Ich nehme der Agenturleitung ab, dass es tatsächlich darum geht, sich von der Verlagsgruppe zu lösen und als eigenständiges Unternehmen in Fulda zu etablieren.
Im Kern läuft es darauf hinaus, dass eine Agentur eben mehr ist, als nur ein kreativer Name, den man auf Türschilder der Marketingabteilung klebt. Wer gute, kreative Köpfe haben will, muss ein gutes Gehalt zahlen und agenturübliche Leistungen bieten, die den Mitarbeitern das Leben erleichtern. Das fängt damit an, dass Mitarbeiter nicht ihr eigenes Kaffeepulver und Kisten mit Mineralwasser mitbringen müssen und endet irgendwo bei einem Zuschuss für das Fitnessstudio. Über den Mangel an guten Bewerbern muss sich unter diesen ...
Moderner werden (Technik, Büros, Arbeitszeitenmodell), Gehälter an Inflation und Mitbewerber anpassen, allen Mitarbeitern Fortbildungen und Netzwerkveranstaltungen ermöglichen. Eigene Projekte noch progressiver gestalten (und Dinge die gut laufen noch besser machen um uns abzuheben).
Um final als junge, kreative, aufgeschlossene und innovative Agentur durchzugehen, sollte man sich noch stärker vom Verlag Parzeller und dessen Strukturen, Werten usw. abheben.
Möglichst schnell einen eigenen Kundenstamm aufbauen. Ja, das klingt etwas sehr blauäugig, aber ansonsten steht die große Gefahr im Raum, im Mahlstrom von brutalen Einsparmaßnahmen und rapide sinkenden Einnahmen mit zu versinken, welche gerade die Parzeller Gruppe zerreißen.
Die Agentur macht keinen Unterschied zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitern. Allerdings arbeiten in der Agentur auch kaum Mitarbeiter über 30. Viele kommen direkt aus der Ausbildung und nutzen die Heldenzeit für ihre ersten Schritte im Agenturumfeld.
Die meisten Mitarbeiter der Heldenzeit stammen aus der Verlagsgruppe Parzeller, welche bekannt für ihre schlechten Arbeitsbedingungen ist. Sozialleistungen gibt es nur um gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen, die Urlaubstage sind unter Durchschnitt und das Gehalt – wie in der gesamten Printbranche – niedrig. Wie es bei den Arbeitnehmern ist, die direkt durch die Heldenzeit eingestellt wurden, ist schwer zu sagen, es ist aber zu vermuten, dass es dort nicht anders aussehen wird. Die Fluktuation an Mitarbeitern spricht zumindest dafür, dass es wo ...
Karrieremöglichkeiten bietet die Agentur keine. Aufgaben sind fest zugewiesen und Karrieremöglichkeiten nicht vorgesehen. Fortbildungen gibt es nur in eingeschränktem Rahmen, auch Zusatzqualifikationen werden nicht angeboten. Die meisten Fortbildungen sind teils absurde firmeninterne Seminare ohne Wert für die Teilnehmer. Auch hier wird spannend sein, ob die Agentur es wirklich anders machen möchte als der Mutterkonzern und in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investieren möchte, oder ob auch weiterhin das Credo des Verlages herrschen soll (O-Ton), „niemand ist gekauft, es kann ...
Was Mitarbeitende noch über Karriere/Weiterbildung sagen?
Fragen zu Bewertungen und Gehältern
heldenzeit wird als Arbeitgeber von Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen mit durchschnittlich 4,1 von 5 Punkten bewertet. In der Branche Marketing/Werbung/PR schneidet heldenzeit besser ab als der Durchschnitt (3,8 Punkte). Basierend auf den Bewertungen der letzten 2 Jahre würden 100% der Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen heldenzeit als Arbeitgeber weiterempfehlen.
Anhand von insgesamt 10 Bewertungen schätzen 50% ihr Gehalt und die Sozialleistungen als gut oder sehr gut ein.
Basierend auf Daten aus 8 Kultur-Bewertungen betrachten die Mitarbeiter:innen die Unternehmenskultur bei heldenzeit als eher modern.