Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit Juli 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 16.7.2026
Die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft erhält von Mitarbeiter:innen eine gemischte Gesamtbewertung. Besonders der Kollegenzusammenhalt wird sehr positiv hervorgehoben: Viele beschreiben ihre Kolleg:innen als größte Stärke des Unternehmens, und der Teamzusammenhalt funktioniert auch abteilungsübergreifend gut. Das Vorgesetztenverhalten fällt dagegen negativ auf. Direkte Vorgesetzte gelten oft noch als kompetent und nahbar, jedoch mangelt es höheren Führungsebenen an Empathie, Transparenz und Wertschätzung. Entscheidungen werden häufig ohne Einbindung der Belegschaft getroffen, und Führungsversagen bleibt nach Meinung vieler Rezensent:innen folgenlos. Die Kommunikation zwischen Hierarchieebenen gilt als verbesserungswürdig: Informationen kommen oft verzögert oder gar nicht an, und Mitarbeiter:innen erfahren Unter...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Arbeitsatmosphäre bei der Deutschen Lufthansa Aktiengesellschaft wird von Nutzer:innen gemischt bewertet. Auf Teamebene beschreiben viele Mitarbeiter:innen das Arbeitsklima als angenehm und kollegial, besonders im direkten Umfeld zeigt sich ein starker Zusammenhalt. Allerdings hängt die Atmosphäre nach Meinung einiger Nutzer:innen stark vom jeweiligen Team und der Führungskraft ab, was zu sehr unterschiedlichen Erfahrungen führt.
Jenseits des unmittelbaren Kolleg:innenkreises fällt die Einschätzung deutlich kritischer aus. Einige Nutzer:innen bemängeln fehlendes Wertschätzungsgefühl seitens der Vorgesetzten und des Vorstands, was die Gesamtatmosphäre belaste. Zudem beschreiben wenige Nutzer:innen das Klima als angespannt und zeitweise hektisch. Die wahrgenommene Diskrepanz zwischen der Außendarstellung des Unternehmens und dem tatsächlichen internen Umgang mit Mitarbeiter:innen wird ebenfalls kritisch angemerkt.
Das Vorgesetztenverhalten bei der Deutschen Lufthansa Aktiengesellschaft wird von Nutzer:innen insgesamt negativ bewertet. Ein wiederkehrendes Muster zeigt sich dabei auf verschiedenen Hierarchieebenen: Direkte Vorgesetzte erhalten häufig positive Rückmeldungen – sie gelten als zugänglich und unterstützend. Je höher die Führungsebene, desto kritischer fällt das Urteil aus. Dort bemängeln Nutzer:innen fehlende Empathie, mangelnde Transparenz und eine Führungskultur, die stärker auf interne Kommunikation nach oben als auf Mitarbeiter:innenführung ausgerichtet sei.
Auf den oberen Hierarchieebenen wird zudem fehlende Wertschätzung kritisiert. Einige Nutzer:innen empfinden Entscheidungen als wenig nachvollziehbar und Mitarbeiter:innen als ungehört. Auch fehlendes Verantwortungsbewusstsein bei Führungsversagen sowie eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen Vergütungsentscheidungen des Vorstands und den Bedingungen der Belegschaft werden negativ hervorgehoben. Fachkompetenz und Führungskompetenz werden laut einigen Nutzer:innen nicht immer ausreichend voneinander getrennt.
Die Kommunikation bei der Deutschen Lufthansa Aktiengesellschaft wird von Mitarbeiter:innen gemischt bewertet. Positiv hervorzuheben ist, dass aktuelle Unternehmensnachrichten über das Intranet zeitnah zugänglich sind und Mitarbeiter:innen sich über interne Foren informieren sowie Themen mit direkten Vorgesetzten besprechen können.
Jedoch kritisieren viele Nutzer:innen erhebliche Schwächen bei der hierarchieübergreifenden Kommunikation. Informationen sollen häufig nicht weitergegeben werden oder verspätet ankommen, und einige Mitarbeiter:innen erfahren Unternehmensentscheidungen erst über die Presse. Während die Kommunikation innerhalb von Teams und auf gleicher Ebene als gut empfunden wird, mangelt es nach Meinung vieler Bewertenden an Transparenz von oben nach unten. Zudem berichten einige Nutzer:innen von vagen oder ausbleibenden Informationen zur Unternehmenszukunft sowie von nicht eingehaltenen Versprechen. Die Gesamtbewertung der Kategorie fällt ausgeglichen aus.
Die Arbeitsbedingungen bei der Deutschen Lufthansa Aktiengesellschaft werden von den Nutzer:innen gemischt bewertet. Während einige trotz Schichtarbeit von guten Bedingungen berichten, überwiegen in den schriftlichen Bewertungen kritische Stimmen. Bemängelt werden vor allem fehlende oder veraltete Klimaanlagen, unzureichende Materialien und Werkzeuge sowie beengte und laute Arbeitsbereiche. Auch der Zustand der Flugzeugkabinen steht in der Kritik: Defekte Sitze und ausgefallene Geräte bleiben laut einigen Nutzer:innen oft unbehoben, was sich negativ auf das Arbeitsumfeld auswirkt.
Zusätzlich empfinden einige Mitarbeiter:innen die körperlichen Belastungen durch Schichtarbeit, Zeitzonenwechsel und Klimaschwankungen als erheblich. Obwohl es moderne Büros geben soll, kritisieren wenige Nutzer:innen, dass organisatorische und strukturelle Mängel die Bedingungen verschlechtern. Die Gesamtbewertung der Kategorie fällt ausgeglichen aus, doch die schriftlichen Rückmeldungen zeichnen ein eher kritisches Bild.
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass er pünktlich den Lohn überweist
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kommunikation. Führung. Dienstplangestaltung. Sparen koste es was es wolle. Keinerlei Wertschätzung. Keinerlei Karrieremöglichkeiten.
Verbesserungsvorschläge
Kommunikation und Umgang mit Mitarbeitern überdenken
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 bei Deutsche Lufthansa AG in München gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe Verbesserungsvorschläge, Kaum Weiterbildungsangebote (in der Freizeit- ja), Immer mehr Druck bei gleichzeitigem Personalabbau
Verbesserungsvorschläge
Kommunikation, Reflektieren und Verbessern von Abläufen, Echte Wertschätzung statt Produktivitätssteigerung
Arbeitsatmosphäre
Chaos ohne Ende
Image
Work-Life-Balance
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Karriere/Weiterbildung
Kollegenzusammenhalt
Vorgesetztenverhalten
Arbeitsbedingungen
Kommunikation
Gehalt/Benefits
Interessante Aufgaben
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Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Lufthansa Passage in München gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wenn man für eine Weile mehr von der Welt sehen möchte ist es eine günstige Wahl
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das falsche Bild was nach außen getragen wird und im internen Bereich nichtmal annähernd gelebt wird. Ausbeutung der Mitarbeitenden und teilweise Behandlung wie ein Objekt.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Wertschätzung des Kabinenpersonals. Überarbeitung des Manteltarifvertrags. Mehr Planstabilität und gerechte Bezahlung. Weniger Steifheit und mal etwas lockere, moderne Stimmung in das Unternehmen bringen. Im Jahr 2026 sollte man seinen Mitarbeitern nicht mehr Tattoos und Piercings verbieten.
Arbeitsatmosphäre
Sehr schlechte Atmosphäre durch fehlende Wertschätzung der Vorgesetzten
Image
Das nach außen hin gezeigte „We are one“ Bild ist totaler Quatsch. Keine Wertschätzung der Kabinenbesatzung seitens der Führungskräfte. Intern verliert man kein gutes Wort über die Firma und es wird sich an jeder Ecke beschwert.
Work-Life-Balance
Viele freie Tage in den Wintermonaten, wenn man Langstrecke fliegen kann. Im Sommer steht jedoch nur Minimumruhezeit an. Das requesten der Flüge ist meistens schwierig, sodass es ein großes Problem darstellt, den Alltag zu planen oder an wichtigen Terminen teilnehmen zu können.
Karriere/Weiterbildung
Wenig Chancen auf Weiterentwicklung. Erschwertes Aufsteigen in eine höhere Position durch übertriebene Voraussetzungen, welche man nur erfüllen kann, wenn man selbst einen Haufen Geld in die Hand nimmt. Und selbst dann ist man erstmal 10 Jahre auf der Warteliste.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt reicht auch nach mehreren Jahren in einer Stadt wie München kaum aus, um ein normales Leben zu führen. Nur wenn man übermäßig viel fliegt und somit viel Spesen erhält, kommt man mal etwas besser über die Runden.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sind in den meisten Fällen super und stehen Hand in Hand füreinander ein
Umgang mit älteren Kollegen
Viele ältere Kolleg:innen, welche teilweise seit über 30 Jahren fliegen und sich nicht beschweren.
Vorgesetztenverhalten
Kabinenchefs und Cockpit halten sich häufig für wichtiger und besser als der Rest der Crew. Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in einem Umfeld, wo Zusammenhalt besonders wichtig wäre.
Arbeitsbedingungen
Briefingräume sind meistens nicht klimatisiert im Hochsommer. Quasi jeder Flieger hat eine 20 seitige Liste mit Macken, welche den Service erschweren. Schwere Boxen, welche ihre besten Zeiten schon lange hinter sich haben, müssen mit Gewalt aus den vorhergesehen Stauräumen gerissen werden, was hohes Verletzungspotential bietet
Kommunikation
Stark mangelhaft. Oft bekommt man Informationen erst über die Medien mit, bevor es über den Arbeitgeber mitgeteilt wird.
Gleichberechtigung
Es scheint, als hätte man nur mit Vitamin B Chancen auf Erfolg
Interessante Aufgaben
Sehr monotoner, immer gleich bleibender Service
Umwelt-/Sozialbewusstsein
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Unangenehme und bekannte Fachabteilung - Führungsversagen auf ganzer Linie
1,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Deutsche Lufthansa AG in Frankfurt am Main gearbeitet.
Austausch der Konzernführung, Aufsichtsrat und Geschäftsführung. Harte Restrukturierung des Konzern, Modernisierung der IT und des Büro. Im Zweifel alte Gebäude am Flughafen aufgeben und extern neu aufbauen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich als von Misstrauen statt Zusammenarbeit geprägt erlebt. Aus meiner Sicht entstand ein Umfeld, in dem Mitarbeitende sich gegenseitig beobachteten und Informationen untereinander weitergegeben wurden, anstatt offen und konstruktiv zusammenzuarbeiten.
Zusätzlich wurde die Atmosphäre durch das Führungsverhalten der damaligen Team- und Abteilungsleitung belastet, die inzwischen nicht mehr in dieser Funktion tätig ist. Mein Eindruck war, dass Kritik eher unerwünscht war und eine offene Fehler- und Diskussionskultur nicht gelebt wurde.
Besonders kritisch empfand ich die Sicherheitskultur. Sicherheitsrelevante Themen erhielten aus meiner Sicht nicht die Priorität, die in einem Luftfahrtunternehmen selbstverständlich sein sollte. Dass sich schließlich sogar das Luftfahrt-Bundesamt mit entsprechenden Sachverhalten befassen musste, unterstreicht für mich, dass die bestehenden Probleme nicht lediglich auf persönliche Wahrnehmungen beschränkt waren.
Image
Nach außen pflegt Lufthansa das Bild eines Premium-Carriers mit deutscher Präzision, Sicherheit und Zuverlässigkeit – ein Image, das laut aktuellen Markenrankings zuletzt sogar an Stärke gewonnen hat. Wer allerdings hinter die Kulissen blickt, sieht eine andere Realität: 2026 kam es zu Tarifkonflikten und Streiks sowohl beim Kabinenpersonal als auch bei den Piloten, mit einer erschreckend hohen Zustimmung zu Arbeitskampfmaßnahmen – ein deutliches Signal für tiefsitzende Unzufriedenheit in der Belegschaft. Aus meiner Erfahrung im Dispatch reiht sich mein Bereich nahtlos in dieses Muster ein: Auch hier klafft eine erhebliche Lücke zwischen dem nach außen kommunizierten Anspruch und der tatsächlich gelebten Realität für die Mitarbeitenden. Während sich das Unternehmen als verlässlicher, sicherheitsorientierter Premiumanbieter inszeniert, wird intern an genau den Stellschrauben gespart, die für Sicherheit, Motivation und Zufriedenheit der Belegschaft entscheidend wären. Ein Image, das auf Hochglanzbroschüren gut aussieht, aber der Realität nicht standhält.
Work-Life-Balance
Der Schichtrhythmus im Flugdienstberater-Bereich ist aus meiner Sicht ein echtes Problem: Man arbeitet 7 Tage am Stück im Wechsel aus Früh-, Spät- und Nachtschichten, bevor 3 freie Tage folgen. Bemerkenswert ist dabei, dass für Flugpersonal – die eine vergleichbare sicherheitskritische Verantwortung tragen – die EASA-Flugdienst- und Ruhezeitvorschriften (ORO.FTL) mit wissenschaftlich fundierten Grenzen für Ermüdung, zirkadiane Tiefphasen und Erholungszeiten gelten. Für Flugdienstberater, die ebenfalls sicherheitsrelevante Entscheidungen wie Routen- und Treibstoffplanung oder Wetterbewertungen treffen, gibt es diesen speziellen Schutz nicht – hier greift lediglich das allgemeine Arbeitszeitgesetz, das für diese Art von Verantwortung schlicht nicht ausreichend konzipiert ist. Ein planbares Privatleben ist unter diesen Bedingungen kaum möglich, zumal regelmäßig auch an Feiertagen gearbeitet werden muss – ohne dass es dafür aktuell einen finanziellen Ausgleich gibt.
Kollegenzusammenhalt
Der Spitzname, den die Abteilung intern wie auch überregional trug, ließ keinen Interpretationsspielraum darüber, wie das Klima dort wahrgenommen wurde: geprägt von Misstrauen, informeller Überwachung und einem Klima, in dem man sich ständig kontrolliert fühlte. Stattdessen herrscht ein aggressives Gegeneinander: Jeder ist sich selbst der Nächste. Einzelne Grüppchen arbeiten gezielt gegeneinander statt miteinander, Informationen werden zurückgehalten oder taktisch eingesetzt, und man hat permanent das Gefühl, dass Kollegen einen für den eigenen Vorteil ohne zu zögern "verkaufen" würden. In einem Arbeitsumfeld, das eigentlich auf enge Abstimmung und gegenseitiges Vertrauen angewiesen wäre, ist dieses Klima nicht nur unangenehm, sondern schlicht kontraproduktiv.
Umgang mit älteren Kollegen
Wie mit älteren, langjährigen Kollegen umgegangen wird, zeigt sich exemplarisch an einem Fall aus meinem Arbeitsumfeld: Ein älterer Kollege, der aufgrund der Arbeitsbelastung mittlerweile ausschließlich im Frühdienst eingesetzt wird und nie mehr zu Nachtdiensten herangezogen wird, schafft sein reguläres Pensum innerhalb der offiziellen Schichtzeit (06:00–14:00 Uhr) faktisch nicht mehr. Statt hier eine nachhaltige Lösung zu finden – etwa durch Anpassung der Aufgabenverteilung, gezielte Entlastung oder ein altersgerechtes Arbeitszeitmodell – wird die Situation schlicht dadurch "gelöst", dass der Kollege inoffiziell bereits eine Stunde früher, um 5 Uhr, beginnt. Anstatt Verantwortung für eine echte betriebliche Lösung zu übernehmen, wird das strukturelle Problem auf dem Rücken eines einzelnen, ohnehin belasteten Mitarbeiters abgeladen. Das zeigt aus meiner Sicht deutlich, wie wenig Wertschätzung und Fürsorge älteren, erfahrenen Kollegen hier tatsächlich entgegengebracht wird.
Vorgesetztenverhalten
Ein Kapitel für sich. Anstatt Führungsversagen zu adressieren, wird nach oben wegbefördert: Eine Teamleitung, die durch ihr Verhalten für erhebliche Unzufriedenheit im Team gesorgt hat, wurde einfach eine Hierarchieebene höher versetzt – Problem gelöst, indem man es woandershin verlagert. Die Abteilungsleitung wiederum wurde nach Jahren erwiesenen Missmanagements zwar tatsächlich aus der Führungsposition entfernt, aber lediglich in die Technik-Abteilung querversetzt statt konsequent zur Verantwortung gezogen. Für mich zeigt dieses Muster exemplarisch, wie im Unternehmen mit Führungsversagen umgegangen wird: Konsequenzen bleiben aus, Verantwortung wird verschoben statt geklärt, und Mitarbeitende, die unter den Folgen leiden, bleiben mit dem Nachsehen zurück.
Arbeitsbedingungen
Auch die räumlichen und infrastrukturellen Arbeitsbedingungen sind alles andere als angemessen. Die Klimaanlage im Büro im 6. Obergeschoss ist seit Jahren "defekt", sodass der Raum weder im Sommer noch im Winter vernünftig temperiert werden kann – für einen Arbeitsplatz, an dem konzentriertes und fehlerfreies Arbeiten sicherheitsrelevant ist, ein untragbarer Zustand. Hinzu kommt eine völlig unpassende Raumaufteilung: Operatives Personal, das den Flugbetrieb in Echtzeit am Laufen hält und auf ungestörte Konzentration angewiesen ist, sitzt unmittelbar zwischen administrativem Personal, das dort parallel Meetings mit entsprechendem Gesprächslärm abhält und durch den halben Raum quatscht. Man versucht also, hochkonzentrierte, sicherheitskritische Entscheidungen mitten im Trubel fachfremder Besprechungen zu treffen. Diese Kombination aus fehlender klimatischer Grundversorgung und einer Arbeitsplatzgestaltung ohne Rücksicht auf die Anforderungen des operativen Bereichs macht deutlich, wie wenig die tatsächlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden im Tagesgeschäft berücksichtigt werden.
Kommunikation
Eine offene und transparente Kommunikation habe ich während meiner Zeit im Unternehmen nicht erlebt. Obwohl wöchentliche Teammeetings stattfanden, wurden dort häufig Themen behandelt, die bereits seit Tagen bekannt waren oder hinter den Kulissen längst entschieden worden waren. Die Meetings wirkten daher eher informativ als dialogorientiert.
Mein Eindruck war, dass wesentliche Sachverhalte und Entscheidungen überwiegend im kleinen Kreis zwischen Team- bzw. Abteilungsleitung und einzelnen Referenten besprochen wurden, ohne das Team frühzeitig einzubeziehen. Dadurch entstand der Eindruck, dass wichtige Informationen eher "hinter verschlossenen Türen" als im direkten Austausch mit den betroffenen Mitarbeitenden behandelt wurden.
Für Rückfragen, fachliche Diskussionen oder eine offene Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Meinungen blieb aus meiner Sicht nur wenig Raum. Transparenz, frühzeitige Information und eine Kommunikation auf Augenhöhe habe ich daher vermisst.
Gehalt/Benefits
Auch bei der Vergütung bleibt einiges zu wünschen übrig. Das Grundgehalt bewegt sich in der Gruppe G zwischen 4.557,56 € und 5.703,72 €, als Mission Supporter zwischen 4.924,93 € und 6.120,92 € – in Anbetracht der hohen Verantwortung, der psychischen Belastung durch Schichtarbeit und der sicherheitskritischen Tätigkeit ist das aus meiner Sicht nicht angemessen. Die tariflichen Zulagen fallen zudem vergleichsweise gering aus und bieten kaum einen echten Ausgleich für die Belastungen des Schichtdienstes. Besonders ärgerlich: Früher wurde Feiertagsarbeit noch mit einem zusätzlichen Urlaubstag plus 50 % Zulage vergütet. Im Rahmen eines Sparprogramms wurde diese Regelung ersatzlos gestrichen – Feiertagsarbeit wird inzwischen nur noch 1:1 als Freizeit abgegolten, ohne jeglichen finanziellen Ausgleich. Diese Änderung sorgt bei den Kollegen zu Recht für erheblichen Unmut, da sie eine spürbare Verschlechterung darstellt, während die Belastung durch Feiertagsarbeit unverändert hoch bleibt.
Interessante Aufgaben
Die inhaltliche Seite der Arbeit im Dispatch ist tatsächlich der einzige echte Lichtblick: Die Tätigkeit ist fachlich anspruchsvoll, abwechslungsreich und für den reibungslosen und sicheren Ablauf des gesamten Flugbetriebs von zentraler Bedeutung. Umso ärgerlicher ist es, dass die technische Ausstattung dieser Verantwortung in keiner Weise gerecht wird. Die eingesetzte Mission-Support-Software ist veraltet und in ihrer Bedienbarkeit nicht mehr zeitgemäß. Besonders bezeichnend: Für eine Wettersoftware wurden offenbar mehrere Millionen Euro investiert, ohne dass das Tool im täglichen Betrieb tatsächlich praxistauglich ist. Für einen Flugbetrieb dieser Größenordnung und Komplexität ist eine derart unzureichende technische Infrastruktur nicht nachvollziehbar – hier klafft eine deutliche Lücke zwischen dem Anspruch an die Mitarbeitenden und den bereitgestellten Mitteln, um diesem Anspruch gerecht zu werden.
Bewertung der Lufthansa - ehrliche Sicht eines jungen Lufthanseaten
4,2
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Lufthansa Passage in Frankfurt am Main gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Insbesondere finde ich den Zusammenhalt der Belegschaft hervorragend. Ich kann mich jederzeit bei Fragen oder allgemeine Anliegen an meine Kollegen wenden!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Derzeit leider das Image, welches durch die Streikwellen im vergangenen Frühling große Schlagzeilen gemacht hat. Darunter hat die Reputation ziemlich gelitten.
Verbesserungsvorschläge
Letztendlich ist es mir wichtig, dass die Spannungen zwischen dem oberen Management und der fliegenden Belegschaft Schritt für Schritt nachhaltig geklärt werden. Verständlich ist, dass die Lufthansa derzeit an vielen Ecken sparen muss, um aus der derzeitigen negativen wirtschaftlichen Lage herauszukommen, jedoch sollte darauf geachtet werden, dass das fliegende Personal, welches nun einmal den wichtigsten Teil einer Airline darstellt, nicht durchgehend unzufrieden ist und mit - meiner Meinung nach - vermeidbaren Streiks ihre Sichtweise darstellen muss.
Arbeitsatmosphäre
Ich persönlich finde die Arbeitsatmosphäre klasse! Insbesondere im Lufthansa Aviation Center in Frankfurt wird sehr darauf geachtet, dass die Mitarbeiter gerne ins Büro kommen. Es gibt viel Tageslicht, funktionierende IT und vieles mehr. Ich komme gerne ins Büro!!
Image
Leider derzeit ziemlich negativ… insbesondere durch die Streiks und die Unzuverlässigkeit beim pünktlichen Abflug hat die Kundenzufriedenheit verständlicherweise ziemlich gelitten
Work-Life-Balance
Aufgrund vieler flexibler Arbeitszeitmodelle, die Möglichkeit des Homeoffice sowie das tolle Benefit der Flugvergünstigungen ist aus meiner Sicht eine hervorragende Work-Life-Balance gegeben
Karriere/Weiterbildung
Als junger Lufthanseat bin ich begeistert, wie vielseitig die Weiterbildungsmöglichkeiten sind und wie sie durch die Lufthansa gefördert wird. Jedoch bedarf es da sehr viel Eigeninitiative. Ich würde mir wünschen, dass auch von der Seite des Arbeitgebers mehr Initiative gibt gezielt Weiterbildungsmöglichkeiten an die Kollegen zu bringen und nicht nur Möglichkeiten versteckt im Intranet zu präsentieren
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist im Regelfall tariflich gebunden. Natürlich geht auch hier immer mehr. Jedoch muss gesagt werden, dass wir Mitarbeiter insbesondere durch unser Benefit der Flugvergünstigungen den besten Benefit haben, den man sich nur vorstellen kann.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Als Airline immer schwierig, da der Flugbetrieb logischerweise sehr viel CO2 ausstößt. Jedoch gibt es Maßnahmen, die etwas verdeckt durchgeführt werden. Sollten diese möglicherweise noch weiter an die Öffentlichkeit getragen werden, könnte somit das Image wieder ein wenig verbessert werden - insbesondere bei den jüngeren Generationen
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der jeweiligen Sparten (Admin, Operations) sehr gut. Allerdings gibt es leider Spannungen zwischen der fliegenden Besatzung und dem Top Management
Umgang mit älteren Kollegen
Um ehrlich zu sein kann ich mich nicht ansatzweise daran erinnern, dass ältere Kollegen seitdem ich für Lufthansa arbeite anders / besser / schlechter behandelt wurden. Sie sind ein fester Bestandteil der Lufthansa Familie, egal wie alt oder jung sie sind
Vorgesetztenverhalten
Ich finde das Vorgesetztenverhalten in Ordnung. Das Verhalten der direkten Vorgesetzten ist immer auf Augenhöhe. Je höher man jedoch in die Hierarchien geht, desto unpersönlicher wird es, wodurch die Vorgesetzten nicht sehr greifbar auf einen wirken
Arbeitsbedingungen
Top!! Ich würde hier genauso argumentieren wie bei dem Punkt der Arbeitsatmosphäre
Kommunikation
Um ehrlich zu sein finde ich die Kommunikation insbesondere zwischen den einzelnen Hierarchien ausbaufähig. Innerhalb der einzelnen Abteilungen hingegen sehr gut. Dementsprechend 3 Sterne
Gleichberechtigung
Die ist definitiv gegeben. Hierfür setzt sich insbesondere das Programm Diversifly ein.
Interessante Aufgaben
Als Luftfahrtenthusiast kann ich sagen, dass es innerhalb einer Airline super viele verschiedene und vielseitige Aufgaben gibt. Ich arbeite gerne an meinen Projekten aber freue mich auch am Daily Business teilzuhaben, da hier jeden Tag etwas Neues passiert
Basierend auf 1714 Erfahrungen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter:innen wird Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft durchschnittlich mit 3,5 von 5 Punkten bewertet. Dieser Wert liegt über dem Durchschnitt der Branche Transport/Verkehr/Logistik (3,4 Punkte). 73% der Bewertenden würden Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft als Arbeitgeber weiterempfehlen.
Ausgehend von 1714 Bewertungen gefallen die Faktoren Kollegenzusammenhalt, Gleichberechtigung und Interessante Aufgaben den Mitarbeiter:innen am besten an dem Unternehmen.
Neben positivem Feedback haben Mitarbeiter:innen auch Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber. Ausgehend von 1714 Bewertungen sind Mitarbeiter:innen der Meinung, dass sich Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft als Arbeitgeber vor allem im Bereich Vorgesetztenverhalten noch verbessern kann.