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PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KGals Arbeitgeber

Deutschland,  49 Standorte Branche Elektro/Elektronik
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Das schwimmende Windrad

01.03.2021

Dass sogenannte Offshore-Windkraftanlagen auch auf See Wind in Energie verwandeln, ist keine Neuigkeit. Meist ist jedoch jedes Windrad fest im Meeresboden verankert. Nicht so Nezzy2. Mit PLCnext-Steuerungen ausgestattet, schwimmen zwei seltsam aussehende Windräder in der Ostsee.

Phoenix Contact-Produkte und -Lösungen sind zwar auf der ganzen Welt zuhause, aber oft nicht überall bekannt. Mit dieser Reihe geben wir Alltagsbeispiele und erklären, wo ihr unseren Produkten und Lösungen begegnet und was sie leisten.

Drei Rotorblätter, die der Wind in Bewegung versetzt – das war’s dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten zwischen Nezzy2 und einer gängigen Windenergieanlage. Genau genommen stimmt nicht mal das, denn das schwimmende Windrad besteht aus zwei Türmen mit jeweils drei Rotorblättern.

„Die Anlage ist rund sechs Tonnen schwer“, erklärt Sönke Siegfriedsen, Chef der Firma aerodyn engineering. Betongewichte auf dem Seeboden halten das Zentrum der Windenergieanlage, eine tauchende Boje, mittels sechs Ankerketten an Ort und Stelle. Die zwei schräg aufgestellten Türme sind miteinander und dem Fundament verbunden. Drei große gelbe Schwimmer sorgen außerdem für eine stabile Schwimmlage auf dem Wasser.

Erfassen, berechnen und steuern

Stabil ist die Anlage auch durch ihre innovative Spanntechnologie. Wichtig für den einwandfreien Betrieb ist aber auch die Überwachung der Anlage. Hoher Wellengang, ein Wirbelsturm oder ein ausgefallener Rotor können aus Nezzyein Seeungeheuer machen. Insgesamt sechs PLCnext-Steuerungen von Phoenix Contact erfassen daher Sensordaten, führen Berechnungen durch und übernehmen die korrekte Ansteuerung der Komponenten.

Strom erzeugt Nezzyan ihrem Standort vor der deutschen Ostseeküste momentan allerdings noch nicht. Vielmehr dient die schwimmende Anlage der Forschung und sammelt Daten in der rauen Umgebung. Klappen alle Tests, soll eine echte Großanlage mit 180 Metern Höhe an der Küste von China folgen.

„Für uns war es das erste Mal, dass wir an und mit einer Zwei-Turbinen-Anlage gearbeitet haben. Das ist schon sehr spannend. Um neue Funktionen hinzuzufügen und die Aufgaben unserer Automatisierungstechnik zu optimieren, haben wir fast täglich neue Software-Pakete mit den Kollegen von Recase ausgetauscht“, schildert Application Engineer Lukas Christ die Pionierarbeit. Die Firma Recase hat die Elektrotechnik von Nezzyprojektiert und in Betrieb genommen. Auch Timo Konieczny, Key Account Manager des Windteams bei Phoenix Contact, ist begeistert: „Das hier ist wirklich Pionierarbeit. Und wir sind Partner in echter Grundlagenforschung. In Kooperation mit Recase entwickeln wir aktiv die Programmierung der Steuerung.“

Die in der Windbranche „Floater“ genannten Schwimmräder könnten in Zukunft einen wichtigen Platz in der regenerativen Energiegewinnung einnehmen. Anders als ihre Artgenossen an Land können sie auch im tieferen Wasser Wind in Strom verwandeln. Durch die zwei Türme sogar doppelt so viel.

Mehr über Sönke Siegfriedsen und sein schwimmendes Windrad erfahrt ihr in diesem UPDATE-Beitrag: Nezzy – Das Ungeheuer von Loch Geestland.

Feueralarm im Clubhouse

05.02.2021

Sicherlich habt ihr schon vom neusten Trend in Sachen soziale Medien gehört. Ich habe mich darin mal umgesehen. Wieso Corona der App vielleicht viele Nutzerinnen und Nutzer beschert und wieso ich fast die Feuerwehr rufen wollte, erfahrt ihr in meinem neusten Blogbeitrag.

Wenn Mülleimer ihren Füllstand melden und Wischroboter sich den Aufzug auf die passende Etage rufen, dann ist Digitalisierung in der Gebäudetechnik eingezogen. Nur ein kurzer Trend? Wenn es nach Frank Schröder geht, ist Building IoT die Zukunft, in der wir morgen arbeiten. Als Facility Manager ist er ganz nah dran am Thema Building. Intrinsisch motiviert, hat er sich auch mit dem Internet of Things (IoT) beschäftigt. In „seinem“ Gebäude bei Phoenix Contact setzt er globale Megatrends wie Industrie 4.0, Big Data und Data Analytics in der Gebäudetechnik um. Für diese Reihe plaudert er aus dem Nähkästchen.

Trotz oder gerade wegen Corona im Clubhouse?

Wer sich einen meiner letzten Blogbeträge durchgelesen hat, weiß, dass meine Neugier für Unbekanntes häufig auch von meinen Kindern ausgelöst wird. Vor wenigen Wochen, an einem Sonntagmittag, waren es mal wieder meine Kinder, die mich inspirierten:

„Mittagessen ist fertig, wo bleibt ihr?“, rief ich durch das wie leer gefegte Haus. „Die sind schon wieder den ganzen Tag am Handy zugange“, dachte ich. Meine Tochter, die in Dresden studiert, momentan aber aufgrund der aktuellen Situation zu Hause ist, entgegnete auf meine Frage: „Ich bin noch im Clubhouse.“ Beim Mittagessen berichteten meine Kinder also von dem aktuellen Hype um das neue soziale Netzwerk und ihren ersten Erfahrungen damit. Kaum war das Geschirr abgespült, habe ich die App auch schon heruntergeladen. Konnte losgehen. Ich war im Club.

„Clubhouse“ ist eine Social-Network-App, mit der die Nutzerinnen und Nutzer nicht etwa durch geschriebene Beiträge, Bilder, Videos oder Emojis kommunizieren, sondern miteinander sprechen. Und ihr wisst ja, wie wichtig mir ist, miteinander zu sprechen. Ausschließlich Audio also, quasi wie früher. Es gibt Räume, in denen zu verschiedenen Themen gesprochen und kontrovers diskutiert wird. Einfach nur zuhören geht natürlich auch. Mit der App ist es also für alle möglich, in ein Gespräch innerhalb eines Themenraums einzusteigen. Zusätzlich gibt es in jedem Raum mindestens eine Moderation. Dieser obliegt es, Gespräche zu steuern und Zuhörerinnen und Zuhörer auf die virtuelle Bühne zu holen. Mit Klick auf ein Handzeichen kann man der Moderation den Wunsch zum Wortbeitrag signalisieren.

Clubhouse-Profil von Frank Schröder

Um bei Clubhouse dabei sein zu können, ist zunächst ein Download aus dem App-Store nötig – momentan ist die Nutzung der App nur auf dem iPhone möglich. Das wird sich aber sicherlich bald ändern. Nach dem Download kann man aber nicht direkt loslegen. Man muss von jemanden eingeladen werden, der bereits im Clubhouse aktiv ist. Erst mit dieser Einladung kann man starten. Kleiner Tipp: Ihr könnt euch nach dem Download der App auf eine Warteliste setzen lassen und je nachdem, wie viele der eigenen Kontakte Clubhouse bereits nutzen, erhalten diese eine Benachrichtigung und können euch hinzufügen. Vorausgesetzt, eure Kontakte verfügen noch über freie Einladungen, diese sind nämlich begrenzt.

Durch die aktuelle Corona-Situation verbringen wir als Familie gerade sehr viel Zeit zu Hause. Ich hatte also Gelegenheit, mich an jenem Sonntag im Clubhouse ein wenig umzusehen. In den Räumen geht es hauptsächlich um Politikthemen und gesellschaftliche Debatten. Auch Business-Trends wie „New Work“, „Leadership“ oder „Immobilien“ finden ihre Gesprächsräume. Wo hat man schon die Möglichkeit, abends fix mit neuen Leuten zu sprechen und neue Perspektiven kennenzulernen? Alles nur einen App-Klick entfernt.  

An einem Samstagabend habe ich letztens einem Gespräch des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, dem Journalisten Kai Dieckmann und anderen Journalistinnen und Journalisten gelauscht. Kurz gesagt: Es ging sehr hitzig zu. Schon bald entstand ein hektischer Dialog und ich wollte die Feuerwehr rufen. Feueralarm im Clubhouse. Schnell waren über 4.000 Leute im Raum.

Die Demokratisierung des Podcasts

Ich denke, ich bin schnell angekommen im Clubhouse. Ich nutze die Plattform oft abends, um mich mal auf anderen, auditiven Wegen zu „meinen Themen“ zu informieren oder einfach in interessante Gespräche reinzulauschen. Insbesondere zu den Themen Immobiliennutzung und Klimawandel wird dort aktuell gut und gerne diskutiert. Oft kann ich dabei auch neue Impulse für meine beruflichen Themen gewinnen. So kam letztens auch ein gemeinsamer Raum mit einigen Kollegen und Kolleginnen aus dem Facility Management zustande. Spontan ist dabei dann auch die Idee entstanden, regelmäßig einen Clubraum zum Thema „Gebäude“ aufzumachen. Jetzt treffen wir uns immer freitags um 17 Uhr und diskutieren ganz zwanglos zu Facility Management, Gebäuden und Klimawandel. Es ist eine weitere Möglichkeit, sich auszutauschen, Impulse zu bekommen und kreative Idee entstehen zu lassen.

Themenraum in der Clubhouse-App

Eine Beschreibung, die ich gelesen und für gut befunden habe, weil sie eben so simpel wie passend ist: Clubhouse ist die Demokratisierung des Podcasts. Ich denke, für Unternehmen bietet sich hier eine Chance. Vor der Corona-Pandemie waren es die Messen, auf denen wir uns getroffen und ausgetauscht haben. Dieser Austausch fehlt aktuell. Wir brauchen Alternativen, um über die Unternehmensgrenzen hinweg Kontakte zu halten und im Gespräch bleiben zu können. Clubhouse kann da eine von vielen Möglichkeiten sein. Mein persönliches Fazit: Clubhouse ist eine neue Perspektive, sich zwanglos zu vernetzen und inspirieren zu lassen. Ob beim Kochen oder bei der Laufrunde in der Natur – egal wo, man kann Gesprächen lauschen oder sogar live mitdiskutieren. Das einzig Negative dabei: Die App hat einen gewissen Suchtfaktor. Mal schauen, wie sich der Hype entwickelt – stay tuned!

Weitere Informationen: https://blog.phoenixcontact.com/hr-de/feueralarm-im-clubhouse/

Sichere Vernetzung für sauberes Wasser

05.01.2021

Wasserwerke stellen Tag für Tag sicher, dass wir sauberes und genießbares Trinkwasser aus unseren Wasserhähnen bekommen. Das ist für uns selbstverständlich. Doch auf was genau muss in der Wasser- und Abwasserwirtschaft geachtet werden, damit alles glatt läuft? Das wollen wir in diesem Beitrag erläutern.

Ausfallrisiko durch ausgedehnte Anlagen

Die Wasser- und Abwasserwirtschaft zeichnet sich durch ausgedehnte, örtlich sehr verteilte Anlagen aus. Dies bringt einen hohen Aufwand in der Wartung und Sicherheitskontrolle mit sich. Und eben auch ein erhöhtes Ausfallrisiko bei Überspannungen, die durch Blitze in die Anlage eindringen. Steuerungen fallen aus und die Anlage kann nicht mehr arbeiten, sprich es besteht unter anderem die Gefahr der Wasserverunreinigung mit weitreichenden Folgen für Mensch und Umwelt. Daher ist ein umfassendes Blitz- und Überspannungsschutzkonzept unverzichtbar.

Die Stadt Schieder-Schwalenberg zeigt, wie es geht. Im Zuge der Modernisierung der Wasserversorgung wurde in Kooperation mit Phoenix Contact ein Überspannungsschutzkonzept für die Anlagen erarbeitet. Ziel dieses Konzepts war die Vernetzung der oft weit auseinander liegenden elektronischen Komponenten, die Meldungen über ihren Status über ein Fernmeldenetz an den Zentralrechner im Wasserwerk senden. Mit diesem Überspannungsschutzkonzept werden alle Sensoren, Aktoren und signalverarbeitenden Geräte in den Schutz vor Blitzeinschlägen integriert.

Schutz für das Herzstück

Im Fall der Wasserversorgung in Schieder-Schwalenberg wurden die Stromversorgung, die Sensor- und Aktorleitungen und die Telefonanschlüsse über SHDSL und ADSL mit unterschiedlichen Komponenten und Maßnahmen von Phoenix Contact vor Überspannungen geschützt. Unter anderem halten diese elektronischen Bauteile Spannungen von bis zu 100.000 Ampere ab – trotzen also jedem Gewitter. Andere Komponenten zeichnen sich dadurch aus, dass sie klein sind. So sind sie platzsparend im Schaltschrank. Außerdem lassen sie sich bei Überlast bequem und kostengünstig austauschen. Bei den Telefonanschlüssen wurde ein Modem eingesetzt, in dem der Überspannungsschutz bereits integriert ist.

Alles in allem bedeutet das, dass alle Überspannungen, die von außen eindringen, abgefangen werden und so das Herzstück der Anlage – die Steuerung – schützen.

Durchdachte Kommunikation

Die Kommunikation der beschriebenen Komponenten untereinander läuft über eine SHDSL-Telekommunikationsleitung. Die Signale werden gebündelt über ein Modem an das zentrale Ethernet angebunden und stehen so in Verbindung mit dem Zentralrechner im Wasserwerk. Dieser wiederum kommuniziert über das Ethernet mit allen SPSen an allen anderen Standorten und erhält stetig aktuelle Anlagendaten. Das Servicepersonal ist also immer informiert, ohne vor Ort sein zu müssen. Und es wird bei einer Überspannung sofort informiert und kann reagieren. Gleichzeitig ist die Steuerung vor Überspannungen geschützt.

Ihr wollt mehr aus dem Bereich Wasserwirtschaft lesen? Dann schaut euch diese Artikel über die Automatisierung einer Trinkwasserversorgung oder die Integration von Fernwirktechnik für Stadtwerke an. Und hier findet ihr noch mehr Informationen zu unseren Lösungen für die Wasser- und Abwasserwirtschaft.

Für die zweite Corona-Welle gut gerüstet

07.12.2020

Krisen sind kreative Zeiten. Sie zwingen uns, die Komfortzone zu verlassen, out of the box zu denken, aus vorhandenen Strukturen etwas Neues zu erstellen und situativ zu improvisieren. Mit anderen Worten, es gibt in einer Krise sehr viel zu lernen. Wie uns das Gelernte aus dem Frühjahr hilft, die zweite Corona-Welle im Unternehmen gut zu meistern, berichtet Andreas Kehl, Unternehmensbereichsleiter Corporate Quality & Product Compliance.

 

Eins ist uns allen in diesem Jahr der Pandemie sehr deutlich geworden: Jeden Tag mussten wir erleben, was Schnelligkeit, Flexibilität sowie Um- und Neudenken für uns bedeutet. Wir haben gelernt, was wir sofort und auch für die Zukunft anders und besser machen können. 

 

Mit den jetzt steigenden Infektionszahlen merken wir, wie hilfreich das Gelernte aus dem Frühjahr ist. Das betrifft sehr unterschiedliche Bereiche, die ich hier kurz anreißen möchte:

 

Unsere Erkenntnisse für die zweite Corona-Welle

- Kultur: Kommunikation ist wesentlich. Es entsteht ein neuer, wachsender Zusammenhalt, wenn wir gemeinsam handeln und achtsam miteinander umgehen.

- Zusammenarbeit: Digitale Formate stehen im Vordergrund, also Austauschplattformen anstelle von Präsenzmeetings. Auch das mobile Lernen ist ein Modell mit Zukunft. Neue Arbeitsformen sind selbst in der Produktion umgesetzt. So trennen wir z. B. die Schichten, sodass sich die Mitarbeitenden nicht untereinander anstecken können.

- Führungsverhalten: Unsere vertrauensbasierte Kultur erlaubt und akzeptiert mehr Selbstorganisation. Führen aus der Ferne wurde erlernt und Ziele für dieses Jahr unter Umständen angepasst.

- Konsens bei 80-Prozent-Lösung und Agilität: Wir lassen mehr Kreativität zu und fördern diese, wir akzeptieren Fragezeichen und probieren Neues aus. Dabei drehen wir durchaus die ein oder andere Schleife, ziehen andere Sichtweisen hinzu und beschreiten insgesamt andere Wege der Ergebnisfindung.

- Risikomanagement: Bestehende Strukturen erlauben eine sehr einfache Beauftragung der Taskforce Corona durch die Geschäftsführung.

- Netzwerk: Ein gut funktionierendes Netzwerk sorgt für hohe Dynamik und Flexibilität. Aufgaben können sehr schnell über die einzelnen lokalen Taskforces und Organisationseinheiten erledigt werden.

- Prozesse: Der Stellenwert unserer transparenten Prozessbeschreibungen ist sehr deutlich geworden. Stellschrauben können darüber sehr schnell gefunden werden. Das unterstützt dynamisches Vorgehen und Flexibilität.

Klar ist jedenfalls, dass die heutige VUCA-Welt Strukturen und auch eine Mentalität bzw. Denkweise erfordert, die uns helfen, stärker und widerstandsfähiger zu werden. „VUCA“ beschreibt die schwierigen Rahmenbedingungen der Unternehmensführung. Es steht für die englischen Begriffe Volatility (starke Schwankungen), Uncertainty (Unsicherheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Mehrdeutigkeit). Das trifft auf die aktuelle Pandemie ganz besonders zu.

Freiwilliger Corona-Test für Mitarbeitende – ein Selbstversuch

16.11.2020

Schlangen vor den Corona-Teststationen und lange Wartezeiten auf das Ergebnis: Täglich mehr als 200.000 Corona-Tests fordern die Kapazitäten der deutschen Gesundheitsämter und Labore heraus. Wir haben bereits Ende Juli unsere eigene Teststation errichtet. Welche Vorteile uns das als Unternehmen bietet und wie die Testung abläuft, erfahrt ihr im Beitrag.


Die Pandemie hat auch unseren Alltag als Industrieunternehmen auf den Kopf gestellt. Wir haben uns vielen neuen Herausforderungen stellen müssen. In Blogbeiträgen aus verschiedenen Unternehmensbereichen zeigen wir euch, was wir dabei gelernt haben.

Mehr als 20 Millionen Corona-Tests wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland durchgeführt. Die Gesundheitsämter und Labore sind überlastet, das eigene Testergebnis lässt folglich oft Tage auf sich warten. Um das lokale Gesundheitsamt zu entlasten und die Kolleginnen und Kollegen nach risikohaften Begegnungen möglichst schnell testen zu können, hat Phoenix Contact ein eigenes Testzentrum errichtet. Am Standort in Schieder-Schwalenberg bieten wir unseren Mitarbeitenden seit dem 30. Juli den freiwilligen Corona-Test an. Die Kosten trägt dabei das Unternehmen. „Abgesehen von den Kosten ersparen wir unseren Mitarbeitenden mit der Testung auf dem eigenen Gelände auch die lange Wartezeit an öffentlichen, unpersönlichen Zelthallen“, so Pressesprecherin Angela Josephs. „Stattdessen gibt es bei uns freundlichen Service durch Kolleginnen sowie ein schnelles Ergebnis – das bringt Sicherheit, auch für einen selbst und die Familie, und ist damit wirklich komfortabel für uns.“ Aktuell arbeitet Phoenix Contact daran, den Schnelltest im eigenen Testzentrum einzuführen. „Die Zielsetzung ist, das jeweils Positive aus beiden Testverfahren zu verheiraten: Schnelligkeit und Genauigkeit.“

Wie genau der Test abläuft, zeigt HR-Mitarbeiter Rüdiger Lang. Er hat sich bereits zu Beginn dieses Angebots testen lassen. Hier nimmt er euch mit in unser Testzentrum:

Selbstversuch Corona-Test

Mein Urlaubs(bundes)land im Spätsommer hieß Schleswig-Holstein. Am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub habe ich von diesem Angebot, mich testen zu lassen, gelesen. Bevor ich mich zum Corona-Test anmelde, schaue ich mir allerdings noch eine Unterlage zur „Selbsteinschätzung von Infektionsrisiken“ an. Dort lese ich unter anderem, dass die Entscheidung, ob ich mich testen lassen möchte, allein bei mir liegt. Unser Arbeitgeber möchte vor allem das Verständnis für infektionskritische Situationen schärfen. Das hat er bei mir geschafft, denn ich war im Urlaub zum Beispiel mehrfach mit Linienbussen unterwegs.

Die Tests finden täglich je nach Bedarf statt. Wegweiser führen mich ins Untergeschoss des Hauptgebäudes, dorthin, wo künftig einmal das Betriebsrestaurant für den Standort entstehen soll und aktuell noch ausreichend Platz und kein Verkehr ist. „Das Testzentrum haben wir in nur drei Tagen aufgebaut“, erinnert sich Elisabeth Strathaus, Abteilungsleiterin Health and Safety Management. „Wir bekamen den Auftrag an einem Donnerstag und drei Tage später waren wir bereit für die ersten Tests – das ging nur, weil wir von unserem internen Messebau und der Betriebstechnik toll unterstützt wurden.“ Außerdem habe der Betriebsarzt im Vorfeld in Abstimmung mit allen Beteiligten die medizinischen Rahmenbedingungen geschaffen und die Zusammenarbeit mit dem Labor Krone in die Wege geleitet. 

Schritt für Schritt durch die Teststation

Vor Ort sind zwei Mitarbeitende, die sich um den gesamten Ablauf an zwei Stationen kümmern. In der ersten Woche hatte Elisabeth Strathaus selbst die erste Station betreut, danach übernahm eine neue Mitarbeiterin. Sobald die persönlichen Daten erfasst sind, bekomme ich ein verschlossenes Röhrchen mit Wattestäbchen für den Test-Abstrich und ein Informationsblatt, wie ich später mein Ergebnis abrufen kann.

An der zweiten Station empfängt mich eine weitere Kollegin – Petra Wittbrock aus dem werksärztlichen Dienst. Sie arbeitet im Vollschutz-Anzug – allein bei der Vorstellung, den ganzen Tag darin zu arbeiten, wird mir schon heiß. Petra Wittbrock kann mich beruhigen: „In diesem großen Raum ist es angenehm kühl und deshalb nicht so schlimm“. Außerdem würde sie nach zwei Stunden ständigen Tragens ohnehin eine Pause machen müssen. Schon etwas heftiger sei es, die ganze Zeit FFP-2-Schutzmasken zu tragen. „Der Vollschutz ist ganz wichtig, denn hier kommt Frau Wittbrock ja in unmittelbaren Kontakt mit den Mitarbeitenden, insbesondere bei der Probenentnahme“, betont Elisabeth Strathaus. Die Probenentnahme selbst ist „kurz und schmerzlos“: Mund öffnen, Zunge nach unten, „aaah“ sagen – und in Sekundenschnelle hat Petra Wittbrock mit dem langen Wattestäbchen die Probe am Rachen abgestrichen.

Jetzt dauert es ungefähr 24 Stunden – dann kann ich mein Ergebnis auf einer Internetseite des Labors abrufen. Auf dem Informationsblatt, das es an der ersten Station gab, steht genau, wie es funktioniert: Internetadresse eingeben oder QR-Code einscannen, die persönliche Auftragsnummer eingeben, und schon ist das Resultat zu sehen. Bei negativem Befund muss man nichts weiter machen. „Bei einem positiven Befund wird automatisch das Gesundheitsamt informiert, das dann die behördliche Quarantäne anordnet“, so Elisabeth Strathaus.

Sie erwartet, dass sich künftig noch mehr Mitarbeitende testen lassen möchten – und das Testzentrum von Phoenix Contact ist laut Elisabeth Strathaus dafür gut gerüstet: „Wir können hier pro Tag bis zu 100 Mitarbeitende testen. Bei einem negativen Corona-Test sind die Kolleginnen und Kollegen dank des schnellen Ergebnisses rasch wieder vor Ort einsatzbereit. Bei einem positiven Test durchbrechen wir eine mögliche Infektionskette viel schneller, als es mit einem Test beim Gesundheitsamt der Fall wäre.“ Das gibt mir als Mitarbeiter ein gutes Gefühl: Mein Arbeitgeber kümmert sich um ein sicheres Miteinander und damit auch um mich.

Mehr Einblicke in unseren aktuellen Unternehmensalltag während der Corona-Krise bekommt ihr hier.

Frauen helfen Frauen – ing‘enious unterstützt Frauenhaus in Lippe

06.10.2020

Ob im Tagesspiegel, dem Ärzteblatt oder dem ZDF, überall war im Juni die Rede davon, dass häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder während der Corona-Pandemie zugenommen hat. Das haben wir vom Frauennetzwerk ing‘enious zum Anlass genommen, dem Frauenhaus in Lippe eine Spende zu überreichen.

Die Pandemie hat auch unseren Alltag als Industrieunternehmen auf den Kopf gestellt. Wir haben uns vielen neuen Herausforderungen stellen müssen. In Blogbeiträgen aus verschiedenen Unternehmensbereichen zeigen wir euch, was wir dabei gelernt haben.

Es gibt Situationen in unserer Gesellschaft, die während der Pandemie vermehrt unserer Wahrnehmung und Unterstützung bedürfen. Die Gesundheit der Menschen in unserer Region liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir uns sehr gefreut, dass die Spende den Bewohnerinnen im Frauenhaus geholfen hat, einmal richtig durchzuatmen. Denn nicht nur, dass während der Pandemie der Bedarf an Plätzen dort steigt, auch die beengten Wohnverhältnisse waren mit den Kontaktbeschränkungen noch schwerer zu ertragen. Während der Auszeit auf einer Nordseeinsel konnten sich die Frauen gemeinsam mit ihren Kindern von dem engen Alltag im Frauenhaus erholen und neue Kraft schöpfen.

Viele unserer Kolleginnen und Kollegen hätten gerne an der Spendenübergabe teilgenommen und mehr über die Arbeit des Frauenhauses erfahren. Aber vorsichtshalber begrenzen wir die Anzahl an Personen, die sich in einem Raum aufhalten dürfen.  So durften wir leider nur zu dritt die selbstgebastelte Dankeskarte, von den Kindern bemalt und mit Muscheln beklebt, von Stefanie Nowak-Thormählen (rechts im Bild), der Leiterin des Frauenhauses, entgegennehmen.

Frauenhaus der AWO in Lippe

„Frauen, die von seelischer oder körperlicher Gewalt bedroht oder betroffen sind, können sich jederzeit telefonisch mit uns in Verbindung setzen“, so Stefanie Nowak-Thormählen. Ein Gespräch, jemand der zuhört und Verständnis hat, sich etwas von der Seele reden, all das kann hilfreich sein. Auch Angehörige von Betroffenen oder der Freundeskreis können sich jederzeit mit ihren Fragen an das Frauenhaus wenden. Dort geht es in erster Linie um Soforthilfe und Unterstützung. Die Probleme der von Gewalt betroffenen Frauen werden auf Wunsch auch anonym geklärt. In Gesprächen helfen die Mitarbeiterinnen bei der Entscheidung, wie es weitergehen soll.

Die steigende Gewaltbereitschaft sorgt für ein ausgelastetes Haus. Aber auch personell ist die Coronakrise für die Mitarbeiterinnen eine Herausforderung. Zusätzlich zu den täglichen Aufgaben mussten Hygienekonzepte erarbeitet werden, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Ganz allgemein brauchen Frauenhäuser in dieser Situation schnelle und unbürokratische Hilfe. Denn leider sind die meisten Frauenhäuser schon ohne Corona gut ausgelastet.

ing‘enious – Das Netzwerk für Frauen in technischen Berufen

ing‘enious ist das Netzwerk der Phoenix Contact-Gruppe für Frauen in technischen Berufen, das auch durch die Geschäftsführung gefördert wird. Uns verbindet der Lebens- und Arbeitsalltag in der Technik, sei es durch Ausbildung, Studium oder die tägliche Arbeit in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT). Wir geben Impulse zur Weiterentwicklung des Unternehmens in einer modernen Arbeitswelt und möchten Vorbilder sein für junge Frauen, indem wir in Schulen und Hochschulen Begeisterung für technische Berufe wecken. Ein branchenübergreifender Austausch mit innovativen Arbeitgebern ist uns wichtig, um voneinander zu lernen. Hinsichtlich eines modernen Arbeitsumfelds wollen wir die Bedürfnisse von Mitarbeiterinnen erkennen und daraus Lösungsansätze erarbeiten.

Die Eule Inga ist das Maskottchen von ing‘enious. Entstanden ist sie aus einem Projekt „innovative Technik zum Anfassen“ zum Familientag 2018 bei Phoenix Contact. Seitdem begleitet Inga als pfiffig-sympathische MINT-Botschafterin das Netzwerk zu allen Gelegenheiten.

Studie zu häuslicher Gewalt

Ausgangssperren und Existenzängste können Streit in der Familie eskalieren lassen. Manchmal schlägt der Streit in Gewalt um. Längst nicht alle Opfer suchen Hilfe. Um die tatsächliche Dimension abschätzen zu können, wurde eine Studie zur häuslichen Gewalt durchgeführt.

Dafür befragten die Wissenschaftlerinnen Janina Steinert von der TU München und Dr. Cara Ebert vom RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung etwa 3.800 Frauen zwischen 18 und 65 Jahren. Eine repräsentative Gruppe gab online Auskunft über die Zeit der strengsten Kontaktbeschränkungen. Um bei den schwierigen Themen eine möglichst korrekte Antwort zu bekommen, nutzten die Wissenschaftlerinnen z. B. bei Fragen nach sexueller Gewalt eine anerkannte indirekte Fragemethode. Die Studie weist u. a. darauf hin, dass nur ein sehr kleiner Teil der Betroffenen die Hilfsangebote, z. B. die Beratung von Frauenhäusern, nutzt. Hier ist definitiv noch mehr Aufklärung und Werbung notwendig.

Vielfalt ist ein Vorteil

01.09.2020

Warum zieht man aus dem sonnigen Süden Italiens nach Deutschland? Giuseppe Serio ist in Apulien geboren, wohnt und arbeitet aber mittlerweile in Ostwestfalen-Lippe. In seinem Blogbeitrag erzählt er, warum er nach Deutschland kam und welche kulturellen Unterschiede er zwischen seiner alten und neuen Heimat spürt.

Die Anzahl an verschiedenen Jobbezeichnungen nimmt rasant zu. Dabei reicht die Stellenanzeige als Informationsquelle für einen Job oftmals nicht aus. Aus diesem Grund lassen wir unsere Mitarbeitenden selbst sprechen: Giuseppe Serio berichtet über seinen Job als Abteilungsleiter in der Produktion von Phoenix Contact.

Von Bari nach Blomberg

Ich bin in der Provinz von Bari, Apulien, in Süditalien geboren. Dort habe ich auch studiert – Maschinenbau. Ich hatte schon damals großes Interesse an anderen Kulturen und war daher während des Studiums auch sieben Monate in Irland. Während meines Masterstudiums mit Fokus auf Technologien und Prozesse in der Produktion habe ich angefangen, in Bari bei Bosch zu arbeiten. Dort bin ich auch nach meinem Studium zunächst geblieben. Als Ingenieur habe ich dort Common-Rail-Pumpen gebaut. Ich habe auch eine Zeitlang bei Bosch in Stuttgart in der Strategieabteilung gearbeitet. Zurück in Bari habe ich die definierte Strategie dann am Standort umgesetzt.

Ende 2017 wechselte ich von Bosch zu Fiat – immer noch in der Region Apulien. Ich wollte eine neue Technik kennen lernen: weg von den Common-Rail-Pumpen, hin zu Motoren. Denn für die habe ich mich schon als Kind sehr interessiert. In der Zeit kamen auch die Themen Digitalisierung und Smart Factory groß auf. Die Arbeit in Italien war mir da schnell zu wenig „smart“, nicht zukunftsorientiert genug. Ich wollte weiter denken, Zukunft gestalten. Nicht nur meine eigene.

Da passte der Anruf eines Headhunters. Er erklärte mir, dass ein Spitzenunternehmen der Elektrotechnik im Raum Paderborn jemanden wie mich sucht. Ich fragte sofort: „Ist das Phoenix Contact? Wenn ja, bin ich interessiert.“
Denn ich kannte Phoenix Contact aus meiner Arbeit. Wenn man Spitzenprodukte aus diesem Segment will, ist das die erste Adresse.

Ich habe mich beworben und bin seit September 2019 Abteilungsleiter in einem unserer Produktionsbereiche am Standort Blomberg.

Digitalisierung und Interkulturalität

Meine Abteilung kümmert sich um neue Prozesse und Produkte für unseren Produktbereich. Im Zuge der Digitalisierung sind wir dabei, viele Prozesse zu digitalisieren, um zukünftig schneller und effizienter arbeiten zu können. In unseren eigenen Werkstätten testen wir neue Technologien und gehen dann bestenfalls damit in Serie. Ziel ist es, möglichst schnell gute Produkte an unsere Kunden liefern zu können.

Ich hatte kulturell schon immer eher einen Hang zum Deutschen als zum Italienischen. In Deutschland ist die Arbeit sehr organisiert und definiert. In Italien kann man zwar etwas freier arbeiten, eine Aufgabe einfach mal anfangen, aber in den meisten Fällen geht das leider schief. Perfekt ist die Mischung aus Kreativität und Organisation. Ich denke, die habe ich ganz gut drauf, dadurch, dass ich beide Perspektiven kenne. Interkulturalität hilft dabei, unterschiedliche Erwartungen und Ideen zu verstehen. Durch Diskussionen und transparente Kommunikation kann man so zu guten Ergebnissen kommen. So können wir uns die Vielfalt zunutze machen.

Erweiterung der Geschäftsführung

01.08.2020

Zum 1. August erweitert Phoenix Contact die Geschäftsführung um vier neue Mitglieder: Drei von ihnen sind die Präsidenten der drei Geschäftsbereiche (Business Areas): Dirk Görlitzer, Torsten Janwlecke und Ulrich Leidecker. Als COO (Chief Operating Officer) tragen sie Verantwortung für zentrale Unternehmensbereiche sowie weiterhin für ihre jeweiligen Geschäftsbereiche. Als viertes neues Mitglied wird Dr. Frank Possel-Dölken als Chief Digital Officer (CDO) in die Geschäftsführung berufen. Possel-Dölken ist derzeit Leiter des Unternehmensbereichs Corporate Technology & Value Chain. Seine zukünftige Verantwortung wird auch den Unternehmensbereich IT umfassen sowie alle Themen der digitalen Transformation. Damit rückt die Digitalisierung in den zentralen Fokus der Technologie- und Prozessentwicklung im Unternehmen.

Alle neuberufenen Mitglieder der Geschäftsführung sind bereits langjährig und erfolgreich im Management von Phoenix Contact tätig. „Die Erweiterung gibt unserer Unternehmensgruppe einen Rahmen, um Führung und Struktur ganzheitlich weiterzuentwickeln“, so CEO Frank Stührenberg. „Dieses Ziel war der Auftrag unseres Beirats, um die Phoenix Contact-Gruppe für die Anforderungen der Zukunft aufzustellen. Insbesondere die Neuberufung des CDO ist in der digitalen Transformation von entscheidender Bedeutung. Innovationsfähigkeit sowie Innovationsstrategien als auch die IT-Fähigkeit eines Unternehmens sind erfolgsbestimmende Faktoren für das neue Jahrzehnt.“ Frank Stührenberg als CEO (Vorsitzender) sowie Axel Wachholz als CFO (Finanzen) bilden mit den vier neuberufenen Mitgliedern die Geschäftsführung ab Frühjahr 2021. CTO Roland Bent (Technik) wird noch bis zu seinem planmäßigen Ausscheiden mit Erreichen des 63. Lebensjahrs im Februar 2021 der Geschäftsführung angehören. Danach wird er weiterhin als Chief Representative (Hauptbevollmächtigter) von Phoenix Contact für internationale Standardisierung tätig sein und auch seine ehrenamtlichen Funktionen im Bereich der nationalen und internationalen Normung wahrnehmen.

Professor Dr. Gunther Olesch scheidet mit Erreichen des 65. Lebensjahrs aus der Geschäftsführung aus. In Ehrenamt- und Verbandsfunktionen wird er weiterhin Phoenix Contact bis Frühjahr 2021 vertreten. Das HR-Ressort wird ab August dem CEO zugeordnet sein. „Die Wahrung der Unternehmenskultur als auch die Entwicklung und Rekrutierung von Talenten hat hohe Priorität“, so CEO Stührenberg.

Parken in der Grube

02.06.2020

Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt. Gleichzeitig wächst der Verkehr deutlich. Doch wohin mit all den Fahrzeugen? Parkraum ist doch jetzt schon ein knappes Gut. Wie sich dieses Problem lösen lässt, zeigt der Blogbeitrag.

Phoenix Contact-Produkte und -Lösungen sind zwar auf der ganzen Welt zuhause, aber oft nicht überall bekannt. Mit dieser Reihe geben wir Alltagsbeispiele und erklären, wo ihr unseren Produkten und Lösungen begegnet und was sie leisten.

In Aitrach im Allgäu befindet sich der Hauptsitz von Klaus Multiparking. Das Familienunternehmen fokussiert sich auf die Entwicklung und Herstellung von teil- und vollautomatisierten Parksystemen. Seit 1963 hat Klaus Multiparking mehr als 25.000 Projekte realisiert. Das entspricht etwa 450.000 Stellplätzen in Deutschland sowie 700.000 Stellplätzen weltweit.

Platzsparend parken

Das Unternehmen bietet zahlreiche Varianten und Ausführungen an, mit denen unterschiedliche Anforderungen der Autos und Gebäude (Breite, Höhe etc.) erfüllt werden können. In sogenannten Unterflurbühnen parken die Autos statt nebeneinander einfach platzsparend übereinander. Das System wird dann im Boden versenkt. Die Parker erzeugen Platz, wo keiner ist. Bis zu zwei Parkebenen können in den Boden eingelassen werden. Eine Parkbox ist maximal zwei Meter hoch, trägt eine Last bis 2,6 Tonnen und erlaubt ein komfortables Ein- und Aussteigen selbst aus dem SUV. Das Dach des Parksystems lässt sich individuell gestalten, also pflastern, bepflanzen oder mit Sand bestreuen. Hoch- und runtergefahren werden die Parksysteme übrigens mit einem Schlüssel sowie per Fernbedienung oder App. Die Parksysteme von Klaus Multiparking finden Anwendung in Wohn- und Geschäftshäusern, Hotels, Tiefgaragen und Parkhäusern.

Sicherheit geht vor

Entwicklung und Fertigung der Parklösungen erfolgen in einer intelligenten und digital vernetzten High-End-Produktion am Standort im Allgäu. Eine smarte Fabrik für clevere Parksysteme braucht natürlich auch smarte Komponenten, Systeme und Lösungen zur Automatisierung. So finden sich in den Schaltschränken der Parksysteme viele Produkte von Phoenix Contact. Neben Stromversorgungen und Reihenklemmen verwendet Klaus Multiparking auch Relais mit zwangsgeführten Kontakten. Die Relaismodule stellen einen zuverlässigen Signalaustausch mit Rückmeldefunktion zwischen zwei Systemen sicher. So ist dafür gesorgt, dass das Parksystem sicher funktioniert und weder Mensch noch Technik noch Auto beim Parken zu Schaden kommen.

Bei einer Zwangsführung sind Schließer- und Öffnerkontakt mechanisch miteinander verbunden. So wird verhindert, dass Schließer und Öffner gleichzeitig geschlossen sind. In Verbindung mit einer geeigneten Schaltung lässt sich ein Öffnungsversagen somit jederzeit feststellen und das System abschalten. Aufgrund der in das Relaismodul integrierten Status-LED kann der Anwender die Schaltzustände außerdem stets erkennen.

Die Parksysteme von Klaus Multiparking lösen das Platzproblem, besonders in der Großstadt. Durch Produkte von Phoenix Contact sind sie dabei sicher in der Handhabung.

Mit dem E-Bike und der S-Bahn zur Arbeit – ein rundum gutes Gefühl

06.05.2020

Was bedeutet es, nicht mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, und warum verzichtet man auf diesen Komfort? Zukunftsgestalter Jens Seiler berichtet im Beitrag über seine Beweggründe, morgens den Arbeitsweg mit dem E-Bike und der S-Bahn zurückzulegen. Vielleicht motiviert seine Haltung auch euch nach der Corona-Krise – viel Spaß beim Lesen.

Irgendwann hat sich der Gedanke entwickelt, nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Dabei hat sicher das Argument eine Rolle gespielt, Ressourcen zu schonen. Andererseits aber auch der Wunsch, den Tag mit Bewegung und nicht schon gestresst zu beginnen.

Die organisatorische Herausforderung

Wie kommt man im ländlichen Raum mit hügeliger Landschaft zur Arbeit, ohne im Anschluss duschen zu müssen? Natürlich sollte die Fahrt auch keine Stunden dauern. Die Lösung für mich ist das E-Bike in Kombination mit der S-Bahn. Die Strecke kann ich persönlich aus Hameln in 50 Minuten von der Haustür bis zum Arbeitsplatz absolvieren. Die E-Bike-Strecke hat eine Länge von 7,5 km in eine Richtung. Frühsport vorprogrammiert.

Die täglichen Herausforderungen 

Zugegebenermaßen ist man vom Fahrplan der S-Bahn abhängig. Rechtzeitiges Abfahren hilft dabei, nicht schon zu Tagesbeginn in Stress zu verfallen. Der Spaßfaktor, bei Regen oder Schnee zu starten, ist ziemlich gering, aber hier hilft passende Kleidung. Im Sommer liegt der Fokus eher auf „Ich möchte frisch zur Arbeit kommen, aber nicht aussehen wie auf einer Sportveranstaltung“.

Die Benefits

- Das Ankommen am Arbeitsplatz, nachdem man sich schon etwas bewegt hat, möchte ich nicht mehr missen.

- Im Sommer genieße ich auch häufiger die komplette Rückfahrt per E-Bike. Auf der Fahrt kann man vom Job abschalten und kommt entspannt zuhause an.

- Belohnt wird man sicherlich auch mit Ausblicken, die man aus dem Auto heraus nicht erleben kann oder sollte (siehe Bild oben).

- Der Aspekt Ressourcenschonung spielt auch eine Rolle: Das E-Bike liegt weit vor dem Auto, wenn man den CO2-Fußabdruck oder auch nur die Lautstärke betrachtet.

- Die Ressource Geldbeutel wird zusätzlich geschont, da das E-Bike über JobRad bei Phoenix Contact geleast ist. Abgesehen von einem unkomplizierten Bestellprozess spare ich ca. 25 % gegenüber einem Kauf. Versicherung und Inspektionen sind auch mit dabei.