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ZI Aluminium-Druckguss GmbH

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Arbeitgeber stellen sich vor

ZI Aluminium-Druckguss GmbH Erfahrungsberichte

Bewertungen - Was Mitarbeiter sagen

1,85 Mitarbeiter
0,00 Bewerber
0,00 Azubis
  • 15.Okt. 2014 (Geändert am 20.Okt. 2014)
  • Mitarbeiter

Pro

Die meisten Kollegen sind sehr nett und arbeiten gut zusammen. Man kann immer mal wieder Spaß haben und die meisten sind charakterlich einwandfrei.

Contra

Grundsätzlich muss ich in der aktuellen Situation Bewerbern ganz klar davon abraten, für dieses Unternehmen tätig zu werden. Es gibt viele Probleme und eigentlich alle sind hausgemacht.

Die extrem hohe Arbeitsbelastung (60h pro Woche sind für einen Mitarbeiter in der Verwaltung kein Problem) wird durch eine chronisch zu niedrige Personaldecke forciert, wobei die allgemeine Ansicht vorherrscht, dass die Zeit lediglich mit Kaffeepausen und privaten Gesprächen vergeudet wird. Dementsprechend wird Arbeitsleistung auch nicht anerkannt und jeder komplexe Vorgang als „Das ist doch alles ganz einfach“ oder „Das darf maximal 5 Minuten dauern“ abgetan. Daher werden Überstunden fest erwartet (es gibt schon mal Drohanrufe, wenn man mit Verweis auf seine Arbeitszeit rechtzeitig gehen möchte), allerdings ohne eine Möglichkeit, diese abfeiern zu können.

Cholerische Anfälle, Schlechtreden hinter dem Rücken ausnahmslos aller Angestellter, permanenter Druck sowie ein ungemein roher Umgangston führen zu einer absoluten Demotivation eines Großteils der Belegschaft und zu einer unglaublich schlechten Arbeitsatmosphäre. Und das, obwohl die Kollegen selbst eigentlich sehr nette und kompetente Mitarbeiter sind. Da aber nur „Zahlen, Zahlen, Zahlen“ interessieren, zählt das nicht.

Dazu kommt, dass ca. alle vier bis acht Wochen die Arbeitsfelder neu verteilt werden. Das rührt daher, dass ein Arbeitsgebiet von niemandem zufriedenstellend betreut werden kann und jede Umstrukturierung die Hoffnung enthält, dass jetzt endlich alles besser wird. Sich dabei zu hinterfragen, ob dies vielleicht am Arbeitsumfang liegen könnte, ist absolut tabu. Sollte man dies ansprechen, gibt es wieder die Phrasen „Das ist doch alles ganz einfach“ oder „Das darf maximal 5 Minuten dauern“ . Die Neuverteilungen stoßen auf größtes Unverständnis der Mitarbeiter und sorgen für Verwirrung, nicht nur im Unternehmen sondern auch bei den Kunden.

Die haben ohnehin Pech, denn viele ihrer Anrufe laufen ins Leere. Die chronisch zu dünne Personaldecke führt dazu, dass Anrufe zum Teil systematisch nicht angenommen werden. Das liegt allerdings nicht daran, dass die Mitarbeiter nicht gern möchten, sondern das sie schlicht nicht können. Alle übertragenen Aufgaben zu übernehmen ist ein Ding der Unmöglichkeit, denn wenn man einmal bei einem Thema ein bisschen oben auf ist, werden sofort neue Themen übertragen.

Dazu kommt, dass neben der Neuverteilung der Arbeitsfelder permanent neue Ideen auf die Mitarbeiter einprasseln. Alte Probleme werden dann beiseite geschoben, bereits angefangene Lösungen einfach unerledigt liegen gelassen und sich mit aller Macht auf die neuen Ansätze gestürzt. Ein riesiges Problem, auf das ich hier aufgrund der Vielzahl an riesigen Problemen noch nicht mal eingehen möchte. Da ständig alles neu gemacht werden musste obwohl das alte noch nicht lief, gab es natürlich Potential zur Verbesserung an sprichwörtlich allen Ecken und Enden. Trotzdem machten die Mitarbeiter selbst in meiner Zeit schon gar keine Verbesserungsvorschläge mehr, denn zum Einen wurden sie mit der Umsetzung beauftragt, was zu einer Mehrarbeit führte, und zum Anderen waren sie die Schuldigen, wenn es bei der Realisation haperte. Daher konnte man oft hören „Ich mache was mir gesagt wird“, während man hinter vorgehaltener Hand hinzufügte, „ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht“.

Dabei handelt es sich um die verbliebenen Mitarbeiter um teilweise extrem kompetente Facharbeiter. Allerdings braucht sich niemand einzubilden, dass deren Wissen geschätzt wurde. Viele wurden bereits aus dem Unternehmen gegangen, wieder andere wurden kleingehalten und dorthin versetzt, wo sie nichts zu sagen hatten, während manche durch Burnout ausgeschieden sind. Allein in meiner kurzen Zeit kam es bei mehreren Kollegen zum krankheitsbedingten Ausfall. Auf einer Position gab es sogar vier (!!!) verschiedene Mitarbeiter, weil scheinbar alle studierten und mit langjähriger Berufserfahrung unfähig waren, das Aufgabengebiet zufriedenstellend zu bewältigen. Doch auch externen Experten, die zur Lösung interner Problemstellungen eingeladen wurden, schenkte man kein Vertrauen. Die wollten ja schließlich nur ihre Services und Produkte verkaufen. Viele Kollegen berichteten mir gegebenüber von Schlafproblemen, Heulkrämpfen, Magengeschwüren und ständigem Unwohlsein.

Doch auch die Produktionsmitarbeiter wurden nur als auswechselbares Produktionskapital gesehen, auf deren Gesundheit bei Produktivitätssteigerungen keinerlei Rücksicht genommen wurde. Sprüche wie „Da müssen wir denen mal ins Kreuz treten, damit die auf Leistung kommen“ oder „Die gehören alle an die Wand gestellt und erschossen“ gehörten zum täglichen Repertoire. Und wenn Mitarbeiter dann aufgrund von Schmerzen oder Krankheiten durch die immens hohe Belastung ausfielen, wurden sie schlicht durch Leiharbeiter ersetzt, die ganz ganz unten in der Hierarchie standen und auch dementsprechend behandelt wurden.

Ich hoffe, dass ich damit alle wichtigen Hauptpunkte genannt habe, auch wenn manche Punkte aufgrund der Kununu-Bestimmungen noch nicht einmal angesprochen werden dürfen . Aber selbst wenn nicht, es sollte ein Eindruck entstanden sein, weshalb ich einem Bewerber bei einem Vorstellungsgespräch in jedem Fall raten würde, ein Vier- oder Sechs-Augen-Gespräch mit wahllos ausgewählten Mitarbeitern aus dem Büro zu führen und einige der hier genannten Punkte abzuklären. Zum Einen kann sich in der Zwischenzeit einiges geändert haben, zum Anderen werden diese Punkte sicherlich nicht von der Personalabteilung angesprochen.


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