Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit Oktober 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 2.10.2026
SICK AG erhält ein negatives Gesamtbild. Die Arbeitsatmosphäre leidet laut Bewertungen stark unter drohenden Stellenabbaumaßnahmen und einer verbreiteten Jobangst, die Produktivität und Stimmung drücken. Auf Teamebene berichten viele Mitarbeiter:innen noch von kollegialem Zusammenhalt, doch dieser bröckelt: Aus früherer Hilfsbereitschaft ist zunehmend Ellbogenmentalität geworden. Die Kommunikation des Vorstands gilt als intransparent und verspätet – Entscheidungen werden oft als vollendete Tatsachen präsentiert. Das Vorgesetztenverhalten wird gespalten wahrgenommen: Direkte Führungskräfte erhalten mitunter gute Noten, während mittleres und oberes Management als druckerzeugend und wenig rückgratstark beschrieben werden. Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind durch Sparmaßnahmen eingeschränkt; Beförderungen ...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Arbeitsatmosphäre bei SICK AG wird von den Nutzer:innen negativ bewertet. Prägend sind vor allem Stellenabbau und die damit verbundene Unsicherheit: Viele Mitarbeiter:innen sorgen sich um ihre Arbeitsplätze, was die Produktivität belastet und die Stimmung erheblich drückt. Kritik richtet sich dabei auch an das Management, dem es nach Meinung einiger Bewertenden an Vision und Wertschätzung fehlt und das Druck an die Belegschaft weitergibt, statt Verantwortung zu übernehmen. Einige Bewertungen bemängeln zudem einen konservativen Umgang mit Veränderungen sowie mangelndes Vertrauen unter Kolleg:innen.
Vereinzelt berichten Nutzer:innen von einem kollegialen und wertschätzenden Klima auf Arbeitsebene – jedoch beschränkt sich dies häufig auf einzelne Teams oder Abteilungen. Die Diskrepanz zwischen der Atmosphäre im direkten Arbeitsumfeld und der übergeordneten Unternehmensebene zieht sich als wiederkehrendes Thema durch die Bewertungen, wobei das mittlere und obere Management besonders kritisch gesehen werden.
Die Kommunikation bei SICK AG wird von den Nutzer:innen als stark verbesserungswürdig bewertet. Besonders kritisieren viele Bewertungen die mangelnde Transparenz seitens des Vorstands: Informationen gelangen spät, unvollständig oder gar nicht zu den Mitarbeiter:innen, Fragen bleiben häufig unbeantwortet und Entscheidungen werden oft ohne ausreichende Begründung kommuniziert. Einige Bewertungen bemängeln zudem, dass der Vorstand autark handelt, den Betriebsrat vor vollendete Tatsachen stellt und Umstrukturierungen kurzfristig über Intranet-Beiträge oder Massen-Online-Meetings bekannt gibt.
Auch der Informationsfluss zwischen den Hierarchieebenen gilt vielen als unzulänglich, da höhere Führungsebenen kaum strategische Einblicke weitergeben und sich die Kommunikation zunehmend auf Sparmaßnahmen und undurchsichtige Umstrukturierungen konzentriert. Wenige Bewertungen sehen hingegen positive Ansätze, etwa monatliche Statusberichte des Vorstands oder transparentere Kommunikation in schwierigen Phasen – doch diese Stimmen bleiben klar in der Minderheit.
Das Vorgesetztenverhalten bei SICK AG wird von den Nutzer:innen kritisch bewertet. Ein zentrales Thema ist das inkonsistente Führungsverhalten: Während einige direkte Vorgesetzte als empathisch, vertrauensvoll und auf Augenhöhe agierend beschrieben werden, kritisieren viele Bewertungen das mittlere und obere Management scharf. Dort empfinden Mitarbeiter:innen Druck ohne ausreichende Unterstützung, unrealistische Zielvorgaben und häufig wechselnde Prioritäten. Verantwortung wird nach unten abgewälzt, konstruktive Kritik ignoriert und Eigeninteressen über Teambelange gestellt.
Hinzu kommt ein deutliches Kommunikationsproblem: Wichtige Entscheidungen werden kurzfristig und intransparent kommuniziert, kritische Informationen nach oben hin abgeschwächt. Einige Bewertungen berichten von Vetternwirtschaft und mangelndem Rückhalt durch Führungskräfte. Die positiven Erfahrungen einzelner Mitarbeiter:innen mit ihren direkten Vorgesetzten stehen im starken Kontrast zur negativen Wahrnehmung höherer Führungsebenen, was auf eine strukturelle Ungleichmäßigkeit im Führungsverhalten hindeutet.
Die Work-Life-Balance bei SICK AG wird von Mitarbeiter:innen gemischt bewertet. Positiv hervorgehoben werden die 35-Stunden-Woche, flexible Gleitzeitmodelle ohne Kernzeit, zahlreiche Teilzeitoptionen sowie 30 bis 38 Urlaubstage durch IGM-Regelungen und T-Zug. Vorgesetzte zeigen sich laut einigen Bewertungen verständnisvoll bei privaten Terminen, und Überstunden ließen sich in der Vergangenheit gut abbauen.
Kritisch äußern sich viele Nutzer:innen zur neu eingeführten Anwesenheitspflicht von 60 Prozent, die als Rückschritt gegenüber bisheriger Homeoffice-Flexibilität gilt und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erschwert. Hinzu kommt eine gestiegene Arbeitsbelastung durch Pflichtaufgaben, die pünktlichen Feierabend erschwert. In der Produktion sowie im Vertrieb fällt die Work-Life-Balance laut einigen Bewertungen besonders ungünstig aus, während sie in anderen Bereichen stark von der jeweiligen Führungskraft abhängt.
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