde, in einigen Ladestationen verbaut. Dabei werden Stecker und Kabel durch eine Flüssigkeit gekühlt, damit sie durch die hohen Ladeströme nicht überhitzen. So kann innerhalb von drei bis fünf Minuten der Akku für 100 Kilometer Reichweite aufgeladen werden, und es bleibt hr Zeit beim Geschenkekauf oder für einen leckeren Glühwein mit Freunden.

Das Beispiel Straßenbeleuchtung

Es ist Winter, es ist dunkel. Wie gut, dass Straßenlaternen euch den Weg nach Hause beleuchten. Heutzutage unterscheiden die meisten Straßenbeleuchtungen zwischen Tag, Nacht und Dämmerung. Mit einer intelligenten Lösung kann man beispielsweise schon die Straßen- und Tunnelbeleuchtung in einem gemeinsamen System managen und gemäß Helligkeit, aber auch Verkehrsaufkommen steuern. Ein zukunftsweisendes System lässt sich aber auch kontinuierlich erweitern. Im Fall der Straßenbeleuchtung könnten an die Lichtmasten weitere Sensoren und Aktoren angebracht werden, wie beispielsweise ein Notfallsensor, der auf allen Kranken- und Feuerwehrwagen montiert ist oder mitgeführt wird. Kommt es zu einem Autounfall, wird durch den Sensor die Beleuchtung am Unfallort auf die maximale Helligkeit hochgefahren und die Sperrung der Straße sowie eine Ausweichroute angezeigt. Mit der flexiblen PLCnext Technology von Phoenix Contact können solche Erweiterungen schnell umgesetzt werden.

Egal mit welchem Verkehrsmittel ihr euch auf den Weg nach Hause macht, wir wünschen euch eine sichere Fahrt und wundervolle Feiertage!

Blitzstrommessung in Windenergieanlagen

06.11.2019

Windenergieanlagen sind oftmals den Belastungen von Blitzeinschlägen ausgesetzt. Blattbeschädigungen und Elektronikausfälle sind das Ergebnis der Einschläge. Meistens können Blitzeinschläge nicht direkt erkannt bzw. aufgezeichnet werden. Solche Aufzeichnungen werden von Versicherungen aber zunehmend gefordert, falls es zu Schäden kommt.

Auch wenn in einer Windenergieanlage gar kein Blitz eingeschlagen ist, werden Ableiter oft vorsorglich ausgetauscht. Sie können nämlich nur eine begrenzte Anzahl an Blitzeinschlägen abführen. Ist also der Blitz bereits mehrfach eingeschlagen, ohne dies zu erkennen, kann die Anlage beschädigt werden. Der Austausch von Blitzableitern ist zeit- und kostenaufwendig. Umso ärgerlicher ist es also, wenn der Austausch noch gar nicht notwendig ist.

Blitzstrommessung ermöglicht vorbeugende Wartung

Abhilfe schafft hier der Einsatz eines Systems zur Blitzstrommessung, das wichtige Kennwerte der Blitzstoßströme erfasst. Mit den gelieferten Informationen kann über die Notwendigkeit von Kontroll- oder Wartungseinsätzen entschieden werden. Die Lösung Lightning Monitoring System (LM-S) von Phoenix Contact kann Blitzeinschläge in den Rotorblättern einer Windenergieanlage genau messen. Sie erkennt und analysiert alle wichtigen Parameter der Blitzstoßströme. Aus diesen Daten lassen sich Rückschlüsse über die tatsächliche Belastung der Anlage ziehen. Dank einer kontinuierlichen Fernüberwachung verbessert sich die Entscheidungsgrundlage für präventive Wartungseinsätze.

Die Sensoren des Messsystems werden auf den Ableitern montiert. Bei einem Blitzeinschlag bildet sich durch den Stoßstrom um den Leiter ein Magnetfeld, das von den Sensoren erfasst wird. Das System sendet die Messergebnisse über Lichtwellenleiter zur Auswerteeinheit. Sie bestimmt anhand der gewonnenen Werte die maximale Blitzstromstärke mit der Blitzstromsteilheit, die Ladung und die spezifische Energie.

Einbindung in Netzwerke

Das LM-S kann autark über ein Modem oder über die integrierte Ethernet-Schnittstelle in Netzwerke eingebunden werden. Die Integration in ein bestehendes Leitsystem ist einfach über den Aufruf der IP-Adressen möglich. Um den Anlagenbetreiber direkt über den Blitzeinschlag zu informieren, kann das LM-S eine Alarm-SMS versenden.

Über einen Webbrowser können detaillierte Informationen über den Blitzeinschlag aufgerufen werden. Somit erkennt der Betreiber frühzeitig den Zustand der Ableiter und kann rechtzeitig Wartungseinheiten planen und umsetzen. So ist ein stabiler Betrieb der Anlage gesichert.

Die Lösung erlaubt es, das System ohne großen Aufwand in ein bestehendes Design einzupassen. Dank der integrierten Spannungsversorgung und dem Überspannungsschutz für die Kommunikation fällt die Integration denkbar einfach aus. Die Leitungen für die Sensoren sind in Längen von 10 m bis 100 m bestellbar. Der Anschlusskasten muss nur montiert und die Leitungen, durch die vorbereiteten Leitungseinführungen an das Gerät gesteckt werden. Spezielles Werkzeug ist dafür nicht notwendig.

Nur ein Teil eines Systems

Für die Prüfung der Rotorblätter bietet Phoenix Contact gemeinsam mit zwei weiteren Überwachungslösungen ein modulares Gesamtsystem namens Blade Intelligence

Künstliche Intelligenz - wo stehen wir, wo geht es hin?

18.10.2019

KI in unserem Alltag

Künstliche Intelligenz treibt Menschen schon lange um. Wie lässt sich intelligentes Verhalten automatisieren und wie erleichtert maschinelles Lernen unseren Alltag?

Eine erste Form der Künstlichen Intelligenz nutzen wir heute ganz selbstverständlich: Seit 1990 hilft sie uns, unerwünschte E-Mails direkt in den Spam-Ordner zu sortieren. Seid ihr interessiert, welche Möglichkeiten KI in der Industrie 4.0 eröffnet und wie der aktuelle Entwicklungsstand ist, dann schaut in das Technologieszenario der Plattform Industrie 4.0.

Beispiele für KI

Erst seit kurzer Zeit stehen die technischen Möglichkeiten bereit, riesige Datenmengen zu speichern und diese von extrem leistungsfähigen Prozessoren verarbeiten zu lassen. Die Online-Pinnwand Pinterest ist ein Beispiel dafür, was heute möglich ist. Dort nutze ich Grafiken und Fotografien in einem sozialen Netzwerk mit visueller Suchmaschine. Diese baut auf einen Pool von mehr als 175 Milliarden mit Daten hinterlegten Bildern auf. Entdecke ich dort z. B. eine Jacke, die mir gut gefällt, wird diese von einem Algorithmus auf dem Foto identifiziert. Diese Künstliche Intelligenz sucht mir dann nicht nur die Marke heraus. Gleichzeitig werden meine persönlichen Daten abgeglichen, wie Größe oder weitere Vorlieben. So bekomme ich eine Produktvorschlag, den ich vermutlich kaufen werde.

Ein weiteres Beispiel, das jeder kennt, ist das autonome Fahren. Augen und Ohren des Autos sind spezielle Sensoren, z. B. Kameras. Aktuell gibt es noch Problem bei komplizierter Verkehrsführung oder schlechten Wetterbedingungen. Aber daran wird gearbeitet.

KI bei Phoenix Contact

Damit künstliche Intelligenz arbeiten kann, bauen Programmierer ein Modell der Wirklichkeit und abstrahieren es. Micha Scharf von Phoenix Contact: „Dafür definieren wir das Problem, stellen die notwendigen Daten bereit und wählen ein geeignetes Modell aus. Im Werkzeugbau sagt uns die KI beispielsweise vorher, welche Breite ein Kunststoffbauteil haben wird, wenn ich bestimmte Einstellungen an der Spritzgussmaschine vornehme.“ Im Grunde werden anhand sehr vieler Messergebnisse unbekannte Größen einer Gleichung in bekannte Größen gewandelt. Damit werden bei uns schon viele Arbeitsabläufe optimiert.

Um bei Protiq, unserer Tochtergesellschaft für additive Fertigung, fertig gestellte Teile den jeweiligen Aufträgen zuzuordnen, nutzen die Kollegen künstliche neuronale Netze. Das sind Strukturen für maschinelles Lernen. Sie basieren auf der Fähigkeit, die erforderlichen Merkmale selbst anhand von z. B. Kamerabildern zu lernen. Dafür lernen Filter Merkmale wie Farbübergänge oder Kanten, so wie bei der Gesichtserkennung auf Fotos.

Thema ist das bei uns in vielen Bereichen. Das beweist auch die interne Veranstaltung „Artificial Intelligence – Hack Days 2019“. Dort werden Teilnehmer auf Basis unserer Produkte PLCnext Control und Proficloud Software für Künstliche Intelligenz programmieren.

Der Blick in unsere Zukunft

In Zukunft wird Künstliche Intelligenz vermehrt Einzug bei uns halten. In der Produktion könnten Roboter eigenständig ihre Arbeitsabläufe verbessern. Dafür lernt der Roboter mit KI beispielsweise, wie schnell oder langsam ein Teil an den Menschen weiter gegeben werden muss. Oder in der Verwaltung kommt eine E-Mail mit einem Produktbild an. Die KI erkennt, dass an dem Produkt etwas abgebrochen ist. Der Kunde bekommt das Teil automatisch zugesandt. Ausgewertet würde auch, ob dieses Teil häufiger reklamiert wird. Eine Information ginge dann an die entsprechende Abteilung, um den Fehler kurzfristig abzustellen.

Doch obwohl KI immer häufiger Aufgaben für uns erledigen wird, sind es immer berechnete Modelle. Sie können sich der Realität nur annähern, nach wie vor bleibt der Mensch in der Verantwortung.

Smart City – Die Stadt der Zukunft

16.09.2019

Was ist eine Smart City? Welchen Mehrwert bietet sie ihren Bürgern? Und welche Rolle spielt Phoenix Contact in solch einer „intelligenten Stadt“?

Mülltonnen melden ihre Füllhöhe. Parkplätze signalisieren per App, dass sie frei sind. Straßenlaternen sind gleichzeitig Ladestationen für E-Fahrzeuge, WLAN-Hotspots und Notrufsäulen. Ampeln und Autos kommunizieren miteinander, ob die aktuelle Grünphase noch anhält, bis das Auto die Ampel erreicht oder nicht.

Noch klingen die meisten Beispiele für eine Smart City nach Zukunftsmusik. Viele Städte arbeiten allerdings bereits an Lösungen, um zu einer Smart City zu werden.

Was ist eine Smart City?

Laut Deutschem Institut für Normung e.V. (DIN) ist eine Smart City ein „Siedlungsraum, in dem systemisch (ökologisch, sozial und ökonomisch) nachhaltige Produkte, Dienstleistungen, Technologien, Prozesse und Infrastrukturen eingesetzt werden, in der Regel unterstützt durch hochintegrierte und vernetzte Informations- und Kommunikationstechnologien“. Dadurch soll auch für die Bürger ein Mehrwert entstehen.

Über der Smart City schwebt die Proficloud

„In der Cloud“ arbeitet mittlerweile jeder. Die Cloud vernetzt Produkte, Menschen und Unternehmen. Die Proficloud von Phoenix Contact vernetzt Hard- und Software-Komponenten in Systemen und Maschinen. Über eine Verbindung zum Internet können die ihre Daten an die Proficloud senden. Bei Ricola werden über die Proficloud beispielsweise Temperaturdaten in den Lagerstätten erfasst und via Internet an das zentrale Prozessleitsystem übermittelt.

In einer Smart City lassen sich über die Proficloud ebenfalls relevante Daten speichern. Auch Dienste aus dem Internet, zum Beispiel Wetterdaten von entsprechenden Seiten, können integriert werden. Phoenix Contact berät die Städte und prüft, welche Daten aus vorhandenen Systemen verwendbar sind und welche weiteren Sensoren angebracht werden müssen. In der Proficloud laufen die Daten zusammen und werden analysiert. Die Stadt kann schließlich entscheiden, wo ein Vorteil für die Bürger entstehen könnte und sinnvoll investieren.

Mit der PLCnext Technology zur Smart City

Eine große Herausforderung und gleichzeitig Chance der Digitalisierung im Hinblick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung liegt in der Bereitstellung von Open Data und der Nutzung neuer Datenquellen. Die offene Steuerungsplattform PLCnext Technology von Phoenix Contact ist flexibel, zugriffssicher und multiprogrammierbar. Open Source Software und Apps können einfach in die Programme eingebunden werden. Im PLCnext Store, der zentralen Plattform rund um die PLCnext Technology, kann jeder seine Software auch für andere zur Verfügung stellen. Die Anwender können sie dann direkt auf ihre Steuerung laden.

Das Beispiel Straßenbeleuchtung

Heutzutage unterscheiden die meisten Straßenbeleuchtungen zwischen Tag, Nacht und Dämmerung. Mit einer intelligenten Lösung kann man beispielsweise schon die Straßen- und Tunnelbeleuchtung in einem gemeinsamen System managen und gemäß Helligkeit, aber auch Verkehrsaufkommen steuern. Ein zukunftsweisendes System lässt sich aber auch kontinuierlich erweitern. Im Fall der Straßenbeleuchtung könnten an die Lichtmasten weitere Sensoren und Aktoren angebracht werden, wie beispielsweise ein Notfallsensor, der auf allen Kranken- und Feuerwehrwagen montiert ist oder mitgeführt wird. Kommt es zu einem Autounfall, wird durch den Sensor die Beleuchtung am Unfallort auf die maximale Helligkeit hochgefahren und die Sperrung der Straße sowie eine Ausweichroute angezeigt.

Als Mechatroniker für Windenergie hoch hinaus

13.08.2019

Als echter Blomberger, der in dieser kleinen beschaulichen Stadt aufgewachsen ist, gab es nur ein Ziel nach dem Abitur. Ich wollte bloß weg von hier! Aber wohin und was dort machen? Ich war schon immer technisch versiert und hatte Interesse an naturwissenschaftlichen Dingen. Daher habe ich schnell den Entschluss gefasst, Ingenieurwesen zu studieren. Am besten dual, so ein Studium will ja auch bezahlt werden.

Mein Weg zu Phoenix Contact

Also fing ich an Bewerbungen zu schreiben. Ich bewarb mich auch bei Phoenix Contact in Blomberg. Ich kannte das Unternehmen aus der Schule, hatte aber als Schüler noch nie so richtig verstanden, was es überhaupt produziert. Industrielle Verbindungstechnik, industrielle Kommunikationstechnik oder Automatisierungstechnik waren eher Fremdwörter. Für meine Einstellungsgespräche lernte ich sie auswendig. In der Vorbereitung für diese Gespräche fiel mir aber eins auf: Egal, mit welchem Phoenix Contact-Mitarbeiter ich gesprochen habe, jeder hat gesagt, wie froh er ist, für Phoenix Contact zu arbeiten. Ein toller Arbeitgeber, der viele Möglichkeiten bietet, hieß es. Am Ende entschied ich mich, alle weiteren Stellen abzusagen und in Blomberg zu bleiben.

Duales Studium

Also begann ich 2008 in der Ausbildungswerkstatt als dualer Student Mechatronik damit, einen Stahlklotz auf ein bestimmtes Maß zu feilen. Keine schöne Aufgabe, aber was sein muss, muss sein. Im Lauf des dualen Studiums lernte ich das Unternehmen kennen und staune immer wieder, was hier alles möglich ist. Ein eigener Maschinen- und Werkzeugbau, Entwicklung von Bauteilen, die vor Blitzen schützen, mit einem eigenen Labor zum Testen von Blitzableitern und Entwicklung von Steuerungstechnik, mit der beispielsweise große Windenergieanlagen gesteuert und geregelt werden.

Lösungen für die Windenergie

Und damit wären wir beim Thema Windenergie, meinem aktuellen Tätigkeitsfeld. Nach meinem Bachelor konnte ich in das neu entstandene Team Industrielösungen für den Bereich Windenergie einsteigen. Hier werden für Kunden aus dem Bereich der Windenergie Gesamtlösungen aus industrieller Verbindungstechnik, industrieller Kommunikationstechnik und  Automatisierungstechnik erstellt. So bieten wir den Kunden durch die Kombination von Phoenix Contact-Produkten einen Mehrwert. Inzwischen weiß ich sehr gut, was sich hinter diesen Begriffen versteckt und wie ich die dahinterstehenden Produkte einsetze und kombiniere.

Doch was passiert, wenn der Kunde die Lösung super findet, einen Prototypen aufbauen möchte und dieser Prototyp ausgerechnet 30 Kilometer vor der englischen Küste in der Irischen See steht?

Hierfür durfte ich mit zwei anderen Kollegen an einer Schulung für das Offshore-Arbeiten teilnehmen, als erste Mitarbeiter von Phoenix Contact überhaupt. Also eine Woche lang Retten aus einem abstürzenden Hubschrauber, Überleben auf hoher See, Brandbekämpfung auf einem Schiff sowie das Abseilen von einer Windenergieanlage ins Wasser.

Einen Monat später stand ich dann 100 Meter über der Irischen See auf einer Offshore-Windenergieanlage in einem Park bestehend aus 120 weiteren Anlagen. Soweit das Auge blicken kann, wird hier nur erneuerbare Energie erzeugt. Als Mitarbeiter des mir am Anfang fast unbekannten Blomberger Unternehmens bin ich mittendrin in der weltweiten Energiewende.

Produktmanager sind wie Schauspieler

19.07.2019

Als Kind wollte er Astronaut werden – oder Architekt. Heute ist er Produktmanager bei Phoenix Contact. Wie er zu dem Beruf gekommen ist und was es bedeutet, ein Produktmanager zu sein, erklärt euch Konstantin Just im heutigen Beitrag.

So sicher man sich als Kleinkind vielleicht war, selten ist man tatsächlich genau das geworden, was man damals als Berufswunsch hatte. Als Heranwachsender tauschte ich einen Traum gegen den nächsten. Hätte man mich damals gefragt: „Wenn du über Nacht Karriere machen könntest, welchen Beruf würdest du wählen?“ Ich hätte mit „Schauspieler“ geantwortet. Die Herausforderung, verschiedene Charaktere in verschiedenen Situationen authentisch zu spielen, gefällt mir. Ich weiß aber auch, dass es viel schwieriger ist, als es scheint. Im Laufe der Zeit wurde mir klar, dass dasselbe vom Produktmanager zu behaupten ist.

Wie das Schauspiel ist auch das Produktmanagement schwieriger und subtiler, als es nach außen hin erscheint. Wie gute Schauspieler lassen gute Produktmanager es natürlich und mühelos erscheinen. Wie Schauspieler werden Produktmanager als Hauptakteure betrachtet, während in Wirklichkeit ein ganzes Team an einem Strang zieht. Die Schauspieler bekommen die ganze Aufmerksamkeit, während die Regisseure, Drehbuchautoren, Kameramänner, Redakteure, Kostüm- und Maskenbildner unermüdlich hinter den Kulissen arbeiten. Häufig wird davon ausgegangen, dass Produktmanager das Sagen haben, entscheiden, was getan werden soll und einseitig arbeiten. Es kann wie eine interessante, einfache Rolle erscheinen. In Wirklichkeit ist es so viel mehr, als nur zu entscheiden, was am Produkt getan werden soll. Es ist so viel mehr, als mit den Kollegen die nächsten Schritte zu planen. Es ist so viel umfangreicher, als manch einer erwartet.

Mein Weg zu Phoenix Contact

Da ich in der Region aufgewachsen bin, war mein Ziel wie das von vielen anderen, irgendwann für Phoenix Contact zu arbeiten. Ein Unternehmen, das in unserer Region für Sicherheit und Lebensqualität steht.

So bewarb ich mich schon am Anfang meines Studiums zum Wirtschaftsingenieur als Werkstudent im Bereich des Produktmarketings. Während dieser Zeit habe ich viel über die Rolle des Produktmanagers und seine Verantwortlichkeiten gelernt. Meine Tätigkeit schloss ich mit einer Bachelorarbeit im Unternehmen ab und begann ein Double-Degree Masterstudium. Dies führte mich in verschiedene Städte und damit einhergehend zu neuen beruflichen Herausforderungen. Treu dem Motto „Einmal Produktmanager, immer Produktmanager“ lernte ich die Welt des Produktmanagements verschiedener internationaler Unternehmen kennen und habe festgestellt, jedes Unternehmen lebt seine eigene Produktmanager-Kultur.

Was bedeutet es, Produktmanager zu sein?

Als Produktmanager widmet man sich maßgeblich der folgenden Frage: „Was entwickeln wir als Nächstes?“ Und das tun wir in mehreren Schritten, welche wiederum zu weiteren Fragen führen, die es zu beantworten gilt: „Was entwickeln wir bis zum nächsten Sprint? Bis zum nächsten Release? Bis zum nächsten Quartal? Bis zum nächsten Jahr?“ Dabei muss man als Produktmanager nicht nur die Antwort liefern, sondern diese auch noch erklären, rechtfertigen, verteidigen und weiterentwickeln.

Um eine Lösung zu finden, nimmt man als Produktmanager im Endeffekt eine Schnittstellenfunktion für alle Bereiche rund um das Produkt, intern wie extern, ein. Ich sehe diese Rolle als eine einzigartige Herausforderung, weil sie es mir ermöglicht, alle Aspekte des Produktlebenszyklus sowie die Aspekte Vertrieb und Marketing zu behandeln. Die Vielfalt der Verantwortlichkeiten ermöglicht es mir, mit vielen Kollegen in Kontakt zu kommen und unser Wissen auszutauschen. Gemeinsam überführen wir die geforderten Anforderungen in ein funktionsfähiges Produkt.

Produktmanager sind aber keine Experten auf all diesen Gebieten. Dennoch wird von uns erwartet, dass wir uns bei anfallenden Gesprächen beteiligen, als wären wir welche. Wir sind Generalisten, umgeben von Spezialisten. Das kann manchmal beängstigend sein. Man muss über genügend Detailwissen verfügen, um die Diskussion zu leiten und die richtigen Fragen zu stellen, um der Gruppe bei der Lösungsfindung zu helfen. Das Jonglieren all dieser Gespräche kann sich anfühlen, als würde man ständig den Gang seines Autos wechseln, da die Straße nicht immer eben und gradlinig verläuft. Die Dinge entwickeln sich immer weiter und halten die tägliche Arbeit interessant und herausfordernd. So zählen ebenfalls Tätigkeiten wie die Analyse von Wettbewerbern, Marktanalysen sowie Messeauftritte zu den Aufgaben eins Produktmanagers.

Zuverlässige Stromversorgung mit Plug-and-Play

17.06.2019

Eine durchgängige Stromversorgung spielt in so ziemlich allen Lebensbereichen eine wesentliche Rolle. Vom Netz getrennt kann es schnell dunkel werden und zum Stillstand von etlichen Abläufen kommen. Auch für den Chemiekonzern BASF sind Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung von höchster Priorität. Nur so ist ein reibungsloser betrieblicher Ablauf gewährleistet. Dabei kommen Steckverbinder von Phoenix Contact zum Einsatz. Mehr dazu im heutigen Beitrag.

Phoenix Contact-Produkte und -Lösungen sind zwar auf der ganzen Welt zuhause, aber oft nicht überall bekannt. Mit dieser Reihe geben wir Alltagsbeispiele und erklären, wo ihr unseren Produkten und Lösungen begegnet und was sie leisten.

Der BASF-Produktionsstandort in Antwerpen verbraucht etwa drei Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Belgien. Somit hat Strom hier einen besonders hohen Stellenwert. Der Standort selbst ist über mehrere Anschlüsse mit dem Hochspannungsnetz verbunden. Er verfügt über ein firmeneigenes 36 KV-Netz, das den Strom an verschiedene Produktionsanlagen verteilt. Um eine sichere und permanente Versorgung zu gewährleisten, wurden die veralteten Schutzrelais in den Mittelspannungs-Schaltanlagen gegen neue Steuer- und Schutzgeräte ausgetauscht. In den sogenannten Anlagen wird die elektrische Energie verteilt. Um das hauseigene Stromnetz vor Auswirkungen, wie beispielsweise einem Kurzschluss, zu schützen, muss BASF technische Vorkehrungen treffen. Hierbei hat sich das Unternehmen für ein Plug-and-Play-Konzept entschieden, das mit Heavycon Evo-Steckverbindern von Phoenix Contact arbeitet. Durch dieses System lassen sich elektrische Leitungen ganz einfach verbinden und an die Schaltschränke anstecken. Kurz gesagt: anschließen und loslegen.

Umbau in nur vier Stunden

Die Krux hierbei: das begrenzte Zeitfenster. Wird eine Einheit vom Netz genommen, darf der gesamte Änderungsvorgang nicht länger als vier Stunden dauern. In dieser Zeit müssen die alten Vorrichtungen vollständig demontiert und durch einen neuen Schaltschrank ersetzt werden. Hier kommt nun das Plug-and-Play-System zum Einsatz. Durch die Heavycon Evo Steckverbindungen von Phoenix Contact müssen die benötigten Stecker nur noch abgezogen werden, was den gesamten Austausch um ein Vielfaches beschleunigt.

Bequeme Handhabung

Die Steckverbinder übertragen analoge Messsignale aus Strom und Spannungsmessungen, die alle nicht miteinander vertauscht werden oder sich gegenseitig beeinflussen dürfen. Daher hat Phoenix Contact auch die Konfektionierung der Kabel übernommen. Für die gesicherte Stromversorgung verfügt nun jeder Schaltschrank über zusätzliche Steckverbindungen auf der Basis einer Ringstruktur. Der wesentliche Vorteil hierbei ist, dass sich bei Austauscharbeiten zwei Steckverbindungen ganz einfach durch die Ringstruktur miteinander verbinden lassen.

Schon gewusst?

Übrigens, das Kunststoffmaterial, das Phoenix Contact zur Herstellung der schweren Steckverbinder verwendet, stammt von der BASF selbst.

Modernes Gebäudemanagement im Krankenhaus

20.05.2019

Was macht Dr. House im Krankenhaus? Er arbeitet. Was macht Meredith Grey dort? Sie arbeitet. Aber was macht Phoenix Contact in einem Krankenhaus? Naja, in gewisser Weise ebenfalls arbeiten. Nein, wir haben nicht unsere Branche gewechselt und sind alle zu Ärzten oder Pflegepersonal geworden. Wir sind weiterhin im Sinne der industriellen Automatisierung unterwegs. Aber auch ein modernes Krankenhaus möchte automatisiert werden. Und so kommt es, dass Komponenten und Systeme von Phoenix Contact in einem Krankenhaus arbeiten.

Der Ort des Geschehens

Wir begeben uns nach Dortmund, wo das Knappschaftskrankenhaus Dortmund-Brackel seit 1958 die Skyline ziert. Trotz mehr als 60-jähriger Geschichte ist das Klinikum höchstmodern. Das zeigt sich in einer modernen Architektur, modernen Geräten und einem modernen Gebäudemanagement. Über das IoT-basierte Gebäudemanagementsystem Emalytics von Phoenix Contact wird im Knappschaftskrankenhaus die Versorgungstechnik gesteuert.

Aus alt…

Zuvor wurden die Daten über eine einfache Messtechnik aufgenommen und dann zur Darstellung aufbereitet. Im Technikraum der Betriebstechnik wurden diese dann angezeigt. Standortübergreifende Datenerfassung? Webbasierte Visualisierung? Überwachung und Meldung von kritischen Werten? Undenkbar.

…mach neu

Emalytics kann all das. Von jedem Standort des Klinikums aus können die Mitarbeiter je nach Rolle (Betriebstechnik, Standortleitung etc.) auf die erfassten Daten zugreifen. Die Daten lassen sich übersichtlich anzeigen und ermöglichen eine schnelle Reaktion im Fehlerfall. Über die zahlreichen in Emalytics integrierten Schnittstellen lässt sich fast jede im Gebäudeumfeld genutzte Technik in die Lösung einbinden. So zum Beispiel der auf dem Gelände aufgestellte Hauptgasanschluss des Versorgers. Die dort anfallenden Gaszählerdaten können nun automatisiert abgerufen werden. Im zentralen Technikgebäude sammelt die IoT-basierte Steuerung alle Daten.

Die Steuerungen werden durch eine Software-Station ergänzt. Damit erfüllt Phoenix Contact die Forderung nach einer zentralen Datenspeicherung. Der Supervisor ist die Knappschaft Kliniken Service GmbH in Bochum. Hier werden sämtliche Daten an einem Ort gehostet.

Security first

Bei aller Vernetzung steht die Sicherheit natürlich an erster Stelle. Die Klinikums-IT forderte ein zugriffssicheres System, das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Emalytics wird diesem Anspruch gerecht. Die Kommunikation ist verschlüsselt und der Anwender muss sich zertifikatsbasiert einwählen. Jeder Zugriff der Nutzer sowie die von ihnen vorgenommenen Änderungen werden dokumentiert. Über die bereits erwähnte Schnittstellenvielfalt kann auch die Kommunikation mit überlagerten Software-Systemen erfolgen. Die Westfälische Hochschule griff beispielsweise für ein Projekt über einen CSV-Export auf entsprechende Daten zu. Über CSV können Daten einfach und schnell abgespeichert und exportiert werden. Das Projekt erforschte am Beispiel des Klinikums Westfalen den zukünftigen Vorteil eines energieoptimierten Ladens von Elektrofahrzeugen.