Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt versuche sich zu verbessern, aber nur wenn es nichts Kostet oder von Steuern ab zu setzen ist. Essenzulage, sind am ende nur ein paar Euro, davon spart man nicht wirklich Geld und Gesund ernähren kann man sich davon auch nicht. Schongar nicht als Azubi
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Man hätte niemals mit so niedrigen Preisen ansetzen Dürfen. Das Klientel an Kunden ist von einfacher Natur, wird aber durch intransparentes Preissystem schnell unzufrieden und lässt es an der Belegschaft aus. Azubis machen exakt das gleiche wie Kollegen und Quereinsteiger, man muss sich jedes bisschen Zeit einfordern und erkämpfen. Von Area Managern/Innen wird man aufgefordert an sich selbst zu arbeiten. Das macht mich müde.
Verbesserungsvorschläge
Ich bin so negativ beeinflusst und enttäuscht von diesem Laden, es fällt mir schwer Verbesserungsvorschläge zu machen.
Arbeitsatmosphäre
Spaß zu haben kommt mal vor, allerdings nur selten. Erfüllen tut einen das arbeiten dort auch nur selten. Es fühlt sich eher so an, als ob man ausgesaugt wird. Meinen Kollegen mit denen ich darüber gesprochen habe und mir kommt es vor als seien wir Roboter.
Karrierechancen
Gibt es aber nur gegrenzt. Hat dann auch nichts mehr mit Fotografie zu tun. Als Fotograf bist Du dort das unterste Glied in der Kette, mit den schlechtesten Arbeitszeiten un d der schlechtesten Vergütung im verein.
Arbeitszeiten
In verschiedenen Schichtsystemen, je nach Öffnungszeiten des Einkaufszentrums. Als Azubi bekommt man keinen Zuschlag Wochenendzuschlag, aus Steuerlichen Gründen, das wird zumindest so formuliert. Auch nicht, wenn man am Verkaufsoffenen Sonntagen arbeitet. Mir war bewusst auch mal Samstags arbeiten zu müssen, aber nicht dass jedes Team so eng gehalten wird, das man ausnahmslos jeden Samstag arbeiten muss. Wenn man Berufsschule, hat man i.d. R. frei, zum Glück ist das jetzt Gesetzlich geregelt. Meistens hat man an zwei Tagen in der Woche frei. Work/Life Balance ist das nicht.
Ausbildungsvergütung
Kommt drauf an was du aushandelst. Jetzt da das Azubi Grundeinkommen raus ist, endlich etwas mehr.
Dafür dass man im Grunde das gleiche macht wie Quereinsteiger und gelernte Kollegen, die einem selten was beibringen können, weil selten Zeit ist, ist die Vergütung unterirdisch. Studioline hält sich da an der oberen Untergrenze und brüstet sich damit das sie überdurchschnittlich bezahlen. Das ist Wortwörtlich gesehen richtig. Fair und würdig ist anders.
Die Ausbilder
Selbstengagement wird einem durchgängig von Studioleitung und Ausbilder/Inn an den Kopf geworfen, natürlich ist fragen erwünscht und erlaubt. Wobei es nicht ganz einfach ist zu erschnüffeln was man als Portraitfotograf alles können muss. Ob man während den Pass-/Bewerbungsbildern oder Shootings Zeit findet diese ernsthaft und lehrreich beantworten will oder kann, hängt wohl vom Ausbilder/Inn ab. In der Schule merkt man deutliche unterschiede zwischen Studiolinern und anderen Betrieben. Mir wurde wurde mehr als einmal klar gemacht das ich hier zum Verkaufen bin, nicht zum Fotografieren. Sicher muss man beides Lernen, aber nicht in diesem ausbeuterischen Ungleichgewicht. Andere Azubis können mir ähnliche verhältnisse bestätigen. Vielen ist das leider egal.
Spaßfaktor
Steht und fällt mit dem Team, da man im Studio doch sehr auf das Verkaufen von Bildern und Kunden anwerben gedrillt wird, bleibt wenig Zeit für "Spass" ! Sitzen ist nicht Erlaubt. Das ist weder Zeitgemäß noch einladend. Dennoch ist Haltung zu wahren im Geschäft natürlich wichtig.
Aufgaben/Tätigkeiten
Passbilder /Bewerbungsbilder /Shootings mit fast immer gleicher Zielgruppe, ergeben am ende immer gleiche Bilder.Es kommt natürlich auf die Kollegen an die man hat, aber viele konnten mir kaum die Kamera erklären. Dabei gehe ich von den Ergebnissen von den Kollegen aus und seit längerem auch von meinen. Wenn man die Ausbildung bei Studioline abgeschlossen hat, kann man getrost dort weiter arbeiten. Um wo anders Fuß zu fassen, wird einiges an privater Weiterbildung erforderlich sein. Nicht das, was ich von einer Ausbildung als Fotograf erwarte. Zu Prüfungsrelevante Themen wie Photoshop bekommt man in einem 2-3 H Kurs auf sogenannten Workshops "beigebracht". Zeit zu lernen hat man an dem Wochenende nach der Schule.
Variation
Zielgruppe ist eine dauerhaft undankbare Masse, die keine hohen Ansprüche haben. Schatten im Bild (z.B. ein klassisches Rembrandt) wird als "falsch fotografiert" deklariert. Man hat also keine wirkliche Variation. Gelegentlich kann man sich austoben, aber nur sehr selten. Studioline bietet Kunden ein "professionelles" Make-Up an, welches von Fotografen und Auszubildenden gemacht wird. Damit Spart Studioline am Make-Up Artist und unterschlägt somit einen ganzen Arbeitsplatz, was ich für mehr als unprofessionell halte.
Respekt
Da steht sich jeder am nächsten. Kommt auf Team, Studioleitung und Area-Manager/Inn an. Ich habe gehört, es gibt da sehr harmonische Verhältnisse. Ich hab Teams kennengelernt die vor Kunden lästern und Studioleitungen die einen vor Kunden zusammenscheissen, wie auch Area-Manager/Innen die Kollegen gegeneinander ausspielen.