110 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
110 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


kununu Prüfprozess
110 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Weniger Empathie geht nicht.
Es wurde nur abgelesen und abgefragt.
Keine Verbesserungsvorschläge
Das Bewerbungsgespräch war nicht angenehm. Es war so etwas wie ein Gerichtsverfahren. Es gab viele Fragen, die nicht zeitgemäß sind, zum Beispiel über die Struktur des BAMF. Solche Informationen kann man in 30 Sekunden im Internet finden; man muss sie nicht aufwendig auswendig lernen.
Ich fand auch die Überprüfung der Sprachkenntnisse seltsam und diskriminierend. Man legte mir einen Text auf Englisch vor und verlangte, dass ich ihn mündlich ins Deutsche übersetze. Ich beherrsche beide Sprachen auf dem Niveau C1, bin aber in keiner von beiden Muttersprachlerin. Deshalb wollte ich die Übersetzung zunächst schriftlich aus dem Englischen in meine Muttersprache anfertigen und sie dann ins Deutsche übertragen. Das wurde mir von den Mitarbeitenden des BAMF jedoch nicht erlaubt. Das finde ich seltsam, da dies nicht bedeutet, dass ich die Sprachen nicht beherrsche, und ich habe mich auch nicht auf eine Dolmetscherstelle beworben.
Am Ende bin ich froh, dass es nicht geklappt hat. Ich brauchte zwar einen Job für meinen Aufenthaltstitel, aber mit der langen Sicherheitsprüfung wäre ich in Schwierigkeiten geraten.
Ich hätte mir zusätzlich ein persönliches Vorstellungsgespräch gewünscht, da der direkte Kontakt oft einen besseren und realistischeren Eindruck vermittelt.
Einige der Fragen im Interview gingen für mein Empfinden bereits in Richtung Einarbeitung.
Strukturiert, organisiert und kommunikativ.
Diese Bewertung soll ausdrücklich als Warnung an Menschen mit Migrationshintergrund dienen, die sich beim BAMF bewerben und familiäre Bezüge in ihre Herkunftsländer haben. Diese Tatsache kann im Bewerbungsprozess zum entscheidenden Ausschlusskriterium werden, unabhängig von Qualifikation, Verhalten oder persönlicher Eignung.
In meinem Fall hatte ich bereits eine fachliche Zusage erhalten. Erst danach begann die Sicherheitsüberprüfung. Nach fast einem Jahr Gesamtverfahrensdauer und rund elf Monaten Sicherheitsprüfung erfolgte schließlich die Ablehnung mit der Begründung „Sicherheitsrisiko“. Diese späte Entscheidung ist besonders problematisch, da Bewerber in dieser Zeit von einer realistischen Einstellungsperspektive ausgehen und entsprechend planen.
Sollten Sie ursprünglich aus einem der vom BMI als „Risikostaaten“ eingestuften Länder stammen, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Bewerbung letztlich abgelehnt wird. Der Geheimschutz des BAMF stuft Bewerber bereits dann als Sicherheitsrisiko ein, wenn sie in ihr Herkunftsland reisen und/oder dort nahe Angehörige leben. Konkrete sicherheitsrelevante Handlungen oder individuelles Fehlverhalten sind dafür offenbar nicht erforderlich.
In meinem Fall wurde die Einstufung ausschließlich darauf gestützt, dass ich zwei Verwandte in meinem Geburtsland habe und dieses privat besuche. Persönliche Eignung, beruflicher Werdegang, Integration oder bisheriges Verhalten spielten keine erkennbare Rolle.
Besonders widersprüchlich ist, dass verpflichtende Sicherheitsüberprüfungen beim BAMF erst seit 2023 gelten. Bei identischer Biografie wäre man zuvor offenbar kein Sicherheitsrisiko gewesen, heute jedoch schon. Gleichzeitig werden bereits beschäftigte Mitarbeitende nicht flächendeckend überprüft. Dies führt zu einer Ungleichbehandlung zulasten neuer, fachlich geeigneter Bewerber.
Der gesamte Prozess ist intransparent, extrem langwierig und für Bewerber psychisch wie beruflich belastend. Wer einen Migrationshintergrund hat, kann diesen nicht „ablegen“ und genau dieser Umstand scheint hier jedoch ausschlaggebend zu sein. Die öffentlich kommunizierten Werte zu Vielfalt, Internationalität und Integration widersprechen sich zur tatsächlichen Praxis.
Abschließend kann ich dem BAMF nur dringend empfehlen, diese Form der Sicherheitsüberprüfung entweder grundlegend zu überarbeiten oder vollständig einzustellen. In der aktuellen Ausgestaltung sind diese Prüfungen weder geeignet, tatsächliche Spionage oder sicherheitsrelevante Risiken zu verhindern, noch folgen sie einer nachvollziehbaren, konsistenten Logik. Stattdessen wirken sie pauschalisierend und diskriminierend gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund, deren familiäre Herkunft oder private Reisen allein als Risiko interpretiert werden. Besonders widersprüchlich ist dabei, dass bereits eingestellte Mitarbeitende mit identischen Biografien keiner vergleichbaren Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden, während neue Bewerber allein aufgrund ihrer Herkunft ausgeschlossen werden. Dies untergräbt nicht nur das Vertrauen in die Fairness des Verfahrens, sondern stellt auch den tatsächlichen sicherheitspolitischen Nutzen dieser Maßnahmen ernsthaft infrage.
Den kompletten Prozess beschleunigen. Erst dauert es mehrere Monate, bis überhaupt eine Rückmeldung kommt, dann wird wiederum Wochen später ein Gespräch angesetzt, aber die (natürlich komplett generische) Absage kommt dann innerhalb weniger Tage. Wird besser so sein, wenn man sich die einschlägigen Rezensionen hier zu Gemüte führt. Dann stellt eben weiter lieber Leute ein, die das komplette Organigramm sowie die Geschichte des BAMF perfekt auswendig gelernt haben und aus dem Effeff runterbeten können anstatt profane Dinge wie Fachwissen zu priorisieren. Man bekommt ja mit, welch durchschlagenden Erfolg das hat.
Da bin ich wohl der berühmten sprichwörtlichen Kugel ausgewichen.
- Fairness
- Voreingenommenheit auf Seite schieben
Mein Vorstellungsgespräch bei dem BAMF war sehr angenehm. Die beiden Damen, die das Gespräch geführt haben, waren sehr freundlich und haben eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Das Interview war klar strukturiert, die Fragen waren passend zur ausgeschriebenen Stelle und absolut nachvollziehbar. Besonders positiv fand ich auch, dass die zugesagte Frist für die Rückmeldung zuverlässig eingehalten wurde. Insgesamt habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht.
Na vielleicht ein noch schnellerer Bewerbungsprozess, wenn man schnell Personal sucht. Aber wenn man schon mal in der öffentlichen Verwaltung gearbeitet hat, weiß man, durch wie viel Instanzen die Bewerbungen müssen und eine Sicherheitsüberprüfung ist in diesem Amt unumgänglich.
Bewerbungsprozess mit vorläufiger Zusage, über 11-monatiger Wartezeit auf die Sicherheitsüberprüfung und finaler Absage.
**Datum:** Juli 2025 – der Monat, in dem ich lernte, dass bürokratische Ironie kein Witz ist, sondern Alltag.
Ach, das BAMF, diese leuchtende Säule der Menschlichkeit, die Migranten und Flüchtlinge schützen soll – und dabei Bewerber wegen ihrer Herkunft durch den Wolf dreht. Die vom BMI vorgeschriebene Sicherheitsüberprüfung für externe Bewerber? Ein Meisterwerk der Diskriminierung, getarnt als Vorsicht. Wenn dein Herkunftsland auf der Länderliste des Verfassungsschutzes thront, dauert die Prüfung ewig, und am Ende: Absage. In meinem Fall gab's eine vorläufige Zusage ("vorbehaltlich der positiven Überprüfung" – wie süß euphemistisch), dann über 11 Monate Funkstille...
Die offizielle Begründung des BAMF? Die Stelle soll "schnellstmöglich besetzt werden". Klar, nach über 11 Monaten Wartezeit klingt das total plausibel – als ob sie nicht genau wussten, dass meine Herkunft die Sache in die Länge zieht. Die Kommunikation? Ein Witz: Personalgewinnung und Geheimschutzbeauftragter ignorierten meine mehrfachen schriftlichen und telefonischen Anfragen komplett – als ob Schweigen die neue Form der Höflichkeit wäre. Und Mut zur Offenheit? Fehlanzeige; das BAMF traut sich nicht mal, diese Politik laut auszusprechen, stattdessen lassen sie dich im Dunkeln schmoren.
Der ironische Höhepunkt? Im Vorstellungsgespräch fragten sie allen Ernstes, wie ich reagieren würde, wenn ich mitbekomme, dass eine Person im Referat diskriminiert wird. Ernsthaft? Während sie mich selbst wegen meiner Herkunft durch den Prozess quälen und am Ende absagen? Das ist Zynismus auf Steroiden – als ob sie testen wollten, ob ich die Ironie erkenne, die ihr ganzer Laden ist. Und dann die ultimative Frage: Wie kann es sein, dass eine vorläufige Zusage unter Vorbehalt der Sicherheitsüberprüfung ausgesprochen wird, man aber eine Absage vor deren Abschluss aussprechen kann? Das ist doch der Beweis für die ganze Farce – sie locken dich rein, lassen dich hängen und kicken dich raus, bevor die Prüfung fertig ist, nur weil deine Herkunft nicht passt. Und noch ein Sahnehäubchen der Ironie: Schaut euch die Außendarstellung des BAMF auf Instagram an – Posts, die fragen, was man für eine Bewerbung beim Bundesamt mitbringen sollte, präsentiert ausgerechnet von Leuten mit Migrationshintergrund, die sehr wahrscheinlich die Sicherheitsüberprüfung nicht bestehen würden. Vielleicht meinen sie damit implizit: Eine Herkunft, die nicht auf der Länderliste steht? Weil alles andere ja eh sinnlos ist. Bewerber aus diesen Ländern haben null Chance, egal wie qualifiziert – die Liste ist der unsichtbare Türsteher, der dich rauswirft, bevor du drin bist. Die Personalabteilung mag's abstreiten und von "Gleichbehandlung" faseln, aber wir wissen's besser: Das ist Diskriminierung pur, verpackt in Vorschriften. Und die offene Frage: Wie viele Leute sind von dieser hausgemachten Politik betroffen? Dutzende? Hunderte? Wer weiß, da Transparenz hier so rar ist wie Ehrlichkeit. Ergänzend: Wie viele Absagen wurden aktuell aufgrund dieser Schikane ausgesprochen? Keine Zahlen, keine Infos – typisch. Und jetzt der Clou: Wie würde das der Antidiskriminierungsbeauftragte der Bundesrepublik sehen? Wahrscheinlich mit einem Kopfschütteln und einem "Ach, wie ironisch" – eine Behörde gegen Diskriminierung, die selbst welche betreibt? Das schreit nach einer Untersuchung, aber hey, in Deutschland läuft's halt so: Predige Wasser, trink Wein. Ach ja, und eine weitere Frage: Beschleunigt es das Besetzungsverfahren wirklich, wenn man es nun neu ausrollt mit erneuten Sicherheitsüberprüfungen – oder ist das nur eine weitere Schleife, die Bewerber aus "problematischen" Ländern noch länger hinhält?
Die Ironie ist episch: Beim Amt für Migration wirst du wegen deiner Migration diskriminiert. Danke, BAMF, für die Lektion in systemischer Bigotterie – ohne dass ich je einen Fuß reinsetzen musste.
Empfehlung:* Schau dir die Länderliste an - wenn dein Herkunftsland drauf ist, spar dir die Bewerbung und die über 11 Monate Lebenszeit. Bewirb dich woanders, wo Vielfalt nicht nur ein Slogan ist, sondern Realität. Und falls das BAMF sich je herablässt, mit jemandem aus einem dieser "problematischen" Länder zu beschäftigen und auf diese Bewertung reagiert: Dann wäre es schön antworten auf obigen Fragen zu bekommen.
So verdient kununu Geld.