Wer hätte gedacht, dass sich eine Firmenkultur innerhalb weniger Jahre so stark verändern kann
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vor etwa einem Jahr gab es eine Vorabentscheidung zur möglichen Gründung eines Betriebsrats. Die Veranstaltung hinterließ keinen professionellen Eindruck. Trotz mehrfacher Hinweise blieb die Geschäftsführung anwesend und beeinflusste damit die Atmosphäre spürbar. Die Diskussion war entsprechend angespannt und wenig konstruktiv. Am Ende wurde gegen die Einrichtung eines Betriebsrats gestimmt. Rückblickend wäre eine strukturierte Arbeitnehmervertretung in der aktuellen Situation vermutlich hilfreich gewesen.
Verbesserungsvorschläge
Qualität vor Quantität: lieber weniger Änderungen, dafür wirkungsvoll umgesetzt.
Arbeitsatmosphäre
Aktuell wegen Einschränkung der Home-Office-Regelung weitestgehend im Keller
Kommunikation
Ein komplexes Thema. Die Kommunikation wirkt häufig bemüht, bleibt jedoch in vielen Punkten oberflächlich. Strategische Entscheidungen werden nicht immer nachvollziehbar erklärt.
Kollegenzusammenhalt
Bei mir im Team schwierig
Work-Life-Balance
Früher vorbildlich. Inzwischen wird zugesagtes Homeoffice schrittweise reduziert. Auch bei Workation-Regelungen werden zunehmend Einschränkungen eingeführt. Benefits, mit denen aktiv geworben wurde, werden nach und nach relativiert oder gestrichen.
Vorgesetztenverhalten
Mit direkten Führungskräften gab es keine Probleme. Auf höherer Managementebene wirken Entscheidungen teilweise wenig transparent und schwer nachvollziehbar.
Interessante Aufgaben
Als Full-Stack-Entwickler besteht die Arbeit überwiegend aus stark kleinteilig gesteuerten Tickets. Nachhaltige technische Lösungen treten häufig hinter kurzfristige Anpassungen zurück. Strategische Produktentwicklung ist nur begrenzt erkennbar.
Arbeitsbedingungen
Die Reorganisation vor zwei Jahren hatte gute Ansätze. In der Umsetzung fehlte jedoch teilweise die konsequente Begleitung.
Die Einführung von People Leads ist grundsätzlich sinnvoll, deren tatsächlicher Einfluss scheint jedoch begrenzt.
Scrum Master wurden eingestellt, allerdings zu wenige und das Verständnis für echte Agilität ist noch nicht durchgängig vorhanden. Prozesse wirken häufig weiterhin klassisch wasserfallorientiert, lediglich unter agilem Label.
Karriere/Weiterbildung
Die Entwicklerlaufbahn ist primär auf eine Architektenrolle ausgerichtet. Eine fachliche Expertenkarriere mit Fokus auf Entwicklung ist begrenzt. Weiterbildung wird angekündigt, ist aber noch im Aufbau.


