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TIMOCOM 
GmbH
Bewertung

Nur noch ein Unternehmen von vielen und nichts für moderne, innovative und kreative Köpfe

2,1
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei TIMOCOM GmbH in Erkrath gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Schönes Büro, gute Verkehrsanbindung, die ab und zu mal süßen Kleinigkeiten der GF

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Kaum Gestaltungsmöglichkeiten, keine Kreativräume, keine echten agilen Arbeitsmodelle in der IT, viel Top-Down, viel Bürokratie...

Verbesserungsvorschläge

Deutlich weniger "One-Size-Fits-All" durch alle Abteilungen und reine Top-Down Ansätze fahren, Vertrauen wiederherstellen, mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten einräumen, den Mitarbeitenden mehr Flexibilität zugestehen. Wieder ein Familienunternehmen für Familien werden. Sich mal mit Konzepten der Agilität, psychologischer Sicherheit und Change-Management beschäftigen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre besteht aktuell nur noch aus Sarkasmus und Ironie als Coping-Mechanismus, um mit den ständigen negativen Veränderungen umzugehen. Seit einigen Jahren sinkt die Zufriedenheit konstant, aufgrund Vorgaben von oben, die teilweise weder Sinn machen noch und ohne, dass die Auswirkungen auf uns Mitarbeitende wirklich berücksichtigt werden. Das Begann bei der Freistellung aller Personen in der Probezeit während Corona, führt sich fort in eine Umstrukturierung nach der anderen und mündet jetzt im Zusammenstreichen der Mitarbeitervorteile. Und da die Anweisungen oft nicht zu den Problemen passen, pauschal über alle Abteilungen gekippt werden (selbst dorthin wo es bereits funktionierende Lösungen gibt) und Auswirkungen auf uns bewusst ignoriert werden, ist neben der Arbeitsatmosphäre das Vertrauen ins Management so gut wie erloschen. Die Sorge ist aktuell groß, dass als nächstes die Remote-Kollegen gekündigt werden und, dass nächstes Jahr dann wieder 5 Tage Office-Pflicht kommt. Alle Beschwichtigungen, dass dies nicht so sei, hilft aktuell nicht, da Mitarbeitende sich weder gesehen noch gehört und am wenigsten verstanden fühlen.

Kommunikation

Die Kommunikation ist ein graus. Bestes Beispiel: Die neue Anwesenheits-Regelung, die das Home-Office einschränkt wurde einfach als Artikel im Intranet gedroppt. Kein Townhall-Meeting, keine Videokonferenz, keine Q&A-Session, kein Change-Management,keine Kommunikation durch unsere Vorgesetzten - einfach per Blogpost. Unsere direkten Vorgesetzten wurden zwar vorher informiert, durften aber erst nach Veröffentlichung des Blogposts mit uns drüber sprechen und durften somit die Scherben aufwischen.
Dazu kommt, dass, selbst nach dem Projekt zur Verbesserung der digitalen Tools, immer noch nicht einfach zu verstehen ist, wo ich welche Information bekomme: Entweder in einem Teams-Kanal oder auf Viva Engage oder im Intranet, vielleicht auch im Confluence? Etwas zu suchen und zu finden ist wie die Nadel im Heuhaufen und gleichzeitig bekommt man, wenn man nach Hilfe fragt, die Antwort, dass man ja wissen müsse wo - steht ja schließlich in den Vorgaben.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist aktuell der letzte Strohhalm, an den wir uns klammern. Durch Sarkasmus und Ironie ist die Stimmung weiterhin oberflächlich gut, während unter der Oberfläche die Enttäuschung wohnt. Fast jedes Team ist super hilfreich und versucht zu supporten, auch wenn die Einführung von Meisterplan (ein Stundenverbuchungstool, wo wir unsere Arbeitsstunden auf Kategorien verbuchen/begründen müssen) schon dafür gesorgt hat, dass einige Teams nur noch Unterstützung leisten wenn man ein passendes Projekt für Meisterplan zum Verbuchen mitbringt.

Work-Life-Balance

Das war mal DER Vorteil bei TIMOCOM. Viele Kolleginnen und Kollegen sind genau deswegen hier angefangen, eben WEIL sie dadurch Familie und Beruf unter einen Hut kriegen konnten. Weil durch Workation, Home-Office, etc. die Freiheit da war, private Angelegenheiten so organisiert zu bekommen, dass man anschließend sich voll auf die Arbeit konzentrieren konnte. Mit einer Sperrfrist bei Workation und der Vorgabe ab Juli 26 zwei Tage pro Woche verpflichtend im Büro zu verbringen, ist TIMOCOM nur noch ein Unternehmen von vielen. Auch mir fällt es schwer, die Begründung zu verstehen, da bei uns die genannten Gründe kaum zu treffen. Ebenfalls verstehe ich nicht, warum es gleich eine so restriktive Regelung werden musste. Anstatt Vor-Ort-Anwesenheit an ein Format oder einen konkreten Anlass zu knüpfen, muss man pauschal 2 Tage im Office verbringen. Anstatt mehr Freiheit einzubauen, zum Beispiel 4-8 Tage pro Monat oder 12-16 Tage pro Quartal - freileg- einteilbar, gleich von 1x pro Monat auf 8x pro Monat hoch. Da gerade bei uns in der IT in fast jedem Team ein- oder mehrere Remote-Kollegen sitzen, heißt das: Ins Büro fahren, um in Teams-Sessions zu sitzen - yay.

Vorgesetztenverhalten

Unsere direkten Vorgesetzten tun ihr Bestes, haben im System allerdings auch nicht viel zu sagen. Unsere Product Owner sind nicht wirklich verantwortlich für unser Produkt, sondern müssen beim IT-Stab oder in einer anderen Abteilung regelmäßig ein "okay" abholen. Unsere People Leads sind disziplinarisch für uns zuständig, müssen aber auch ihr "okay" beim IT-Stab oder bei HR abholen. Selbst Zwischenzeugnisse dürfen unsere People Leads nicht einfach ohne Genehmigung von HR ausstellen. Alles darüber wird schwierig: Es wird mehr auf ChatGPT als auf Experten, Kollegen und Mitarbeiter gehört und durch die ganzen Kennzahlen, an denen wir gemessen werden, fühlt es sich an als wären wir nur noch Nummern statt Menschen.

Interessante Aufgaben

Hier liegt die Krux: Eigentlich haben wir richtige spannende Aufgaben und Herausforderungen vor uns liegen. Die Zeit von AI und künstlicher Intelligenz ist hier. Doch anstatt spannende Möglichkeiten zu erlauben, gemeinsam zu lernen und auszuprobieren, darf der IT-Stab neue Tools und Themen ausprobieren. "Normale" Mitarbeiter müssen zwar Nutzungsquoten erfüllen aber dürfen nichtmal GPTs bei ChatGPT nutzen.
Viele Projekte zielen darauf ab unsere Plattform zu modernisieren und auf ein neues Level zu bringen, doch auch hier ist die Mitsprache unserer Experten wenig erwünscht. Themen kommen über OKR und andere Abteilungen immer Top-Down oder müssen durch einen bürokratischen Prozess genehmigt werden. Selbst unser Hackathon - ein Format, dass für Abwechslung, freies Denken, Innovation und Kreativität steht - besteht hier nur aus mehreren, vom IT-Stab vorgegebenen, Mini-Projekten.

Gleichberechtigung

Für mich als Mitarbeiter (männlich) schwierig zu sagen. Mir ist in meinem direkten Umfeld keine Benachteiligung bekannt. Wir haben in der IT zwar (vermutlich branchenüblich) eine niedrige Frauenquote, dafür tolle Kolleginnen in Führungspositionen (Product Owner, People Leads, etc.). Mir ist aber genau so wenig bekannt, dass TIMOCOM hier Bemühungen für weitere Verbesserung vorantreibt.

Umgang mit älteren Kollegen

Auch hier ist mir keine Benachteiligung bekannt. Bei mir im Team arbeiten ältere und jüngere Kollegen gut zusammen. Frische Ideen, egal ob von jung oder alt, werden genauso gehört wie das Sprechen aus Erfahrung. Auch hier ist mir nicht bekannt, dass TIMOCOM besondere Maßnahmen treibt.

Arbeitsbedingungen

Eins muss man über das Office im TiComplex sagen: Es ist echt schön eingerichtet. Leider muss man dazu sagen, dass es überwiegend Open Spaces (Großraumbüros) gibt. Zwar gibt es auch einige kleinere Räume, die man buchen kann, nur sind das leider zu wenige und auch nicht ausreichend ausgestattet. Besonders nicht für den kommenden Bedarf an Team-Meetings mit unseren Remote-Kollegen, wenn wieder der Großteil ins Büro muss. Die Konferenzräume sind gut und modern ausgestattet. Man kann zwischen einem Windows- oder Mac-PC aussuchen. Ich als IT-ler würde mir allerdings deutlich mehr Open-Source und weniger Microsoft wünschen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es gibt hier kein Green-Team oder so ähnlich. Mir sind auch keine bewussten Maßnahmen zum Umweltschutz bekannt. Wir haben auch keine grünen Ziele in der Strategie verankert oder so. Es gibt in den Kaffee-Ecken Mülltrennung (was allerdings das bare-minimum darstellt). Allerdings hat man vor kurzem versucht eine Kapselmaschine zu kaufen. Ein Glück haben sich genügend Leute dagegen gesprochen. Das ist ja auch nicht mehr zeitgemäß. An einer Kaffee-Maschine im TiComplex gibt es Haferdrink und ab und zu wird auch an vegane Alternative gedacht. Leider noch nicht konsistent genug.
Komisch ist auch, dass es keine voll-elektrische Firmenwagen gibt – jedenfalls habe ich noch keine gesehen. Wenn dann sind es Verbrenner oder Hybride. Es gibt auch keine Ladestationen beim TiComplex.
Die Entscheidung das Home-Office einzuschränken zeugt nicht von großem Umwelt- und Sozialbewusstsein, da wir jetzt grundlos und ohne Ausgleich wieder CO2 verfahren, was übrigens auch einer Gehaltskürzung gleich kommt. Auch Kollegen mit Familien, Pflegefällen, Haustieren, usw. sind betroffen und müssen bis Juli 26 – ohne Ausnahme – ihre Angelegenheiten regeln.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist aus meiner Sicht okay. Es gibt zwar keine großen Sprünge und der Gehaltsprozess scheint sehr bürokratisch zu sein. Da wir Mitarbeiter da nicht mitreden können und erst von unseren Vorgesetzten informiert werden, wenn alles schon entschieden ist, frage ich mich, warum das nicht einfach eine Email am Ende des Jahres ist.

Image

Wie das Image außerhalb von TIMOCOM gesehen wird, kann ich nicht einschätzen. Innerhalb ist die Stimmung schlecht, das Vertrauen in das Management erschüttert. Aktuell lassen sich die Mitarbeitenden, die das Unternehmen zur Zeit noch empfehlen, an vermutlich einer Hand abzählen.

Karriere/Weiterbildung

Mit dem neuen Skill-Management haben wir ein weiteres sehr bürokratisches System, dass einen Überblick über aktuelle und benötigte Skills geben soll. Früher haben wir im Team geschaut, was Neues auf uns zu kommt, was wir lernen müssen und was wir lernen wollen. Dann konnten wir dies bei unserem People Lead beantragen und je nach Budget, umsetzen. Mit dem Skill-Management-Prozess, der Selbst- und Fremd-Einschätzung sowie dem Schreiben von Entwicklungsplänen, haben wir einen vormals schlanken Prozess erneut durch eine bürokratische Vorgabe von HR getauscht, die gefühlt 3x solange dauert und uns, im Vergleich zu vorher, keine Teamübersicht bietet. Zumal das Tool auch wirklich unübersichtlich ist.
Wirkliche Karrierepfade gibt es leider auch nicht.

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Arbeitgeber-Kommentar

Polina Fuhrmann, Employer Branding Managerin
Polina FuhrmannEmployer Branding Managerin

Liebe/r IT-TIMO,

danke, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen so offen zu teilen. Dein Feedback nehmen wir ernst und wir wissen, dass viele der Punkte, die du ansprichst, auch andere TIMOs beschäftigen. Wir geben unser Bestes, um transparent zu kommunizieren und eure Rückmeldungen wirklich einfließen zu lassen.

Die neue 40:60-Präsenzregelung ab Juli 2026 bringt für manche TIMOs im Umkreis des HQ echte Herausforderungen mit sich. Das verstehen wir und suchen aktiv nach passenden Lösungen. Die zwei verpflichtenden Tage vor Ort sollen den persönlichen Austausch stärken, den Teamzusammenhalt fördern und Projektarbeit erleichtern. Drei flexible Tage pro Woche bleiben dabei erhalten, sodass du Office und Remote so kombinieren kannst, wie es für dich am besten passt.

Auch deine Punkte zu Kommunikation und Mitgestaltung nehmen wir ernst. Wir arbeiten daran, Feedback besser einzubeziehen, Entscheidungen verständlicher zu machen und beim Skills-Management klarere Strukturen zu schaffen.

Wir nehmen wahr, dass Vertrauen aktuell unterschiedlich erlebt wird. Umso wichtiger ist uns ein offener Austausch, um Perspektiven besser zu verstehen und gemeinsam Verbesserungen anzustoßen. Wenn du deine Punkte weiter vertiefen möchtest, freuen wir uns über den direkten Dialog – gerne mit deiner Führungskraft, dem People & Culture Team oder den Mitarbeiterbotschafter.

Vielen Dank für dein Feedback und deinen Beitrag zur Weiterentwicklung von TIMOCOM.

Mit freundlichen Grüßen
Polina

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