Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit Juni 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 16.6.2026
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA erhält von Mitarbeiter:innen ein negatives Gesamtbild. Die Arbeitsatmosphäre gilt als belastet: Häufige Umstrukturierungen, Stellenabbau und Mikromanagement erzeugen hohen Druck. Viele Bewertungen beschreiben eine zunehmende Kontrolle, mangelnde Wertschätzung und eine Unternehmenskultur, in der Fehler auf die unterste Ebene abgewälzt werden. Das Vorgesetztenverhalten wird dabei besonders kritisch bewertet – Führungskräfte gelten als wenig unterstützend, treffen inkonsistente Entscheidungen und halten Versprechen selten ein. Die interne Kommunikation verstärkt dieses Bild: Informationen kommen spät, unvollständig oder gar nicht an, und Town-Hall-Formate wirken nach Meinung vieler Bewertender eher selbstdarstellerisch als transparent.
Das Gehaltsniveau liegt nach Einschätzung der Bewe...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Arbeitsatmosphäre bei CompuGroup Medical SE & Co. KGaA wird von den Nutzer:innen mehrheitlich negativ bewertet. Besonders häufig nennen sie anhaltenden Druck von oben, Mikromanagement sowie häufige Umstrukturierungen und Entlassungen als belastende Faktoren. Viele Kolleg:innen gelten als erschöpft, und einige Bewertungen beschreiben eine Kultur des Misstrauens, in der Mitarbeiter:innen eher als Belastung denn als Wert wahrgenommen werden. Zudem bemängeln Nutzer:innen einen Mangel an konstruktivem Feedback und transparenter Kommunikation.
Auf Teamebene zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Der Zusammenhalt unter Kolleg:innen wird häufig als positiv hervorgehoben, und einige Bewertungen beschreiben die Atmosphäre in bestimmten Teams oder Standorten als gut. Dennoch überwiegt das Bild einer Arbeitsatmosphäre, die sich seit einer Übernahme und durch wiederholte Reorganisationen spürbar verschlechtert hat, was den negativen Gesamteindruck dieser Kategorie prägt.
Das Vorgesetztenverhalten bei CompuGroup Medical SE & Co. KGaA wird von den Nutzer:innen deutlich negativ bewertet. Besonders häufig kritisieren sie, dass Führungskräfte ihre Mitarbeiter:innen kaum unterstützen, unrealistische Ziele setzen und Entscheidungen intransparent oder inkonsistent treffen. Einige Nutzer:innen beschreiben direkte Vorgesetzte als fachlich kompetent, jedoch ohne ausgeprägte Führungsqualitäten, während höhere Managementebenen als kaum erreichbar und wenig handlungsfähig gelten. Zudem bemängeln einige Nutzer:innen, dass Versprechen nicht eingehalten werden und die Kommunikation mangelhaft ist.
Beim Thema Verlässlichkeit zeigt sich ein gemischtes Bild: Wenige Nutzer:innen loben einen wertschätzenden Umgang, während andere Vorgesetzte als Führungsebene wahrnehmen, die Mitarbeiter:innen als austauschbar betrachtet. Hohe Fluktuation auf Führungsebene und fremdbestimmte Zielvorgaben verstärken das Gefühl fehlender Orientierung. Insgesamt dominiert die Wahrnehmung, dass Führungskräfte weder ausreichend Einfluss noch den Willen zeigen, aktiv für ihre Teams einzustehen.
Der Kollegenzusammenhalt bei CompuGroup Medical SE & Co. KGaA wird von den Nutzer:innen gemischt bewertet. Viele beschreiben den Zusammenhalt im direkten Team als positiv und heben gegenseitige Hilfsbereitschaft sowie abteilungsübergreifende Zusammenarbeit hervor. Einige Bewertungen betonen, dass der Teamgeist oft erst durch gemeinsamen Druck oder Unzufriedenheit mit dem Management entsteht – ein „Wir gegen die"-Gefühl prägt dabei das Miteinander.
Kritischere Stimmen berichten von einem zunehmend schwieriger werdenden Zusammenhalt, den sie auf hohe Fluktuation, häufige Umstrukturierungen und fehlende Ressourcen zurückführen. In einigen Bereichen sollen Eigeninteressen überwiegen und stabile Strukturen kaum entstehen. Die Erfahrungen variieren stark je nach Abteilung, weshalb sich kein einheitliches Bild ergibt. Teamevents und eine offene Unternehmenskultur werden von wenigen Nutzer:innen positiv erwähnt, reichen jedoch nicht aus, um die strukturellen Herausforderungen vollständig auszugleichen.
Die Kommunikation bei CompuGroup Medical SE & Co. KGaA bewerten Mitarbeiter:innen als deutlich verbesserungswürdig. Ein zentrales Problem ist der mangelhafte Informationsfluss: Wichtige Informationen werden häufig zu spät, unvollständig oder gar nicht weitergegeben, sodass Mitarbeiter:innen relevante Neuigkeiten bisweilen über informelle Kanäle oder sogar von Kund:innen erfahren. Strategische Ziele werden kaum klar kommuniziert, strukturelle Veränderungen ohne ausreichende Transparenz umgesetzt und Fragen von Vorgesetzten oft ignoriert oder verzögert beantwortet.
Auch das Führungsverhalten steht in der Kritik: Veranstaltungen wie Town-Hall-Meetings gelten vielen als selbstbeweihräuchernd, ohne echten Austausch zu ermöglichen. Das Management beschreibe die Lage häufig nicht realitätsgetreu, und Mitarbeiter:innen äußerten, sich nicht frei genug zu fühlen, um offen ihre Meinung zu teilen. Einige Bewertungen merken zudem an, dass die Kommunikation unter früheren Führungskräften besser funktioniert habe.
1.100 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,4 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Mehrfachbewertung
Es macht keinen Spaß mehr.
2,9
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei CompuGroupMedical in Koblenz gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Momentan nur mein Team
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Gehalt
Verbesserungsvorschläge
Kommunikation verbessern von oben nach unten
Arbeitsatmosphäre
Image
Work-Life-Balance
Karriere/Weiterbildung
Gehalt/Benefits
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kollegenzusammenhalt
Umgang mit älteren Kollegen
Vorgesetztenverhalten
Arbeitsbedingungen
Kommunikation
Gleichberechtigung
Interessante Aufgaben
2Hilfreichfinden das hilfreich2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Arbeitgeber-Kommentar
Michelle SchomerTalent Acquisition Specialist
Lieber Kollege, liebe Kollegin,
danke, dass du dir die Zeit für dieses offene Feedback genommen hast. Besonders dein positives Lob für dein Team und das Vorgesetztenverhalten freut uns sehr.
Deine Kritik zu Work-Life-Balance und der Kommunikation von oben nach unten nehmen wir ernst und verstehen sie als klaren Auftrag, hier transparenter und attraktiver zu werden. Wir arbeiten bereits daran, Informationswege zu verbessern und Entwicklungsmöglichkeiten sichtbarer zu machen, und freuen uns, wenn du deine Anregungen auch weiterhin so offen einbringst.
Solltest du auf einzelne Punkte noch genauer eingehen wollen, kannst du dich jederzeit melden.
Viele Grüße
Gehalt
1,0
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Lauer-Fischer ApothekenService GmbH (bundesweit) in Koblenz gearbeitet.
Gehalt/Benefits
Das Thema Gehalt sorgt für große Unzufriedenheit im Team. Neue Mitarbeiter verdienen teilweise mehr als langjährige Kollegen mit deutlich mehr Erfahrung und Verantwortung. Wertschätzung sollte sich nicht nur in Worten, sondern auch im Gehalt widerspiegeln.
3Hilfreichfinden das hilfreich4Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
danke dir für dein offenes Feedback zum Thema Gehalt und dass du ansprichst, was im Team für Unzufriedenheit sorgt.
Die Wahrnehmung, dass neue Mitarbeitende teilweise mehr verdienen als langjährige Kolleg:innen mit mehr Erfahrung und Verantwortung, nehmen wir sehr ernst. Du hast vollkommen recht: Wertschätzung sollte sich nicht nur in Worten, sondern auch in einer stimmigen und nachvollziehbaren Gehaltsstruktur widerspiegeln.
Wir arbeiten daran, unsere Vergütungsmodelle transparenter und konsistenter zu gestalten, sodass Erfahrung, Verantwortung und Leistung angemessen berücksichtigt werden.
Vielen Dank, dass du dieses sensible Thema so klar angesprochen hast.
Solltest du weitere Anregungen oder Fragen haben, melde dich gerne direkt bei uns.
Viele Grüße
CGM - Customer Growth Management - Mitarbeiter bleiben auf der Strecke
1,6
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) gearbeitet.
Arbeitsatmosphäre
Leider hat sich Arbeitsatmosphäre in den letzten Jahren massiv zum schlechteren entwickelt.
Es gibt nur noch Druck von oben. Den Mitarbeitern wird stellenweise offen in den Bereichen Arbeitszeit und Abrechnung gegenüber den Kunden misstraut.
Bis auf die Umsatzzahlen, welche erbracht werden müssen, zählt hier gefühlt leider gar nichts mehr.
Image
Durch Gewissen Spendenaktionen des Firmengründers (NIUS) könnte das Image aus meiner Sicht nicht noch schlechter werden.
Für einen Konzern, welcher sich im medizinischen und damit sozialen Bereich bewegt, ist dies nicht mehr zu unterbieten. Für die vielen Mitarbeiter unterschiedlichster Kulturen und Religionen ist dies ein Schlag ins Gesicht.
Work-Life-Balance
Auch hier war es zuvor besser. Ich persönlich hatte nie ein Problem meine Mehrarbeit in entsprechenden ruhigen Phasen herunterzufahren. Allerdings werden Gleitzeitmodelle durch neue Regelungen der Arbeitszeit massiv eingeschränkt.
Es entsteht der Eindruck man möchte eine möglichst große Handhabe über die Arbeitsbeginn und Arbeitsende der Mitarbeiter gewinnen
Karriere/Weiterbildung
Es gibt eine interne Lernplattform, welche aber weder Zertifizierungen oder externe Weiterbildungen anbietet.
Generell muss man sich um Weiterbildungen selbst bemühen und sich um deren organisation kümmern.
Eine aktive Unterstützung der Karriere der Mitarbeiter existiert aus meiner Sicht nicht. Aus "Fördern und Fordern" wird hier "Fordern und nochmal Fordern"
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist hervorragend. Es wird sich gegenseitig immer unterstützt. Leider stellt sich auch die Wahrnehmung "Wir, gegen die da oben" ein.
Umgang mit älteren Kollegen
Kein Wissenstransfer der "Alten Hasen" an die jüngeren Kollegen hier ist ein enormer Wissensschatz vorhanden der in absehbarer Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen wird.
Hier würde ich mir wünschen, das diese Kollegen sich mehr um die Weiterbildung und den Wissenstransfer an die jüngeren Generationen kümmern dürfen, anstatt mit immer mehr Aufgaben belastet zu werden.
Vorgesetztenverhalten
Ich kann nur von meinem direkten Vorgesetzten sprechen, welcher seinen Aufgaben als Abteilungsleiter einfach nicht nachkommt.
Er ist gefühlt ausschließlich Arbeitgeberorientiert. Die Belange seiner Mitarbeiter interessieren ihn nur dann, wenn die Zahlen stimmen.
Wenn diese nicht stimmen, wird kein Gespräch zur gemeinsamen Lösungsfindung angestrebt sondern lediglich ein "Du musst das lösen" Sermon aufgesetzt.
Kommunikation
Eine offene Kommunikation ist nicht vorhanden. Die direkten Vorgesetzen haben oft überhaupt keine Entscheidungsgewalt und sind lediglich Überbringer von gefühlt immer schlechter werdenden Nachrichten.
Informationen werden meistens zu spät oder garnicht an die Mitarbeiter weitergeleitet. Man hat immer das Gefühl, dass etwas verheimlicht werden soll.
Vor Jahren wurde eine "TownHall" Veranstaltung eingerichtet, in welchem sich das oberste Management den Fragen und Sorgen der Mitarbeiter stellte und versuchte offen die Strategien und Visionen darzulegen. Diese Idee ist an sich hervorragend.
Leider ist dieses Format mittlerweile zu einer Art Selbstbeweihräucherung nach der Führung geworden. Dies zeigt leider wie weit das Management von Ihren Mitarbeitern und Kunden weg ist.
Vorschlag: Zurück zur alten Townhall Struktur, in welcher sich aktiv mit den Mitarbeitern ausgetauscht wird. Mehr Handlungsspielraum und Entscheidungsgewalt für Vorgesetzte und Teamleiter. Klare, offene und rechtzeitige Kommunikation von wichtigen und vorallem kritischen Themen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt wächst nicht mit den Aufgaben und dem Erfahrungsschatz. Neuen Mitarbeitern wird teilweise in höheres Gehalt zum Einstieg angeboten als Mitarbeiter nach 12 Jahren im gleichen Bereich verdienen.
Bei Gehaltsverhandlungen wird man oft mit "Wir würden ja gerne mehr zahlen, aber leider können wir das nicht" abgefertigt.
Interessante Aufgaben
Die Kunden sind vielfältig die Produkte interessant. Leider wird nun massiv auf den KI-Zug aufgesprungen, ob dies in den unterschiedlichen Softwareprodukten nun sinnvoll ist oder nicht.
5Hilfreichfinden das hilfreich7Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses ausführliche und ehrliche Feedback genommen hast.
Es tut uns leid zu lesen, wie stark sich die Arbeitsatmosphäre aus deiner Sicht verschlechtert hat und wie viel Druck, Misstrauen und fehlende Transparenz du wahrnimmst.
Auf ein paar deiner Punkte möchten wir direkt eingehen:
Wissenstransfer Du sprichst zu Recht an, dass der Wissensschatz der „alten Hasen“ nicht ausreichend weitergegeben wird. Das nehmen wir sehr ernst. Genau an strukturiertem Wissenstransfer und besserem Onboarding/Mentoring arbeiten wir bereits und versuchen, uns hier stetig zu verbessern.
Interne Lernplattform & Weiterbildungen Du hast recht: Unsere interne Lernplattform ist überwiegend mit internen Inhalten gefüllt. Dass wir hierüber keine externen Lerninhalte abbilden können, ist sicherlich verständlich. Externe Schulungen müssen (je nach individuellem Bedarf) mit der jeweiligen Führungskraft abgestimmt und organisiert werden. Dass dieser Weg offenbar nicht überall transparent ist, ist ein Punkt, den wir für uns mitnehmen.
Arbeitszeitmodell & Zeiterfassung Dass die Einführung des Stempelns sich für dich wie ein Kontrollinstrument anfühlen kann, können wir nachvollziehen. Gleichzeitig ändert die Zeiterfassung nichts daran, dass wir weiterhin flexible Arbeitszeiten haben. Die Arbeitszeiterfassung ist eine Vorgabe, die auf Entscheidungen des EuGH zurückgeht und gesetzlich notwendig ist.
Wir können deine persönlichen Erfahrungen nicht ungeschehen machen, aber sie helfen uns, blinde Flecken zu erkennen. Danke dir nochmals, dass du so offen warst und deine Eindrücke mit uns geteilt hast.
Solltest du noch weitere Punkte oder das Bedürfnis nach einem persönlichen Gespräch haben, melde dich gerne jederzeit bei uns.
Viele Grüße
Neu für dich: Puls, dein Stimmungs-Check
Teile anonym, wie deine Arbeitswoche läuft und finde heraus, ob Kolleg:innen sie ähnlich erleben.
Großes Potenzial, ausgebremst durch Struktur und Altlasten
1,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Compugroup Medical in Koblenz gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist der fachliche Kontext: Die Arbeit im medizinischen Umfeld bietet grundsätzlich sinnstiftende und gesellschaftlich relevante Aufgaben.
Zudem gibt es engagierte Kolleg:innen, die unter den gegebenen Rahmenbedingungen versuchen, Lösungen zu finden und sich gegenseitig unterstützen.
Die Größe und Komplexität der Systeme bieten darüber hinaus die Möglichkeit, tiefgehende technische Erfahrungen zu sammeln und sich mit anspruchsvollen Problemstellungen auseinanderzusetzen.
Insgesamt besteht ein großes Potenzial – sowohl im Produkt als auch in den Teams –, das bei entsprechenden strukturellen Verbesserungen deutlich besser ausgeschöpft werden könnte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht ist das Unternehmen stark durch gewachsene Strukturen geprägt, die Veränderungen nur schwer zulassen. Prozesse und Entscheidungswege wirken teilweise träge, wodurch Anpassungen und Weiterentwicklungen nur langsam vorankommen.
Diese strukturelle Schwerfälligkeit erschwert es, flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren und moderne Arbeitsweisen konsequent umzusetzen.
Insgesamt entsteht der Eindruck eines sehr großen, komplexen Systems, das sich nur mit erheblichem Aufwand in Bewegung setzen lässt.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht gibt es mehrere Ansatzpunkte, um Arbeitsweise und Zufriedenheit nachhaltig zu verbessern:
Stabilere technische Basis schaffen: Reduktion von Altlasten und technischer Verschuldung, um den hohen Anteil an reaktiver Arbeit („Firefighting“) zu verringern und mehr Raum für nachhaltige Entwicklung zu schaffen.
Planbarkeit und Prozesse verbessern: Klare Prioritäten, weniger kurzfristige Richtungswechsel und verbindlichere Entscheidungen würden die tägliche Arbeit deutlich erleichtern.
Kommunikation stärken: Transparente, frühzeitige Kommunikation von Änderungen sowie eine bessere Einordnung von Management-Vorgaben für die Entwicklungsteams.
Führung und Entscheidungsstrukturen klarer gestalten: Konsistentere Entscheidungen über alle Ebenen hinweg sowie mehr Handlungsspielraum für direkte Führungskräfte.
Weiterentwicklung aktiv fördern: Aufbau klarer Karrierepfade, gezielte Förderung sowie Unterstützung (auch finanziell) bei externen Weiterbildungen und Zertifizierungen.
Arbeitsbelastung nachhaltig steuern: Reduktion von dauerhaftem operativem Druck und mehr Fokus auf langfristige, strukturierte Entwicklung statt reaktiver Problemlösung.
Integration und Teamkultur stärken: Besseres Onboarding und aktivere Einbindung neuer Mitarbeitender, um Wissenstransfer und Zusammenarbeit zu fördern.
Klare und faire Rahmenbedingungen schaffen: Einheitliche Regelungen (z. B. bei Remote-Arbeit) sowie mehr Transparenz bei Gehaltsentwicklung und Erwartungen.
Insgesamt sehe ich großes Potenzial im Produkt und in den Teams – dieses könnte jedoch deutlich besser genutzt werden, wenn strukturelle Themen konsequent angegangen werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark von operativem Druck geprägt. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, bestehende Probleme zu beheben oder kurzfristig auf neue Issues zu reagieren. Dadurch entsteht häufig ein „Firefighting“-Modus, in dem langfristige Verbesserungen oder nachhaltige Lösungen zu kurz kommen.
Dieser Zustand wirkt sich spürbar auf das Team aus:
Prioritäten ändern sich häufig und kurzfristig Planbarkeit ist eingeschränkt Es entsteht ein gewisser Erwartungsdruck, auch über die reguläre Arbeitszeit hinaus zu liefern
Der Hintergrund liegt aus meiner Sicht weniger im Engagement der Teams, sondern vielmehr in der technischen Ausgangssituation des Systems, die viele dieser Situationen begünstigt.
Positiv ist, dass Kolleg:innen sich gegenseitig unterstützen und versuchen, unter den Umständen das Beste herauszuholen.
Verbesserungspotenzial sehe ich vor allem darin, mehr Raum für nachhaltige technische Arbeit zu schaffen und den Fokus stärker von reaktiver hin zu proaktiver Entwicklung zu verschieben.
Image
Das Image des Unternehmens ist aus meiner Sicht differenziert zu betrachten. Während es nach außen als etablierter Anbieter im Gesundheitsbereich wahrgenommen wird, fällt die interne und externe Wahrnehmung im Detail nicht immer eindeutig positiv aus.
Insbesondere im direkten Austausch mit Fachanwendern entsteht teilweise ein kritisches Bild, was sich auch auf die Wahrnehmung als Arbeitgeber auswirken kann.
Verbesserungspotenzial sehe ich vor allem darin, die Produktqualität und Kundenzufriedenheit stärker in den Fokus zu stellen, da diese maßgeblich zum langfristigen Image beitragen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance hat sich aus meiner Sicht in den letzten Jahren verschlechtert. Während zuvor ein sehr flexibles „Mobile First“-Modell gelebt wurde, wurde der Homeoffice-Anteil inzwischen auf zwei Tage pro Woche reduziert.
Diese Änderung wird nicht in allen Fällen einheitlich wahrgenommen. In der Praxis scheint es Unterschiede in der Handhabung zu geben, was zu einem Gefühl von Intransparenz und Ungleichbehandlung führen kann.
Zusätzlich trägt die Arbeitsweise im Projekt – geprägt durch häufige kurzfristige Anforderungen und hohe operative Last – dazu bei, dass Mehrarbeit phasenweise vorkommt.
Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere in klaren, konsistenten Regelungen sowie in einer stärkeren Ausrichtung auf planbare Arbeitszeiten und nachhaltige Arbeitsbelastung.
Karriere/Weiterbildung
Es existieren interne Weiterbildungsangebote, beispielsweise über ein Lernportal. Diese stellen eine Grundlage dar, werden jedoch eher als optionales Selbstlernangebot wahrgenommen.
Eine gezielte Förderung oder strukturierte Weiterentwicklung durch das Unternehmen findet aus meiner Sicht nur eingeschränkt statt. Schulungen oder Entwicklungsmaßnahmen müssen in der Regel eigenständig initiiert und organisiert werden.
Auch externe Weiterbildungen oder Zertifizierungen, die für die fachliche Entwicklung relevant wären, werden nicht systematisch unterstützt. Kostenintensivere Maßnahmen – etwa Zertifizierungen im technischen Bereich – sind daher häufig nur auf Eigeninitiative und eigene Finanzierung hin umsetzbar.
Dadurch bleibt die persönliche und fachliche Entwicklung stark vom individuellen Engagement abhängig und ist wenig planbar.
Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere in klaren Entwicklungspfaden, aktiver Förderung sowie in einer finanziellen und organisatorischen Unterstützung von Weiterbildungsmaßnahmen.
Gehalt/Benefits
Gehalt und Sozialleistungen sind aus meiner Sicht stark vom individuellen Einstieg abhängig. Wer ein gutes Einstiegsgehalt verhandelt, hat langfristig eine bessere Ausgangssituation.
Im weiteren Verlauf sind Gehaltsanpassungen jedoch weniger transparent und scheinen nur begrenzt stattzufinden. Das Thema wird nicht immer aktiv adressiert, wodurch Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Bereich schwer einschätzbar sind.
Insgesamt entsteht der Eindruck, dass finanzielle Weiterentwicklung und monetäre Wertschätzung keine zentrale Rolle spielen.
Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere in mehr Transparenz, klaren Entwicklungsmodellen sowie einer regelmäßigen und nachvollziehbaren Gehaltsentwicklung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umwelt- und Sozialbewusstsein spielen im Arbeitsalltag keine zentrale Rolle. Als Softwareunternehmen sind die direkten Auswirkungen in diesem Bereich naturgemäß begrenzt, gleichzeitig werden entsprechende Themen auch nicht aktiv in den Vordergrund gestellt.
Veränderungen in den Arbeitsmodellen, wie die Reduzierung von Homeoffice, können zudem indirekte Auswirkungen auf Aspekte wie Pendelverkehr und Nachhaltigkeit haben.
Insgesamt entsteht der Eindruck, dass ökologische und soziale Themen eher eine untergeordnete Priorität haben.
Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere in einer klareren Positionierung sowie in konkreten Maßnahmen, die Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung stärker berücksichtigen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist gemischt zu bewerten. Auffällig ist eine vergleichsweise hohe Fluktuation im Entwicklerbereich, was es erschwert, stabile Teamstrukturen aufzubauen.
Kolleg:innen, die bereits länger im Unternehmen sind, haben sich gut auf die bestehenden Prozesse eingestellt und arbeiten effizient zusammen. Gleichzeitig kann es für neue Mitarbeitende herausfordernd sein, Anschluss zu finden, da eingespielte Strukturen und Dynamiken nicht immer aktiv geöffnet werden.
Dadurch entsteht teilweise das Gefühl, dass Integration und Wissensaustausch stärker gefördert werden könnten.
Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere in einem bewussteren Onboarding sowie in Maßnahmen, die den Austausch und die Einbindung neuer Teammitglieder unterstützen.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleg:innen ist aus meiner Sicht verbesserungswürdig. Teilweise entsteht der Eindruck, dass deren Erfahrung und Perspektive nicht ausreichend wertgeschätzt werden.
In der Praxis kann es vorkommen, dass ältere Mitarbeitende eher als weniger flexibel oder belastend wahrgenommen werden, anstatt ihre Expertise gezielt einzubinden. Das wirkt sich negativ auf die Zusammenarbeit und das Arbeitsklima aus.
Zudem fehlt es an klaren Perspektiven und Wertschätzung für langjährige Mitarbeitende, insbesondere im Hinblick auf deren Rolle und Entwicklung im Unternehmen.
Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere in einer stärkeren Anerkennung von Erfahrung, einer aktiveren Einbindung sowie in Maßnahmen, die altersunabhängig eine wertschätzende Zusammenarbeit fördern.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten von Vorgesetzten ist stark von der hierarchischen Struktur geprägt. Es gibt mehrere Führungsebenen, wobei der direkte Austausch nicht auf allen Ebenen gleichermaßen stattfindet. Insbesondere übergeordnete Management-Ebenen sind im Alltag wenig greifbar, wodurch Entscheidungen teilweise ohne ausreichenden Dialog oder Kontext weitergegeben werden.
Gleichzeitig wirken Entscheidungsprozesse nicht immer konsistent. Abstimmungen werden teilweise kurzfristig auf höherer Ebene revidiert oder angepasst, wodurch sie an Verbindlichkeit verlieren. In der Praxis führt das dazu, dass Entscheidungen nicht immer nachhaltig sind und mehrfach neu bewertet werden müssen, was die Planung erheblich erschwert.
Die direkte Führungsebene ist im Umgang meist kollegial und zugänglich. Gleichzeitig entsteht jedoch der Eindruck, dass dort nur begrenzter Handlungsspielraum besteht, da viele Entscheidungen zentral getroffen werden. Das kann dazu führen, dass Themen zwar aufgenommen, aber nicht aktiv beeinflusst oder gelöst werden können.
Insgesamt entsteht dadurch teilweise Unsicherheit hinsichtlich Verantwortlichkeiten und der Verlässlichkeit von Entscheidungen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind stark durch eine hohe operative Belastung geprägt. Der Arbeitsalltag beginnt häufig mit der Unsicherheit, ob neue dringende Themen oder Probleme aufgetreten sind, die kurzfristig bearbeitet werden müssen.
Diese Situation führt dazu, dass ein großer Teil der Arbeit reaktiv erfolgt und die Planbarkeit eingeschränkt ist. Prioritäten können sich kurzfristig ändern, wodurch strukturierte und nachhaltige Arbeitsweisen erschwert werden.
In der Praxis entsteht dadurch ein dauerhaft erhöhter Druck, schnell auf neue Anforderungen zu reagieren.
Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere in stabileren Prozessen, einer besseren Planbarkeit sowie in einer Reduktion kurzfristiger Störungen im Arbeitsalltag.
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen ist ausbaufähig. Informationen zu Themen oder Prioritäten werden häufig sehr kurzfristig weitergegeben, was die Planung erschwert.
Strukturelle Veränderungen, die in regelmäßigen Abständen stattfinden, werden nicht immer transparent oder rechtzeitig kommuniziert. In der Praxis erfährt man davon teilweise eher indirekt, z. B. über informelle Wege.
Zudem fehlt es aus meiner Sicht an einer klaren Kommunikationskette: Vorgaben auf höherer Ebene werden oft ohne ausreichende Einordnung oder Kontext bis in die Entwicklung weitergegeben. Dadurch entsteht zusätzlicher Abstimmungsbedarf und Unsicherheit bei der Umsetzung.
Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere in einer proaktiveren, transparenteren Kommunikation sowie einer stärkeren Vermittlung zwischen Management-Ebene und Entwicklungsteams.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird formal gelebt, insofern alle Mitarbeitenden grundsätzlich gleich behandelt werden.
In der Praxis bedeutet dies jedoch auch, dass individuelle Bedürfnisse oder unterschiedliche Situationen nur begrenzt berücksichtigt werden. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Gleichbehandlung nicht immer mit tatsächlicher Fairness oder Chancengleichheit einhergeht.
Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere in einem differenzierteren Umgang mit individuellen Rahmenbedingungen sowie in einer stärkeren Berücksichtigung persönlicher Entwicklung und Bedürfnisse.
Interessante Aufgaben
Das Aufgabenfeld bietet grundsätzlich Potenzial für interessante und sinnstiftende Arbeit, insbesondere durch den Kontext der medizinischen Branche.
In der Praxis liegt der Fokus jedoch häufig auf der Behebung bestehender Probleme sowie kurzfristigen operativen Themen. Ein Großteil der Arbeit besteht aus Bugfixing und reaktiver Problemlösung („Firefighting“), wodurch weniger Raum für konzeptionelle oder innovative Aufgaben bleibt.
Dadurch wird das vorhandene Potenzial des Produkts aus meiner Sicht nicht vollständig ausgeschöpft.
Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere darin, mehr Kapazitäten für nachhaltige Weiterentwicklung und innovative Themen zu schaffen.
6Hilfreichfinden das hilfreich9Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Arbeitgeber-Kommentar
Nina WestkampWorking Student Administration - Human Resources
Hallo,
vielen Dank für deine offene und ausführliche Rückmeldung – wir wissen es zu schätzen, dass du dir dafür Zeit genommen hast.
Es freut uns, dass du das Potenzial in unserem Produkt und in den Teams siehst. Dieses positive Feedback nehmen wir gerne auf.
Deine Schilderungen zum erlebten ‚Firefighting‘-Modus, zum hohen operativen Druck sowie zu kurzfristigen Prioritätenwechseln haben wir aufmerksam gelesen. Auch deine Hinweise zu Kommunikation und Entscheidungsstrukturen nehmen wir zur Kenntnis.
Deine konkreten Verbesserungsvorschläge sind für uns wertvoll. Wir sind offen für den Dialog und würden gerne mehr über deine Erfahrungen erfahren. Falls du Interesse an einem direkten Austausch hast, melde dich gerne.
Besondere Erfahrung - Nie wieder!!!
1,8
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei CGM Clinical Deutschland GmbH in Koblenz gearbeitet.
Arbeitsatmosphäre
Selten so eine schlechte Arbeitsatmosphäre erlebt. Mitarbeiter werden öffentlich in Meetings persönlich und unsachlich niedergemacht. Durch das Mistrauen und eine nicht existierende Fehlerkultur im gesamten oberen Management traut sich das mittlere Management nicht, selbst kleinste Entscheidungen zu treffen. Jede Einstellung - jede - muss vom Vorstand genehmigt werden (Memo: Wir sprechen von einem Unternehmen von ca. 9.000 Mitarbeitern). Kann man machen, wenn sonst keine Probleme existieren.
Image
Katastrophal: Produktinnovationen (selbst entwickelte Produkte), die Qualität des Service & Supports sind nicht wirklich gut. Viele Eskalationen in strategischen oder großen Projekten auf Grund der Produktqualität und der Verzögerungen. Man muss sich zudem bewusst sein wo man arbeitet (Stichwort NIUS)
Work-Life-Balance
Habe alles erlebt, von totaler Gleichgültigkeit bis hin zu unnötigen Eskalationen bis spät in den Abend.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt keine etablierte und funktionierende Struktur. Es herrscht eher das Prinzip Zufall. Geplante Trainings werden gecancelt, wenn z. B. der Vorgesetzte das Unternehmen verlässt, was bei der Fluktuation nicht selten vorkommt.
Kollegenzusammenhalt
Insgesamt ganz gut, dadurch funktioniert es dann noch irgendwie. Das wird aber zunehmend strapaziert, da notwendige Ressourcen an jeder Fehlen.
Vorgesetztenverhalten
Für das Team / mit dem Team ist hier Fehlanzeige. Aus Angst vor Fehlern denkt jeder an sich selbst. Hat man ein Anliegen welches der Vorgesetzte entscheiden muss, dann entscheiden nicht die Fakten über den Anspruch, sondern ob es der nächste Vorgesetzte wohl gut findet.
Arbeitsbedingungen
Die zur Verfügung gestellte Ausstattung ist völlig in Ordnung. Nicht außergewöhnlich und auf das wesentliche beschränkt.
Kommunikation
Rosagefärbte Townhall Meetings die der Selbstbeweihräucherung dienen. Auf die wirklichen Herausforderungen und wie man diese angehen, bzw. lösen möchte wird kaum bis gar nicht eingegangen. Im Geschäftsbereich wird nicht über Visionen und Strategien gesprochen. So interpretiert jeder für sich, was das Unternehmen wohl vor hat und leitet daraus seine Aktivitäten und Schwerpunkte daraus ab.
Gehalt/Benefits
In meinem Geschäftsbereich wurden gute Gehälter gezahlt, allerdings eher um überhaupt noch Mitarbeiter gewinnen zu können, da die Reputation des Unternehmens sehr schlecht ist. Sozialleistungen sind dafür sehr mager und weiter unter dem Branchendurchschnitt. Ein gut verhandeltes Grundgehalt ist im Vertrieb hier wichtig!!!
Gleichberechtigung
Kann ich nicht im Detail beurteilen, der Anteil männlicher Führungskräfte ist aus meiner Sicht sehr hoch (bin selber männlich). Da ist sicher noch mehr Potential
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Interessante Aufgaben
6Hilfreichfinden das hilfreich9Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich IT bei CompuGroup Medical Software GmbH in Koblenz gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Vor Ort werden kostenfreie Getränke und Kaffee angeboten. Auch das firmeneigene Fitnessstudio ist gut ausgestattet und täglich mit Trainern besetzt – einer der wenigen Lichtblicke der ansonsten tristen Arbeitsumgebung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Erhebliche strukturelle Probleme in Organisation und Führung, die sich unter anderem in ineffizienten, teils unnötig komplizierten Prozessen und einem hohen Maß an Micromanagement zeigen. Entscheidungen wirken häufig wenig koordiniert, was zu hohem Aufwand, Unsicherheit und Ineffizienz im Arbeitsalltag führt.
Zudem entsteht der Eindruck, dass an entscheidenden Stellen gespart wird, während grundlegende Themen wie Arbeitsbedingungen, Ausstattung und Mitarbeiterzufriedenheit nur geringe Priorität genießen. Auch die Vergütung liegt aus Sicht vieler Mitarbeitender weit unter einem fairen, wettbewerbsfähigen Niveau.
Verbesserungsvorschläge
Eine Orientierung an den Rückmeldungen von Mitarbeitenden und Kunden halte ich für dringend notwendig, ebenso wie deren konsequente Berücksichtigung in Entscheidungen. Gleichzeitig sollte eine ehrlichere und selbstkritischere Auseinandersetzung mit bestehenden Problemen erfolgen, anstatt negative Entwicklungen zu relativieren oder zu beschönigen. Eine offene Feedback-Kultur etablieren, anstatt negative Stimmen zu unterdrücken.
Darüber hinaus erscheint eine deutliche Anpassung der Gehälter notwendig, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, Mitarbeitende zu binden und die immense Fluktuation im Unternehmen aufzuhalten. Auch im mittleren Management besteht deutlich erkennbarer Verbesserungsbedarf, insbesondere im Hinblick auf Führungskompetenz, Verantwortungsübernahme und die Besetzung von Schlüsselpositionen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre würde ich insgesamt als sehr belastend beschreiben. In vielen Bereichen herrschte eine spürbar negative Grundstimmung, die teilweise fast schon resigniert wirkte. Mit Aussagen wie „Woanders ist das Gras auch nicht grüner“ versuchten Kollegen nicht selten, sich die Situation im Unternehmen und den Abteilungen irgendwie schön zu reden – aus meiner heutigen Sicht kann ich dem jedoch klar widersprechen.
Das Verhalten seitens einiger Führungskräfte war von mangelndem Respekt geprägt, begleitet von starkem Micromanagement und einem hohen Druck von oben, der nicht selten bis an die unterste Ebene plump durchgereicht wurde. Die anfängliche Motivation war bei vielen schnell und nachhaltig beeinträchtigt und hat mir persönlich den Spaß an der Arbeit bei der CGM vollständig genommen.
Das Unternehmen verfügt zudem über keinen Betriebsrat; intern gilt dies als absolutes Tabuthema. Für ein Unternehmen mit über 8.000 Mitarbeitenden ein aus meiner Sicht mehr als fragwürdiger Zustand.
Image
Die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens betrachte ich als deutlich angeschlagen. Sowohl bei Kunden als auch mit Vertriebspartnern zeigte sich häufig Unzufriedenheit – insbesondere in Bezug auf Produktqualität und Support. Beim Arzt verzichtet man als Mitarbeiter besser darauf, die CGM als Arbeitgeber zu erwähnen.
Von allen Seiten hagelt es Kritik über veraltete oder nicht ausgereifte Lösungen, technische Probleme und hohe Preise. Vertriebspartner und Kunden fühlen sich nicht selten unzureichend unterstützt. Der daraus entstehende Frust wurde oft unmittelbar an Mitarbeitende weitergegeben, die für diese Themen keinerlei direkte Verantwortung tragen und was für diese eine große Belastung darstellte.
Auch öffentliche Diskussionen rund um das Unternehmen und sein (politisches) Umfeld wirkten sich aus meiner Sicht negativ auf die Wahrnehmung aus. Insgesamt war dies für mich schon früh ein weiterer Faktor, die eigene Zukunft außerhalb des Unternehmens zu sehen.
Work-Life-Balance
Die Rahmenbedingungen für mobiles Arbeiten liegen bei der CGM eher bis deutlich unter dem branchenüblichen Standard, insbesondere in Bezug auf den vorgesehenen Homeoffice-Anteil. Bestehende Regelungen zum mobilen Arbeiten werden sehr strikt und wenig flexibel gehandhabt. Während der Probezeit ist Homeoffice nur in Ausnahmefällen möglich; ansonsten gilt während dieser Zeit eine Anwesenheitspflicht von fünf Tagen pro Woche. Dies wurde den Aussagen neuer Kollegen zufolge nicht transparent im Bewerbungsprozess kommuniziert.
Selbst bei schwierigen persönlichen Rahmenbedingungen (wie etwa einer großen Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort) gab es aus meiner Sicht kaum Bereitschaft, individuelle Lösungen zu finden. Stattdessen wurde konsequent auf bestehenden Vorgaben bestanden, unabhängig von der jeweiligen Situation, was in teilweise absurden Lösungsvorschlägen endete oder Mitarbeitende auch hier unter Druck gesetzt wurden. Ein ernsthaftes Interesse des Unternehmens bzw. dessen Personalverantwortlichen und Führungskräften an guten, verhältnismäßigen und damit sinnvollen Lösungen für beide Seiten war nicht zu erkennen.
Karriere/Weiterbildung
Abseits einer Handvoll interner Schulungsangebote (in der Regel Online-Trainings im Selbststudium) bestehen nur stark begrenzte Möglichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung oder zum beruflichen Aufstieg. Wünsche nach individueller Weiterbildung werden nicht selten abgelehnt oder schlicht ignoriert.
Zudem wirken die internen Zielsetzungen teilweise unrealistisch und nur schwer erreichbar, was sich negativ auf Entwicklungsperspektiven und Aufstiegsmöglichkeiten auswirkt.
Beförderungen sind bei der CGM aus meiner Sicht die absolute Ausnahme und auch dann nur wenigen, gut vernetzten Personen vorbehalten. Dies wird auch durch die mangelhafte Unterstützung bei Schulung und Weiterbildung sowie dem Festlegen unrealistischer Zielvereinbarungen gefördert.
Mehrfach wurde von Mitarbeitern sogar berichtet, dass Kollegen, die sich intern weiterentwickeln wollten, das Unternehmen verlassen haben, um später in einer höheren Position zurückzukehren.
Gehalt/Benefits
Meine Gehaltszahlungen erfolgten stets fristgerecht und pünktlich. Die Gehälter an sich sind jedoch sehr ausbaufähig und oft weit unter dem Branchendurchschnitt. Planmäßige Gehaltserhöhungen sind de facto nicht vorhanden, individuelle Verhandlungen laufen ins Leere oder werden mit unsinnigen Begründungen blockiert. Klassische Gehalts-Benefits wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld sowie vermögenswirksame Leistungen gibt es nicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein ausgeprägtes Umwelt- oder Nachhaltigkeitsbewusstsein war aus meiner Sicht nur bedingt erkennbar. Der Umgang mit Arbeitsmitteln und Ressourcen wirkte teilweise wenig strukturiert und nicht sonderlich nachhaltig.
Im Arbeitsalltag spielte das Thema keine größere Rolle.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war – wie für viele andere auch – einer der wenigen Gründe, überhaupt länger im Unternehmen zu bleiben. Der Umgang untereinander war durchweg unterstützend, offen und von gegenseitigem Verständnis geprägt – alle sitzen schließlich im gleichen Boot.
Gleichzeitig einte viele Mitarbeitende eine spürbare Frustration gegenüber dem Unternehmen, die häufig geteilt wurde. Dies führte jedoch auch dazu, dass die Motivation, aktiv etwas zu verändern oder voranzutreiben, zunehmend in den Hintergrund rückte.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kollegen wirkte aus meiner Sicht wenig rücksichtsvoll. Im Team selbst war immer alles in Ordnung und von gegenseitigem Respekt und Unterstützung geprägt – aber wie auch alle anderen Beschäftigten waren sie einem hohen Druck ausgesetzt, was im Arbeitsalltag zum Teil deutlich spürbar wurde.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhältnis zu direkten Vorgesetzten war überwiegend positiv und von einer gewissen Offenheit geprägt. Gleichzeitig war jedoch deutlich spürbar, dass auf unteren Führungsebenen ein erheblicher Druck von oben oft weitergegeben wurde. Während meiner Zeit im Unternehmen haben mehrere direkte Vorgesetzte intern die Position gewechselt oder das Unternehmen verlassen, was sich aus meiner Sicht erheblich negativ auf die Stabilität, Koordination und Zusammenarbeit in den Teams ausgewirkt hat.
Darüber hinaus habe ich wiederholt Mobbing bzw. Bossing von Mitarbeitenden beobachten können, insbesondere auf Ebene übergeordneter Führungskräfte, nicht aber im direkten Vorgesetztenverhältnis.
Auf höheren Führungsebenen entstand der Eindruck, dass die Situation der Mitarbeitenden nur unzureichend wahrgenommen – oder gar ignoriert wird. Entscheidungen wirkten häufig stärker von eigenen Interessen, Zielen und Außendarstellung geprägt als von nachhaltigen Lösungen, die einen positiven Effekt oder eine Entlastung für Mitarbeitende, Teams und Organisation hätten darstellen können. Das Vertrauen und die Zusammenarbeit waren durch diese Verhaltensweisen aus meiner Sicht nachhaltig beeinträchtigt.
Arbeitsbedingungen
Die Büros wirken in vielen Gebäuden trostlos und teilweise deutlich in die Jahre gekommen. Die Ausstattung ist einfach gehalten; höhenverstellbare Schreibtische wurden abgeschafft und waren zuletzt nur noch mit ärztlichem Attest verfügbar – ein fragwürdiges Signal für ein Unternehmen im Gesundheitsbereich. Zudem kommen teils veraltete oder stark abgenutzte Arbeitsmittel zum Einsatz, begleitet von wiederkehrenden Problemen mit internen IT-Services.
In vielen Büros sammelten sich Kartons, ausrangierte Hardware und sonstiger Müll, für den sich oft niemand verantwortlich fühlte. Solche Aufgaben wurden nicht selten an Auszubildende abgegeben, was ich als völlig unangemessen empfinde.
Durch die Umstellung auf Großraumbüros arbeiten oft viele Personen in einem Raum; Rückzugsmöglichkeiten für ruhige Telefonate oder konzentriertes Arbeiten fehlen weitgehend.
Geleistete Überstunden verfallen zum Monatswechsel größtenteils ersatzlos. Zudem entstand der Eindruck, dass sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren vermehrt von Mitarbeitenden über Aufhebungsvereinbarungen getrennt hat. Immer wieder kam es vor, dass Kolleginnen und Kollegen sehr kurzfristig nicht mehr im Unternehmen waren.
Kommunikation
Eine funktionierende Kommunikation war im Unternehmen aus meiner Sicht praktisch nicht vorhanden. Selbst wichtige Informationen wurden häufig gar nicht, verspätet oder nur unvollständig weitergegeben. Durch die hohe Fluktuation fehlten zudem regelmäßig klare Ansprechpartner, was die Situation zusätzlich erschwerte.
Ein transparenter Austausch seitens des Managements war nur selten erkennbar. Townhalls hatten – nach einer kurzen positiven Entwicklung im Jahr 2021 – zunehmend den Charakter von Präsentationen für Aktionäre: geprägt von viel Eigenlob, ohne kritische Selbstreflexion. Kritische Fragen oder Meinungen von Mitarbeitenden wurden in Q&A-Runden entweder ignoriert oder gezielt ausgeblendet.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung war aus meiner Sicht nur selten gegeben. Insbesondere bei der Vergütung entstand in Gesprächen mit Kollegen der Eindruck teils deutlicher Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Mitarbeitenden in vergleichbaren Rollen.
Interessante Aufgaben
Der Anteil wirklich interessanter oder fachlich passender Aufgaben war insgesamt eher gering. Zwar gab es vereinzelt Möglichkeiten, neue Themen kennenzulernen oder auszuprobieren, diese blieben jedoch eher die Ausnahme. In der Entwicklung herrscht nicht selten ein schier endloser Kampf gegen Altlasten und Fehler, anstatt den Fokus auf neue Technologien oder echte, nachhaltige Lösungen zu setzen. Die hohe Fluktuation im Unternehmen befeuert diese Probleme regelmäßig.
Mitarbeitende werden nach meiner Beobachtung regelmäßig auch für Tätigkeiten eingesetzt, die nicht ihrem eigentlichen Aufgabenbereich entsprechen. Hinweise darauf wurden nur selten konstruktiv aufgenommen, teilweise wurde dabei sogar zusätzlicher Druck aufgebaut.
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Arbeitgeber-Kommentar
Josipa GrubesicAuszubildende im Recruiting
Hallo,
vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung – wir schätzen deine Offenheit sehr.
Es ist schön zu hören, dass du den Kollegenzusammenhalt so positiv erlebt hast. Das bestätigt uns, dass wir großartige Menschen im Team haben, die füreinander da sind.
Deine Schilderungen zu den weiteren Bereichen haben wir erhalten. Dass du dich in mehreren Punkten unwohl gefühlt hast, nehmen wir ernst. Deine Hinweise zur Arbeitsatmosphäre und zum Führungsverhalten haben wir zur Kenntnis genommen. Ein wertschätzendes und professionelles Miteinander bleibt für uns ein wichtiger Anspruch.
Deine Punkte zu Kommunikation, Work-Life-Balance und den Arbeitsbedingungen geben uns wertvolle Anhaltspunkte, wo wir anpacken können.
Wir sind bereit für den Austausch und möchten von deinen Erfahrungen lernen. Falls du Interesse an einem persönlichen Gespräch hast, würden wir uns freuen, wenn du dich meldest.
Hoher Anspruch, aber deutliche Schwächen in Führung und Umsetzung
1,0
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei CGM Clinical Deutschland GmbH in Koblenz gearbeitet.
Verbesserungsvorschläge
Hoher Anspruch, aber deutliche Schwächen in Führung und Umsetzung
Meine Zeit bei CompuGroup Medical war von fachlich interessanten Aufgaben geprägt, gleichzeitig aber auch von strukturellen und organisatorischen Problemen, die den Arbeitsalltag deutlich erschweren.
Die strategische Ausrichtung ist stark zentralisiert. Entscheidungen – insbesondere im Personalbereich – werden bis auf Vorstandsebene gezogen, was Entscheidungswege verlängert und Eigenverantwortung sowie Vertrauen in nachgelagerte Führungsebenen einschränkt.
Teilweise entsteht der Eindruck, dass formale Kriterien (z. B. alte Zeugnisse) höher gewichtet werden als aktuelle Leistung, Erfahrung und tatsächlicher Beitrag. Eine individuelle Bewertung auf Basis der realen Arbeit kommt dabei zu kurz.
Im mittleren Management wird viel Energie in interne Abstimmung und Sichtbarkeit nach oben investiert. Sacharbeit, nachhaltige Themenentwicklung und Teamführung geraten dadurch in den Hintergrund. Vorstandsvorgaben werden selten hinterfragt, auch wenn operative Bedenken bestehen.
Mit zunehmender Hierarchieebene nehmen aus meiner Sicht Empathie und Bereitschaft ab, sich für die Anliegen von Führungskräften und Mitarbeitern einzusetzen. Gemeint sind dabei nicht persönliche Befindlichkeiten, sondern die Unterstützung dabei, Rahmenbedingungen zu schaffen, um die eigene Arbeit gut und wirksam erledigen zu können.
Das Unternehmen beschäftigt sich stark mit internen Strukturen und Reorganisationen, während Markt- und Kundenfokus an Bedeutung verlieren. Interne Serviceeinheiten wie HR werden eher als umsetzende Instanzen strategischer Vorgaben wahrgenommen denn als echte Partner in der Mitarbeiterentwicklung.
Früher wurde der Großteil der Energie für die Arbeit beim Kunden eingesetzt. Heute bindet internes Kompetenz- und Zuständigkeitswirrwarr so viel Kraft, dass Motivation und Energie für die eigentlich spannende Arbeit – die Umsetzung von KIS-Projekten – spürbar sinken.
Regelmäßig kommen neue Führungskräfte mit starkem externem Hintergrund, jedoch wenig Domänenwissen im KIS-Umfeld. Initiativen werden gestartet, aber selten konsequent abgeschlossen. Es entstehen viele parallele Ansätze ohne konsistentes Gesamtbild.
Projektmanagement ist häufig unterentwickelt, Probleme werden eher eskaliert als strukturiert bearbeitet. Ressourcen sind knapp. Die hohe Arbeitsbelastung führt zu Fluktuation, was die verbleibenden Mitarbeiter zusätzlich belastet, da Einarbeitung in diesem komplexen Umfeld Monate dauert.
Ein-Satz-Fazit: Ein Unternehmen mit starken Produkten und engagierten Mitarbeitern, das sich aktuell durch Führungskultur, internen Fokus und mangelnde Umsetzungskraft selbst im Weg steht.
Arbeitsatmosphäre
Image
Work-Life-Balance
Karriere/Weiterbildung
Gehalt/Benefits
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kollegenzusammenhalt
Umgang mit älteren Kollegen
Vorgesetztenverhalten
Arbeitsbedingungen
Kommunikation
Gleichberechtigung
Interessante Aufgaben
7Hilfreichfinden das hilfreich8Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Arbeitgeber-Kommentar
Josipa GrubesicAuszubildende im Recruiting
Hallo,
vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen bei CompuGroup Medical so offen zu teilen. Dein Feedback zeigt uns deutlich, wo wir als Unternehmen noch Verbesserungspotential haben.
Besonders deine Beobachtungen zu Führungskultur, Entscheidungswegen und der Balance zwischen internem Fokus und Kundennähe nehmen wir ernst. Es ist wichtig für uns zu verstehen, wenn sich Mitarbeitende durch organisatorische Strukturen in ihrer Arbeit gehemmt fühlen oder wenn die Energie mehr in interne Prozesse als in die eigentlich spannende Projektarbeit fließt.
Deine Einschätzung, dass wir uns als Unternehmen mit starken Produkten und engagierten Mitarbeitenden manchmal selbst im Weg stehen, gibt uns wertvolle Impulse für unsere Weiterentwicklung.
Falls du Lust hast, deine Erfahrungen noch detaillierter mit uns zu besprechen oder konkrete Verbesserungsideen zu diskutieren, würden wir uns über einen direkten Austausch freuen. Du kannst dich gerne bei uns melden.
Anspruch und Realität passen nicht zusammen
2,1
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei systema Deutschland GmbH in Oberessendorf gearbeitet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Diskrepanz zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und den verfügbaren Budgets bzw. Mitarbeiter-Benefits ist aus meiner Sicht nicht ganz nachvollziehbar. Die verstärkte Ausrichtung auf Vor-Ort-Arbeit wirkt aus meiner Sicht nicht vollständig zielführend, da kein klarer Vorteil gegenüber der bisherigen Homeoffice-Regelung erkennbar ist.
Verbesserungsvorschläge
Als Verbesserung würde ich empfehlen, die angesprochenen Punkte – insbesondere Vergütung, Entwicklungsmöglichkeiten, Benefits und Flexibilität – gezielt zu überprüfen und weiterzuentwickeln, um die langfristige Mitarbeiterbindung zu stärken.
Arbeitsatmosphäre
Gut
Image
Welches Image?
Work-Life-Balance
Beim Thema Work-Life-Balance sehe ich Verbesserungsbedarf. Flexible Arbeitszeiten sind nur eingeschränkt möglich und erfordern jedes mal zusätzliche Abstimmungen.
Karriere/Weiterbildung
Es fehlen derzeit transparente und verlässliche Perspektiven für Weiterentwicklung und Aufstieg innerhalb des Unternehmens.
Kollegenzusammenhalt
Gut
Umgang mit älteren Kollegen
Gut
Vorgesetztenverhalten
Überwiegend gut
Arbeitsbedingungen
Technik wird nur erneuert, wenn diese unbrauchbar geworden ist anstatt eine regelmäßige Rotation zu gewährleisten um zeitgemäß ausgerüstet zu sein.
Kommunikation
Gut
Gehalt/Benefits
Angesichts der deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten der letzten Jahre empfinde ich die Bezahlung schon sehr lange als nicht mehr zeitgemäß. Im Vergleich zu marktüblichen Gehältern für vergleichbare Tätigkeiten und Verantwortung liegt die Vergütung aus meiner Sicht auf einem niedrigen Niveau.
Gleichberechtigung
Gut
Interessante Aufgaben
Zero
5Hilfreichfinden das hilfreich7Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Arbeitgeber-Kommentar
Josipa GrubesicAuszubildende im Recruiting
Hallo,
vielen Dank für dein Feedback und die Zeit, die du dir für diese Bewertung genommen hast. Es freut uns, dass du die Arbeitsatmosphäre positiv bewertest.
Gleichzeitig nehmen wir deine Kritikpunkte sehr ernst. Die Herausforderungen bei der Work-Life-Balance, insbesondere die eingeschränkten flexiblen Arbeitszeiten, sowie deine Unzufriedenheit mit den Arbeitsaufgaben und der technischen Ausstattung sind wichtige Hinweise für uns. Auch deine Anmerkungen zur Vergütung und den fehlenden Entwicklungsperspektiven haben wir zur Kenntnis genommen.
Deine konstruktiven Verbesserungsvorschläge bezüglich Vergütung, Entwicklungsmöglichkeiten, Benefits und Flexibilität sind wertvoll für uns. Wir sind offen für den Dialog und würden gerne mehr über deine Erfahrungen erfahren. Falls du Interesse an einem direkten Austausch hast, melde dich gerne.
CGM - Ein Image im freien Fall
2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei CompuGroup Medical SE in Koblenz gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mitarbeiterzusammenhalt. Der einzige Lichtblick der CGM.
Verbesserungsvorschläge
Die Liste ist ehrlich gesagt zu lang, um sie hier aufzuschreiben.
Arbeitsatmosphäre
Einer der wohl schlechtesten Punkte der CGM. Geprägt von Leistungsdruck und fehlender Wertschätzung - Wer hier durchhalten möchte muss eine EXTERME Stressresistenz mitbringen.
Image
Es gab mal eine Zeit, da hatte die CGM ein super gutes Image. Diese Zeit ist vorbei. Man merkt es bei den Kunden, man merkt es bei den Mitarbeitern. Keiner ist mehr zufrieden. Steht man in einer Arztpraxis und sieht das CGM Logo oder ein CGM Produkt möchte man am liebsten nicht erzählen, wo man arbeitet.
Work-Life-Balance
Existent - Aber auch nichts besonderes zu den derzeitigen Standards der entsprechenden Berufsbereiche.
Karriere/Weiterbildung
Nicht vorhanden. Aufstieg ist wenn überhaupt nur nach oben möglich, es gibt keinerlei technischen Entwicklungsmöglichkeiten. Weiterbildungen werden kaum bezahlt - Und wenn muss man dafür stark kämpfen.
Gehalt/Benefits
Nach der Ausbildung gar nicht mal so schlecht und von extern kommend anfangs wohl auch nicht schlecht. Längerfristig sollte man aber nicht mit Erhöhungen rechnen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nur auf dem Papier - weil es dem Image hilft. Gelebt wird das nicht wirklich, außer es spart Geld.
Kollegenzusammenhalt
Super - Aber auch geschuldet durch den Druck. Kollegen helfen sich jederzeit untereinander, und dafür kann die CGM auch dankbar sein, denn anders würde es nicht mehr funktionieren.
Umgang mit älteren Kollegen
Nicht anders als wo sonst auch, hier gibt es nicht viel zu sagen.
Vorgesetztenverhalten
Katastrophe auf allen Ebenen. Von oben bis unten ist die Mentalität Geld sparen, Stellen sparen. Ziele werden unrealistisch gesetzt und selbst wenn sie erreicht werden dann doch nur als "Teilweise erfüllt" bezeichnet. Lob sucht man hier vergebens, hier ist das Motto "Nicht geschimpft ist genug gelobt". Ernst genommen wird man leider auch nicht - Alles muss immer extern verifiziert werden, den eigenen Mitarbeitern wird hier selten vertraut.
Arbeitsbedingungen
Gerade am Hauptsitz sind die Büros teilweise veraltet, und das geht von Boden über Möbel bis zur Decke. Die technischen Geräte an sich sind Ok.
Kommunikation
Es gibt in "regelmäßigen" Abständen entsprechende Termine - Wobei die entsprechend vermittelten Informationen dann doch eher in die Länge gezogen werden und negatives unter den Tisch fällt.
Gleichberechtigung
Super. Im meiner Zeit ist mir nie aufgefallen, das es hier größere Probleme gab
Interessante Aufgaben
Es gibt hier und da mal spannende Themen, die meistens aber nicht bearbeitet werden dürfen - Aus Kostengründen oder anderen Prioritäten von oben.
4Hilfreichfinden das hilfreich8Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Arbeitgeber-Kommentar
Josipa GrubesicAuszubildende im Recruiting
Hallo,
vielen Dank für dein ehrliches und offenes Feedback. Es tut uns leid zu hören, dass du dich bei uns nicht wohlfühlst und vor allem mit dem Führungsverhalten und der Arbeitsatmosphäre unzufrieden bist.
Positiv ist zu hören, dass du den Kollegenzusammenhalt und die Gleichberechtigung bei uns schätzt. Das zeigt uns, dass wir in manchen Bereichen auf dem richtigen Weg sind, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt.
Dein Feedback ist wertvoll für uns, um zu verstehen, wo die größten Baustellen liegen. Falls du Lust hast, deine Erfahrungen noch detaillierter zu teilen oder konkrete Verbesserungsvorschläge zu besprechen, melde dich gerne bei uns. Wir nehmen solche Rückmeldungen ernst und möchten daraus lernen.
Ganz und gar nicht zu empfehlen!!
1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei CGM MEDISTAR SYSTEMHAUS GmbH in Hannover gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den Kaffeevollautomaten in der Kantine
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Umgang mit Mitarbeitern, Umgang mit Kunden, Preis-Leistungs Verhältnis, mangelhafte Arbeitsmittel
Verbesserungsvorschläge
Solltet nicht auf alten Sachen herumreiten, vergesst was in der Vergangenheit gewesen ist.
Arbeitsatmosphäre
Derzeit weiß man einfach nicht was morgen zu tun ist, es gibt wenige bis gar keine Infos. Als ob mit einem Schlag seit Jahreswechsel viele Aufträge oder Kunden weg sind.
Image
Bei den Kunden, bei der Konkurrenz aber auch sonst sehr schlechtes Image.
Work-Life-Balance
Geht, Stundenabbau sofern überhaupt Stunden vorhanden sind.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Noch immer stets viel Papier und kaum Mülltrennung in den Büros.
Karriere/Weiterbildung
Kaum vorhandene Weiterbildungsmöglichkeiten.
Kollegenzusammenhalt
Es bröckelt, viel Fluktuation, nur noch wenige alteingesessene vorhanden.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen halten noch so lange aus wie es geht.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetzte ohne Vorbildfunktion und steht nicht hinter den Technikern, katastrophal.
Arbeitsbedingungen
Seit Jahreswechsel, auch schon etwas davor, kaum noch Arbeit und Aufträge vorhanden.
Kommunikation
Schlicht und ergreifend: Mangelhaft
Gehalt/Benefits
Eher am unteren Ende von dem was üblich ist.
Interessante Aufgaben
Es war einmal, aber nun ist alles immer der gleiche Trott, nichts wirklich neues und spannendes.
5Hilfreichfinden das hilfreich7Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Arbeitgeber-Kommentar
Josipa GrubesicAuszubildende im Recruiting
Lieber Kollege Liebe Kollegin,
vielen Dank für dein ehrliches Feedback. Es tut uns leid zu hören, dass du in so vielen Bereichen unzufrieden bist - von der Arbeitsatmosphäre über die Kommunikation bis hin zu den Führungsstrukturen. Deine Punkte zur mangelnden Information, der hohen Fluktuation und den fehlenden Weiterbildungsmöglichkeiten nehmen wir sehr ernst.
Deine Kritikpunkte geben wir intern zur Klärung weiter, denn nur so können wir verstehen, wo wir ansetzen müssen. Falls du Lust auf ein direktes Gespräch hast oder weitere Details teilen möchtest, melde dich gerne bei uns. Manchmal lassen sich Dinge im persönlichen Austausch besser klären.