die Jahre dort haben einiges kaputt gemacht. Es fällt schwer, sich an die guten Dinge zu erinnern. Dies sind aber auf jeden Fall das Kollegium und der Zusammenhalt in schwierigen Zeiten Es gibt natürlich unglaublich spannende Projekte, die absolut ihre Berechtigung haben und an denen sicher sogar eine breitere Öffentlichkeit Interesse hätte Es wird sehr viel Potential verschenkt und die gute, engagierten Leute gehen
- zumindest auf dem Papier spannende Projekte - hat mich endgültig davon überzeugt, dieses unsägliche Fach zu verlassen und nicht weiter meine Lebenszeit für einen Hungerlohn mit diesem Quatsch zu verschwenden
Man lernt spätestens hier sehr anschaulich an einem Negativbeispiel, wie man nicht mit Kollegen/Menschen umgehen sollte und wie ein schlechtes Arbeitsklima gepaart mit Missmanagement und -kommunikation einen ganzen Betrieb lahmlegen kann.
Es ist noch sehr viel zu tun, man kann dem Institut nur wünschen; dass mit dem Generationenwechsel in den Führungspositionen auch die Zusammenarbeit besser wird.
- Arbeitsrecht ist allenfalls grobe Empfehlungsskizze - Bezahlungsprozess untragbar - was die Ortskräfte angeht: eine etwas arg ethisch verwerfliche Rekrutierungsstrategie für eine deutsche Behörde, aber was soll man machen, das ist vor Ort eben so üblich (dann einfach nicht dort zu graben ist offenbar keine Alternative) - starre Strukturen, nutzlose und unfreundliche Verwaltung (sinngemäß "Na, da müssen Sie sich jetzt gedulden, bei uns ist es gerade auch ein wenig stressig" und "informieren Sie sich bitte im Internet, wie man sich ...
Wo soll man da anfangen? Es wäre leichter und kürzer, die wenigen positiven Dinge zu beschreiben. Wenn man den öffentlichen Dienst kennt, geht man bereits mit wenigen Erwartung an einen neuen Dienstherren heran, aber eine derartige Ineffizienz bei der Behebung von Mängeln und Problemen ist mir noch nicht untergekommen. Üblicherweise werden bekannte Probleme negiert und die angebotenen Lösungsoptionen abgewürgt. Im Anschluss wird in einem „Staatsakt“ verspätet festgestellt, dass es ein Problem gibt und dann verkündigt, dass man den „Sachverhalt prüft“. ...
- der Umgang von "höherer" zu "niedrigen" Etage - die nicht vorhandene Karrieremöglichkeit - die Bezahlung und die länge der Verträge von befristeten Mitarbeitern
Die Führungsebene sollte dringend ausgewechselt, die Verwaltungsabläufe professionalisiert und den üblichen gesetzlichen Richtlinien angepasst werden. Die überwiegend hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten als solche behandelt und ihnen zeitgemäße und humane Arbeitsbedingungen geboten werden. Das Institut sollte sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren, diese weiter professionalisieren und als solche kommunizieren. An vielen Stellen, z.B. bei der Digitalisierung, wäre man bereits auf einem sehr guten Weg und könnte als weltweiter Vorreiter wahrgenommen werden.
Führungskräfte müssen unbedingt Fortbildungen in Kommunikation und Führung machen Weniger Fokus auf noch mehr glänzende Projekte und Drittmittel sondern mehr darauf, das Institut in seiner Grundstruktur - personell und infrastrukturell - zu verbessern Mehr Personalgeld statt aufgeblasene Töpfe für Sachmittel die eigenen Mitarbeiter:innen sollten wichtiger sein als die Außenwirkung
- eine Fortbildung in Sachen Arbeitsrecht und Personalführung für die Leitungsebene - mehr Weiterbildungen/ Fortbildungen anbieten - an Fehlern arbeiten - junge Wissenschaftler fördern - höhere und unbefristete Bezahlung
Da gäbe es wirklich sehr viel. Es lohnt sich aber nicht. Vorschläge haben wir schon viele gemacht, die werden fast nie umgesetzt. Es wird dann immer weiter rumgewurschtelt. Bis zur nächsten Prüfung des BRH.
Der am besten bewertete Faktor von Deutsches Archäologisches Institut ist Interessante Aufgaben mit 2,4 Punkten (basierend auf 26 Bewertungen).
Auf dem Papier ein Traumjob, selbst bei Befristung. Spannende Aufgaben gibt es sehr viele. Sich auf die archäologischen Projekte und die spannende Wissenschaft zu konzentrieren, während um einen herum sowohl infrastrukturell als auch personell auseinanderfällt, ist jedoch äußerst schwer. Zudem muss man sich um Verwaltungsaufgaben, wie Vergaben und Beschaffungen zum großen Teil selbstkümmern...ganz zu schweigen vom Gebäudemanagement
Das DAI könnte höchstinteressante Aufgaben bieten, aber verpasst die Gelegenheit, ihre veralteten Strukturen und Vorstellungen damit in Einklang zu bringen. Retrospektiv habe ich für den Giftschrank gearbeitet, weil schlichtweg nichts, bzw. fast nichts publiziert wird.
Wären genügend vorhanden, Archäologie ist spannend, wenn der Arbeitgeber einen arbeiten und forschen lassen würde. Stattdessen wartet man immer auf Antworten aus Berlin. Das kann mehrere Monate dauern, auch bei der Einstellung der Kandidaten.
Wenn man sich für Geschichte interessiert, vielleicht. Es gibt einige Interessante Problemfelder zwischen rechtlichen Vorgaben und dem Wollen und Müssen der Wissenschaft. Ansonsten ist die Arbeit in der Verwaltung nicht anders als anderswo.
Was Mitarbeitende noch über Interessante Aufgaben sagen?
Am schlechtesten bewertet: Kommunikation
1,7
Der am schlechtesten bewertete Faktor von Deutsches Archäologisches Institut ist Kommunikation mit 1,7 Punkten (basierend auf 27 Bewertungen).
Interne Kommunikation ist von der Leitung nicht erwünscht. Sie würde das eigene Herrschaftswissen gefährden und die Mitarbeitenden ermutigen, ihre Aufgaben gut zu erledigen. Wie könnte man dann deren Inkompetenz kritisieren und die eigene Überlegenheit wahren? Dies gilt insbesondere für die Zentrale, die als einziger Standort auch während der Corona-Lockdowns keine einzige virtuelle (Informations-)Runde oder andere Austauschformate für die Mitarbeitenden angeboten hat. Man wurde jahrelang ins Homeoffice geschickt und hatte den Eindruck, dass die Leitung froh war, endlich ihre Ruhe im ...
Am besten nur noch per Mail. Dann kann man den „Schwarzen Peter“ auf einen anderen Tisch schieben und hat einen Nachweis dafür. Ansonsten wird auch gerne mal geschnauzt und geschimpft. Da ist jeder Homeofficetag eine Rettung.
Sowohl Führungspersonal wie auch nachgeordnete Mitarbeiter:innen werden in beleidigenden Mails der Institutsleitung mit entsprechendem Mitleserkreis in beispielloser Weise gedemütigt. Dies zieht sich von den Fragen übergeordneter Strategie bis zum Einzelfall-Management durch die Leitung. Neues Führungspersonal wird nach kurzer Zeit der Beisshemmung entsprechend, gerne vor Publikum, angegangen. Eine sehr häufige Frage ist »Macht sie das bei Ihnen auch?«. Grundsätzlich versteht ausschliesslich die Leitung worum es geht, und sowohl wissenschaftliche wie Verwaltungsmitarbeiter:innen bekommen mitgeteilt, dass sie weder im vorliegenden Einzelfall noch überhaupt ...
Karriere/Weiterbildung wird mit durchschnittlich 1,9 Punkten bewertet (basierend auf 24 Bewertungen).
Das Weiterbildungssystem ist ein echter Witz. Wenn man sich bei der BKÖV zur Weiterbildung anmelden will, brauch man zuerst die Genehmigung von der Leitung. Oft bekommt man aber keine Antwort auf die Anträge. Oder so spät, dass die Plätze bereits belegt sind. Eine Karriere gibt es hier nur für die wenigen Günstlinge. Die werden aber auch oft schnell „verbrannt“ und bleiben am Ende auf der Strecke.
Ich konnte einige Weiterbildungen machen, auch wenn die Beantragung teils schwergängig war. Aber insgesamt gab es da doch recht viele Möglichkeiten Karriereoptionen bzw. Perspektive? Da sieht es schlecht aus. Wer einen befristeten Vertrag hat, kann eine noch so herausragende Arbeit leisten und sich für den laden den A.... aufreißen. Und dann bekommt man mit, dass weniger qualifizierte Menschen unbefristete Stellen bekommen. Steckste nich drin....
Karrierechancen und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nur theoretisch, in der Praxis scheitern sie an komplizierten Antragsverfahren und an der Trägheit der Verwaltung. Ein Aufstieg in den Gehaltsstufen war zumindest früher im Verwaltungsbereich möglich. Im wissenschaftlichen Bereich ist dies nahezu ausgeschlossen. Dort gibt es ohnehin meist nur befristete Verträge, bei denen man auch nach Jahren am DAI immer wieder mit der Erfahrungsstufe 1 eingestellt wird.
Beides nicht vorhanden. Ich hatte keine Weiterbildung in der Zeit, wo ich beim DAI gearbeitet habe. Aufstiegschancen sehr gering. Der Doktortitel ist alles.
Was Mitarbeitende noch über Karriere/Weiterbildung sagen?
Fragen zu Bewertungen und Gehältern
Deutsches Archäologisches Institut wird als Arbeitgeber von Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen mit durchschnittlich 2 von 5 Punkten bewertet. In der Branche Forschung/Entwicklung schneidet Deutsches Archäologisches Institut schlechter ab als der Durchschnitt (3,6 Punkte). Basierend auf den Bewertungen der letzten 2 Jahre würden 0% der Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen Deutsches Archäologisches Institut als Arbeitgeber weiterempfehlen.
Anhand von insgesamt 42 Bewertungen schätzen 19% ihr Gehalt und die Benefits als gut oder sehr gut ein.
Basierend auf Daten aus 18 Kultur-Bewertungen betrachten die Mitarbeiter:innen die Unternehmenskultur bei Deutsches Archäologisches Institut als eher traditionell.