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LukullusT (Claudia Wulff Projekte und Events)LukullusT (Claudia Wulff Projekte und Events)LukullusT (Claudia Wulff Projekte und Events)LukullusT (Claudia Wulff Projekte und Events)LukullusT (Claudia Wulff Projekte und Events)LukullusT (Claudia Wulff Projekte und Events)
 

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Bewerbungsbewertungen

2,11
  • 20.03.2016

Gästebetreuer

Firma LukullusT (Claudia Wulff Projekte und Events)
Stadt Leipzig
Beworben für Position Gästebetreuer
Jahr der Bewerbung 2016
Ergebnis selbst anders entschieden

Bewerbungsfragen

  • keine
  • ob ein Barkeeperschein vorliege (Barkeepertätigkeit ist nach Aussage des AG nicht Teil des Jobs, stand auch nicht im CV) und ob mir die Arbeit in der gehobenen Hotellerie ebenso schwer gefallen wäre wie der Personalverantwortlichen.
  • zur Zusammenrechnung mehrerer Arbeitsverhältnisse

Kommentar

Abgesehen vom optischen Eindruck der Location und der Website gibt es nach dem Gespräch nicht allzu viel gutes zu berichten. Es gibt m.E.n. aber bessere Arbeitgeber in der Leipziger Gastronomie.

Gesucht wurde ein "Gästebetreuer". Tatsächlich verbirgt sich dahinter eine Mischtätigkeit aus Spüle, Service und Hosting.

Während des Bewerbungsgesprächs war der AG unvorbereitet, desinteressiert, gedanken- und taktlos. Er erwartete offenbar, dass die Kurzvorstellung des Geschäftsmodells (5 Sätze, auch auf der Website zu finden) eine ausreichende Vorstellung des Unternehmens und des Arbeitsplatzes darstellten. Es gab keine Fragen an den Bewerber außer eine zu einer befürchteten Überschreitung der Geringfügigkeitsgrenze von 450€. Es wurden keine Notizen während des Gesprächs angefertigt - ich nehme an, auch nicht ex post. Entscheidend für den AG scheint nur der bloße flüchtige Eindruck und seine 'ad-hoc Menschenkenntnis'. Es ist dem AG vor allem daran gelegen Personen zu finden, die sich in die Personalpolitik des Unternehmens einfügen. Dafür nimmt der AG einen Mangel an Qualifikation und Arbeitserfahrung in Kauf, prüft diese auch nicht weiter. Es gibt kein Interesse an den Bewerbern an sich. So wurden wichtige und typische Daten nicht im Bewerbungsgespräch abgefragt. Der Lebenslauf wurde offenbar nicht aufmerksam gelesen. Explizit verlangt wurde zwar ein Foto. Zeugnisse wurden jedoch ignoriert, deren Begutachtung abgelehnt. Eine ausführliche Bewerbung (über eine Seite CV) lohnt daher nicht.

Fragen zum Arbeitsverhältnis wurden systematisch ausgewichen: Umfang und Arbeitsanteile der Tätigkeit, Haftung und Verantwortlichkeiten, Marken und Beschaffung von Arbeits- und Betriebsmitteln, Hierarchien im Unternehmen, laufendes Arbeitsverhältnis in der 'Sommerpause' des Unternehmens, Aufbau und Organisation des Unternehmens, Leistungsziele und -messung, Lohnverhandlungen und Zuschläge, sonstige Sozialleistungen, etc. Man tat sich sogar schwer mitzuteilen wieviele Mitarbeiter das Unternehmen beschäftigt und mit welcher Art von Gästen man vorauss. arbeiten würde. Man war sogar der Meinung gar keine identifizierbare Zielgruppe zu haben ("alle"). Eine Auskunft über die vom Unternehmen verwendeten Produkte wurde verweigert. Im LukullusT sind z.T. Köche aus der gehobenen Küche angestellt. Der AG scheint davon jedoch von den Lebensläufen seiner Mitarbeiter keine Kenntnis zu besitzen. Generell schienen erfragte Angaben zum Unternehmen wirr, widersprüchlich und irrational. Man reagierte sogar erboßt auf die Frage, welche Weine angeboten werden - eine Information, die im Service nicht unerheblich ist und mit der die Firma auf ihrer Facebook-Seite wirbt. Interessierte Fragen schienen generell nicht erwünscht. Man wiederholte auf verschiedene Fragen nur immer wieder mantrisch dieselben Sätze, was spätestens nach der ersten Wiederholung einen herablassenden und stillosen Gestus annahm. Kommunikative Eigeninitiative durch den AG war nicht erwünscht. Der Gesprächspartner betrachtete das Notieren von Informationen mit Argwohn. Die Besprechung für den AG unangenehmer Sachverhalte war nicht erwünscht und wurde mit sehr sparsamen und patzigen Antworten abgestraft.

Im Bewerbungsgespräch war der AG in Sachen Sozialversicherung, Steuer und Arbeitsrecht auch leider nicht ganz fit. Es mangelt augenscheinlich auch an basalen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, Systematik und natürlicher Intuition für das Führen eines Vorstellungsgesprächs. Eventuell macht sich der Arbeitgeber zu den gestellten Fragen auch einfach keine Gedanken oder war darauf bedacht diese Informationen vor dem Bewerber geheim zu halten. Man gewinnt durchaus den Eindruck, dass der AG Bewerber nur spaßenshalber einlädt oder schlichtweg an einer ordentlichen Anstellung und Einarbeitung nicht interessiert ist. Mit Profis hat man es leider nicht zu tun.

Der Arbeitgeber verweigert die Zahlung der Kosten von Bewerbungsgesprächen, trotz seiner Pflicht zur Übernahme nach §670 BGB. Generell werden Arbeitgeberpflichten augenscheinlich selbstbewusst umgangen.

Der AG ist leider kritikunfähig und resistent gegen Einwände, auch wenn sie berechtigter Weise und höflich vorgetragen werden. Auf Nachfrage, warum man seinen Arbeitgeberpflicht nicht nachkomme, antwortete man mir: auf schwierige und unvorhergesehene Situationen und Menschen zu treffen, hätte man rechnen müssen. Nicht die Inkompetenz, das regressive, sitten- und rechtswidrige Verhalten des AG, sondern die Erwartungen des Arbeitnehmers an das Gespräch hätten nicht gestimmt.

Das Vorgesetztenverhalten wirkte auf mich unauthentisch, unvorbereitet, selbstillusionär, verantwortungslos und fachlich inkompetent, auf mehreren Hierarchieebenen. Die Zusammenarbeit zwischen den Kollegen ist vom Geschäftskonzept geprägt: die Köche arbeiten im Gästeraum und stehen dem Willen des AG nach hierarchisch über den Gästebetreuern, es gibt keine Service-Abteilung, wahrscheinlich kaum Kontakt zu Gästebetreuer-Kollegen, die Gästebetreuer arbeiten wohl vorrangig in Alleinverantwortung. Wie sich diese Zusammenarbeit mit der Behauptung verträgt, dass es keine Hierarchien im Unternehmen gäbe, scheint nicht ersichtlich. Mit kollegialem Zusammenhalt kann man wahrscheinlich nur bedingt rechnen. Es gibt wohl nur einen Mitarbeiter-Pool. Die Mitarbeiterpolitik ist durch agenturähliche Verhältnisse geprägt, jedoch spart sich der AG den Agenturbeitrag. Wie in der Gastronomie häufig üblich wird ausschließlich Mindestlohn gezahlt auf LSN bis 450€ oder Gewerbeschein (ggf. Gefahr von Scheinselbstständigkeit). Es gibt keine Sozialleistungen. Gehaltserhöhung sind nur für langjährige Mitarbeiter möglich. Lohnverhandlung auf Leistungsbasis sind nicht möglich. Es wird der Eindruck erweckt, als gäbe es einen hohen Verschleiß an Nebenjobbern mit geringer Unternehmensbindung. Wie üblich wird eine Einarbeitung zu Beginn der Tätigkeit versprochen; wie diese angesichts der Auskunftsverweigerung des AG hätte verlaufen sollen, ist jedoch fraglich. Es wurden keine Karriereentwicklungsmöglichkeiten in Aussicht gestellt. Es handelt sich regulär um eine saisonale Tätigkeit (nicht ganzjährig), vor allem Abend- und Nachtarbeit, ca. 8h/Tag in der zweiten Wochenhälfte gen Wochenende. Der Arbeitseinsatz richtet sich nach den Geschäftszeiten. Aufgrund dieser Unwegbarkeiten werden in der Stellenbeschreibung explizit unerfahrene Studenten angeworben.

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