Ich bin - wie erwähnt - ein älterer Mitarbeiter und habe durch mein langes Berufsleben vielfältige Erfahrungen sowohl als Inhaber eigener Unternehmen als auch als Angestellter. Ich traue mir daher ein kompetentes vergleichendes Urteil zu, das nach einem Jahr der Zugehörigkeit außerordentlich positiv ausfällt. Da ich für die Unternehmenskommunikation zuständig bin, mögen Leser:innen diese Aussage vielleicht bezweifeln. Erfahrene Kommunikatoren (und ich bin ein solcher) wissen jedoch, dass Lügen kurze Beine haben und ein fingiertes Image schnell in sich zusammenbricht.
Grundsätzlich hat man hier ein nettes Team und viele interessante Aufgaben (als M&A-Berater). Die Work Life Balance ist aufgrund der eher mauen Mandatssituation gut (das war auch mal anders) und so kann jeder hier in die Welt der M&A (Small Cap) einsteigen.
Man hat sich hier sehr vom operativen Geschäft entfernt. Als Arbeitnehmer fühlte ich mich wie ein Freelancer. Ich bat selten um Unterstützung. Wenn ich sie dann aber mal dringend benötigte, erreichte ich zumeist niemanden. Zudem gab es beim C-Level auch gar keine Übersicht darüber, wie stark ausgelastet welche Person war. Wer sich entsprechend verkauft, hat seine Ruhe. Es wird unglaublich viel Arbeit und Geld in das Marketing investiert. Bisher aber mit sehr mäßigem Erfolg. Bei Themen die letztlich Geld kosten, ...
...dass es ihm aktuell leider nicht gelingt, auf die ausgeschriebenen Stellen neue qualifizierte Mitarbeiter:innen zu gewinnen. Das liegt aber natürlich am generellen Fachkräftemangel und nicht am Arbeitgeber. Zu wenige Bewerber:innen ziehen die Beschäftigung in einem kleineren Unternehmen in Betracht.
Der Finger muss wieder mehr an den Puls des Unternehmens. Das ist bei einer M&A-Boutique das M&A-Projektgeschäft. Zudem müssen Rückmeldungen aus dem Team ernst genommen und Lösungen zeitnah gefunden werden. Das Personal ist in dieser Branche das A&O! In wirklich dringenden Fällen muss sofort reagiert werden. Nicht erst nach dem verlängerten Wochenende. Wenn ein Mandant mal eine Zusatzprämie für "sehr gute Arbeit" überweist, dann sollten daran vor allem diejenigen partizipieren, die die Arbeit geleistet haben. Ich gebe ja auch keinem ...
Der am besten bewertete Faktor von INTAGUS ist Work-Life-Balance mit 5,0 Punkten (basierend auf 3 Bewertungen).
Als ich das Unternehmen verließ gab es, seitens des C-Levels, den Wunsch; die Mitarbeiter möchten bitte wieder 1 bis 2 Mal die Woche ins Büro kommen. Genau genommen konnte man aber auch über Monate aus dem Mobile Office (nicht Home Office) arbeiten. Da das C-Level, in die Projekte kaum eingebunden war, konnte man eigentlich tun was und wie man es wollte. Man kann also den Job durchaus um sein Privatleben herumbauen und das wird teilweise auch getan.
Als ich vor einigen Monaten in dem Unternehmen anfing, hatte ich mich auf lange Arbeitstage und zahlreiche Überstunden eingestellt, die ich aus früheren M&A-Positionen kannte. Bei INTAGUS arbeite ich in einer ganz normalen 40-Stunden-Woche. Es besteht die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten. Auf persönliche und familiäre Umstände wird Rücksicht genommen. Überstunden fallen eher selten an.
Was Mitarbeitende noch über Work-Life-Balance sagen?
Am schlechtesten bewertet: Image
3,3
Der am schlechtesten bewertete Faktor von INTAGUS ist Image mit 3,3 Punkten (basierend auf 3 Bewertungen).
Ich persönlich bin nur wenigen Leuten begegnet die das Unternehmen kannten. Zumeist musste ich es vorstellen. Es gibt viele Baustellen über die auch die Mitarbeiter sprechen. Allerdings wird dies nicht nach Außen getragen. Um einen ehemaligen Mandanten zu zitieren; "Man tritt hier mit großem Schuh auf". Dahinter steckt aber eben nur eine kleine Boutique.
Karriere/Weiterbildung wird mit durchschnittlich 3,7 Punkten bewertet (basierend auf 3 Bewertungen).
INTAGUS ist ein Unternehmen mit wenigen, aber dafür sehr qualifizierten Beschäftigten und einem anspruchsvollen Tätigkeitsbereich. Die formellen Aufstiegsmöglichkeiten sind daher zwar begrenzter als in großen Firmen, die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten jedoch deutlich größer. Durch die bereits erwähnte neue Führungsstruktur mit zwei Geschäftsführern und drei Leitungsbereichen sowie das angestrebte Personalwachstum ergeben sich zudem durchaus auch Führungspositionen als Karriereziele. Weiterbildung ist ein integrierter Bestandteil der täglichen Arbeit, wird organisiert angeboten oder nach individuellem Wunsch erfüllt.
In meinem bisher relativ kurzen Arbeitsverhältnis mit INTAGUS habe ich mehr über M&A-Prozesse gelernt als in 4 Jahren bei meinem vorherigen Arbeitgeber. Man wird von Beginn an voll in die Projekte eingebunden, lernt viel Neues und wendet es auch gleich an. Das Unternehmen ist sehr darauf bedacht, seine Mitarbeiter weiterzuentwickeln und kümmert sich aktiv um entsprechende Maßnahmen sowie Unterstützung diesbezüglich.
Bisher gab es keine Vorgesetzten, weshalb Karriere (Aufstieg) nicht möglich war. Auch möchte man hier nicht zwischen Jr. und Sr. unterscheiden, was bei einer so dünnen Personaldecke aber normal ist. Bei der Weiterbildung ist ein M&A-Kurs gesetzt. Dieser Kurs (in Münster) ist wirklich gut. Danach muss man sich dann für seine Weiterbildungen ins Zeug legen, einsetzen und immer wieder mal nachfragen. Ich kann behaupten viel gelernt zu haben, allerdings vor allem auch aufgrund einer diesbezüglichen intrinsischen Motivation.
Was Mitarbeitende noch über Karriere/Weiterbildung sagen?
Fragen zu Bewertungen und Gehältern
INTAGUS wird als Arbeitgeber von Mitarbeitenden mit durchschnittlich 4,3 von 5 Punkten bewertet. In der Branche Beratung/Consulting schneidet INTAGUS besser ab als der Durchschnitt (3,9 Punkte).
Anhand von insgesamt 5 Bewertungen schätzen 67% ihr Gehalt und die Sozialleistungen als gut oder sehr gut ein.
Basierend auf Daten aus 2 Kultur-Bewertungen betrachten die Mitarbeitenden die Unternehmenskultur bei INTAGUS als eher modern.